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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
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<title>Icnirp mit neuer Satzung 2025</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der Mitgliederversammlung 2025 hat Icnirp eine <a href="https://www.icnirp.org/cms/upload/doc/ICNIRPStatutes.pdf">neue Satzung</a> bekommen. Zuletzt wurde die Satzung 2023 aktualisiert.</p>
<p>Was ist neu an der Satzung 2025 gegenüber der von 2023? ChatGPT hat es herausgefunden und schreibt:</p>
<p><em>Ich habe beide Satzungen eingelesen und bereits grob verglichen.  </em></p>
<p><em>Mein erster Eindruck: Es handelt sich nicht um eine bloße redaktionelle Überarbeitung. Die Satzung 2025 enthält zahlreiche inhaltliche Änderungen. Einige davon sind aus Sicht der Vereinsorganisation durchaus bemerkenswert.</em></p>
<p><em>Die wichtigsten Änderungen sind:</em></p>
<p><em><strong>1. Vereinszweck vollständig neu gefasst</strong><br />
Der Zweck wird nun ausdrücklich an der deutschen Abgabenordnung (§ 52 AO) ausgerichtet (&quot;Förderung von Wissenschaft und Forschung&quot;). Außerdem wird erläutert, wie der Satzungszweck verwirklicht wird.  </em></p>
<p><em><strong>2. Bezug zur IRPA deutlich reduziert</strong><br />
In der Präambel entfällt die Passage, wonach die Charter die Beziehung zur IRPA regelt und Änderungen der Charter einer Zweidrittelmehrheit der IRPA-Generalversammlung bedürfen. Ebenfalls verschwindet der Hinweis, ICNIRP setze die Arbeit des INIRC fort. Stattdessen bleibt praktisch nur noch die historische Gründungserwähnung.  </em></p>
<p><em><strong>3. Beziehungen nach außen neu organisiert</strong><br />
Der bisherige § 5 &quot;Relationship with IRPA&quot; wird zu &quot;External relations&quot;. Die Pflicht, Entwürfe vor Veröffentlichung der IRPA und deren Mitgliedsgesellschaften vorzulegen, entfällt. Stattdessen führt ICNIRP ein offenes Konsultationsverfahren ein, zu dem IRPA, WHO, ILO, EU-Kommission und weitere von ICNIRP selbst ausgewählte öffentliche Stellen eingeladen werden.  </em></p>
<p><em>Das ist meines Erachtens eine der wichtigsten Änderungen.</em></p>
<p><em><strong>4. Deklaration von Interessenkonflikte erheblich ausgeweitet</strong><br />
2023 ging es nur um Beschäftigungsverhältnisse. 2025 werden zusätzlich &quot;any other interest&quot; beziehungsweise &quot;irgendeine Interessenslage&quot; aufgenommen. Außerdem wird für Kandidaten nun ausdrücklich eine &quot;Declaration of Interests (DOI)&quot; verlangt.  </em></p>
<p><em><strong>5. Wahlverfahren modernisiert</strong><br />
Neu sind unter anderem:</em></p>
<p><em>► elektronische Abstimmungen,<br />
► elektronische Einreichung von Unterlagen,<br />
► Verkürzung der Einreichungsfrist von acht auf vier Wochen,<br />
► Erweiterung des Kreises der Vorschlagsberechtigten um nationale Strahlenschutzbehörden, internationale Strahlenschutzorganisationen und weitere Kooperationspartner. </em></p>
<p><em><strong>6. Amtszeiten völlig neu geregelt</strong><br />
Bisher orientierte sich alles am vierjährlichen IRPA-Kongress. Jetzt gilt eine feste vierjährige Amtszeit, unabhängig vom IRPA-Kongress. Wahl- und Amtsbeginn werden an die ICNIRP-Hauptversammlung gekoppelt. Auch das ist eine strukturell bedeutsame Änderung.</em></p>
<p><em><strong>7. Ausschluss von Mitgliedern vereinfacht</strong><br />
2023 konnte ein Mitglied ausgeschlossen werden, wenn es zweimal unentschuldigt an ICNIRP-Aktivitäten nicht teilnahm. 2025 genügt wesentlich allgemeiner, dass sich ein Mitglied &quot;nicht ausreichend an der Arbeit der Kommission beteiligt&quot;. Der Vorstand erhält dadurch größeren Beurteilungsspielraum.</em></p>
<p><em><strong>8. Digitalisierung der Vereinsarbeit</strong><br />
Neu aufgenommen wurden zahlreiche Regelungen zu</em></p>
<p><em>► Online- und Hybridversammlungen,<br />
► elektronischen Abstimmungen,<br />
► E-Mail-Kommunikation,<br />
► elektronischer Beschlussfassung,<br />
► elektronischer Vertretungsvollmacht. </em></p>
<p><em><strong>9. Vorstand rechtlich abgesichert</strong><br />
Neu ist die Bestimmung, dass Vorstandsmitglieder bis zur Eintragung ihrer Nachfolger im Vereinsregister im Amt bleiben. Das entspricht einer heute üblichen vereinsrechtlichen Absicherung. </em></p>
<p><em><strong>Mein Eindruck</strong></em></p>
<p><em>Die Satzung 2025 verfolgt drei erkennbare Ziele:</em></p>
<p><em>1. Anpassung an das deutsche Vereins- und Gemeinnützigkeitsrecht.</em></p>
<p><em>2. Modernisierung der Vereinsorganisation durch Einführung digitaler Verfahren.</em></p>
<p><em>3. Stärkere Eigenständigkeit von ICNIRP gegenüber der IRPA. Der Bezug zur IRPA wird deutlich reduziert; gleichzeitig definiert ICNIRP seine Verfahren, etwa das Konsultationsverfahren, eigenständig.</em></p>
<p><em>Eine Anmerkung noch: Beim ersten Vergleich sind mir vor allem die strukturellen Änderungen aufgefallen. Für eine belastbare Aussage, ob sich daraus auch Änderungen der tatsächlichen Machtverhältnisse innerhalb von ICNIRP ergeben, wäre eine paragraphenweise Synopse sinnvoll. Dabei lassen sich auch kleinere, aber möglicherweise folgenreiche Änderungen identifizieren, die in einer ersten Übersicht leicht übersehen werden.<br />
</em></p>
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<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 12:18:41 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75774</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>Einnahmen &amp; Ausgaben: Icnirp vs Diagnose-Funk (Stand 2025)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Icnirp (ins Vereinsregister eingetragen 1994) gibt seine Einnahmen und Ausgaben seit mindestens 2009 öffentlich bekannt. Diagnose-Funk (ins Vereinsregister eingetragen 2010) gibt seine Einnahmen und Ausgaben seit 2022 öffentlich bekannt.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202607241154026a63525adbe36.jpg" loading="lazy" alt="[image]" width="605" height="340" /><br />
<span style="font-size:smaller;">Grafik: IZgMF; Alle Angaben sind Selbstauskünfte der beiden Vereine</span></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 11:55:41 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75773</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Was 97 tote Schwarznasenschafe mit Mobilfunkgegnern zu tun haben</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Bei einem Blitzschlag im Schweizer Kanton Wallis sind in den Bergen 97 Schwarznasenschafe ums Leben gekommen. Da hat Elon Musk Glück gehabt, dass seine 40 Satellitenantennen im benachbarten Leuk noch nicht montiert sind, sonst hätten fanatische Mobilfunkgegner behauptet, der Antennenpark hätte den Blitz angezogen. Wir schauen uns an, warum die vielen Schafe sterben mussten und was das Drama im Nachtpferch auf der Alp Eggerhorn mit der Anti-Mobilfunkszene in Deutschland zu tun hat.</strong></span><br />
 <br />
Die Berichterstattung über das Unglück in den Schweizer Bergen <a href="https://www.google.com/search?num=10&amp;client=firefox-b-d&amp;hs=9HJq&amp;sca_esv=37d9874a1f73b5fd&amp;sxsrf=APpeQnuEx0kCZT5AjN6ZdulnZdP81OJV7Q:1784798197515&amp;q=Schweiz+97+Schwarznasenschafe+Blitzschlag&amp;tbm=nws&amp;source=lnms&amp;fbs=ABfTbFUyxjQn9bne4DuflY2dNqqKupTsDwp6RXwpQFJxPysO9Gq9x5PKEND3x4f8AESGvwM4a36Y7wrjM4lu7Yz7qdAyMR8w0Sa3EKhitO8imv1Qllx5J4Nd3Uqe0J7K-zxE_vN1FKsaCG3fge_zdm56BdIFOiRwmBgg6ZFKUqvPV1BPH0CDE5ptxaRroxjFSWNHF_ZAUDdL&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjR1Lu0u-iVAxWESfEDHWbFNDcQ0pQJegQIExAB&amp;biw=1558&amp;bih=830&amp;dpr=1.2">ist vielfältig</a>, eine technische Erklärung für die Todesursache der vielen Schafe habe ich jedoch nicht gesehen. Ein wesentlicher Grund für die große Anzahl getöteter Tiere ist der Umstand, dass, als das Unwetter aufzog, die Schafe dicht gedrängt in einem <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;q=Nachtpferch">Nachtpferch</a> standen. Dem Vernehmen nach sollte der Nachtpferch die Schafe vor Großraubtieren wie dem Wolf schützen. Prompt wird in der Schweiz jetzt erbittert darum gestritten, ob der Tod der Schafe indirekt dem Wolf anzulasten ist, denn ohne den schützenden Nachtpferch wäre die Anzahl der vom Blitz getöteten Schafe deutlich niedriger gewesen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Auf den Spannungsunterschied kommt es an</span></p>
<p>Trifft ein Blitz auf den Erdboden auf, ist die Einschlagstelle für Millisekunden der Mittelpunkt eines &quot;Spannungstrichters&quot;. Im Zentrum ist die elektrische Spannung am höchsten, zu den Rändern des Trichters fällt die Spannung linear mit dem Abstand zum Zentrum ab. Ein Spannungstrichter entsteht, weil bei einem Blitzeinschlag kurzzeitig ein starker elektrischer Strom im Erdboden fließt. Stromstärken bis 30&#039;000 A sind keine Seltenheit, bei starken Blitzen können es laut ChatGPT auch 200&#039;000 A sein. Elektrische Spannung entsteht, wenn elektrischer Strom durch einen elektrischen Widerstand fließt. Je höher der Widerstand, desto höher die Spannung. Erdboden hat je nach Beschaffenheit einen spezifischen Widerstand von 10 Ωm bis 1000 Ωm. Schon bei einem Durchschnittsblitz und Durchschnittsboden können so am Einschlagpunkt Spannungen von etlichen 100&#039;000 V bis zu mehr als 1 Mio. V entstehen. In 10 Meter Abstand zum Zentrum können noch 20&#039;000 V bis 50&#039;000 V herrschen in 50 Meter Abstand nur noch einige tausend Volt. Die genannten Werte klingen gefährlich hoch, sind es selbst aber nicht, da sie lediglich das Spannungspotenzial an einem Punkt des Erdbodens beziffern. Gefährlich werden erst Spannungsunterschiede zwischen zwei Spannungspotenzialen, denn dadurch kann ein tödlicher Stromstoß verursacht werden, wenn ein Lebewesen mit seinem Körper einen Potentialausgleich bewirkt.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Gefährliche Schrittspannungen</span></p>
<p>Stünde ein Mensch auf einem Bein nahe dem Zentrum eines Spannungstrichters, kann er den Blitzschlag mit hoher Wahrscheinlichkeit überleben. Denn mit nur einem Bein am Erdboden kann sich selbst im steilen Teil des Spannungstrichters am Menschen keine gefährlich hohe Spannung aufbauen. Stünde der Mensch hingegen breitbeinig entlang einer Linie zum Zentrum des Spannungstrichters, kann sich zwischen den beiden Beinen eine &quot;Schrittspannung&quot; aufbauen, deren Stromstoß den Menschen tötet. Stünde der Mensch im gleichen Abstand wie zuvor breitbeinig entlang eines konzentrisch ums Zentrum verlaufenden Kreisrings, könnte er überleben, da die Beine dann theoretisch auf gleichem Spannungspotenzial sind und so keine Schrittspannung entstehen kann. Ausprobieren würde ich dies aber nicht wollen.</p>
<p>ChatGPT behauptet, für Lebewesen gefährlich sind Abstände von weniger als 10 bis 20 Meter zum Einschlagpunkt eines Blitzes. Spüren würde man einen Blitzschlag aber auch noch in 100 Meter Abstand, bei hohem Bodenwiderstand auch noch darüber hinaus. Entgegen der Erwartung ist trockener Erdboden  blitztechnisch daher gefährlicher als von Regen durchnässter.</p>
<p>Zurück zu den Schafen. Da die Schrittspannung mit dem Abstand der Beine wächst, sind Vierbeiner grundsätzlich stärker gefährdet als Zweibeiner.  Etwa 80 Tiere haben den Blitzschlag im Wallis überlebt. Sie standen entweder weit genug vom Zentrum des Blitzeinschlags entfernt oder hatten eine günstige Ausrichtung ihrer Beine zum Spannungstrichter. Ohne Nachtpferch hätten sich die Tiere möglicherweise nicht so dicht gedrängt und die Zahl der Opfer wäre kleiner gewesen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Von Vielfalt zur Einfalt</span></p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202607251331216a64baa937ace.jpg" loading="lazy" class="left" alt="[image]" width="550" height="440" />◄ Bild: KI-generiert, Prompt: K.G.</p>
<p><br />
Was aber hat das Unglück im Wallis mit deutschen Mobilfunkgegnern zu tun? Als ich 2003 unversehens in die Anti-Mobilfunkszene stolperte, gab es ein großes Gewimmel an Websites, Bürgerinitiativen und Sprachrohren. Die Szene boomte. Platzhirsch war damals die &quot;Bürgerwelle&quot;. Mit dem unspektakulären, weil entwarnenden Abschluss des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms begann 2008 der Niedergang der Szene. Viele Vereine und Bürgerinitiative lösten sich in den Folgejahren auf, die verbliebenen flüchteten sich mehrheitlich in den &quot;Nachtpferch&quot; des jungen Vereins Diagnose-Funk. Der Stuttgarter Verein träumte damals noch von &quot;Landesverbänden&quot;, musste diesen Traum jedoch alsbald mangels Masse zu Grabe tragen.</p>
<p>Der &quot;Nachtpferch&quot; von Diagnose-Funk aber wurde angenommen, denn er bietet den Insassen Sicherheit: Sie müssen sich selbst um nichts mehr kümmern, die Stuttgarter füttern die Insassen regelmäßig mit Gruselgeschichten aus der Forschung, mit Unmengen an &quot;Informationsmaterial&quot; zum Auslegen auf Tapeziertischen und mit mehr oder weniger glaubwürdigen Erfolgsmeldungen aus der Welt des Elektrosmogs. Für die Insassen ist der &quot;Nachtpferch&quot; eine wirklich bequeme Sache. </p>
<p>Doch wie den Schwarznasenschafen im Wallis kann auch den &quot;Stopfgänsen&quot; im &quot;Nachtpferch&quot; der Stuttgarter das plötzliche Aus drohen: Diese Zukunft winkt, wenn es Diagnose-Funk derbröselt und der Verein sich auflöst. Dann ist Schluss mit lustig. Weil die Fütterungen ausbleiben und kein zweiter Versorger mehr da ist, droht den Insassen des &quot;Nachtpferchs&quot; der Hungertod. Denn selber recherchieren haben sie verlernt und unzumutbar anstrengend ist es außerdem auch noch. Und so endet, was einst mit quirliger Vielfalt begonnen hat, in trister Einfalt.</p>
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<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 11:30:13 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75771</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>&quot;Wissenschaftlerappell&quot; von Hardell/Nyberg vom Netz</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="https://www.5gappeal.eu/signatories-to-scientists-5g-appeal/">große &quot;Wissenschaftlerappell&quot;</a> von Lennart Hardell und Rainer Nyberg ist gegenwärtig beim Stand von 438 Mitzeichnern vom Netz. Zuletzt sichtbar war der Appell im April 2026.</p>
<p>Der 2017 gestartete Appell beschwor die EU-Kommission, 5G in Europa nicht zuzulassen. Wie wir inzwischen alle wissen, verhallte der Appell ohne die gewünschte Wirkung zu entfalten. In Deutschland z.B. wurden die 5G-Lizenzen 2019 versteigert. Dessen ungeachtet blieb der Appell bis zuletzt am Netz und konnte selbst dann noch mitgezeichnet werden, als 5G in den meisten EU-Ländern bereits flächendeckend verfügbar war.</p>
<p>Wissenschaftlerappell steht in Anführungszeichen, weil die Betrachtung der Teilnehmer aus Deutschland zeigte, dass den Appell keineswegs nur anerkannte Wissenschaftler unterschrieben haben, <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&amp;id=67049">sondern ein bunter Mix</a> aus Privatpersonen, Ärzten und Pseudowissenschaftlern, deren gemeinsamer Nenner die kritische Haltung gegenüber Mobilfunk war.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=64499">Kritische Betrachtung des &quot;Wissenschaftlerappells&quot; von Lennart Hardell und Rainer Nyberg</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 20:25:37 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75770</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Icnirp-Jahresbericht 2025</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Icnirp hat den Jahresbericht 2025 veröffentlicht (<a href="https://www.icnirp.org/cms/upload/doc/Annual_Report2025.pdf">PDF, 11 Seiten, englisch</a>). Darin wird deutlich, dass die Kommission derzeit an zahlreichen Projekten arbeitet, darunter die Überarbeitung der Niederfrequenz-Leitlinien, die Bewertung von EMF-Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere sowie die Aktualisierung der Laser-Leitlinien. Veröffentlicht wurden außerdem Finanzdaten des Vereins im Berichtsjahr sowie eine Stellungnahme zu den Wissenslücken bei den HF-EMF-Leitlinien.</p>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 19:30:33 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75769</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Schwurbeln mit Klaus &amp; Wilhelm: Wie EMF wirklich auf uns wirkt</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/oNp7L3Kh2qw" frameborder="0" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen>Your browser does not support iframes. Please visit <a href="https://www.youtube.com/watch?v=oNp7L3Kh2qw">https://www.youtube.com/watch?v=oNp7L3Kh2qw</a>.</iframe></p>
<p>Ist der Ruf erst ruiniert, tourt es sich ganz ungeniert durch die Programme des Schwurbelsenders QS24. Icnirp und Klaus Buchner kommen ab Minute 7:52 in dem Märchen von Harry &amp; Diana vor, später folgen Athem-3 und Wilhelm Mosgöller. <em>It&#039;s coming home</em>: Die &quot;Kompetenzinitiative&quot; ist jetzt unfreiwillig dort angekommen, wo sie aus meiner Sicht hingehört <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/RJqimlFcJsM" frameborder="0" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen>Your browser does not support iframes. Please visit <a href="https://www.youtube.com/watch?v=RJqimlFcJsM">https://www.youtube.com/watch?v=RJqimlFcJsM</a>.</iframe></p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75768</link>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 16:47:16 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75768</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wir üben Desinformieren (21): Desinformation durch Weglassung</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Eine der beliebtesten und auch simpelsten Desinformationspraktiken ist die Weglassung. So berichten organisierte Mobilfunkgegner liebend gerne über alarmierende Studien, die einem Gänsehaut bereiten können, entwarnende Studien, die zu einer ausgewogenen Meinungsbildung beitragen könnten, werden hingegen weggelassen. Auch Beschlüsse aller Art sind häufig Opfer von Weglassung. Was damit gemeint ist, schauen wir uns an einem konkreten Beispiel aus der Schweiz an. Akteure sind der Verein Gigaherz und die Stadt Bern.</strong></span><br />
 <br />
Am 30. April 2011 begrüßte der damalige Gigaherz-Präsiden Hans-U. Jakob im Hotel Kreuz zu Bern die Teilnehmer am 8. Nationalen Elektrosmog-Kongress seines Vereins. Ein Video seiner Begrüßungsrede kann man sich <a href="https://www.gigaherz.tv/08er-kongress.php"><span class="underline">hier</span></a> anschauen. Jakob bedauert zunächst, dass die Stadt Bern keinen Vertreter zu seinem Kongress entsandt hat, verkündet dann aber die gute Nachricht (Minute 2:55), Bern habe sich geweigert, das seit 2005 bestehende Errichtungsverbot für Mobilfunkantennen auf städtischen Gebäuden aufzuheben. Der Saal honorierte diese für Mobilfunkgegner begrüßenswerte Verkündung mit Beifall.</p>
<p>So weit, so gut.</p>
<p>Danach war von dem Antennenverbot in Bern <a href="https://www.google.com/search?q=Bern+Moratorium+Antennen+Liegenschaft+site%3Agigaherz.ch&amp;num=10&amp;lr=&amp;sca_esv=83e64d13dadc637d&amp;authuser=0&amp;biw=1558&amp;bih=830&amp;sxsrf=APpeQntOBZbo2BchzFPdUSFbCwp0dNMIYQ%3A1784721408110&amp;ei=ALBgauCfBtiM9u8P7_qjkAI&amp;ved=0ahUKEwjgn7asneaVAxVYhv0HHW_9CCIQ4dUDCBA&amp;uact=5&amp;oq=Bern+Moratorium+Antennen+Liegenschaft+site%3Agigaherz.ch&amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiNkJlcm4gTW9yYXRvcml1bSBBbnRlbm5lbiBMaWVnZW5zY2hhZnQgc2l0ZTpnaWdhaGVyei5jaEjtE1CmDlimDnACeACQAQCYAS6gAS6qAQExuAEDyAEA-AEBmAIAoAIAmAMAiAYBkgcAoAcMsgcAuAcAwgcAyAcAgAgB&amp;sclient=gws-wiz-serp">bei Gigaherz nie wieder die Rede</a>. Also ist anzunehmen, dass sich nichts geändert hat und das Verbot nach wie vor gilt. Das aber ist so ein Trugschluss, der aufgrund von Weglassung entsteht, weil Gigaherz eben nur die Aufrechterhaltung des Errichtungsverbots 2011 als &quot;gute Nachricht&quot; verbreitete, nicht aber die &quot;schlechte Nachricht&quot; von der Aufhebung dieses Verbots (das eigentlich ein Moratorium war) 13 Jahre später.</p>
<p>Das 2005 in Bern eingeführte Moratorium gilt seit dem 21. November 2024 nicht mehr.</p>
<p>Am 16. November 2005 beschloss der Berner Gemeinderat ein Moratorium für neue Mobilfunkanlagen auf stadteigenen Liegenschaften. Es handelte sich ausdrücklich nicht um ein allgemeines Bauverbot für das gesamte Stadtgebiet, sondern lediglich um eine Selbstbeschränkung der Stadt als Grundeigentümerin. Ausnahmen galten etwa für Sicherheitsdienste und den Betriebsfunk von Bernmobil. Der Gemeinderat betonte damals, dass den Gemeinden im Mobilfunkrecht nur ein sehr geringer Handlungsspielraum zukommt und ein generelles Bewilligungsmoratorium wegen des Bundesrechts unzulässig wäre.</p>
<p>Am 21. November 2024 hob der Gemeinderat das seit 2005 bestehende Moratorium mit sofortiger Wirkung auf. Anlass war eine <a href="https://stadtrat.bern.ch/de/geschaefte/detail.php?gid=fdafdceefaa34ac68724749275374347">Motion des Stadtrats</a>.</p>
<p>Es gibt also kein generelles Errichtungsverbot mehr für Mobilfunkantennen auf öffentlichen bzw. stadteigenen Gebäuden in Bern. Ob eine städtische Liegenschaft für eine Mobilfunkanlage zur Verfügung gestellt wird, entscheidet nun die jeweils zuständige Verwaltungseinheit im Einzelfall.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=%C3%BCben+desinformieren+%28&amp;page=1">Alle Folgen der Reihe &quot;Wir üben Desinformieren&quot;</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75767</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75767</guid>
<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 12:12:53 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75767</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Gigaherz-Jakobs Albtraum: Roboterarm richtetet Antenne aus</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Gigaherz-Jakob ist stets beunruhigt, ob Mobilfunkantennen denn auch genau nach Bewilligung ausgerichtet in die Landschaft strahlen. Den Qualitätssicherungssystemen der Mobilfunknetzbetreiber, die u.a. auch die Ausrichtung dokumentieren, misstraut der Ex-Elektriker seit eh und je. Doch was Vodafone jetzt ankündigt, nämlich einen Roboterarm, der eine Mobilfunkantenne KI-gesteuert in unterschiedliche Richtungen schwenken und kippen kann, dürfte Jakob zum Albtraum gereichen.</strong></span><br />
 <br />
<img src="https://assets.mediathek.vodafone.de/6XP8TinBwKtjrWRHg0RQG/large.jpg" loading="lazy" class="left" alt="[image]"  /><br />
<strong>Sektorantenne mit Roboterarm</strong><br />
<span style="font-size:smaller;">(Bild: Vodafone)</span><br />
 <br />
Künstliche Intelligenz wird eine wichtige Rolle spielen, um Mobilfunknetze noch leistungsfähiger zu machen. Vodafone testet nun erstmals einen <a href="https://newsroom.vodafone.de/vodafone-testet-mobilfunkmasten-mit-ki-gehirn-und-roboter-arm?c_id=email_VKE_newsletter_main">Mobilfunk-Mast mit KI-Gehirn und Roboterarm</a>. Gesteuert durch die KI kann der Roboterarm die Funkantennen an Masten innerhalb kürzester Zeit automatisch neu ausrichten. Zweck: Auf kurzfristige Ereignisse – etwa schwierige Wetterverhältnisse oder die Auslastung in einer Mobilfunk-Zelle – zu jeder Zeit schnell reagieren zu können, um die Netzabdeckung für die jeweiligen Bedingungen zu optimieren.</p>
<p>Mithilfe eines von Vodafone-Ingenieuren entwickelten Algorithmus steuert die KI den Roboterarm des südkoreanischen Unternehmens Humax Networks. Dieser ist nahe der Mobilfunkantennen angebracht und dreht oder neigt sie. Das System lernt und passt sich zudem kontinuierlich an und trifft Entscheidungen nahezu in Echtzeit ohne menschliches Eingreifen. Dadurch dauert ein Ausrichtungsvorgang nur 20 bis 30 Minuten.</p>
<p>Das Zusammenspiel aus KI und Roboterarm erprobt Vodafone derzeit an einem Mobilfunkstandort in Tirana, Albanien, mit Blick auf ein belebtes Einkaufszentrum. Tagsüber versorgt die Antenne die Menschen beim Einkaufen. Nachts verlagert sie die Abdeckung automatisch in ein nahegelegenes Wohngebiet. Dort schafft sie zusätzliche Kapazität, wenn die Internet-Nutzung am Abend steigt. Vodafone prüft derzeit, wo sich die Technik in Deutschland versuchsweise einsetzen lässt. </p>
<p>Im Alltag klettern Techniker auf einen Mobilfunk-Mast, um die dortigen Antennen händisch zu justieren – ein Vorgang, der von der Planung bis zur Umsetzung oft Tage dauert. Der Einbau einer zusätzlichen Antenne zieht sich sogar noch länger hin: Behördliche Genehmigungen und Vereinbarungen mit Standort-Eigentümern müssen vorliegen, Straßensperrungen für schweres Gerät eingerichtet und geeignete Wetterbedingungen vorherrschen. Das kann Wochen dauern.</p>
<p>Für Vodafone ist der KI-gesteuerte Roboterarm ein Ansatz, um eine dynamische und autonome Antennen-Steuerung in die unternehmensweite Plattform zur Automatisierung von Komponenten des Funkzugangsnetzes (Radio Access Network, RAN) zu integrieren. Ähnliche Lösungen werden in den kommenden Monaten folgen. Einige davon bewegen beispielsweise nur kleine Komponenten im Inneren der Antenne. Das spart Energie ein und schont die Technik. Bereits im vergangenen Jahr hat Vodafone damit begonnen, satellitengestützte Sensoren in Mobilfunkantennen einzuführen. Per GPS lässt sich so aus der Ferne prüfen, ob Antennen korrekt ausgerichtet sind.</p>
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<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 13:34:39 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75764</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Erwachet!</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die hausbackenen Aktivitäten restlos überzeugter Mobilfunkgegner haben manchmal, <a href="https://www.nussbaum.de/entdecken/news/wir-informieren-42-dorffest-neckartenzlingen-mit-den-fingern-sehen-am-infostand-von-infomobilfunk-neckartenzlingen-und-umgebung-3573965">so wie hier</a>, etwas Possierliches an sich.</p>
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<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 10:33:40 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75761</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Bundestag sieht Diagnose-Funk nicht als relevanten Stakeholder</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Wie ein roter Faden zieht sich durch viele Texte von Diagnose-Funk unübersehbar eine große Sehnsucht nach Anerkennung. Die &quot;<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=74363">Pressemitteilungen</a>&quot; des Vereins bestätigen dies regelmäßig auf plakative Weise. Auf politischem Parkett ist der Drang der Stuttgarter sich in Szene zu setzen hingegen eher subtil. Ein Beispiel dafür ist ihre Stellungnahme zum TKG-Änderungsgesetz 2026.</strong></span><br />
 <br />
Der Ausbau der Glasfaser- und Mobilfunknetze in Deutschland soll weiter forciert werden. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) arbeitet derzeit an weiteren Anpassungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG), um dieses Ziel zu unterstützen. Der Referentenentwurf des Gesetzes war am 2. März 2026 fertig und Diagnose-Funk reichte mit Datum 27. März 2026 <a href="https://bmds.bund.de/fileadmin/BMDS/Dokumente/Gesetzesvorhaben/Stellungnahmen_TKG_2026/StN_diagnose-funk.pdf">eine 17 Seiten lange Stellungnahme</a> zu dem Entwurf beim BMDS ein. Der erste Absatz des Papiers lautet:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Nach Aufforderung durch das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS)¹ nimmt Diagnose-Funk e.V. im Folgenden Stellung. Diagnose-Funk e.V. (kurz: diagnose:funk) wird im Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung vom 14.2.2023 zur Technikfolgenabschätzung „Mögliche gesundheitliche Auswirkungen verschiedener Frequenzbereiche elektromagnetischer Felder (HF-EMF)“² als relevanter Stakeholder genannt.</strong></em></span></p>
<p>¹ <span style="font-size:smaller;"><a href="https://bmds.bund.de/service/gesetzgebungsverfahren/tkg-aenderungsgesetz-2026">https://bmds.bund.de/service/gesetzgebungsverfahren/tkg-aenderungsgesetz-2026</a></span><br />
² <span style="font-size:smaller;">Grünwald R, Revermann C, Riousset P, Deutscher Bundestag (Hrsg.) (2023). Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung: Mögliche gesundheitliche Auswirkungen verschiedener Frequenzbereiche elektromagnetischer Felder (HF-EMF). <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/20/056/2005646.pdf">https://dserver.bundestag.de/btd/20/056/2005646.pdf</a></span></p>
<p>► Wer jetzt glaubt, Diagnose-Funk sei vom BMDS aufgefordert worden, eine Stellungnahme zu dem fraglichen Referentenentwurf einzureichen, der irrt.<br />
► Und wer weiter glaubt, Diagnose-Funk werde von einem Bundestagsausschuss als relevanter Stakeholder in HF-EMF-Sachfragen angesehen, der irrt ebenfalls.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Nein, das BMDS hat Diagnose-Funk nicht eingeladen</span></p>
<p>Fangen wir mit dem ersten Irrtum an. Das BMDS hat nicht Diagnose-Funk um seine geschätzte Stellungnahme gebeten, sondern ganz allgemein mit folgender Formulierung alle möglichen Interessenvertreter eingeladen, sich zum Referentenentwurf zu erklären. (<a href="https://bmds.bund.de/service/gesetzgebungsverfahren/tkg-aenderungsgesetz-2026">Quelle</a>).</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Länder, Verbände und weitere Betroffene können Stellungnahmen bis zum 27. März 2026 an DI3@bmds.bund.de senden.</strong></em></span></p>
<p>Das vor dem Referentenentwurf ab Juli 2025 mit Stakeholdern verhandelte <a href="https://bmds.bund.de/service/gesetzgebungsverfahren/tkg-aenderungsgesetz-2026#accordion-1407">Eckpunktepapier</a> hatte der Verein verschlafen. Unter den <a href="https://bmds.bund.de/service/gesetzgebungsverfahren/tkg-aenderungsgesetz-2026#accordion-1421">44 Stellungnahmen zum Eckpunktepapier</a> fehlt Diagnose-Funk. Die Stuttgarter traten erst auf den letzten Drücker mit ihrer Stellungnahme vom 27. März 2026 zum Referentenentwurf in Erscheinung. Unter den jetzt <a href="https://bmds.bund.de/service/gesetzgebungsverfahren/tkg-aenderungsgesetz-2026#accordion-4924">79 Stellungnahmen</a> sind mit &quot;Gesund vernetzt&quot; und der sogenannten Kompetenzinitiative noch zwei weitere Anti-Mobilfunk-Vereine vertreten, deren Stellungnahmen mit je vier Seiten auskommen (<a href="https://bmds.bund.de/fileadmin/BMDS/Dokumente/Gesetzesvorhaben/Stellungnahmen_TKG_2026/StN_gesund_verNETZt.pdf">Gesund vernetzt</a>, &quot;<a href="https://bmds.bund.de/fileadmin/BMDS/Dokumente/Gesetzesvorhaben/Stellungnahmen_TKG_2026/StN_Kompetenzinitiative.pdf">Kompetenzinitiative</a>&quot;).</p>
<p>Mobilfunkkritische Vereine beteiligen sich regelmäßig an Anhörungen, obwohl ihre Chancen, den Inhalt von Gesetzesänderungen maßgeblich zu beeinflussen, erfahrungsgemäß null sind. Die Beteiligung dient daher aus meiner Sicht viel eher dazu, sich vorsorglich so häufig wie möglich als Ansprechpartner in politischen Sachfragen des Mobilfunks zu positionieren, um im Ernstfall nicht übersehen zu werden. Da kommt dann mangels Erfahrung schlimmstenfalls z.B. anlässlich einer Anhörung nicht der Kompetenteste zu Wort, sondern der Aufdringlichste, der Lauteste oder pauschal einer mit Professortitel.<br />
 <br />
Nein, Bundestag sieht Diagnose-Funk nicht als relevanten Stakeholder</p>
<p>Mit vielen Worten behauptet Diagnose-Funk umständlich, im Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung vom 14.2.2023 zur Technikfolgenabschätzung „Mögliche gesundheitliche Auswirkungen verschiedener Frequenzbereiche elektromagnetischer Felder (HF-EMF)“, als relevanter Stakeholder genannt zu werden. Das wäre auch kürzer gegangen, denn bei dem Papier handelt es sich um nichts anderes als den hier im Forum gut bekannten Arbeitsbericht Nr. 196 des <a href="https://www.tab-beim-bundestag.de/projekte_mogliche-gesundheitliche-auswirkungen-verschiedener-frequenzbereiche-elektromagnetischer-felder-hf-emf.php">Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB)</a> aus dem Jahr 2022.</p>
<p>Dieser Bericht beruft sich wiederum stellenweise auf eine Arbeit aus der Schweiz (<a href="https://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-2017050314269/3/BfS_2017_FM8865.pdf">Divergierende Risikobewertungen im Bereich Mobilfunk</a>). Das Schweizer Papier geht auf wissenschaftlichem Niveau systematisch der Frage nach, wieso es zum Mobilfunk derart unterschiedliche Risikobewertungen gibt, obwohl doch allen dieselben wissenschaftlichen Studien für die Bewertung zur Verfügung stehen. Die Autoren beurteilten 53 Stakeholder zum Themenkomplex &quot;Risiko Mobilfunk&quot; auf ihre Bedeutung und wählten 15 für die detaillierte Betrachtung ihrer Risikobewertungen aus. Diagnose-Funk war einer dieser 15, die Autoren bescheinigten dem Verein &quot;mittlere&quot; Bedeutung in der Debatte und bewerteten seine Eignung für die Detailanalyse mit &quot;ja&quot;. Von einem &quot;relevanten Stakeholder&quot; ist jedoch an keiner Stelle die Rede, diese Formulierung hat sich der Verein selber ausgedacht. Unter den 15 ausgewählten Interessenvertretern waren aus dem Bereich der risikoorientierten &quot;Zivilgesellschaft&quot; noch vertreten: der BUND, das Ecolog-Institut und die sogenannte Kompetenzinitiative.</p>
<p>Im Klartext: Nur weil der Arbeitsbericht Nr. 196 des TAB sich stellenweise der Erkenntnisse einer Schweizer Untersuchung aus dem Jahr 2017 bedient, taucht der Verein Diagnose-Funk in dem Arbeitsbericht überhaupt namentlich auf. Weder das TAB noch ein Ausschuss des Deutschen Bundestags werteten den Verein als &quot;relevanten Stakeholder&quot;. Dies taten einzig und allein die Autoren der Schweizer Untersuchung und auch diese nur sinngemäß!</p>
<p>Diagnose-Funk auf die Schliche zu kommen ist nicht einfach und für Außenstehende mit unvertretbar hohem Aufwand verbunden. Vielleicht deshalb geht der Verein immer wieder das Risiko ein, sich mit fremden Federn zu schmücken. Möglicherweise sind die oben gezeigten Zusammenhänge für einige Leser schon zu verschachtelt, um sie Schritt-für-Schritt nachzuvollziehen. Dabei handelt es sich hier nur um die Spitze eines Eisbergs. Denn wenn Diagnose-Funk heute den TAB-Arbeitsbericht dazu benutzt, sich der deutschen Bundespolitik als einzig wahren &quot;relevanten Stakeholder&quot; zu empfehlen, kann ich nur müde lächeln. Wieso? Weil der Verein 2021 dem TAB in vorauseilender Empörung, also noch <span class="underline">vor</span> Veröffentlichung des Arbeitsberichts, wütend &quot;<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=70860">unübertroffene politische Dreistigkeit</a>&quot; unterstellte.</p>
<p>Ach so, vielleicht das noch: Wer in aller Kürze das Ergebnis der Schweizer Untersuchung wissen will, also warum Diagnose-Funk das Risiko Mobilfunk um Größenordnungen dramatischer sieht als z.B. das Bundesamt für Strahlenschutz, dem wird <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=64038"><span class="underline">hier</span></a> geholfen.</p>
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<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 18:17:19 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75760</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stromnetz mit neuer Schaltanlagentechnik dekarbonisieren</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>SF6-Gas wird seit über 50 Jahren als Isolier- und Lichtbogenlöschmittel in Hochspannungsschaltanlagen für Wechselstrom (AC) und Gleichstrom (DC) eingesetzt. Allerdings besitzt es ein hohes Treibhauspotenzial, das über einen Zeitraum von 100 Jahren etwa 24&#039;300-Mal so hoch ist wie das von CO2. Darüber hinaus hat die Tatsache, dass es Jahrtausende lang in der Atmosphäre verbleibt, die EU dazu veranlasst, mit seiner schrittweisen Abschaffung zu beginnen. Zur Unterstützung der Dekarbonisierungsziele Europas entwickelt das EU-Forschungsprojekt &quot;<a href="https://cordis.europa.eu/article/id/466252-switching-gears-to-emission-free-power-transmission/de?WT.mc_id=email-Notification">Mission</a>&quot; Schaltanlagentechnologien, bei denen SF6 durch ein Gemisch aus 80 % Stickstoff und 20 % Sauerstoff ersetzt wird. Diese Mischung wird zur Isolierung in Mittel- und Hochspannungs-Wechsel- und Gleichstromschaltanlagen verwendet und ermöglicht so eine emissionsfreie Energieübertragung.</p>
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<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 13:29:23 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75755</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Iran ortet mit Mobilfunk-Sicherheitslücken US-Soldaten</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Ein Teil der Opfer des US-Militärs im Iran-Krieg geht wohl auf längst bekannte Sicherheitslücken in Mobilfunknetzen zurück. Über diese konnte das iranische Militär Standorte von US-Soldaten und zivilen Auftragnehmern ermitteln und diese angreifen.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Lokalisierung über altes SS7-Protokoll</span></p>
<p>Seitens des Irans habe es zu diesem Zweck wiederholt [Cyber]-Angriffe auf Mobilfunknetze in umliegenden Ländern gegeben. Das legen Telekommunikationsdaten sowie Aussagen mehrerer mit den Vorgängen vertrauter Personen nahe, heißt es in einem Bericht der britischen Wirtschaftszeitung <a href="https://www.ft.com/content/44351c74-03c8-45ab-823b-5805c0daca5f">Financial Times</a>. In Washington wächst deshalb die Sorge, dass digitale Ortungsmöglichkeiten die Sicherheit amerikanischer Streitkräfte gefährden könnten. <a href="https://winfuture.de/news,159984.html">mehr ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 19:48:35 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75754</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Willkommen, James, im Team Diagnose-Funk</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Diagnose-Funk jauchzt zu Beginn seines <a href="https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/86/79/807296/DF_ko2601_Transparenzbericht_260302.pdf">Transparenzberichts 2025</a>:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Das Jahr 2025 hat im Bereich Mobilfunk und Gesundheit wichtige neue Erkenntnisse gebracht: Die bestehenden Mobilfunkgrenzwerte schützen nicht vor Gesundheitsschäden, sagt nicht nur diagnose:funk, sondern nun auch der renommierte Hochfrequenz-Experte Prof. Dr. James C. Lin. [...]</strong></em></span></p>
<p>Es muss ein bewegender Moment für den Vereinsvorstand gewesen sein. Nach Jahrzehnten wissenschaftlicher Forschung, nach zwölf Jahren in der ICNIRP-Kommission, nach Hunderten Fachpublikationen und unzähligen internationalen Konferenzen gelangt nun auch James C. Lin endlich zu den Erkenntnissen der Stuttgarter.</p>
<p>Doch die eigentliche Pointe steckt gar nicht in der Botschaft, sondern in zwei unscheinbaren Wörtchen:</p>
<p>Die zwei Wörtchen &quot;nun auch&quot; leisten Erstaunliches. Aus einem international renommierten Wissenschaftler wird im Handumdrehen ein Spätbekehrter, der endlich zu Einsichten gelangt ist, über die Diagnose-Funk sich längst im Klaren glaubt.</p>
<p>Nicht James C. Lin entwickelt aufgrund seiner eigenen Analyse der wissenschaftlichen Literatur eine kritische Haltung.</p>
<p>Nein.</p>
<p>Er reiht sich nun unter jene ein, die es schon immer wussten. Der ehemalige ICNIRP-Kommissar wird vom international renommierten Wissenschaftler zum verspäteten Beitrittskandidaten in den Verein degradiert. Fast erwartet man den Satz:</p>
<p>&quot;Willkommen im Team, James.&quot;</p>
<p>Dabei hätte man den Sachverhalt auch ohne Selbstbeweihräucherung formulieren können:</p>
<p>&quot;James C. Lin vertritt heute Positionen, die Diagnose-Funk seit Jahren unterstützt.&quot;</p>
<p>Das wäre nüchtern, korrekt und frei von der stillen Botschaft, die Welt habe nun endlich zu Stuttgart aufgeschlossen.</p>
<p>Aber vermutlich wäre das kommunikativ weniger befriedigend gewesen. Denn seien wir ehrlich: Wenn sich die Gelegenheit bietet, einen ehemaligen ICNIRP-Kommissar als nachträglichen Kronzeugen der eigenen Weitsicht zu präsentieren, wäre Bescheidenheit nur im Weg.</p>
<p>Und so bleibt der Eindruck, dass Diagnose-Funk weniger James C. Lin entdeckt hat als vielmehr eine weitere Gelegenheit zur aufdringlichen Selbstinszenierung.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 19:26:30 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75753</wfw:commentRss><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Online-Zeitung &quot;Oha&quot;: Willkommen in der Echokammer</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Eine Online-Zeitung, die einen fachlich indiskutablen Beitrag veröffentlicht, eine sachliche Erwiderung darauf jedoch kommentarlos löscht, sendet ein problematisches Signal. Sie dokumentiert damit nicht Offenheit für den Austausch von Argumenten, sondern übt entgegen anderslautender Beteuerungen eine selektive Moderation aus. Ob dies aus inhaltlicher Sympathie, aus Konfliktvermeidung oder aus anderen Gründen geschieht, bleibt offen. Das Ergebnis ist jedoch dasselbe: Leser erhalten den irreführenden Eindruck, der veröffentlichte Beitrag sei unwidersprochen geblieben.</strong></span><br />
 <br />
Der &quot;Oha&quot; war eine gedruckte alternative Monatszeitung aus dem bayerischen Pfaffenwinkel. Es gab sie 40 Jahre lang auf Papier, seit 2021 gibt es den &quot;Oha&quot; nur noch online. Die Bedeutung des Akronyms &quot;Oha&quot; wird auf der Website nicht erklärt, mutmaßlich ist damit der überraschte Ausruf &quot;Oha!&quot; gemeint.</p>
<p>Eigenen Angaben zufolge ist der &quot;Oha&quot; ...</p>
<p>► <span style="color:#f00;">ein Forum für alle</span> <br />
► überparteilich <br />
► unabhängig <br />
► <span style="color:#f00;">unzensiert</span> <br />
► ungekürzt <br />
► zeitkritisch</p>
<p>Also wenn das so ist, dachte ich mir, dann spricht ja nichts dagegen, einem meinungsstarken aber faktenschwachen &quot;Oha&quot;-Beitrag aus dem Jahr 2021 über die Schrecklichkeiten einer Mobilfunkbefeldung zu widersprechen, um ein schiefes Bild geradezurücken. Der <a href="https://www.oha-zeitung.de/was-hat-der-mobilfunk-mit-den-impfungen-und-den-schweren-verlaeufen-bei-den-covid-19-erkrankungen-zu-tun/">besagte Beitrag</a> hat den Titel &quot;<em>Was hat der Mobilfunk mit den Impfungen und den schweren Verläufen bei den Covid-19-Erkrankungen zu tun?</em>&quot;. Verfasserin ist Martje Herzog, Fuchstal. Irmgard Deml, Heilpraktikerin in Weilheim, pflichtet Herzog mit einem Kommentar bei.</p>
<p>Aus meiner Sicht ist Herzogs Beitrag ein Lehrstück dafür, wie mit Halbwahrheiten, Anekdoten und frei erfundenen Kausalzusammenhängen der Eindruck einer wissenschaftlichen Begründung erzeugt werden soll. Inhaltlich hält der Text einer Überprüfung jedoch nicht stand. Deshalb schrieb ich am 12. Juli eine Entgegnung und beantwortete die ungewöhnlich detaillierten Fragen des &quot;Oha&quot; zur Person wahrheitsgemäß. Denn die &quot;Oha&quot;-Redaktion bekundet, sie bringe nur Beiträge von Personen, die ihr entweder persönlich bekannt sind oder die zumindest alle Fragen zur Person beantworten.</p>
<p>Nach Absenden der Entgegnung erschien auf der Seite für zwei oder drei Stunden die gängige Meldung, der neue Eintrag werde geprüft. Doch dann war diese Meldung spurlos verschwunden und mit ihr meine Entgegnung. Als ob nichts gewesen wäre, kein Hinweis, keine Erklärung, nichts.</p>
<p>Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass der Pfaffenwinkel einst ein hartnäckiges Widerstandsnest gegen Mobilfunk war. Getragen wurde der Widerstand von der &quot;Umweltinitiative Pfaffenwinkel&quot; und in dieser hauptsächlich von dem Lehrer Hans Schütz. Mit <a href="https://www.merkur.de/lokales/schongau/peiting-ort49612/hans-schuetz-peiting-umwelt-politik-tot-trauer-um-vorreiter-visionaer-und-kaempfer-91694202.html">Schütz&#039; Tod</a> im Jahr 2022 verlor das Thema &quot;Mobilfunk&quot; dort jedoch massiv an Gewicht.</p>
<p>War meine Entgegnung vielleicht zu scharf formuliert oder habe ich Martje Herzog gar durch den Kakao gezogen? Machen Sie sich selbst ein Bild, denn anschließend können Sie die von &quot;Oha&quot; nicht freigeschaltete Entgegnung im Wortlaut lesen:<br />
 <br />
<span style="color:#399;"><em><strong><span style="font-size:large;">Von der Hypothese zur vermeintlichen Gewissheit</span></strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Der Beitrag von Martje Herzog folgt einem in der Mobilfunkkritik häufig anzutreffenden Argumentationsmuster: Eine wissenschaftlich umstrittene Hypothese wird als gesicherte Erkenntnis dargestellt und anschließend durch weitere, darauf aufbauende Behauptungen ergänzt.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Bereits die Darstellung zur Blut-Hirn-Schranke verdeutlicht dieses Vorgehen. Zwar haben insbesondere Leif Salford und seine Arbeitsgruppe Hinweise auf eine erhöhte Durchlässigkeit nach Exposition gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern veröffentlicht. Diese Ergebnisse konnten jedoch über einen langen Zeitraum hinweg nicht reproduziert werden und gelten daher bis heute nicht als gesicherter Bestandteil des wissenschaftlichen Kenntnisstands. Die im Text getroffene Aussage, die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke sei &quot;seit Langem erwiesen&quot; ist daher unzutreffend, sie entspricht nicht dem aktuellen Stand der Forschung.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Auch die sogenannte &quot;Bayerische Rinderstudie&quot; wird in einer Weise interpretiert, die über ihre tatsächlichen Aussagen hinausgeht. Die Studie dokumentierte Auffälligkeiten in mehreren Rinderbeständen, konnte jedoch keinen kausalen Zusammenhang mit Mobilfunkexposition nachweisen. Die Darstellung als Beleg für eine entsprechende These ist daher wissenschaftlich nicht haltbar.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Auffällig ist zudem die Auswahl der herangezogenen Quellen. Ein Großteil der angeführten &quot;Belege&quot; stammt von Diagnose-Funk, einer Interessenorganisation und keiner wissenschaftlichen Fachgesellschaft. Deren Veröffentlichungen unterliegen keinem unabhängigen Peer-Review-Verfahren. Darüber hinaus besteht ein potenzieller Interessenkonflikt: Der langjährige Vorsitzende Jörn Gutbier ist als Baubiologe beruflich in einem Bereich tätig, der von der Wahrnehmung möglicher Risiken elektromagnetischer Felder geprägt ist. Dies relativiert den Anspruch des Vereins auf wissenschaftliche Neutralität.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Der zentrale Schwachpunkt des Beitrags liegt jedoch in der Argumentationsstruktur. Ausgehend von der Annahme einer geöffneten Blut-Hirn-Schranke werden weitreichende Schlussfolgerungen gezogen, die unter anderem schwerere Covid-19-Verläufe, Organversagen, Einflüsse durch Krankenhaus-WLAN sowie Impfkomplikationen umfassen. Für keinen dieser Schritte wird ein belastbarer wissenschaftlicher Nachweis zitiert. Stattdessen werden Hypothesen miteinander verknüpft, wodurch der Eindruck einer schlüssigen Erklärung entsteht.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Die Erwähnung des Todes der eigenen Schwester im zeitlichen Zusammenhang mit einer Covid-19-Impfung ist menschlich nachvollziehbar, stellt jedoch keinen wissenschaftlichen Beleg dar. Ein zeitlicher Zusammenhang allein erlaubt keine Aussage über eine ursächliche Beziehung.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Argumentation überwiegend auf Assoziationen, selektiv ausgewählten Quellen und nicht hinreichend belegten Annahmen basiert. Der Versuch, aus offenen wissenschaftlichen Fragestellungen definitive Schlussfolgerungen abzuleiten, entspricht nicht den Standards wissenschaftlicher Methodik.</strong></em></span></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 12:31:44 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75745</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Metastudie ergibt: Bildung schützt vor Fake-News nicht</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Eine im Fachjournal PNAS veröffentlichte Metaanalyse &quot;Susceptibility to online misinformation: A systematic meta-analysis of demographic and psychological factors&quot; (<a href="https://www.pnas.org/doi/pdf/10.1073/pnas.2409329121?download=true">Volltext</a>) liefert differenzierte Antworten auf die Frage, wer besonders anfällig für Online-Falschinformationen ist. Die Autoren werteten 31 Experimente mit 11&#039;561 US-Teilnehmern und insgesamt 256&#039;337 Einzelurteilen zu wahren und falschen Nachrichtenüberschriften aus. Bemerkenswert ist vor allem die saubere Trennung zwischen der Fähigkeit, wahre von falschen Meldungen zu unterscheiden, und einer allgemeinen Neigung, Nachrichten eher zu glauben oder eher zu misstrauen.</strong></span> <br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Zwei Fähigkeiten, die häufig verwechselt werden</span></p>
<p>Die Autoren unterscheiden erstmals konsequent zwischen der <em>Unterscheidungsfähigkeit</em> (discrimination ability), also der Fähigkeit, wahre von falschen Meldungen zu unterscheiden, und der <em>Antworttendenz</em> (response bias), also der allgemeinen Neigung, Nachrichten eher für wahr oder eher für falsch zu halten. Diese Unterscheidung ist wichtig. Wer besonders misstrauisch ist, erkennt zwar mehr Falschmeldungen, stuft aber gleichzeitig auch mehr wahre Meldungen fälschlich als falsch ein. Umgekehrt führt eine hohe Gutgläubigkeit dazu, dass zwar mehr wahre Meldungen akzeptiert werden, aber eben auch mehr Falschmeldungen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Ältere schneiden besser ab als Jüngere</span></p>
<p>Ein Ergebnis dürfte viele überraschen: Ältere Teilnehmer konnten wahre und falsche Nachrichten besser unterscheiden als jüngere. Gleichzeitig waren sie vorsichtiger und neigten dazu, Meldungen eher kritisch zu beurteilen. Die verbreitete Annahme, ältere Menschen seien wegen geringerer digitaler Kompetenz besonders anfällig für Desinformation, bestätigt diese Untersuchung daher nicht.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Analytisches Denken hilft</span></p>
<p>Der stärkste psychologische Schutzfaktor war ein ausgeprägtes analytisches Denkvermögen (gemessen mit dem Cognitive Reflection Test). Teilnehmer mit hohen Werten unterschieden wahre und falsche Nachrichten zuverlässiger und zeigten ebenfalls eine eher vorsichtige Grundhaltung gegenüber Meldungen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Bildung allein schützt nicht</span></p>
<p>Entgegen einer verbreiteten Erwartung führte ein höherer formaler Bildungsabschluss nicht zu einer besseren Fähigkeit, wahre von falschen Nachrichten zu unterscheiden. Höher Gebildete zeigten lediglich eine leicht stärkere Tendenz, Nachrichten grundsätzlich für wahr zu halten. Die Autoren sehen darin einen Hinweis, dass klassische Bildung allein Medienkompetenz im digitalen Raum offenbar nicht garantiert.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Politische Identität beeinflusst Urteile</span></p>
<p>In den ausgewerteten US-Studien erzielten Teilnehmer mit demokratischer Parteipräferenz im Mittel eine höhere Unterscheidungsfähigkeit als republikanische Teilnehmer. Gleichzeitig zeigte sich auf beiden Seiten derselbe psychologische Mechanismus: Nachrichten, die zur eigenen politischen Überzeugung passten, wurden eher als wahr eingestuft, widersprechende Meldungen eher als falsch. Die Autoren interpretieren dies als Ausdruck ideologischer Voreingenommenheit, nicht als Beleg für eine grundsätzlich bessere oder schlechtere Urteilsfähigkeit einer politischen Gruppe.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Vertrautes wirkt glaubwürdiger</span></p>
<p>Ein besonders robuster Befund betrifft den sogenannten Vertrautheitseffekt: Nachrichten, die den Teilnehmern bereits bekannt vorkamen, wurden deutlich häufiger für wahr gehalten – unabhängig davon, ob sie tatsächlich wahr oder falsch waren. Wiederholung erhöht also die Glaubwürdigkeit.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Quellenangaben helfen</span></p>
<p>Wurde zusammen mit einer Überschrift auch deren Quelle angezeigt, verbesserte sich die Fähigkeit der Teilnehmer, wahre und falsche Meldungen zu unterscheiden. Dieser Effekt war insbesondere bei republikanischen Teilnehmern ausgeprägter.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Einordnung</span></p>
<p>Die Studie ist methodisch bemerkenswert, weil sie zahlreiche frühere Einzelstudien gemeinsam auswertet und dabei die häufig vermischten Konzepte &quot;Trefferquote&quot; und &quot;Antworttendenz&quot; sauber voneinander trennt. Allerdings gilt auch eine wichtige Einschränkung: Alle ausgewerteten Untersuchungen stammen aus den USA und verwenden überwiegend kurze Nachrichtenüberschriften statt vollständiger Artikel. Die Ergebnisse lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres auf andere Länder oder auf den alltäglichen Medienkonsum übertragen.</p>
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<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 20:37:11 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75740</wfw:commentRss><dc:creator>KI</dc:creator>
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<title>Storch besucht Funk</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.schwarzwaelder-bote.de/lokales/rottweil/bilder-aus-rottweil-wenn-ploetzlich-ein-storch-ins-wartezimmer-spaziert-79289162.html?utm_content=plus&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Schwabo7+am+Morgen+-+Newsletter_Thursday,+July+9,+2026&amp;brand=">Man möchte es nicht für möglich halten, doch Fotos belegen den Besuch des Storchs bei Funk</a>. <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/tongue.png" alt=":-P" /></p>
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<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 10:13:11 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75736</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>In eigener Sache: Formatierungsfehler bei Zwischenüberschriften</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Upgrade der Forumscripts ist die korrekte Formatierung von Zwischenüberschriften auf der Strecke geblieben. Zwischenüberschriften werden derzeit ohne größere Schrift wie normaler Fließtext angezeigt. Sobald der Fehler behoben ist, werden Zwischenüberschriften automatisch wieder mit größerer Schrift angezeigt.</p>
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<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 11:17:39 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75733</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>Mobilfunkstudie: Sind mehr Mikrokerne bei Kindern dramatisch?</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Eine jetzt als Accepted Manuscript bei Scientific Reports <a href="https://www.nature.com/articles/s41598-026-60822-1#article-info">veröffentlichte Studie</a> aus Malaysia dürfte in der Anti-Mobilfunkszene auf reges Interesse stoßen. Die Autoren berichten über einen statistischen Zusammenhang zwischen der an Schulen gemessenen Hochfrequenzexposition und der Häufigkeit von Mikrokernen in Wangenschleimhautzellen von Grundschulkindern. Wer daraus einen dramatischen Nachweis gesundheitlicher Schäden ableiten möchte, wird allerdings vom Original-Studienbericht ausgebremst.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was wurde untersucht?</span></p>
<p>Die Forscher untersuchten 200 Kinder aus acht Grundschulen. An den Schulen wurde die Umgebungs-HF-Exposition (Leistungsflussdichte) gemessen. Als Expositionsparameter dienten sowohl diese Messwerte als auch die Entfernung der Schulen zur nächstgelegenen Mobilfunkbasisstation. Allerdings ist seit langem bekannt, dass sich allein aus dem Abstand eines Messpunkts zu einer Mobilfunkbasisstation im Bereich von bis zu etwa 300 Meter (Nahbereich) das Ausmaß einer HF-Exposition nicht zuverlässig abschätzen lässt gemäß der Regel: Je größer der Abstand, desto kleiner die Exposition. </p>
<p>Anschließend bestimmten die Wissenschaftler die Häufigkeit sogenannter Mikrokerne (Micronuclei, MN) in Wangenschleimhautzellen der Kinder. Mikrokerne gelten als Biomarker für genomische Instabilität beziehungsweise chromosomale Schäden.</p>
<p>Die Autoren fanden einen statistischen Zusammenhang: Mit zunehmender Entfernung zur Basisstation nahm die gemessene HF-Exposition ab, während höhere gemessene HF-Werte mit einer höheren Mikrokernhäufigkeit assoziiert waren. Dieser Zusammenhang blieb nach statistischer Berücksichtigung verschiedener Einflussgrößen – unter anderem Alter, Geschlecht, BMI, Passivrauchen, Frühstücksgewohnheiten, körperliche Aktivität und Gerätebesitz – bestehen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was bedeuten mehr Mikrokerne?</span></p>
<p>Eine erhöhte Mikrokernhäufigkeit ist zunächst kein Krankheitsnachweis. Sie bedeutet auch nicht, dass die betroffenen Kinder Krebs entwickeln oder bereits gesundheitlich geschädigt sind.</p>
<p>Der Mikrokerntest wird seit vielen Jahren als empfindlicher Biomarker verwendet, um Hinweise auf genomische Instabilität zu erhalten. Aus dem Ergebnis allein lässt sich jedoch weder auf die Ursache der Mikrokerne noch auf konkrete gesundheitliche Folgen für einzelne Personen schließen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was die Autoren ausdrücklich betonen</span></p>
<p>Erwähnenswert ist, dass sämtliche gemessenen HF-Pegel deutlich unter den geltenden ICNIRP-Grenzwerten lagen. Ebenso deutlich weisen die Autoren darauf hin, dass ihre Untersuchung eine Querschnittsstudie ist. Solche Studien können statistische Zusammenhänge aufzeigen, erlauben aber keine Aussagen über Ursache und Wirkung.</p>
<p>Deshalb bezeichnen die Autoren ihre Ergebnisse ausdrücklich als „exploratory and hypothesis-generating“ – also explorativ und zur Generierung neuer Hypothesen geeignet. Sie fordern selbst prospektive Längsschnittstudien mit individueller Expositionsmessung und weiteren Biomarkern, um die biologische Bedeutung ihrer Beobachtungen zu klären.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Eine wichtige Einschränkung</span></p>
<p>Die statistischen Analysen beruhen auf Messungen an lediglich acht Schulen. Zwar wurde dieser Umstand durch ein Mixed-Effects-Modell berücksichtigt, die Autoren nennen die geringe Zahl der Schulstandorte jedoch selbst als Einschränkung ihrer Untersuchung. Auch deshalb mahnen sie eine vorsichtige Interpretation ihrer Ergebnisse an.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was jetzt wahrscheinlich zu lesen sein wird</span></p>
<p>Es dürfte nicht überraschen, wenn organisierte Mobilfunkgegner die Studie als weiteren Beleg für angebliche Erbgutschäden durch Mobilfunk präsentieren oder hervorheben, dass die beobachteten Zusammenhänge bei Feldstärken unterhalb der geltenden Grenzwerte gefunden wurden. Diese Schlussfolgerungen gehen jedoch über die Aussagen der Studie hinaus. Die Arbeit beschreibt statistische Assoziationen, keinen ursächlichen Zusammenhang. Sie zeigt weder, dass die gemessene HF-Exposition die beobachteten Mikrokerne verursacht hat, noch erlaubt sie Aussagen über gesundheitliche Folgen oder über die Angemessenheit der geltenden Grenzwerte.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fazit</span></p>
<p>Die Studie liefert einen interessanten Datensatz und rechtfertigt weitere Forschung. Mehr beansprucht sie selbst jedoch nicht. Ihre Autoren formulieren ihre Schlussfolgerungen bemerkenswert zurückhaltend: Die beobachteten Zusammenhänge seien explorativ, hypothesengenerierend und müssten durch methodisch stärkere Studien bestätigt oder widerlegt werden.</p>
<p>Wer in den kommenden Tagen Schlagzeilen über &quot;DNA-Schäden durch Mobilfunk&quot; liest, sollte deshalb nicht nur die Überschriften lesen, sondern auch den Schlussteil der Originalarbeit. Gerade dort findet sich die unaufgeregte wissenschaftliche Einordnung.</p>
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<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 11:11:44 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75732</wfw:commentRss><dc:creator>KI</dc:creator>
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<title>Gigaherz mit neuem Präsidenten</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der <a href="https://www.gigaherz.ch/einladung-zur-ausserordentlichen-generalversammlung/">außerordentlichen Hauptversammlung</a> des Vereins Gigaherz am 27. Juni 2026 wurde <a href="http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=stettler">Hansueli Stettler</a>, St. Gallen, zum Präsidenten gewählt, Vizepräsident ist der Softwareentwickler Christian Sedlmair, Heiligkreuz. Elisabeth Buchs, Wattenwil, betreut weiter die EHS-Selbsthilfegruppe, Hansueli Jakob, Lanzenhäusern, ist weiterhin die Nis-Schwachstelle des Vereins.</p>
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<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 22:02:17 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75730</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>Diagnose-Funk: EWSA als Federschmuck für Beefi-Studie</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202607091351216a4fa7596a836.jpg" loading="lazy" alt="[image]" width="730" height="173" /></p>
<p>Auf der <a href="https://www.diagnose-funk.org/">Leitseite</a> des Anti-Mobilfunk-Vereins Diagnose-Funk ist derzeit der oben gezeigte Aufmachertext zu sehen. Die Stuttgarter Blähboys erwecken mit den wenigen Zeilen den Eindruck, die von ihnen finanzierte Insektenstudie (<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=73817">Beefi</a>) wäre zuvor vom Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) gefordert worden. Das ist Blödsinn, denn für diese Darstellung gibt es keinen Beleg. Auf der <a href="https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail&amp;newsid=2074">Zielseite des Aufmachers</a> erwähnt der Verein den EWSA mit keinem Wort mehr und auch in der <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:C:2022:105:FULL&amp;from=EN#ntr10-C_2022105DE.01003401-E0010">jüngsten Verlautbarung des EWSA</a> zum &quot;Risiko Mobilfunk&quot; aus dem Jahr 2021 ist nach Auskunft von ChatGPT keine Forderung nach einer Insektenstudie zu finden. Es spricht daher einiges dafür, dass Diagnose-Funk sich mit der <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=ewsa">&quot;Autorität&quot; des EWSA</a> schmücken will, um die wissenschaftlich wenig bedeutsame Beefi-Studie zumindest gegenüber Laien aufzuwerten.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75729</link>
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<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 14:36:44 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75729</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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