Reflex - Keine HF-Exposition in Wien? (Forschung)
Bleibt weiterhin die Frage, weshalb Tauber nicht detaillierter im Bereich zwischen 0,05 W/kg und 0,2 W/kg geforscht hat, obwohl Rüdiger zuvor genau dort fündig gewesen sein will.
Wie kommen Sie darauf, dass Rüdiger vor Tauber geforscht hat? Im Final-Report von "Reflex" steht auf Seite 10, wer mit HF-Expositionskammern ausgestattet wurde:
A novel RF setup (GSM) was developed, and four copies were installed in the laboratories of Participants 2, 5, 6, and 8.
Die Nummern der Auftragnehmer sind auf Seite 5 so zugeordnet:
LIST OF PARTICIPANTS
2. Institut für Klinische Chemie, Universitätsklinikum Benjamin Franklin, Berlin, Germany (Scientific person in charge of the project: Prof. Rudolf Tauber)
5. Insalud, Ramon y Cajal Hospital, Madrid, Spain (Scientific person in charge of the project: Dr. Angeles Trillo)
6. STUK - Radiation and Nuclear Safety Authority, Helsinki, Finland (Scientific person in charge of the project: Prof. Dariusz Leszczynski)
8. Laboratoire PIOM, ENSCPB, Bordeaux, France (Scientific person in charge of the project: Dr. Isabelle Lagroye)
Aber da fehlt doch einer?! Stimmt, Nummer 3:
3. Abteilung für Arbeitsmedizin, Universitätsklinik für Innere Medizin, Wien, Austria (Scientific person in charge of the project: Prof. Hugo W. Rüdiger)
Diesem Abschnitt des Final-Reports zufolge haben die Wiener also gar keine HF-Expositionseinrichtung für die Hochfrequenzbefeldung gehabt, sondern gemäß Seite 9 eine NF-Expositionseinrichtung für die Niederfrequenzbefeldung. Wenn aber in Wien keine HF-Exposition praktiziert werden konnte, wie konnte dann Rüdiger Tauber bei der HF-Exposition sogar noch überholen?
"Charles", die HF-Expositionkammern (Waveguide) waren übrigens mit einem Lüfter ausgestattet, dessen Stromaufnahme ebenfalls während der Testreihen protokolliert wurde. Da könnten theoretisch also NF-Felder gewirkt haben.
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –