Handy-Abhörskandal erschüttert Griechenland (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 16.04.2006, 11:23 (vor 5029 Tagen)

Rund 1 Jahr lang, bis in den März 2006 hinein, sollen in Griechenland etwa 100 Personen, darunter die komplette Regierung, mit einer Abhöreinrichtung belauscht worden sein, die im Vodafone-Mobilfunknetz wirksam war und mit einem Trojanerprogramm aktiviert werden konnte. Das Ganze weitet sich zu einem nationalen Skandal aus. Die Rolle von Vodafone werde immer undurchsichtiger, ein verantwortlicher Vodafone-Mitarbeiter soll sich angeblich durch Freitod der Verantwortung entzogen haben. Aufgeflogen ist der Abhörskandal wegen eines technischen Problems: Da sich Kunden wegen verschwundener SMS-Botschaften beschwerten, wurde das Vodafone-Netz genauer untersucht und dabei die Abhöreinrichtung entdeckt.

Hintergründe
Vodafone Griechenland im Visier der Ermittler
Abhörskandal entsetzt die Griechen
Hellasgate

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Das Handy als Wanze

KlaKla, Montag, 17.04.2006, 10:25 (vor 5028 Tagen) @ H. Lamarr

Das Handy als Wanze

Evi, Montag, 17.04.2006, 13:47 (vor 5027 Tagen) @ KlaKla

Da stehe ich daneben mit einigem Schmunzeln. Denn mich wird niemals jemand über das Handy abhören können, schlicht und einfach deswegen, weil ich gar keins habe und auch niemals eins haben werde. Wer mich erreichen will, erreicht mich über die gute alte Schneckenpost, das normale Telefon, Anrufbeantworter, Fax oder Mail. Das sind genügend Kontaktmöglichkeiten für Wichtiges. Unwichtiges, wie es ja gerade häufig über das Handy mitgeteilt wird, interessiert mich nicht und ich lasse mich daher nicht am elektronischen Gängelband umherführen oder tyrannisieren, schon gar nicht in der Freizeit.

Evi

Bitte an Evi

KlaKla, Montag, 17.04.2006, 16:57 (vor 5027 Tagen) @ Evi

Da stehe ich daneben mit einigem Schmunzeln.

Hallo Evi,

Ich hab vor 5 Tagen den Thread Forderungen der Mobilfunkkritiker eingestellt. Sie als ES-Betroffene haben doch bestimmt die eine oder andere Forderung. Können sie ihre Forderung hier nicht mal einstellen? Nach dem vorgegebenem Muster Forderung:, Erklärung/Begründung:, Beispiel:,

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Meine Meinungsäußerung

Bitte an Evi

Evi, Montag, 17.04.2006, 22:55 (vor 5027 Tagen) @ KlaKla

Hallo Klakla

Gleich vorweg: Ich bin selbst (noch) nicht betroffen, aber ich kämpfe mit und für die ES.

Ihr vorgegebenes Schema kann ich nicht ganz einhalten, aber ich hoffe, dass ich mich dennoch verständlich mache.

o Zur BW - Forderung: Absenkung der Grenzwerte: Es gibt genug wissenschaftliche Untersuchungen, die Beweise für die gesundheitliche Schädlichkeit der elektromagnetischen Strahlung liefern.

o Forderung: Sie müssten von den Entscheidungsträgern endlich gelesen werden, was nachweislich nicht geschieht, sonst kämen nicht immer die gleichen stereotypen Ausreden. Zu berücksichtigen sind ebenfalls die Erfahrungen - und diese sind reichlich vorhanden.

o Forderung: Verbot von DECT-Telefonen: Ich stimme der Forderung der BW zu, DECT-Telefone zu verbieten, zumal es bereits Schnurlostelefone ohne DECT gibt. DECT-Telefone sind extrem schädlich (Erfahrungen). Die Industrie ist zu verpflichten, nichtgepulste Schnurlostelefone weiter zu entwickeln und anzubieten.

o Forderung: analog dem Passivrauchen, das durch das Verbot von Rauchen in öffentlichen Einrichtungen und in Verkehrsmitteln jetzt fast überall gilt, müsste es ein solches Verbot auch für Mobiltelefone geben. Es darf keine "Passiv-Strahlenkonsumenten" geben.

o Forderung Beweislastumkehr: Solange die Netzbetreiber uns nicht beweisen können, dass ihre Technologie unbedenklich ist, kann man von Betroffenen nicht verlangen, dass sie beweisen sollen, durch sie geschädigt worden zu sein. Ausserdem: es muss stets der Schwächere vor dem Stärkeren geschützt werden, sei dies von der finanziellen Seite her, als auch durch die Zugehörigkeit zu besonders schützenswerten Personengruppen als da sind: Kinder, Kranke, Betagte, Schwangere. Dies entspräche einem Gebot der Ethik.

o Eine Forderung, die besonders die Schweiz betrifft, die aber auch ans Ausland geht, weil dort immer mit den angeblich besten Schweizer Grenzwerten geworben wird: Diese Grenzwertlüge muss aufhören. Schweizer Grenzwerte sind um nichts besser als diejenigen anderer Länder!

o Forderung: Anerkennung der athermischen Wirkungen. Es muss endlich davon abgegangen werden, nur thermische Wirkungen zu berücksichtigen, an denen die ICNIRP immer noch festhält, sondern auch athermische Wirkungen.

o Forderung: Es dürfen durch die Lancierung immer neuer Studien die nötigen Konsequenzen nicht hinausgeschoben werden. Es ist völlig unmoralisch, zuerst die Schäden zuzulassen, um sie irgendwann eines fernen Tages (vielleicht!) anzuerkennen und endlich zu handeln. Diese Zeitschinderei muss aufhören. Wenn auch nur der Verdacht der Schädigung besteht, muss gehandelt werden

o Dringende Forderung: Die Elektrosensibilität muss endlich als Leiden offiziell anerkannt und die Opfer müssen sowohl medizinisch als auch sozial (geschützte Wohnzonen) betreut werden. Vor allem muss es aufhören, ohnehin schon schwer Betroffene zusätzlich noch in die Psycho-Ecke zu stellen.

o Forderung an die Ärzte: Sie dürfen sich nicht länger zögerlich verhalten, sondern haben im Interesse ihrer Patienten zu handeln. Sie haben dies am Ende ihres Studiums mit dem Eid des Hippokrates (Ärztegelöbnis) versprochen. Erfreulicherweise wird die Zahl der Ärzte, die sich an dieses Gelöbnis erinnern, jeden Tag grösser.

Und last but not least die Forderung, dass
o die Vertreter der Mobilfunkbetreiber endlich damit aufhören, die Menschen zu belügen,

o Behörden, die vom Volk gewählt wurden, dessen berechtigte Anliegen vertreten und nicht jene der Industrie

o Eltern und Schulen über die Gefahren für Kinder und Jugendliche (sowohl die körperlichen, als auch die seelischen, z.B. durch das um sich greifende "happy slapping" ) umfassend aufgeklärt werden. Mit einem Wort: dass die zuständigen Stellen in den Regierungsbehörden ihre Verantwortung wahrnehmen, anstatt in abwartender Passivität zu verharren, nur damit der Rubel rollt.

Evi

Tags:
Beweislastumkehr, Grenzwertlüge

Bitte an Evi

KlaKla, Mittwoch, 19.04.2006, 14:41 (vor 5025 Tagen) @ Evi

Ihr vorgegebenes Schema kann ich nicht ganz einhalten, aber ich hoffe, dass ich mich dennoch verständlich mache.

Hallo Evi, hallo Fee

das Schema, welches ich vorgegeben habe, hat den Sinn, dass wir Mobilfunkkritiker uns mit den gestellten Forderungen auch kritisch auseinander setzen. Wenn wir eine Forderung finden und diese mit Fakten untermauern können hilft das auch anderen Mobilfunkgegner. Wir verbessern dadurch unsere Argumentation.
Wenn wir das Schema nicht einhalten können sehe ich darin ein Zeichen dafür, das was mit der Forderung nicht stimmt. Checken sie selbst und vielleicht starten sie erneut einen Versuch. Und bitte im dafür vorgesehenen Thread.

Diese Bitte um Einstellung von Forderungen nach vorgegebenem Schema gilt natürlich für alle Mobilfunkkritiker/Mobilfunkgegner.

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Meine Meinungsäußerung

Bitte an Evi

Fee, Mittwoch, 19.04.2006, 10:42 (vor 5026 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 19.04.2006, 14:21

Da stehe ich daneben mit einigem Schmunzeln.

Hallo Evi,

Ich hab vor 5 Tagen den Thread Forderungen der Mobilfunkkritiker eingestellt. Sie als ES-Betroffene haben doch bestimmt die eine oder andere Forderung. Können sie ihre Forderung hier nicht mal einstellen? Nach dem vorgegebenem Muster Forderung:, Erklärung/Begründung:, Beispiel:,

Wenn Sie an meinen Forderungen auch interessiert sind:

Stopp UMTS und WiMAX, DECT und W-Lan keine Dauerstrahler. Bzw. keine weitere Zunahme der Verstrahlung. So könnten auch Elektrosensible noch einigermassen leben.

Bitte an Evi

Schutti @, Mittwoch, 19.04.2006, 10:53 (vor 5026 Tagen) @ Fee
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 19.04.2006, 14:22

Stopp UMTS und WiMAX, DECT und W-Lan keine Dauerstrahler. Bzw. keine weitere Zunahme der Verstrahlung. So könnten auch Elektrosensible noch einigermassen leben.

Und schon verloren.
Niemand wird wegen euch neue Technologien anhalten.
Ihr habt von Technik einfach keine Ahnung, ihr kapiert nichtmal warum gewisse Technologien wann und warum Aussendungen machen.

Bitte an Evi

shimra, Mittwoch, 19.04.2006, 11:47 (vor 5026 Tagen) @ Schutti
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 19.04.2006, 14:19

Und schon verloren. Niemand wird wegen euch neue Technologien anhalten. Ihr habt von Technik einfach keine Ahnung, ihr kapiert nichtmal warum gewisse Technologien wann und warum Aussendungen machen.

Welche böse Macht hat SIE eigentlich auf diesen Planeten geschickt? - Kennen Sie nichts anderes als Verachtung und Kaltherzigkeit? - Abgesehen davon ,dass Ihre Aussage hinten und vorne nicht stimmt ( von wegen kapieren) , ist es uns sowas von egal , zuwas das Zeug dient , wenn es einem beträchtlichen Teil der Menschheit schadet. Geht das nicht in Ihren Schädel rein?
shimra

Bitte an Evi

Evi, Mittwoch, 19.04.2006, 14:07 (vor 5025 Tagen) @ Schutti

Ihr habt von Technik einfach keine Ahnung, ihr kapiert nichtmal warum gewisse Technologien wann und warum Aussendungen machen.

Na klar, wir sind alle strohdumm, aber wir haben ja einen, der die Weisheit mit Schöpflöffeln gefressen hat, und wir müssen ihm dankbar sein, dass er uns unsere Dummheit von Zeit zu Zeit mit lockeren, aber leider sehr menschenfeindichlichen Aussprüchen ständig vor Augen hält.

Schutti, ich sag es Ihnen hier an dieser Stelle einmal ganz deutlich: Wer nicht bildungsfähig ist, das sind Sie!! Ein bisschen weniger freundich ausgedrückt: Wer so wenig weiss, sollte besser die Klappe halten und wer andauernd das Unterste aus der Kanne trinkt, dem wird eines Tages der Deckel auf die Nase fallen.

Freundliche Grüsse

Evi

76 Mio Strafe im Handy-Abhörskandal

KlaKla, Dienstag, 19.12.2006, 14:10 (vor 4781 Tagen) @ H. Lamarr

76 Mio. Euro Strafe im griechischen Vodafone-Abhörskandal

Rund zehn Monate nach Bekannt werden eines Abhörskandals bei der griechischen Landesvertretung des Mobilfunk-Netzbetreibers Vodafone, ist das Unternehmen zu einer Strafe von 56 Millionen Euro verurteilt worden. Vodafone-Griechenland kündigte an, gegen das Urteil juristisch vorgehen zu wollen.

Die griechische Justiz warf Vodafone Griechenland vor, seine Kunden nicht ausreichend vor Abhöraktionen durch "Unbekannte" geschützt zu haben. Außerdem habe Vodafone die Behörden verspätet benachrichtigt, obwohl es Beweise für das Abhören von dutzenden von Personen gefunden hatte. Unter den abgehörten Zielpersonen gehörten auch der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis, der Außenminister Petros Molyviatis sowie einige andere Hochkaräter des Verteidigungsministeriums und prominente Pressevertreter.

Der Lauschangriff rückte erstmalig im Februar 2006 in den Blick der griechischen Öffentlichkeit, als Kunden des Billiganbieters Q-Telecom (der das Netz von Vodafone nutzt) sich darüber beschwerten, nachweislich versendete Textmitteilungen (SMS) nicht erhalten zu haben. Was zunächst wie eine technische Panne aussah, entpuppte sich bei entsprechender Kontrolle durch ein Expertenteam als vorsätzlichen Eingriff in die technischen Vorrichtungen Vodafons. Das Expertenteam entdeckte installierte Abhörsoftware, die durch ein Trojanerprogramm aktiviert werden konnte.

Unklar ist bis heute, wer hinter der Aktion stand. Eine Untersuchungskommission des griechischen Parlaments kam in den vergangenen Monaten zu keinem Ergebnis. Die griechische Presse verdächtigte amerikanische Sicherheitsbehörden, aber auch die Rolle des Mobilfunk-Netzbetreibers Vodafone selbst war in diesem Fall stets umstritten. Hierbei ging es unter anderem um den mysteriösen Tod des griechischen Vodafone-Mitarbeiters Costas Tsalikidis. Tsalikidis war zum Zeitpunkt der Installation der Schnüffelsoftware, zuständig für die Wartung und Architektur der Systeme.

Quelle: DSLTarife.net

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Meine Meinungsäußerung

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