Stuttgart: 420'000 Euro für sinnfreie Anti-Mobilfunk-Projekte (Allgemein)
Im Doppelhaushalt 2016/2017 hat Stuttgart angeblich zwei von Mobilfunkgegnern eingefädelte Anti-Mobilfunk-Projekte verabschiedet, die der Stadt gemäß den Anträgen von Bündnis 90/Die Grünen zusammen 420'000 Euro kosten sollen.
Haushalt 2016/17 Antrag Nr. 11.04: Neue Wege in der Digitalisierung gehen: VLC-Schulraum für die Stadt Stuttgart
Haushalt 2016/2017 Antrag Nr. 11.05: Schnelle Datenübertragung, stabile Verbindungen, geringe Strahlung: Mobilfunk mit Kleinzellensender
Soweit ich das bis jetzt überblicke, zielen beide Projekte auf "Gesundheitsschutz" und sind deshalb weitgehend sinnfrei, weil es objektiv keine Gesundheitsrisiken gibt, weder durch W-Lan noch durch Mobilfunk. Von dem VLC-Projekt profitiert in erster Linie die Fraunhofer Gesellschaft, von dem Kleinzellen-Projekt die Mobilfunk-Netzbetreiber. Für mich ist nicht nachvollziehbar, wieso die Stadt beide subventioniert. Das muss man sich mal vorstellen: Da soll die Stadt 120'000 Euro für VLC-Technik hinblättern, ein W-Lan-Router, der Ähnliches mit Funk statt mit Licht leistet, kommt auf etwa 100 Euro. Und das nur, weil ein Spinner W-Lan-Hysterie verbreitet.
Hintergrund
Stuttgart: Zwei Elektrosmog-Projekte kosten Stadt viel Geld
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –