AuA (Elektrosensibilität II) (Allgemein)

kassandra @, Donnerstag, 18.03.2004, 09:47 (vor 5788 Tagen)

Zu den Forschungen des BAuA

Die einzige Möglichkeit für Hochfrequenzsensible, ihre Beschwerden zu verringern, ist die Expositionskarenz - (bitte fragen Sie ihren Facharzt für Umweltmedizin...).

Ich habe diese langwierige Methode mit Erfolg getestet. Die Nebenwirkungen sind: Umzug, Aufgabe des bestrahlten Arbeitsplatzes mit handybewaffneten Kollegen, keine Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und weitgehendes Meiden der Öffentlichkeit sofern größerer uMenschenmengen zu erwarten sind.
Nach nunmehr 6 Monaten kann ich wieder fast ohne Beschwerden vorm Computer sitzen, ohne Schwindel und Übelkeit im neonröhrenbestrahlten Supermarkt einkaufen gehen und halte es auch schon einmal in einem Restaurant mit DECT-Bstrahlung aus. (Das war vor sechs Monaten nicht mehr möglich: Herzrasen Atemnot, Schwindel, geschwollene extrem schmerzende Fingerkuppen u.a.)
(Was man vielleicht noch wissen sollte: 2 Jahre 50 m entfernt von zwei Mobilfunksendeanlagen gewohnt, von nix gewußt da im Kirchturm versteckt, Dachgeschosswohnung, nach einem Jahr wurde noch eine Sendeanlage eine in ca. 60 m Entfernung errichtet, da habe ich angefangen mich zu informieren.. Elektrosensibilität war mir unbekannt, nach zwei Jahren die üblichen Symptome und das bittere Erwachen. Selbst nie Handy oder DECT benutzt).

Weiterhin halte ich von jedem Handytelefonat mindestens 10 Meter Abstand - das hält sportlich.
Und da schlägt einem die gute Frau Kaul vor, sich 45 Minuten lang freiwillig mit der Maximalstrahlung eines D-Netz-Handys bestrahlen zu lasen. Da erhöht sich bei mir ganz automatisch schon jetzt die elektrische Leitfähigkeit des Handschweißes!
Mit ihrem Verfahren (Lügendetektor) soll der Stress des Nervensystems anhand dieses Parameters gemessen werden.
Stress ist unter solchen Versuchsbedingungen schon von vornherein gegeben. Da können sie bei mir das Handy auch aus lassen. Eine Horrorvorstellung.

Man fragt sich schon, warum das BAuA nicht erprobte Methoden zur Bestimmung der Elektrosensibilität anwendet, statt auf diese Methoden des 19. Jahrhunderts zurück zu greifen.(Ich will dem BAuA hier mal keinen bösen Willen unterstellen aber auch nicht gerade wissenschaftliche Aktualität.)
Dr. von Klitzing forscht an diesem Thema seit mehreren Jahren und hat relevante Parameter herausgefunden (Veränderung der Herzratenvariabilität und der Hautdurchblutung). Dazu braucht man nicht 45 Minuten Bestrahlung, was hochfrequenzsensible Menschen unnötig quält!
Oder will man die Hochfrequenzsensiblen gar abhalten an diesem Experiment teilzunehmen, um dann mal wieder zu verbreiten sie kämen ja nicht zu den Experimenten?

Frau Kaul garantiert dann noch mal eben, es seien bei der Versuchsanordnung keine gesundheitlichen Schäden zu befürchten. Wohlgemerkt bei Werten von bis zu 500.000 Mikrowatt pro Quadratmeter (Spitzenwerte): viele hochgradig Hochfrequenzsensible reagieren aber ca. ab 10-100 Mikrowatt pro Quadratmeter mit deutlichen Symptomen!

Bei schonenderen Untersuchungen mache ich bestimmt mit, aber die BAuA-Versuche bedeuten für mich Körperverletzung, der ich mich nicht freiwillig unterziehen werde. Übrigens, ich habe das Problem vor einem Monat mit Frau Kaul erörtert. Ergebnis: keine Veränderung des Versuchsaufbaus und der Untersuchungsmethode. Schade!

Tags:
Kaul, Herzratenvariabilität, Klitzing, EHS-Betroffene, Körperverletztung

AuA

fred, Donnerstag, 18.03.2004, 11:09 (vor 5788 Tagen) @ kassandra

Danke kassandra,

da versteh ich dann auch den Psychologen-Satz "Wir sind ja keine Monster". Das werden mal wieder so typische Beruhigungssätzchen sein, wie sie jeder Zahnarzt vor dem Bohren hernimmt.
Wenn da schon mal ne Psychologin gebraucht wird. Pauli, wo wolltest du uns da nur hinschicken???
Du weißt, mein Vertrauen in dich ist schon leicht angeknackst, als du mir auch so ne Erna oder wie die hieß aufschwatzen wolltest. Das braucht Standvermögen hier, das sag ich dir.

fred
:lookaround:

AuA

KlaKla, Donnerstag, 18.03.2004, 11:16 (vor 5788 Tagen) @ kassandra

Ich danke Ihnen für diesen Eintrag.
Es ist wichtig das genau solche Einträge ins Forum gestellt werden.
Wenn Frau Kaul vorab Gespräche mit Elektrosensiblen geführt hat und daraufhin keine Veränderung an den Versuchen statt finden erklärt dies so einiges. Es kommen neue Fragen auf und das Blatt bekommt endlich eine neue Fassette.

Frau Kaul garantiert dann noch mal eben, es seien bei der Versuchsanordnung keine gesundheitlichen Schäden zu befürchten.

Wie kann Frau Kaul dies Garantieren?

--
Meine Meinungsäußerung

AuA

kassandra @, Donnerstag, 18.03.2004, 11:58 (vor 5787 Tagen) @ KlaKla

Hinzufügen möchte ich noch die reflex-studie, die unzweifelbar Ausschüttung von Stresshormonen und DNA-Doppelstrangbrüche bei Niedrigdosen HF nachgewiesen hat (an menschlichen Zellen!)

Frau Kaul: falls Sie dies lesen sollten, bitte überdenken Sie Ihr Vorhaben und beziehen Sie erfahrene Forscher auf dem Gebiet der Elektrobiolgie in Ihre Forschungsvorhaben ein.
Denn signifikante Ergebnisse zum, Thema sind zu wichtig, denn sehr vielen Menschen wird mit dem derzeitig nachlässigen Umgang mit dem Thema gepulste Hochfrequenz unfassbar geschadet!

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Vorschlag

AuA

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 18.03.2004, 12:11 (vor 5787 Tagen) @ kassandra

Und da schlägt einem die gute Frau Kaul vor, sich 45 Minuten lang freiwillig mit der Maximalstrahlung eines D-Netz-Handys bestrahlen zu lassen. Da erhöht sich bei mir ganz automatisch schon jetzt die elektrische Leitfähigkeit des Handschweißes!
Mit ihrem Verfahren (Lügendetektor) soll der Stress des Nervensystems anhand dieses Parameters gemessen werden. Stress ist unter solchen Versuchsbedingungen schon von vornherein gegeben. Da können sie bei mir das Handy auch aus lassen. Eine Horrorvorstellung.

Ja, das ist nachvollziehbar. Nur habe ich den Versuchsablauf so verstanden, dass es nicht auf die Absolutwerte des Hautwiderstands ankommt, sondern nur auf die Veränderung bei Feldeinwirkung. Wenn das funktioniert, sollte der Stress-Grundzustand einer Versuchsperson keine Rolle mehr spielen, weil er sich im Resultat kompensieren, also ausblenden lässt.

Bei schonenderen Untersuchungen mache ich bestimmt mit, aber die BAuA-Versuche bedeuten für mich Körperverletzung, der ich mich nicht freiwillig unterziehen werde. Übrigens, ich habe das Problem vor einem Monat mit Frau Kaul erörtert. Ergebnis: keine Veränderung des Versuchsaufbaus und der Untersuchungsmethode. Schade!

Interessant! Ich werde mich drum bemühen, Frau Kaul hierher zu lotsen, damit Sie uns erklärt, warum die Einwände keine Wirkung hatten.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

AuA

H. Lamarr @, München, Montag, 22.03.2004, 23:40 (vor 5783 Tagen) @ H. Lamarr

Interessant! Ich werde mich drum bemühen, Frau Kaul hierher zu lotsen,
damit Sie uns erklärt, warum die Einwände keine Wirkung hatten.

Mit dem Forum hat's zwar nicht geklappt, aber hier lässt sich Frau Dr. Kaul dennoch ein bißchen in die Karten gucken.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

AuA (Elektrosensibilität II)

Univ.-Doz.Dr.Ferdinand Ruzicka ⌂, Donnerstag, 18.03.2004, 13:20 (vor 5787 Tagen) @ kassandra

Meiner Meinung nach sind derartige Versuche unethisch, da schädigende Bioeffekte durch EMF insbesondere RF/MW bereits wissenschftlich bewiesen sind. Näheres dazu siehe meine HP:http://members.aon.at/gigaherz/Elektrosmog.htm

AuA (Elektrosensibilität II)

Erwin, Donnerstag, 18.03.2004, 15:07 (vor 5787 Tagen) @ Univ.-Doz.Dr.Ferdinand Ruzicka

Aber es sind ja nicht nur diese (kurzzeitigen) Versuche. Wie unethisch sind erst die Dauer-Expositionen der Gesamt-Bevölkerung.

Erwin Bachler

AuA (Elektrosensibilität II)

Univ.-Doz.Dr.Ferdinand Ruzicka ⌂, Freitag, 19.03.2004, 02:35 (vor 5787 Tagen) @ Erwin

Deshalb fordern Wissenschaftler, Ärzte und Bürgerinitiativen eine drastische Senkung der Grenzwerte. Deshalb hat BMW für seine Mitarbeiter in bezug auf seine DECT-Schnurlostelefone mit Abschirmung eine Leistungsflussdichte von 0,000 1W/m²eingeführt. Deshalb hat Neusüdwales (Neuseeland) für Basisstationen einen Grenzwert von 0,000 01 W/m². Deshalb hat Dr.Oberfeld (Salzburg) schon 2002 einen Vorsorgegrenzwert von 0,000 001 W/m² (innen, gesamt) gefordert.
Nach Maes funktionieren Handys noch bei 0,000 000 001 W/m² optimal!

Tags:
, BMW, Maes, Ruzicka

AuA (Elektrosensibilität II)

Rudi @, Freitag, 19.03.2004, 03:14 (vor 5787 Tagen) @ Univ.-Doz.Dr.Ferdinand Ruzicka

Neusüdwales liegt wohl in Australien und die haben die WHO/deutschen Grenzwerte.

AuA (Elektrosensibilität II)

Univ.-Doz.Dr.Ferd ⌂, Freitag, 19.03.2004, 19:20 (vor 5786 Tagen) @ Rudi

Nein, es handelt sich um Südneuwales in Neuseeland und die haben 10µW/m² oder 0,00001 W/m²

AuA (Elektrosensibilität II)

Univ.-Doz.Dr.Ferdinand Ruzicka ⌂, Freitag, 19.03.2004, 19:40 (vor 5786 Tagen) @ Rudi

Quelle: Alberto Soria; Nachricht von Jörg W.

Mehr als 600 Studien ausgewertet - viele athermische Wirkungen gefunden - drastische Senkung der Grenzwerte gefordert

Deklaration von Alcala unterzeichnet - Erklärung offen für Wissenschaftler aus aller Welt

Alcala de Henares, 08. Mai 2002

Spanische Wissenschaftler der Universitäten von de Alcalá de Henares, Valencia und Zaragoza sowie Forscher verschiedener Kliniken haben sich zusammengeschlossen und am 8. Mai 2002 die "Deklaration von Alcala zu Elektrosmog und öffentlicher Gesundheit" unterzeichnet. Die Wissenschaftler stellen sehr großen Forschungsbedarf fest und verweisen auf erhebliche Unterschiede bei den Grenzwerten der einzelnen Länder. Bei 900 MHz läge der Grenzwert in den USA beispielsweise bei 10 Millionen Mikrowatt pro Quadratmeter, in Spanien und Deutschland bei 4,5 Millionen, in Bulgarien, Ungarn, Italien und Polen bei 100.000, in Luxemburg und Wallonien (Belgien) bei 24.000, in Salzburg und in Castilla La Mancha (sensible Zonen) bei 1.000 und in Südneuwales (Neuseeland) sogar nur bei 10 Mikrowatt pro Quadratmeter.

AuA (Elektrosensibilität II)

Lammer, Sonntag, 21.03.2004, 20:36 (vor 5784 Tagen) @ Univ.-Doz.Dr.Ferdinand Ruzicka

Ich hoffe, es führt nicht zu Missverständnissen. Ich habe mir auch lange überlegt, ob ich meine Überlegung hier anbringen soll. Aber wenn es derzeitig keine andere Wortmeldung gibt, teile ich doch mit, was ich mir hier denke.

Südneuwales oder Neusüdwales in Australien in Ehren. Ich glaube, ich habe auch verstanden, zu welcher Argumentation es gebraucht wird.

Aber ganz ehrlich: Mir sind die Werte in Europa, in Deutschland und gar noch in Bayern um einiges wichtiger als am anderen Ende der Erdkugel!

Mehr Energie zur Bewältigung der hiesigen Grenzwertsenkung bitte.

Also ich bin kein reaktionärer Chauvinist, nur pragmatisch eingestellter Realist.

Mit verbindlichen Grüßen

Karl Lammer

AuA (Elektrosensibilität II)

Rudi, Sonntag, 28.03.2004, 22:46 (vor 5777 Tagen) @ Univ.-Doz.Dr.Ferdinand Ruzicka

Nur noch zur Ergänzung ,es gibt in Neuseeland auch kein Südneuwales,weder als Region noch als Bezirk. Das mal zur Genauigkeit von Quellen.;-)

Korrektur !

Univ.-Doz.Dr.Ferd, Freitag, 19.03.2004, 19:49 (vor 5786 Tagen) @ Univ.-Doz.Dr.Ferdinand Ruzicka

Deshalb fordern Wissenschaftler, Ärzte und Bürgerinitiativen eine drastische Senkung der Grenzwerte. Deshalb hat BMW für seine Mitarbeiter in bezug auf seine DECT-Schnurlostelefone mit Abschirmung eine Leistungsflussdichte von 0,000 1W/m²eingeführt. Deshalb hat Neusüdwales (Australien) für Basisstationen einen Grenzwert von 0,000 01 W/m². Deshalb hat Dr.Oberfeld (Salzburg) schon 2002 einen Vorsorgegrenzwert von 0,000 001 W/m² (innen, gesamt) gefordert. Nach Maes funktionieren Handys noch bei 0,000 000 001 W/m² optimal!

In Australien gelten seit März 2003 Grenzwerte gemäss ICNIRP (mehr dazu).
Auf lokaler Ebene existieren auf Druck der Öffentlichkeit auch teilweise erheblich strengere Grenzwertregelungen, wie etwa in Neu-Südwales mit 0,01 mW/m². In vergangenen Gerichtsverhandlungen um deren Einhaltung bei einzelnen Anlagen wurde jedoch zugunsten der nationalen Grenzwerte entschieden.

AuA (Elektrosensibilität II)

MK., Donnerstag, 18.03.2004, 13:38 (vor 5787 Tagen) @ kassandra

Ich vermute System dahinter: dass die modernste Technik (Mobilfunk) mit den antiquiertesten Methoden (Lügendetektor, u.a.) "nachgewiesen" werden soll.

AuA (Elektrosensibilität II)

wiesel, Donnerstag, 18.03.2004, 23:20 (vor 5787 Tagen) @ kassandra

Da fragt sich, ob so manche Probanden gar kein Rückfahrtticket mehr brauchen? Oder erklärt sich das Schweigen der Versuchs-Lämmer damit, dass .... nein, man will ja nicht gleich geschmacklos werden, ... nur bedenklich.

:no:

wiesel

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