BfS startet Forschungsprogramm zum NF-Strahlenschutz (Forschung)

Gast, Freitag, 23.06.2017, 15:25 (vor 754 Tagen)

  • Strahlenschutz beim Stromnetzausbau
  • 33 Studien geplant
  • Auftaktveranstaltung am 11.07.2017 in Berlin

Zur Umsetzung der Energiewende in Deutschland ist es teilweise notwendig, die bestehenden Stromnetze auszubauen. Dabei müssen Fragen des Strahlenschutzes von Anfang an berücksichtigt werden:

- Was ist über gesundheitliche Auswirkungen niederfrequenter elektrischer und magnetischer Felder bekannt?
- Welche Schutzmaßnahmen gibt es?
- Wie groß sind Einwirkungen durch Hochspannungsleitungen?

Angesichts der noch bestehenden wissenschaftlichen Unsicherheiten hinsichtlich der möglichen Risiken durch statische und niederfrequente Felder sind Vorsorgemaßnahmen wichtig. Das BfS intensiviert deshalb seine Forschung zum Thema Strahlenschutz beim Stromnetzausbau. Geplant sind über 33 Studien aus den Bereichen Epidemiologie und Biologie, Exposition und Dosimetrie und Risikokommunikation.

Die gemeinsame Auftaktveranstaltung von BMUB und BfS zum Start des Forschungsprogramms findet am 11.07.2017 ab 10:30 Uhr in Berlin statt, Tagungswerk Jerusalemkirche. Die Veranstaltung ist öffentlich, die Anmeldung ist erforderlich und bis 4. Juli möglich.

Anmeldung unter: stromnetzausbau@bfs.de

Quelle: Strahlenschutz beim Stromnetzausbau

Tags:
Risiko, BfS, Hochspannungsleitung, Forschungsprogramm

Technische Grundlagen der Hochspannungsnetze

Gast, Samstag, 24.06.2017, 15:50 (vor 753 Tagen) @ Gast

BfS startet 18 Millionen Euro schweres Forschungsvorhaben

Gast, Dienstag, 11.07.2017, 10:23 (vor 736 Tagen) @ Gast

BfS startet 18 Millionen Euro schweres Forschungsvorhaben

Mit einem groß angelegten Forschungsprogramm wird das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums verstärkt mögliche gesundheitliche Auswirkungen von Stromleitungen untersuchen. Geplant sind über 30 Vorhaben und Projekte. Die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesumweltministeriums, Rita Schwarzelühr-Sutter, und die Präsidentin des BfS, Inge Paulini, stellen das etwa 18 Millionen Euro schwere Paket am Dienstag, den 11. Juli 2017, gemeinsam mit Expertinnen und Experten auf einer Fachtagung in Berlin vor. Das Forschungsprogramm stellt einen Meilenstein dar für den Aufbau des BfS als Kompetenzzentrum für den Strahlenschutz beim Stromnetzausbau. mehr ...

Tags:
BfS, Kompetenzzentrum, Strahlenschutz, Stromnetzausbau, Paulini

Bund startet Forschungsoffensive zu Stromleitungen

Gast, Mittwoch, 09.08.2017, 06:42 (vor 708 Tagen) @ Gast

Welche möglichen Gefahren gehen von Stromleitungen aus? Im Wesentlichen erzeugen sie elektrische Ströme und magnetische Felder, die theoretisch mit dem menschlichen Körper, beispielsweise den Nerven oder dem Herzen, wechselwirken können. Werden dabei bestimmte Schwellenwerte überschritten, besteht ein akutes Gesundheitsrisiko. Es gibt Studien, die ein erhöhtes Auftreten neurologischer Erkrankungen wie Alzheimer, Demenz, Parkinson oder ALS mit niederfrequenten Feldern in Zusammenhang bringen, wie sie beispielsweise rund um Wechselstrom-Hochspannungsleitungen auftreten. Andere Studien besagen, dass Magnetfelder das Leukämie-Risiko bei Kindern erhöhen können und stufen diese als “möglicherweise krebserregend” ein. Nicht zuletzt führen zahlreiche Menschen Beschwerden wie Migräne oder anhaltende Müdigkeit auf erhöhten Elektrosmog in ihrer Umwelt zurück. Mehr dazu hier ...

Diagnose Funk (Jörn Gutbier) an Stromnetzausbau interessiert?

Alexander Lerchl @, Mittwoch, 12.07.2017, 20:34 (vor 735 Tagen) @ Gast

Auf der Teilnehmerliste zur Auftaktveranstaltung in Berlin war interessanterweise auch "Jörn Gutbier, Diagnose Funk" vertreten. Gesehen habe ich ihn dort allerdings nicht. Jedenfalls scheint es mMn so zu sein, dass sich Diagnose Funk anderen Konflikten zuwendet, nachdem ihre Panikmache rund um das Thema Mobilfunk sogar die Grünen nicht mehr beeindruckt.

--
"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Diagnose Funk (Jörn Gutbier) an Stromnetzausbau interessiert?

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 12.07.2017, 21:26 (vor 735 Tagen) @ Alexander Lerchl

Auf der Teilnehmerliste zur Auftaktveranstaltung in Berlin war interessanterweise auch "Jörn Gutbier, Diagnose Funk" vertreten.

Wieso interessanterweise? Die Veranstaltung war öffentlich, jeder konnte seine Teilnahme bis 4. Juli anmelden, auch Herr Gutbier. Sogar Karl Napf aus der Schweiz wäre zugelassen worden. Oder meinen Sie, ein Diagnose-Funker hätte bei den Starkstömlern nichts verloren? Damit hätten Sie natürlich recht. Herr Gutbier sollte mMn besser Turnhallen und Kindergärten bauen, möglicherweise kann er das besser als dilettantisch über Mobilfunk geschweige denn HGÜ referieren.

Hintergrund
Gutbier und die 30 Räuber: Panikmache für Anfänger

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

BfS-Forschungsprogramm jetzt online – mit Bürgerbeteiligung

H. Lamarr @, München, Samstag, 15.07.2017, 01:24 (vor 733 Tagen) @ Gast

33 Studien geplant

Das neue BfS-Forschungsprogramm zum "Strahlenschutz beim Stromnetzausbau" ist jetzt online:

http://www.bfs.de/DE/bfs/wissenschaft-forschung/bfs-forschungsprogramm/stromnetzausbau/netzausbau.html

Die geplanten Studien sind acht Themenfeldern zugeordnet:

1. Aufklärung eines möglichen Zusammenhangs zwischen niederfrequenten Magnetfeldern und neurodegenerativen Erkrankungen
2. Bestimmung von Wahrnehmungs- und Wirkungsschwellen
3. Ursachenklärung von Leukämien im Kindesalter
4. Ko-Kanzerogenität von Magnetfeldexposition
5. Untersuchung zu einem möglichen Zusammenhang von Magnetfeldexposition und Fehlgeburtenrate
6. Untersuchungen zum Auftreten, zur Ausbreitung und zur Absorption von Korona-Ionen
7. Expositionsanalyse, Expositionsbewertung und aktuelle Daten zur Exposition der allgemeinen Bevölkerung
8. Risikowahrnehmung und Risikokommunikation

Wie schon zuvor beim Mobilfunk-Forschungsprogramm (DMF) des BfS können auch diesmal Experten, Pseudoexperten und Laien in einer Online-Konsultation zu dem Forschungsvorhaben Stellung nehmen. Möglich ist dies bis 15. September 2017. Ob es sinnvoll ist und nicht nur eine ABM für das Amt muss sich erst noch zeigen, meiner Erinnerung nach war die Bürgerbeteiligung beim DMF durch wenig qualifizierte Kommentare und viel Selbstdarstellung geprägt. Was ohne diese Spreu an brauchbaren Kommentaren übrig blieb ist <hier> nachzulesen. Damals war es allerdings noch so, dass abgegebene Kommentare von jedem online wie in einem Forum mitgelesen werden konnten. Dies ist jetzt anders. Zum Leidwesen von Selbstdarstellern bekommt allein das BfS abgegebene Kommentare zu Gesicht. Dies sollte der Qualität der Konsultation gut tun. Ob das BfS substanzielle Kommentare später veröffentlichen wird, gab das Amt nicht bekannt.

Hintergrund
Bürgerbeteiligung beim DMF

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
DMF, BfS, Runder Tisch, Bewertung, Zivilgesellschaft

BfS-Forschungsprogramm jetzt online – mit Bürgerbeteiligung

H. Lamarr @, München, Montag, 17.07.2017, 15:33 (vor 730 Tagen) @ H. Lamarr

Wie schon zuvor beim Mobilfunk-Forschungsprogramm (DMF) des BfS können auch diesmal Experten, Pseudoexperten und Laien in einer Online-Konsultation zu dem Forschungsvorhaben Stellung nehmen.

Und hier nun die offizielle Presse-Information des BfS zu der Online-Konsultation.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
BfS, Bürgerbeteiligung, Stromnetzausbau, Mitsprache

16 aus 33: SSK bewertete geplante BfS-Studien

H. Lamarr @, München, Montag, 14.08.2017, 08:45 (vor 703 Tagen) @ Gast

33 Studien geplant

Das BfS hat die geplanten Studien von der SSK auf Sinnhaftigkeit prüfen lassen (Dringlichkeit, Relevanz, Kosten, Dauer). Grund: Das auf sechs Jahre angelegte Forschungsvorhaben will bezahlt sein, die Finanzierung ist jedoch gegenwärtig noch nicht vollständig gesichert. Das BfS kann deshalb Entscheidungshilfen gut gebrauchen, wo der Rotstift am ehesten anzusetzen ist. Das Ergebnis der Bewertung durch die SSK lautet:

16 Studien sind so wie geplant zielführend
09 Studien haben Klärungsbedarf, sollten jedoch budgetiert werden
08 Studien sind nicht zielführend
02 Studien wurden nicht bewertet

Details dazu, welche Studien wie abgeschnitten haben, gibt es in dieser Präsentation.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
SSK, Studien, Bewertung

16 aus 33: SSK bewertete geplante BfS-Studien

H. Lamarr @, München, Freitag, 01.09.2017, 20:53 (vor 684 Tagen) @ H. Lamarr

Das BfS hat die geplanten Studien von der SSK auf Sinnhaftigkeit prüfen lassen (Dringlichkeit, Relevanz, Kosten, Dauer).

Die 10-seitige Stellungnahme der SSK zu den geplanten Studien des Forschungsprogramms gibt es <hier>.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Workshop: Wirk- und Wahrnehmungsschwellen des Menschen

H. Lamarr @, München, Montag, 29.01.2018, 19:02 (vor 534 Tagen) @ Gast

Workshop NF-Strahlenschutz:

ACTION AND PERCEPTION THRESHOLDS OF STATIC AND ELF MAGNETIC AND ELECTRIC FIELDS AND CONTACT CURRENTS IN HUMANS

Wirk- und Wahrnehmungsschwellen des Menschen gegenüber statischen und niederfrequenten magnetischen und elektrischen Felder sowie Kontaktströmen

ZUSAMMENFASSUNG

Seit dem Ausstieg aus der Kernenergie und der zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energien als Stromquelle wird der Stromnetzausbau bzw. die Umrüstung bestehender Netze in Deutschland weiter vorangetrieben. Diese Entwicklung kann dazu führen, dass die Bevölkerung vermehrt elektrischen und magnetischen Feldern ausgesetzt wird. Um die möglichen Auswirkungen genauer zu untersuchen, wurde vom Bundesamt für Strahlenschutz das Forschungsprogramm „Strahlenschutz beim Stromnetzausbau“ ins Leben gerufen. Ein Forschungsaspekt, der dabei genauer untersucht wird, beschäftigt sich mit Wahrnehmungs- und Wirkungsschwellen niederfrequenter Felder. Als eine der ersten Veranstaltungen im Rahmen dieses Schwerpunktes wurde vom Bundesamt für Strahlenschutz der internationale Workshop „Action and perception thresholds of static and ELF magnetic and electric fields and contact currents in humans“ organisiert.

Felder, wie sie von Starkstromleitungen ausgehen, können unter Umständen wahrgenommen und als unangenehm empfunden werden. Niederfrequente Magnetfelder induzieren im Körper elektrische Ströme, die oberhalb der Grenzwerte zur Reizung von Nerven und Muskeln führen. Statische elektrische Felder können bei hohen Feldstärken direkt wahrgenommen werden. Unter Stromleitungen können sich Metallgegenstände elektrisch aufladen. Bei Berührung durch Personen kann es zu Funkentladungen und Kontaktströmen kommen.
In allen genannten Szenarien ist die wissenschaftliche Datenlage bezüglich Schwellenwerte von biologischen Wirkungen und Wahrnehmbarkeit unzureichend und die Alters-und Geschlechtsabhängigkeit weitestgehend unbekannt.

Ziel des Workshops war es mit international ausgewiesenen Experten den aktuellen Kenntnisstand der Forschung zusammenzufassen und wissenschaftliche Kenntnislücken zu identifizieren, um darauf aufbauend mögliche Forschungsschwerpunkte zu definieren. Die einzelnen Aspekte wurden in Vorträgen von zwölf eingeladenen Rednern aus sechs Ländern zusammengefasst. Insgesamt haben zwanzig externe Gäste teilgenommen, alles Spezialisten auf den Gebieten der Dosimetrie, Biologie und des Strahlenschutzes.

Der Workshop hat im Oktober 2016 im Bundesamt für Strahlenschutz, Ingolstädter Landstraße 1, 85764 Oberschleißheim/Neuherberg stattgefunden.

Die Abstracts der zwölf Reden (englisch) sind in der im Januar 2018 herausgegebenen BfS-Schrift urn:nbn:de:0221-2018011814498 gesammelt.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum