Blick aufs Wesentliche (Allgemein)
Bei der Suche nach Hinweisen auf genschädigende Wirkungen bei hochfrequenter Befeldung fände er auf der Internetseite des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) (Link funktionierte bei mir nur noch im Cache)
hier gibt's den Text
http://www.bfs.de/de/bfs/search?q=cache:LVrHAPCigDoJ:www.bfs.de/elektro/papiere/reflex_stellungnahme.htm+imis&ie=latin1&oe=ISO-8859-1
...
MMn sind zwei Punkte von zentraler Bedeutung:
- Die in der Tauber-Studie genannten Auswirkungen auf die DNA sollen vergleichbar sein mit einer Strahlendosis von 0,5 Gy. Das ist jenseits von gut und böse und entspricht der Strahlung bei einer Atombombenexplosion in wenigen km Entfernung.
- Die Bewertung der Studie durch das BfS ist so, dass die Ergebnisse zwar nicht bestätigt werden können, aber auch nicht zurückgewiesen werden.
Im Kontext des European Health Risk Assessment Network on Electromagnetic Fields Exposure (EFHRAN), nach dem es für gentoxische Effekte "limited Evidence" gäbe (nur eine Stufe unter der Kategorisierung als gesicherte Erkenntnis), bedeutet dies, dass entsprechend den Aussagen von BfS und EFHRAN - trotz aller Vorbehalte - ein nicht unerhebliches Risiko für die Richtigkeit des ersten Punktes besteht.
Unter diesen Umständen müßten sofort bei allen Netzen die Stecker gezogen und alle Handys von der GSG-9 eingesammelt werden.
Bei einem solchen Risiko wie in Punkt 1 beschrieben kann man nicht einfach sagen, dass es noch an einer Bestätigung fehlt, oder dass die Gefahr bisher nur im "Reagenzglas" beobachtet wurde. Man kann auch nicht darauf warten, dass eine zukünftige Wissenschaftlergeneration die Studie bestätigen oder disqualifizieren werde. Entweder ist die Studie falsch und das in der Studie beschriebene Risiko besteht gar nicht (die Studie wird disqualifiziert), oder man zieht umgehend Konsequenzen und zieht den Stecker.
Tatsächlich beläßt das BfS die Studie aber seit Jahren in der Grauzone. MMn ein Skandal.