Was Zürcher Mobilfunkgegner von Parteien wissen wollen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 06.03.2019, 01:18 (vor 282 Tagen)

Was wollen Zürcher Mobilfunkgegner von Politikern wissen, sollten sie einen in die Finger kriegen? Haben die Gegner Fragen von staatstragender Bedeutung oder einfach nur doofe? Und gelingt es den Fragestellern, sich manipulative Suggestivfragen zu verkneifen?

Bilden Sie sich eine eigene Meinung. Die folgenden Fragen hat sich ein Anti-Mobilfunk-Verein aus Zürch anlässlich der dortigen Kantonsratswahlen (24. März 2019) ausgedacht. Die 180 Mitglieder des Kantonsrates werden alle vier Jahre von den Stimmberechtigten des Kantons Zürich gewählt. Zur Wahl treten 13 Parteien an, fünf davon reagierten auf den Fragenkatalog des Vereins:

1. Soll die Öffentlichkeit besser über die gesundheitlichen Risiken von Elektrosmog informiert werden?

2. Unterstützen Sie ein WLAN-Verbot in Kindergärten zum Schutz der Kinder?

3. Der Mobilfunk der 5. Generation (5G) wird zukünftig den Strahlungspegel noch mehr erhöhen. Sollen die Behörden Leitlinien zum Schutz der Bevölkerung ausarbeiten?

4. „Intelligente“ Wasserzähler (SmartMeters) werden in Haushalten installiert. Soll der Bewohner / die Bewohnerin wählen können, ob bei ihm ein kabelgebundenes oder funkbasierendes Gerät installiert wird?

5. Soll im Kanton Zürich ein spezielles Haus für elektrosensible Menschen gebaut werden?

6. Finden Sie, die Mobilfunk-Bodenantennen in Zürich sollten gut sichtbar markiert werden, damit dort nicht unwissentlich z.B. ein Kinderwagen abgestellt wird?

7. Müssten funkbasierende Geräte in öffentlichen Institutionen wie zum Beispiel Schulhäuser mit einem Warnhinweis gekennzeichnet werden, wie dies beim Tabak auch der Fall ist?

Vier Parteien erwiesen sich als gefällig und gaben mehrheitlich die gewünschten Antworten. Für diese Parteien (Grünliberale, Alternative Liste, Bürgerlich-demokratische Partei, Grüne) spricht der Verein eine Wahlempfehlung aus, die den Begünstigten mindestens ebenso peinlich sein muss wie manche ihrer Antworten. Die Evangelische Volkspartei (Mark Wisskirchen) gab vernünftige und auch inhaltlich kompetente Antworten. Für sie spricht der Verein keine Wahlempfehlung aus, was den Evangelischen zur Ehre gereicht und unabsichtlich die einzig wahre Wahlempfehlung des Vereins ist. Acht Parteien war der Fragenkatalog keine Antwort wert, was ebenfalls für diese Parteien spricht.

Wer sich für die Antworten der fünf nervenstarken Parteien interessiert, bitte hier entlang. Nicht irritieren lassen: Die Grünliberalen sind auf eine Weise organisiert, dass sie gleich zu Beginn die Anfrage des Vereins 2-mal beantworteten.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Einflussnahme, Wahl, Lobbyismus, Zahnd, Warnhinweis, Zürich, MCS-Haus, Prüfstein, Wahlempfehlung, Bodenantennen, Jérôme, Schutz-vor-Strahlung

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