10'000 € Preisgeld für zufallsnahes Können (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 20.08.2009, 18:01 (vor 5521 Tagen) @ Sektor3

Mit folgender Textpassage habe ich ein Problem:

Insgesamt 13 Mal soll er die Tische abschreiten und das wassergefüllte Gefäß finden. Wenn er in sieben Fällen richtig liegt, ist das ein deutlich Hinweis darauf, dass es sich bei seiner berührungslosen Detektion von Wasser wirklich um eine Fähigkeit handelt, und nicht um Zufallstreffer. Schafft er zu einem späteren Termin noch einmal zehn aus 18, ist seine Fertigkeit nach den GWUP-Regeln erwiesen und er bekäme das Preisgeld. Bis jetzt hat das noch keiner der knapp 30 Kandidaten geschafft.

Sieben von 13 ist nach meiner Einschätzung keineswegs ein deutlicher Hinweis, sondern nur geringstmöglich über dem statistischen Mittelwert von 50 % Trefferquote. Allerdings: Ich bin kein Statistiker.

Weiter oben im Text steht die Lösung:
"Er steht neben einer langen Tischreihe, auf der weiße Styroporbecher aufgereiht sind. Alle sind mit einem Deckel blickdicht verschlossen, alle sind leer. Außer einem, da ist Wasser drin."

Also mein Problem war nicht der Versuchsaufbau, sondern dass nur sieben richtige unter 13 Versuchen schon als deutlicher Hinweis fürs Können des Aquaexplorers gewertet werden. Aus dem Bauch heraus erscheint mir dies sehr wenig, zehn (oder mehr) von 13 wären mMn angemessen weit weg von Gefatter Zufall.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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