Gigaherz-Jakob: eidgenössisches EMF-Paradoxon (Allgemein)
Jakob saugt sich seine Flut-Behauptung aus den Fingern.
Nein, schlimmer, er hat sich die Behauptung bei dem Zürcher Verein Schutz vor Strahlung abgeschaut. Dort strampelt sich schon seit 27. Dezember 2025 eine Uhrmacherin gegen das "Antennenflut-Gesetz" ab. Exklusiv hinzugefügt hat Jakob nur die famose Antennenstandortzahl (mindestens weitere 40’000), die ganz allein er ausgeschwitzt hat.
Niemand kann es schweizerischen Mobilfunkgegnern recht machen. Die boykottieren jeden Lösungsvorschlag und erkennen anscheinend nicht, wie paradox sie argumentieren.
Schon seit der Steinzeit der Mobilfunkgegnerei lehnen die Anti-Mobilfunk-Vereine der Schweiz jegliche Lockerung der Schweizer Anlagegrenzwerte ab. Mobilfunknetzbetreiber in der Schweiz dürfen deshalb ihre Sendeanlagen nicht voll aufdrehen, weil überall dort, wo Menschen sich länger aufhalten können (typ. Schlafraum) nicht mehr als 5 V/m erlaubt sind. Politischen Vorstöße, die Anlagegrenzwerte moderat zu lockern (z.B. 15 V/m), sind samt und sonders gescheitert. Infolgedessen sind Funkzellen in der Schweiz systemisch kleiner als in den Nachbarländern ohne Anlagegrenzwerte. Für eine flächendeckende Versorgung müssen die Netzbetreiber in der Schweiz deshalb gezwungenermaßen mehr Funkmasten aufstellen als anderswo. Doch wie wir es momentan erleben dürfen, jaulen Helvetias Mobilfunkgegner schon wieder auf, diesmal gegen die "Antennenflut", wie sie die Netzverdichtung polemisch zugespitzt nennen. Offenbar kapieren die tatsächlich nicht, dass sie einen Tod sterben müssen: Entweder Lockerung der Anlagegrenzwerte, oder aber Netzverdichtung. Beides abzulehnen ist keine Risikovorsorge, sondern die konsequente Verweigerung jeder technisch realisierbaren Lösung. Wer den Bogen derart überspannt, verdient es nicht mehr, ernst genommen zu werden.
Aus meiner Sicht ist jetzt der Staat gefragt. Er könnte lösungsorientiert den Eidgenossen die beiden Alternativen zur Auswahl anbieten, auf keinen Fall dürfte er mit den notorischen Bremsern deren Ablehnung der Lösungsvorschläge diskutieren, sonst nimmt das Affentheater kein Ende.
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –
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H. Lamarr,
27.01.2026, 21:33
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