1&1 hat eigene Funkmasten, aber ohne Antennen (Allgemein)

Gast, Mittwoch, 06.04.2022, 00:02 (vor 784 Tagen)

Die 1&1 Mobilfunk hat mit GfTD einen Vertrag über den Bau von 500 Antennenstandorten geschlossen. Das gab das Unternehmen am 4. April 2022 bekannt. GfTD ist Dienstleister für Funkturminfrastruktur und wird als Generalunternehmer neue Antennenstandorte für das 1&1-Mobilfunknetz aufbauen. Beide Unternehmen arbeiten bereits seit Anfang 2020 im Rahmen des Weiße-Flecken-Programms der Bundesregierung zur Schließung von Versorgungslücken im ländlichen Raum zusammen. Hier hat GfTD im Auftrag von 1&1 hunderte neue Mobilfunkstandorte errichtet, die auch von der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica mitgenutzt werden können.

1&1 Mobilfunk: Bisher noch keine Antenne

Stand Ende Januar 2022 hatte der neue deutsche Mobilfunkbetreiber 1&1 immer noch keine Antenne installiert. Daran dürfte sich auch jetzt noch nichts geändert haben.

1&1 wird sein ungewöhnliches Mobilfunknetz von dem japanischen Open-RAN-Netzbetreiber Rakuten aufbauen lassen. Rakuten ist Generalunternehmer und hat die Verantwortung für den kompletten Aufbau und die Planung. Fronthaul, Midhaul und Backhaul werden über die Schwestergesellschaft 1&1 Versatel realisiert. mehr ...

Hintergrund
Aufbau deutscher 5G-Netze mithilfe der Open-Ran-Technik

1&1 mietet Antennenträger von ATC

Gast, Samstag, 23.04.2022, 02:42 (vor 767 Tagen) @ Gast

Telecompaper meldet: 1&1 Mobilfunk, eine Tochtergesellschaft der deutschen 1&1, hat mit ATC Germany Holdings, einer Tochtergesellschaft der American Tower Corporation, einen Vertrag über die Anmietung von Antennenstandorten für ihr neues Mobilfunknetz unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung wird ATC seine Antennenträger für die Installation der Antennen von 1&1 zur Verfügung stellen. ATC hat eigenen Angaben zufolge in Deutschland rd. 14'700 Antennenträger. Die Laufzeit der Anmietung der einzelnen Standorte beträgt 20 Jahre und kann von 1&1 mehrfach verlängert werden.

1&1 ersetzt Festnetzanschlüsse durch 5G-Mobilfunk

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 29.12.2022, 20:56 (vor 516 Tagen) @ Gast

28. Dezember 2022. Mit 1&1 5G zu Hause steht in ersten Regionen ab sofort ein Ersatz für herkömmliche DSL-, Glasfaser- oder Kabel-Internetanschlüsse zur Verfügung. Der sogenannte Fixed Wireless Access (FWA) ist bis zu 500 Mbit/s schnell und verfügt über WLAN und Heimvernetzung.

Auf moderner 5G-Technik basierend surfen Kunden mit 1&1 5G zu Hause drahtlos über das 1&1 Mobilfunknetz, anstatt über fest verlegte Leitungen. Möglich wird das durch spezielle WLAN-Router mit 5G-Funkmodulen.

Die neuen Tarife im Überblick

► 1&1 5G zu Hause 50 mit 50 GB Datenvolumen pro Monat für 19,99 Euro monatlich
► 1&1 5G zu Hause 100 mit 100 GB Datenvolumen pro Monat für 29,99 Euro monatlich
► 1&1 5G zu Hause 250 mit 250 GB Datenvolumen pro Monat für 39,99 Euro monatlich

Alle Tarife bieten bis zu 500 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload. Nach Aufbrauchen des inkludierten Highspeed-Datenvolumens steht bis zum Monatsende ein unbegrenztes Datenvolumen mit Bandbreiten von bis zu 384 kBit/s bereit.

Neue 1&1 Router für 5G

1&1 5G zu Hause ist nicht für den mobilen Einsatz konzipiert, sondern steht am Wohnsitz des Kunden zur Verfügung. Für die optimale Heimvernetzung können Kunden zwischen zwei WLAN-Routern wählen:

► 1&1 HomeServer 5G mit integrierter 5G-Antenne inklusive 100 GB Cloud-Speicher für 6,99 Euro monatlich
► 1&1 HomeServer+ mit 5G Außenantenne inklusive 150 GB Cloud-Speicher für 9,99 Euro monatlich: Die Außenantenne ist sehr kompakt und wird auf die Außenfläche eines Fensters geklebt. Ein dünnes Flachbandkabel verbindet die Antenne mit dem 1&1 HomeServer+. Das Fenster kann dabei geschlossen bleiben.

1&1 WLAN-Router werden bereits am Tag nach der Bestellung per Overnight-Lieferung zugestellt, das 1&1 Mobilfunknetz steht sofort zum Surfen bereit. Es fällt ein einmaliger Bereitstellungspreis von 39,95 Euro an.

1&1 baut das modernste 5G-Mobilfunknetz Europas, auf Basis der innovativen OpenRAN-Technologie. Die ersten Antennen wurden heute in Frankfurt und Karlsruhe in Betrieb genommen. Das Netz wird sukzessive ausgebaut und 1&1 5G zu Hause wird bereits in den nächsten Wochen in weiteren Regionen zur Verfügung stehen.

Quelle: 1&1-Pressemitteilung

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

1&1 vs. Vodafone: Ende 2022 fünf statt 1000 Funkmasten

H. Lamarr @, München, Sonntag, 26.02.2023, 14:57 (vor 457 Tagen) @ Gast

Ende 2022 wollte 1&1 auf ein eigenes Netz von 1000 Funkmasten blicken, sah aber nur fünf. Deutschlands jüngster Mobilfunknetzbetreiber sieht sich von der Vodafone-Tochter Vantage Towers, welche die Funkmasten für 1&1 errichten sollte, benachteiligt. Über eine Beschwerde von 1&1 bei der Bundesnetzagentur ist Vantage Towers einem Bericht des Handelsblattes zufolge verwundert.

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1&1 fordert staatlich angeordnetes Roaming

Gast, Montag, 15.05.2023, 19:25 (vor 379 Tagen) @ Gast

Roaming-Rückenwind für 1&1? Mobilfunk-Antrag sorgt für Ärger

Der Mobilfunkanbieter 1&1 hat große Probleme beim Ausbau seines eigenen Handynetzes. Nun hofft der Neueinsteiger aus Rheinland-Pfalz auf Schützenhilfe von einer Bundesbehörde. Die Konkurrenz reagiert verschnupft.

München - Der Mobilfunkanbieter 1&1 muss für seine Forderung nach staatlich angeordnetem Roaming scharfe Kritik von Wettbewerbern einstecken. „Das ist unverschämt und aus unserer Sicht völlig unhaltbar“, sagte der Chef von Telefónica Deutschland (O2), Markus Haas, am Mittwoch in München. Zuvor hatte 1&1 bei der Bundesnetzagentur beantragt, dass die Regulierungsbehörde das „National Roaming“ anordnet und die Netze untereinander geöffnet werden. Dann würden künftig 1&1-Handykunden auch dort Empfang bekommen, wo die Firma noch keine eigenen Antennen hat. Für die Firma, die als Netzbetreiber unter Druck ist, wäre das Rückenwind. mehr ...

Tags:
Roaming, BNetzA, 1&1, Telefónica Deutschland

1&1 fordert staatlich angeordnetes Roaming

Schutti2, Dienstag, 16.05.2023, 16:55 (vor 378 Tagen) @ Gast

Für die drei bestehenden Netze fände ich ein weitgehendes Roaming gut.
Das ließe sich doch im Prinzip ohne Zwang über Geld regeln - die mitnutzende Firma zahlt dem Hardware-Besitzer halt ein "faires Geld".
Funklöcher wären passé, und Anlagen müsten nur noch an solchen Orten errichtet werden, wo die Kapazität insgesamt nicht reicht.
Wer sich bei Neubauten der Ärger mit den Wutbürgern antut, kann die Mitnutzung solcher Anlagen extra teuer verkaufen.
So stell ich mir das als Laie jedenfalls mal vor :-)

Alleinstellungsmerkmale wie "Fa. XY hat das beste Netz" fielen dann weg - vielleicht ein Grund, warum die Betreiber sich gegen Roaming wehren. In dem Fall wäre halt ein BNetzA-staatlicher Zwang.... pfui, pöhse, Sozialismus.

Was nun 1&1 angeht, die statt 1000 nur 20 Masten gebaut haben... Find ich wirklich komisch.
Die drei physischen Netze werden unter -zig Marken-Namen verkauft, nicht zuletzt denen von 1&1. Sollen Sie doch weiter Airtime-Verkäufer bleiben, wenn sie keine Masten gebaut bekommen.

1&1 will am 8.12.2023 sein 5G-Netz für Smartphones öffnen

H. Lamarr @, München, Freitag, 24.11.2023, 11:46 (vor 186 Tagen) @ Gast

Bislang haben die wenigen 5G-Standorte von 1&1 lediglich umliegende Haushalte mit Funk-DSL versorgt (Fixed Wireless Access). Ab 8. Dezember 2023 will Deutschlands vierter Mobilfunkanbieter sein 5G-Netz auch für die Smartphones von Neukunden öffnen. Bestandskunden bleiben vorerst weiter in den Netzen des Roamingpartners O2.

Hamburg. Der Mobilfunkanbieter 1&1 hat am Mittwoch erstmals ein konkretes Datum für den Start seines neuen 5G-Netzes genannt. „Ab dem 8. Dezember 2023 kann das 5G-Netz von 1&1 auch mit Smartphones genutzt werden. Dann ist das Netz voll funktionsfähig“, hieß es in einer Konzernmitteilung. Der Netzaufbau ist bislang von Problemen und Verzögerungen geprägt gewesen. Die Öffnung für Smartphones ist mehrfach verschoben worden, zuletzt von September auf Dezember.

1&1 verfügte im Herbst über lediglich 64 aktivierte eigene 5G-Standorte. Erst im kommenden Jahr soll der Hochlauf richtig Fahrt aufnehmen. Im Interview mit dem Handelsblatt hatte 1&1-Chef Ralph Dommermuth zuletzt 200 aktivierte Antennenstandorte für Anfang 2024 versprochen. Insgesamt sollen es bis Ende des Jahres 3000 Standorte sein. „Das Netz wächst Tag für Tag“, sagte eine 1&1-Sprecherin am Mittwoch. Man wolle als vierter deutscher Netzbetreiber „einen Unterschied“ machen.

Um auch dort Mobilfunk anbieten zu können, wo noch keine eigenen Antennen stehen, ist das Unternehmen auf sogenanntes Roaming, also die Mitnutzung der Infrastruktur eines anderen Anbieters, angewiesen. Zunächst werden 1&1-Kunden wie bislang auf das Netz von Telefónica Deutschland (O2) zugreifen können. Der Mitteilung zufolge gilt das offenbar auch für die schnellen 5G-Antennen von Telefónica. Deren Öffnung für 1&1 hatte der Konzern zuvor lange abgelehnt. [...]

Das Handynetz werden zunächst jedoch nur Neukunden nutzen können. 1&1-Bestandskunden bleiben vorerst auf dem O2-Netz und sollen bis Ende 2025 auf die neue 1&1-Infrastruktur übertragen werden.

Quelle: Handelsblatt

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1&1 mit spannender Technik

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 29.11.2023, 20:27 (vor 181 Tagen) @ H. Lamarr

Ab 8. Dezember 2023 will Deutschlands vierter Mobilfunkanbieter sein 5G-Netz auch für die Smartphones von Neukunden öffnen.

Hiroshi Mikitani ist ein Unternehmer mit ungewöhnlicher Mission. Der Milliardär und Gründer des japanischen Technologiekonzerns Rakuten will eine oft übersehene, aber wesentliche Infrastruktur der digitalen Moderne revolutionieren: die Mobilfunknetze.

Mithilfe der sogenannten Open-Ran-Technologie will Mikitani sie einfacher, schneller und günstiger machen. Er glaubt an eine einträgliche Wette: Für den neuen, offenen Standard rechnet Mikitani mit einem Marktvolumen von weltweit bis zu 150 Milliarden US-Dollar.

Und in Deutschland soll es beginnen. Am 8. Dezember will der Mobilfunkanbieter 1&1 sein neues 5G-Netz für Smartphones freischalten. Es wird die erste reine Open-Ran-Infrastruktur Europas sein, aufgebaut von Rakuten. 1&1 sieht in dem technologischen Experiment viel Potenzial: Open Ran sei „die spannendste Technologie“, die ihm in seiner Laufbahn begegnet sei, sagt Michael Martin, der als Mobilfunkchef im 1&1-Vorstand für den Netzaufbau zuständig ist.

Quelle: Handelsblatt

Hintergrund
Open-Ran im IZgMF-Forum

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