Hessentag 2026: Weiße Zone Rhön meldet "tollen Erfolg" (Allgemein)

H. Lamarr, München, (vor 12 Stunden, 16 Minuten)

"Unser Stand beim Hessentag war ein toller Erfolg", schreibt der EHS-Verein Weiße Zone Rhön auf seiner Website. Und weiter:

Wir haben vor dem Umweltzentrum während der 10 Tage endlos viele interessierte Besucher informieren können.
Überraschend viele Besucher, die uns ihre Betroffenheit durch die HF-Mobilfunk-belastung schilderten und die sehr erfreut waren, endlich einmal einen diesbezüglichen Infostand zu sehen.
Die Betroffenen sahen so auch ihr Anliegen in der Öffentlichkeit dokumentiert und konnten darin bestärkt werden, nicht alleine mit ihren Problemen zu sein.

Unser Glücksrad war stark gefragt. Dabei gab es zahlreiche Gespräche mit sehr interessierten Eltern und Begleitpersonen wie Oma, Opa, KindergärtnerInnen und LehrerInnen, denen wir die Probleme der hochfrequenten Mobilfunkbelastung und die Möglichkeiten, Hochfrequenzbelastung gerade im persönlichen Umfeld zu reduzieren, aufzeigten. weiter ...

Kommentar: Alles schön und gut. Glaubwürdiger als die Selbstbeweihräucherung wäre allerdings ein unabhängiger Bericht über den "tollen Erfolg" der selbstdiagnostizierten Elektrosensiblen auf dem Hessentag 2026. Mit der Nachrichtensuchmaschine Google-News war ein solcher aber nicht aufzutreiben.

Auch ich wähnte mich einst auf dem Münchener Streetlife-Festival sehr erfolgreich, weil ich vor dem Stand der "Funkpause" hunderte Flugblätter mit Anti-Mobilfunk-Parolen an Besucher verteilt hatte. Die Ernüchterung sollte freilich nicht lange auf sich warten lassen. Als sich am Abend die Menschenmassen zu den Fresstempeln hin verzogen hatten gaben sie den Blick auf den Asphalt der Leopoldstraße frei. Und soweit das Auge reichte sah ich jetzt unerquicklich viele meiner schönen und auffälligen Flugblätter zertrampelt am Boden liegen. Die ersten ließen es geschätzt nur 10 Meter vom Stand weg schon achtlos fallen :-(.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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