Ehrenerklärung alteingesessener Mobilfunkgegner (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 13.03.2021, 16:13 (vor 140 Tagen)

Alle Unionsabgeordnete des Deutschen Bundestages gaben gestern eine Ehrenerklärung ab, dass sie sich im Zusammenhang mit der Coronakrise nicht persönlich finanziell bereichert haben. Wie schön wäre es doch, gäbe es eine vergleichbare Ehrenerklärung auch vom Diagnose-Funk-Personal und von etlichen anderen Mobilfunkgegnern, die im Verdacht stehen, von der Mobilfunkdebatte auf die eine oder andere Weise zu profitieren.

Ohne Frage wäre finanzieller Profit auch bei organisierten Mobilfunkgegnern der Knackpunkt. Doch neben dem Verdacht auf materiellen Nutzen gilt für weitaus mehr Teilnehmer der Anti-Mobilfunk-Szene der Verdacht auf immateriellen Profit, der sich nicht so einfach als verwerflich einordnen lässt. Spontan fallen mir als Profit-Beispiele ein: Erhaschen von Zuwendung, Aufmerksamkeit und Anerkennung, Befriedigung von Geltungsbedürfnis, profilieren mit Besserwisserei, spekulieren auf Mitgliederzuwachs bei Vereinen oder politischen Parteien, befeuern ideologischer Ziele wie Staatsverdrossenheit oder Wissenschaftsfeindlichkeit, verdeckter Lobbyismus zugunsten finanzieller Nutznießer oder Aufhetzen der Bevölkerung mit Mitteln des Populismus.

Das Sammelsurium an immateriellem Profit ist so unscharf, dass es sich wohl kaum dafür eignet, sich davon zu distanzieren, wenngleich die gesellschaftliche Schadwirkung in einigen Fällen weitaus höher sein dürfte als der finanzielle Profit Einzelner. Notgedrungen müsste sich daher eine Ehrenerklärung von Mobilfunkgegnern nur auf finanziellen Profit beschränken.

Weiter darüber nachzudenken wäre jedoch verschenkte Zeit, da mMn kein Mobilfunkgegner je eine solche Ehrenerklärung abgeben wird. Die Szene lebt von der Undurchsichtigkeit ihrer Motive und betreibt an allen Ecken und Enden Geheimniskrämerei. Keinem Verein der Szene ist es daher bislang in den Sinn gekommen, sich nach außen glaubhaft als seriös zu präsentieren, indem er sich eines der angebotenen Güte-/Qualitätssiegel oder Zertifikate zulegt, mit denen andere Vereine ihr Streben nach Transparenz dokumentieren.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Und vergesst das Spenden nicht!

H. Lamarr @, München, Samstag, 13.03.2021, 20:10 (vor 140 Tagen) @ H. Lamarr

Keinem Verein der Szene ist es daher bislang in den Sinn gekommen, sich nach außen glaubhaft als seriös zu präsentieren, indem er sich eines der angebotenen Güte-/Qualitätssiegel oder Zertifikate zulegt, mit denen andere Vereine ihr Streben nach Transparenz dokumentieren.

Aber um Spenden betteln sie alle. Nur offen Auskunft geben, was mit dem Spendengeld passiert, welche Einnahmen sie haben, welche Ausgaben, wie viele Mitglieder und wie viel Kohle in "Personalkosten" fließt, das wollen sie nicht und solche Internas lieber unter dem Deckel halten.

Hintergrund
Richtig spenden: So erkennen Sie seriöse Organisationen.

Finanztest hält das DZI-Spenden-Siegel im Vergleich zu anderen Siegeln für besonders aussagekräftig, da es eine umfassende Prüfung von außen voraus­setzt und nicht nur die Kontrolle durch einen Interes­senverband. Wie so ein DZI-Siegel aussehen kann ist hier am Beispiel der Organisation Weisser Ring zu sehen.

Auf Initiative von Transparency International Deutschland e.V. wurden im Jahr 2010 mit der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ) zehn grundlegende Punkte definiert, die jede zivilgesellschaftliche Organisation der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte. Dazu zählen unter anderem die Satzung, die Namen der wesentlichen Entscheidungsträger sowie Angaben über Mittelherkunft, Mittelverwendung und Personalstruktur. Aber: Das ITZ-Siegel garantiert nichts, denn es beruht allein auf Selbstauskünften der Organisationen. mehr ...

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Spenden, Seriös, Spendenaufruf, Qualitätsmängel, Ko-Ini, EHS-Verein, Diagnose:Funk, Stiftung Pandora, Unverstrahltes Land, Schutz vor Strahlung, BVMDE

RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum