IARC: Klassifikation elektromagnetischer Felder (Allgemein)
Über die Begleitumstände des Mai-Treffens der IARC haben wir schon viel geschrieben. Doch worum geht es bei dieser Zusammenkunft eigentlich?
Die IARC hat für den Mai 2011 eine Bewertung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF=Hochfrequenz, RF=Radio Frequency), einschließlich der Funkfelder von Mobiltelefonen, angekündigt. Sie setzt damit ihre Arbeit zur Bewertung von Umweltfaktoren und Stoffen in Bezug auf das Auftreten von Krebserkrankungen fort. Mit diesem Papier (PDF) von "Bitkom" soll über das Bewertungskonzept der IARC und die aktuelle wissenschaftliche Basis zur Bewertung hochfrequenter elektromagnetischer Felder informiert werden.
Zusammenfassung und Fazit (aus dem verlinkten PDF)
Auf der bevorstehenden Einstufung hochfrequenter elektromagnetischer Felder durch IARC lastet bedingt durch die Elektrosmogdiskussion der letzten Jahre ein hoher Erwartungs- und Aufmerksamkeitsdruck. Es ist daher zum Verständnis hilfreich, sich vorab über das Bewertungskonzept der IARC und bereits getroffene Einstufungen zu informieren.
- In jeder einzelnen IARC Gruppe finden sich Wirkstoffe / Agenzien / Tätigkeiten, die Bestandteil des täglichen Lebens sind. Auch wenn Agenzien sogar eindeutig als "krebserregend für den Menschen" eingestuft sind, sind für sinnvolle Schutzmaßnahmen weitere Aspekte zu berücksichtigen (Beispiele Sonnenlicht oder Alkohol).
- Die Klassifikationen der IARC sind streng wissenschaftlich definiert. Sie bewerten, ob ein Zusammenhang zwischen dem Agens und Krebserkrankungen nachgewiesen wurde und wenn ja, mit welcher Gewissheit dieser Zusammenhang ursächlich ist.
- Die IARC-Klassifizierungen wollen ausdrücklich keine Empfehlungen für Grenzwerte oder Gesetze geben, die in den Verantwortungsbereichen nationaler Regierungen liegen. Sie geben nationalen und internationalen Gesundheitsbehörden Anhaltspunkte für Risikoeinschätzungen und welche Schutz- oder Überwachungsmaßnahmen bzw. Regelungen für das öffentliche Gesundheitswesen sinnvoll sind. In diese Entscheidungen fließen aber viele weitere Erwägungen ein, einschließlich unterschiedlicher gesellschaftlicher, sozioökonomischer und nationaler Prioritäten.
- Ebenso können die IARC-Klassifizierungen Hinweise für die persönliche und individuelle Risikoeinschätzung geben und gegebenenfalls das Verhalten beeinflussen (für die obigen Beispiele z. B. die häufigere Nutzung von Sonnencremes oder den bewussteren Genuss alkoholischer Getränke).
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –
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). Aber dies deckt sich mMn ja auch mit der