Gravitationswellendetektor (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 22.07.2006, 00:12 (vor 5975 Tagen)

GRAVITATIONSWELLEN IM WELTRAUM

Das GEO-600-Projekt der Max-Planck-Gesellschaft

Vor genau 90 Jahren hatte Albert Einstein die Existenz von Gravitationswellen vorausgesagt. Entstehen sollen sie wenn astronomische Riesengebilde zusammenstossen. Dann, so die Prognose, wuerde sich der Raum kurzfristig wie eine Welle zusammenstauchen, und diese Welle wuerde das gesamte Weltall durchlaufen. Seither suchen Astrophysiker nachzupruefen, ob Einsteins Vorhersage zutrifft. Theoretisch haben zwei amerikanische Physiker 1974 die Existenz der Gravitationswellen an Hand zweier ineinander kollabierender Neutronensterne nachgewiesen und dafuer 1993 den Nobelpreis erhalten. Ausserdem wird aber weltweit in verschiedenen Projekten versucht, den Durchzug von Gravitationswellen zu registrieren. Bisher ohne Erfolg, denn die Messmethoden sind noch so grob, dass sie diese winzigen Raumschwankungen noch nicht greifen koennen. Auch die Max-Planck-Gesellschaft beteiligt sich an dem Wellensuchen und zwar mit dem Projekt GEO 600.

Quelle: Byerischer Rundfunk, Magazin IQ - WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Gravitationswellen

Gravitationswellennachweis: Experimente im All

H. Lamarr @, München, Samstag, 28.11.2015, 18:07 (vor 2558 Tagen) @ H. Lamarr

Vor genau 90 Jahren hatte Albert Einstein die Existenz von Gravitationswellen vorausgesagt. Entstehen sollen sie wenn astronomische Riesengebilde zusammenstossen. Dann, so die Prognose, wuerde sich der Raum kurzfristig wie eine Welle zusammenstauchen, und diese Welle wuerde das gesamte Weltall durchlaufen.

Das Schweizerische Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation teilt mit:

Bern, 27.11.2015 - Vor 100 Jahren hat Albert Einstein in seinen theoretischen Arbeiten zur Relativitätstheorie die Existenz von Gravitationswellen vorausgesagt. Seither besteht die Erwartung, dass das Physik-Verständnis dank dem Nachweis von Gravitationswellen einen gewaltigen Schritt vorwärts machen könnte. Bei der von der Europäischen Weltraumorganisation ESA geführten Weltraummission LISA Pathfinder geht es um die Bestätigung, dass wir heute technologisch in der Lage sind, Gravitationswellen zu messen.

Nach einem erfolgreichen Start von LISA Pathfinder, der für den 2. Dezember 2015 geplant ist, sollen der Satellit beziehungsweise zwei im Satelliten freischwebende Massen über zwölf Monate hinweg zeigen, ob die von Physikern und Ingenieuren geplante und in Europa gebaute Technik die Untersuchung von Gravitationswellen tatsächlich zulässt. An Bord von LISA Pathfinder sind kleine, aber feine Beiträge der Schweizer Wissenschaft und Industrie. Diese Beiträge sind sowohl für den eigentlichen Flugkörper als auch für die Nutzlast geleistet worden.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Skalarwellen, Gravitationswellen

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