Medizin der Zukunft: 6G als Antwort auf Fachkräftemangel im Gesundheitswesen
Nach drei Jahren Zusammenarbeit ist das Forschungsprojekt '6G Health' abgeschlossen. Vodafone, die Universität Leipzig, die Charité Berlin und fünfzehn weitere Partner haben gemeinsam mit dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt 6G-Technologien entwickelt, die helfen, dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen zu begegnen.
Zu wenig Personal, lange Wartezeiten und steigende Anforderungen prägen den Alltag in Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Die Ergebnisse von '6G Health' zeigen, wie digitale Technologien und 6G-Anwendungen das Personal entlasten, Abläufe beschleunigen und die Patientensicherheit erhöhen können. Sie fließen in die internationale Standardisierung und schaffen die Basis für eine moderne, vernetzte Gesundheitsversorgung. Das Bundesforschungsministerium förderte das Projekt mit rund 10 Millionen Euro.
Die Ergebnisse von '6G Health' bauen auf bereits bestehende 5G-Lösungen wie die videobasierte Online-Sprechstunde, der mobile Ultraschall und der Transport von Medikamenten durch autonom fliegende Drohnen auf. Im Rahmen des Forschungsprojekt wurden in den letzten drei Jahren drei Innovationsfelder erkundet. Erstens die Echtzeit-Übertragung von Biosignalen und Vitaldaten von Patienten. Zweitens der Einsatz von Augmented Reality (AR) und Telemedizin, in der Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften. Drittens die Vernetzung medizinischer Geräte und der Kommunikationsinfrastruktur für zukünftig smarte Krankenhäuser. Das Ergebnis des Projekts: Augmented Reality, künstliche Intelligenz, IoT und drahtlose Kommunikation in Kliniken und Pflegeeinrichtungen sorgen von der Patientenaufnahme bis zur Nachsorge für mehr Effizienz, Zeitersparnis und Sicherheit.
"Dieses Forschungsprojekt zeigt: 5G und in der Zukunft 6G sowie digitale Technologien können das Gesundheitswesen nachhaltig stärken. Sie können das Personal entlasten, Abläufe beschleunigen und die Patientensicherheit erhöhen. Das ist ein wichtiger Schritt gegen den Fachkräftemangel und für eine moderne Gesundheitsversorgung in Deutschland.", Dr. Ralf Irmer, Leiter des Vodafone Tech Innovation Center Dresden.
Digitale Lösungen für mehr Effizienz, Ressourcen und Sicherheit
Untersucht wurden konkrete und praxisnahe Herausforderungen von Patienten, Ärzten und Pflegekräften. So sorgt eine Augmented-Reality-Navigation beispielsweise dafür, dass Patientinnen und Patienten sich eigenständig im Klinikum orientieren können – ganz ohne Unterstützung durch das Personal. Im OP dokumentiert eine KI-basierte Echtzeit-Transkription automatisch alle gesprochenen Inhalte und erkennt medizinische Schlüsselbegriffe sowie kritische Situationen. Dadurch werden wichtige Hinweise sofort alarmiert und strukturiert für Tele-Neuromonitoring bereitgestellt, sodass keine relevanten Informationen verloren gehen.
Ein Radar-Bett misst kontaktlos Atem- und Herzfrequenz, entlastet das Pflegepersonal und macht Abläufe auf der Intensivstation effizienter und sicherer. Auch im Pflegebereich zuhause gibt es maßgebliche Erfolge. Im Bereich 'Hospital at Home' können Patientinnen und Patienten medizinische Messungen zu Hause durchführen. Für die dauerhafte Überwachung von Fachpersonal übertragen IoT-basierte Geräte die Daten automatisch an die Klinik, die so frühzeitig auf Verschlechterungen reagieren kann. Das entlastet die stationäre Versorgung und ermöglicht eine sichere Nachsorge.
Mehr Sicherheit für Patienten durch ein digitales Gesundheitswesen
Das Forschungsprojekt zeigt, wie Digitalisierung schon in naher Zukunft und in Zeiten des Fachkräftemangels wichtige Ressourcen schonen kann. Mit dem Einsatz neuster Mobilfunk-Generationen profitieren Patienten, Ärzte und Pflegekräfte von automatisierter Dokumentation und kontaktloser Überwachung. Die digitale Vernetzung liefert nicht nur mehr Ressourcen, sondern ermöglicht eine sichere Nachsorge auch außerhalb der Klinik. Deutlich wird durch das Projekt: Digitalisierung schafft neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen medizinischen Fachkräften und Patienten.
Ziel ist es nun, die Ergebnisse des Projekts in eine Standardisierung zu bringen. Damit die Resultate und Potenziale nicht reine Theorie bleiben, sondern im realen Alltag von Kliniken und Pflegeeinrichtungen Anwendung finden.
Quelle: Vodafone-Pressemittelung vom 26. März 2026