Neuer Beleg für die Sinnleere von Mobilfunkkonzepten (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 03.04.2016, 18:46 (vor 1203 Tagen)

Der folgende Auszug aus der Kurzfassung der Hermes-Studie (2016) zeigt nachdrücklich, wie sinnfrei die "Standortkonzepte" diverser Standortplaner sind, die das schlichte Bedürfnis befriedigen: Mobilfunksender raus aus Wohngebieten. Wer sich diesen unsinnigen und teuren Standortkonzepten nicht widersetzt, schadet der Bevölkerung in den betroffenen Wohngebieten. Der Zusammenhang sollte inzwischen jedem klar sein: Je größer der Abstand zwischen Handy und Sendemast, desto schlechter die Verbindungsqualität und desto höher die Sendeleistung, die das Handy aufbringen muss, um den Sendemast noch zu erreichen. Wem dies zu abstrakt ist, die Hermes-Studie beziffert die Schädlichkeit der angeblich segensreichen Standortkonzepte plakativ:

Insbesondere die Nutzung von Mobiltelefonen bei schlechter Verbindungsqualität ist zu vermeiden. In diesem Fall strahlt ein Mobiltelefon bis 10‘000 mal mehr als bei optimaler Verbindungsqualität. Unsere Dosisabschätzungen haben ergeben, dass eine Nutzung von 2 Sekunden bei schlechter Verbindungsqualität eine gleich grosse Strahlendosis verursacht wie die durchschnittliche Strahlenbelastung durch Mobilfunkantennen während 24 Stunden.

Zieht man weiter in Betracht, dass aus Sicht seriöser Experten und internationaler Expertenkommissionen das letzte verbliebene Restrisiko der Mobilfunktechnik ausnahmslos bei körpernah genutzter Funktechnik liegt (Handys) und nicht bei der Infrastruktur (Sendemasten), dann stellt sich die Frage, warum es noch immer Gemeinden gibt, die sich von semiprofessionellen Standortplanern teure Mobilfunkkonzepte andrehen lassen. Es gibt dafür heute keine rationale Erklärung mehr.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Handy, Sendemast, Wohngebiet, Standortkonzept, Körper nah, Hermes-Studie

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum