Studie von WIK Consult: Mobilfunk vs. DVB-T2 (Allgemein)
Die Deutsche Telekom, Vodafone und O2 Telefónica stellten in Berlin eine von ihnen bezahlte Studie des Beratungsunternehmens WIK Consult vor, der zufolge bestimmte Funkfrequenzbereiche ab 2031 für Mobilfunk freigegeben werden sollten. So ist es bei heise.de zu lesen. Und teletarif.de präzisiert:
Im Auftrag von Deutscher Telekom, Vodafone und Telefónica hat WIK-Consult in einer Studie analysiert, wer die Frequenzen zwischen 470 und 694 MHz, dem sogenannten UHF-Band, am effizientesten nutzen könnte bzw. welche volkswirtschaftlichen Kosten durch die derzeitige Nutzung entstehen. Dabei kommen die aktuellen Nutzer des UHF-Bands schlecht weg, vor allem der Rundfunk. Eine Nutzung durch die Mobilfunker wäre laut Studie hingegen volkswirtschaftlich sinnvoller.
Das digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T2) leide unter einem Bedeutungsverlust und würde ARD und ZDF Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe bringen, wenn es auf IP-Netze migriert würde, heißt es in der Studie. Könnte der Mobilfunk UHF-Frequenzen nutzen, könnte er hingegen die Übertragungskapazitäten in ländlichen Regionen um 33 Prozent erhöhen. Weil zudem weniger Basistationen aufgebaut werden müssten, ergebe sich laut Studie ein Einsparpotenzial von 2,7 Milliarden Euro.
„Die Ergebnisse und Argumente der Mobilfunkstudie sind so erwartbar wie sie durchsichtig und teilweise falsch sind – und verfrüht“, sagt Michael Moskob, Leiter Regulierung, Public Affairs & Unternehmenskommunikation bei Media Broadcast, dem DVB-T2-Plattformbetreiber. Erst die Weltfunkkonferenz 2031 wird sich mit dem UHF-Band beschäftigen. Moskob warnt vor „den vollmundigen Versprechungen des Mobilfunks“ zum Netzausbau im ländlichen Raum. Inzwischen habe die Politik verstanden, was davon zu halten sei. [...]
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –