Gutachten Umweltinstitut München e.V.: Prognose vs. Realität (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 20.11.2016, 14:21 (vor 1035 Tagen)

Die Immissionsprognosen des Umweltinstitut München entziehen sich üblicherweise einer unabhängigen messtechnischen Kontrolle, so dass unklar bleibt, wie genau die Prognosen mit der später einsetzenden Realität übereinstimmen. In einem Fall aber gab es zumindest ansatzweise so eine unabhängige Kontrollmessung an zwei Messpunkten. Sie ergab, die Prognose an einem Messpunkt war um etwa Faktor 2 zu hoch, am anderen Messpunkt um etwa Faktor 4 zu niedrig. Bedenklich ist allein die zu niedrige Prognose, denn sie bedeutet, dass im späteren realen Betrieb die prognostizierten Immissionswerte überschritten werden. Eine Garantie, dass dies nicht passiert, gibt das Umweltinstitut meiner Kenntnis nach nicht. Prognose und Messung gelten allerdings für ein fiktives Szenario unter ungünstigsten Bedingungen, nämlich Vollausbau eines Standorts auf die beantragte Anzahl Kanäle und Sendeleistung, sowie Sendebetrieb auf allen Kanälen gleichzeitig mit maximaler Leistung. Im Alltag treten diese Bedingungen nicht ein, Spontanmessungen der tatsächlichen Funkimmission erbringen daher in aller Regel deutlich niedrigere Messwerte der momentan wirksamen Immission. mehr ...

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Umweltinstitut München, Gutachten, Dienstleistung, Taschenspielertrick, Volllast, Kontrolle, Haider, Immissionsprognose, Ulrich, Hochrechung

Pullach Immissionskarte

Gast, Freitag, 25.11.2016, 07:07 (vor 1031 Tagen) @ H. Lamarr

Der Ortsentwicklungs-, Energie- und Umweltausschuss beschließt die Aktualisierung der Mobilfunk-Immissionskarte. Mit der Aktualisierung wird das Umweltinstitut beauftragt gemäß dem Angebot vom 11.09.2015 zum Preis von 12.900,- € inkl. MwSt. Die Kosten sind im Haushalt 2016 einzustellen.

Kampf der Strahlenbelastung SZ

Zwei Aspekte seien in der neuen Karte ersichtlich, sagt der Ingenieur. In der Umgebung der S-Bahnhöfe Pullach und Großhesselohe werde die in Bayern im Mittel gemessenen Funkfeldbelastungen überschritten. Besonders auf dem alten Postgebäude in der Gartenstraße 2 seien die Werte gegenüber der Messung von 2012 angestiegen. Dabei liegen die Werte weit unter den gesetzlichen Grenzwerten.

Da eine neue Studie aus dem Jahr 2015 die Förderung von Krebswachstum auch unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte aufzeige, empfahl der Experte im Tenor der Strahlenschutzkommission "elektromagnetische Felder im Rahmen der technisch und wirtschaftlich sinnvollen Möglichkeiten zu minimieren". Sichtbar sei jedoch auch der Erfolg der Bemühungen, wenn sich die Gemeinde für einen solchen optimierten Standort einsetzt: Obwohl mit dem Standort im Forstenrieder Park eine hohe Versorgungsdichte erzielt wird, ist die Belastung deutlich geringer.

Immissionskarte
Immissionsgutachten Pullach

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SZ, Immissionsgutachten, Autodidakt, Pullach, Immissionskarte, Ulrich, Krebswachstum

Pullach Immissionskarte

H. Lamarr @, München, Freitag, 25.11.2016, 12:51 (vor 1030 Tagen) @ Gast

Der Ortsentwicklungs-, Energie- und Umweltausschuss beschließt die Aktualisierung der Mobilfunk-Immissionskarte. Mit der Aktualisierung wird das Umweltinstitut beauftragt gemäß dem Angebot vom 11.09.2015 zum Preis von 12.900,- € inkl. MwSt. Die Kosten sind im Haushalt 2016 einzustellen.

Entschuldigung, aber wie doof muss man als Kommunalpolitiker eigentlich sein, um 2015 noch derartige Bedenken aus der Steinzeit der Mobilfunkgegnerei zu hegen, zu pflegen und zu finanzieren?

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Vergleich alte - neue Immissionskarte

KlaKla, Freitag, 25.11.2016, 17:48 (vor 1030 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Freitag, 25.11.2016, 18:26

Entschuldigung, aber wie doof muss man als Kommunalpolitiker eigentlich sein, um 2015 noch derartige Bedenken aus der Steinzeit der Mobilfunkgegnerei zu hegen, zu pflegen und zu finanzieren?

Noch gibt es hier die alte Immissionskarte aus dem Jahr 2012. Vergleicht man die Karten, ist kein neuer Standort hinzugekommen aber die Belastung ist an vereinzelten Standorten mehr geworden. Es verdeutlicht, wie unfair eine Bündelung ist, das was so gerne von den Grünen angestrebt wurde. Die die eh schon eine Belastung haben bekommen mehr und die die nichts haben werden weiterhin verschont. Ich gehe mal davon aus, dass bestehende Standorte auch aufgerüstet wurden. Dann stellt sich die Frage, warum die Gemeinde sich nicht aktiv eingesetzt hat für neue Standort.

Mit dem Vergleich der Karten, kannst du Laien verdeutlichen, dass es nur fair ist das nun auch mal ein Standort in der grünen Zone errichtet wird. Dumm nur, dass diese bunten Bilder der Gemeinde 13 000 Euro kosten. Mit jedem neuen Mast verändert sich das Bild und die Gemeinde hat sich freiwillig in die Abhängigkeit des Melkmeisters gebracht. :wink:

Vernünftiger wäre es den Leuten zu vermitteln, dass sie durch ihr eigenes Verhalten die persönliche Strahlenbelastung steuern können. Aber damit würde das Umweltinstitut an dem Ast sägen worauf es sitzt.

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Meine Meinungsäußerung

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Krötenwanderung, Finanzierung, Bündelung, Fördern, Fordern

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