Focus-Blamage: "Neue" Hardell-Studie in Pathophysiology (Medien)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 13.11.2014, 22:34 (vor 1850 Tagen)

Wenn es um Mobilfunk-Alarm geht, läuft hierzulande nichts in der Spur. Die Protagonisten der jüngsten Entgleisung sind Focus, BILD und natürlich "Hesse". Am schlimmsten trifft es diesmal den Focus, doch lesen Sie selbst ...

Ein gammeliges Beutestück
Unter der Titelzeile Handy am Ohr erhöht die Gefahr eines Hirn-Tumors bringt Focus-online einen der üblichen Alarmberichte, der aus einer einzelnen Studie ziemlich blauäugige Schlüsse zieht. Hauptsache man kann es wieder einmal krachen lassen.

Teilnehmer "Hesse" des hese-Forums hat den Focus-Bericht als Beutstück unverzüglich ins hese-Forum geschleppt und dort zur Schau gestellt.

Doch "Hesse" bestätigt einmal mehr seinen Ruf, der etwas unterbelichtete Vollpfosten der Anti-Mobilfunk-Szene zu sein. Denn der Focus-Artikel ist zwar vom 13.11.2014 und daher aktuell, doch der Link zur Studie, wie ihn Focus nennt, führt zu einer Hardell-Studie, die der alte Schwede bereits im Oktober 2012 einreichte und die im April 2013 publiziert wurde.

Dein Link ist mein Link
Was immer sich FOCUS-Online-Redakteurin Jennifer Litters dabei gedacht haben mag, heute den Schnee vom vergangenen Jahr aufzutischen, es bleibt ihr Geheimnis. Sollte man meinen. Doch dann bekam ich einen Tipp: Focus habe bei BILD abgeschrieben. Beweis: Auch bei BILD wird irrtümlich der Link zur alten Hardell-Studie angegeben.

Dabei hätte es durchaus eine neue Hardell-Studie in Pathophysiology gegeben, eine gepoolte, die erst am 28. Oktober 2014 online publiziert wurde: Cell and cordless phone risk for glioma - Analysis of pooled case-control studies in Sweden, 1997-2003 and 2007-2009

Hochnotpeinlich für den Focus
Ob sich Redakteurin Litters da versehentlich verlinkt hat? Nein, hat sie nicht, denn die jüngere Studie weist nur Lennart Hardell und Michael Carlberg als Autoren aus. An der älteren Arbeit war dagegen auch Kjell Hansson Mild beteiligt gewesen, und den nennt Frau Litters auch in ihrem Artikel, in dem es ausschließlich um die alte Hardell-Studie geht. Vermutlich war Frau Litters entzückt, am Linkende den Volltext der Arbeit angetroffen zu haben, ohne dafür Eintrittsgeld hinblättern zu müssen.

Ziemlich peinlich für den Focus: Offensichtlich hat "man" sich ausgerechnet am falschen Link bei BILD bedient und so eine Story um eine angeblich neue Studie gestrickt, die tatsächlich jedoch älter als zwei Jahre ist. BILD hat hingegen wenigstens im Text die neuere Studie Hardells verwurstet und nur beim Link daneben gelangt. Dumm gelaufen, Deutschland, deine "Qualitätsmedien" ...

Dramatik ohne Substanz
Die neue Arbeit Hardells ist offenbar diejenige, die hier unter Ziffer 1 angekündigt wurde.

Wie viele der von Pandora und teilweise auch von Gigaherz gesponserten sieben Hardell-Studien inzwischen veröffentlicht wurden weiß ich nicht, da sich die Arbeiten stark ähneln ist es nicht ganz leicht den Überblick zu behalten. Ebenso wenig weiß ich, ob die scheibchenweise Publikation von sieben ähnlichen Studien hintergründig dem Zweck einer anhaltenden Alarmvervielfachung über Jahre hinweg dient.

Aus Wissenschaftskreisen waren zur neuen gepoolten Arbeit Hardells jedenfalls eher skeptische Töne zu hören: Nichts neues, nur zwei alte Studien gepoolt und neu ausgewertet. Da kann nichts anderes rauskommen als vorher. Zu eindeutig um wahr zu sein und gesponsert von der Stiftung Pandora des Ex-Tabak-Lobbysten Adlkofer. Aber schreiben: No conflicts of interest exist.

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Hirntumor, Einflussnahme, Stiftung-Pandora, Ex-Tabaklobbyist, Boulevardpresse, Alarmist, Focus, Fehlleistung

Focus-Blamage (II): des Focus' Umgang mit Kommentaren

H. Lamarr @, München, Freitag, 14.11.2014, 12:56 (vor 1849 Tagen) @ H. Lamarr

Ziemlich peinlich für den Focus ...

Noch schlimmer: Gestern Nacht habe ich mir erlaubt, unter dem Focus-Account meiner Frau den besagten Focus-Artikel zu kommentieren. Focus online legt wert auf die Feststellung, dass bei ihm nicht unter Pseudonym kommentiert werde, sondern Kommentatoren mit ihrem Vor und Zunamen für die vorgebrachte Meinung gerade stehen.

Focus online verlangt von seinen Kommentatoren also das Hochklappen des Visiers, die Meinungsbekundung unter Klarnamen. Viel auszusetzen gibt es daran mMn nicht, das hält anonyme Vollpfosten von Trash-Kommentaren ab.

Trotzdem behält sich Focus online die Freischaltung von Kommentaren vor, was ich mit Blick auf den Klarnamenzwang als Bevormundung empfinde. Doch auch damit ließe es sich leben.

Focus online aber nutzt die Freischaltschwelle, um unangenehme Kommentare verschwinden zu lassen. So zumindest kommt es bei mir an, wenn mein Kommentar auch nach 12 Stunden nicht freigeschaltet ist. Habe ich etwa unter Klarnamen meiner Frau gepöbelt? Nein, nur einige kritische Anmerkungen zu dem Beitrag vorgebracht und von schlechter Recherche gesprochen.

Das Phänomen, dass sich Journalisten gerne als Hohepriester der Meinungsfreiheit und Informationsbeschaffung sehen, selbst auf Kritik jedoch wie beleidigte Leberwürste reagieren, ist nicht neu – es überrascht aber immer wieder aufs Neue.

Aus schlechter Erfahrung heraus habe ich mir angewöhnt, Kommentare auf fremden Seiten sicherheitshalber zu speichern. Ich werde also heute abend dieses Backup hier anstückeln, damit deutlich wird, welche Meinung genau Focus online glaubt, seinen Lesern nicht zumuten zu können. Sollte indes der Kommentar doch noch freigeschaltet werden, entfällt dessen Aufbahrung hier im Forum.

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Wovor "Focus" glaubt, seine Leser schützen zu müssen

H. Lamarr @, München, Freitag, 14.11.2014, 22:42 (vor 1849 Tagen) @ H. Lamarr

Aus schlechter Erfahrung heraus habe ich mir angewöhnt, Kommentare auf fremden Seiten sicherheitshalber zu speichern. Ich werde also heute abend dieses Backup hier anstückeln, damit deutlich wird, welche Meinung genau Focus online glaubt, seinen Lesern nicht zumuten zu können. Sollte indes der Kommentar doch noch freigeschaltet werden, entfällt dessen Aufbahrung hier im Forum.

Schade, der verantwortliche Mitarbeiter des Focus hat leider nicht den Mumm aufgebracht, meinen schnell hingefetzten Kommentar frei zu schalten.

Was mag es im folgenden Text wohl sein, wovor Focus glaubt, seine Leser bewahren zu müssen? Entscheiden Sie selbst:

Nicht freigeschalteter Kommentar vom 13.11.2014, 23 Uhr 53

Wieso merkt denn niemand, dass die verlinkte Arbeit von Hardell keineswegs neu ist, sondern im Herbst 2012 bei der Zeitschrift "Pathophysiology" eingereicht wurde?
Wieso merkt denn niemand, dass BILD einen Tag zuvor einen ähnlichen Alarmartikel mit einem ebenso falschen Link veröffentlicht hat?
Wieso bleibt der allgemeine Stand der Wissenschaft, der bislang die Ergebnisse der Hardell-Gruppe nicht bestätigen kann, unerwähnt?
Wieso schaut die Redakteurin nicht wenigstens einmal in die deutsche Hirntumorstatistik, um zu erkennen: Die Fallzahlen steigen seit 2000 nicht etwa an, sondern sie gehen zurück!

Tja, "Focus", das war's dann wohl mit uns zwei, mit dir zeige ich mich nicht mehr in der Öffentlichkeit - und sei es nur in einem Wartezimmer.

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"Focus" bedauert und freut sich

H. Lamarr @, München, Samstag, 15.11.2014, 11:13 (vor 1848 Tagen) @ H. Lamarr

Schade, der verantwortliche Mitarbeiter des Focus hat leider nicht den Mumm aufgebracht, meinen schnell hingefetzten Kommentar frei zu schalten.

Immerhin bekam ich eine automatisch verschickte Mail (14.11.2014, 15:12 Uhr) meines FOCUS-Online-Community-Teams, in der mir die Ablehnung des Kommentars mitgeteilt wurde:

**************************** Beginn Zitat ****************************

Hallo Heidrun Schall,

Ihr Beitrag: Schlecht recherchierter Alarmartikel

Wieso merkt denn niemand, dass die verlinkte Arbeit von Hardell keineswegs neu ist, sondern im Herbst 2012 bei der Zeitschrift "Pathophysiology" eingereicht wurde? Wieso merkt denn niemand, dass BILD einen Tag früher einen ähnlich unqualifizierten Alarmartikel mit einem ebenso falschen Link veröffentlicht hat? Wieso bleibt der allgemeine Stand der Wissenschaft, der bislang die Ergebnisse der Hardell-Gruppe nicht bestätigen kann, unerwähnt? Wieso schaut die Redakteurin nicht wenigstens einmal in die deutsche Hirntumorstatistik, um zu erkennen: Die Fallzahlen steigen seit 2000 nicht etwa an, sondern sie gehen zurück!

wurde von uns nach Prüfung durch einen Administrator nicht veröffentlicht.

Es gibt mehrere mögliche Gründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben.

Nutzer-Kommentare werden abgelehnt, wenn sie …

1. … nicht der Netiquette entsprechen, die Sie hier nachlesen können: http://www.focus.de/community/netiquette
2. … eine Antwort auf einen Kommentar darstellen, jedoch nicht über das Antwort-Feld eingegeben wurden.
3. … weit über den Artikel-Inhalt hinausgehen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Art von Austausch nicht im Rahmen der Artikel-Kommentierung stattfinden kann.
4. … von einem User stammen, der mit einem Namen in unserer Community registriert ist, der aus unserer Sicht keinem realen Namen entspricht. User-Kommentare auf FOCUS-Online werden nur unter Klarnamen veröffentlicht. Das soll verdeutlichen, dass FOCUS-Online-Nutzer mit ihrem Namen zu ihrer Meinung stehen. Bitte geben Sie deshalb nach dem Login Ihren Vor- und Nachnamen hier ein und senden Sie das Formular ab: http://www.focus.de/community/benutzerprofil/

Sollten Sie das nicht tun, müssen wir Ihren Account leider stilllegen.

Wir danken für Ihr Verständnis und freuen uns auf weitere Kommentare von Ihnen!

Eine Erläuterung der Ablehnung ist aus personellen und zeitlichen Gründen nicht möglich.

Ihr FOCUS-Online-Community-Team
(Dies ist eine automatisch generierte Nachricht, bitte antworten Sie nicht an diesen Absender.)

**************************** Ende Zitat ****************************

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Meinungsfreiheit, Etikettenschwindel

"Focus" bedauert und freut sich

Kuddel, Samstag, 15.11.2014, 11:54 (vor 1848 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Samstag, 15.11.2014, 12:11

Schau mal, was Wikipedia zum "Fokus" unter "Kritik" zu sagen hat

Focus Online veröffentlicht nur moderierte Kommentare. Mehrere Quellen berichten von zensierten Kommentaren, welche nicht der Meinung von Focus Online entsprechen. Die Zensur scheint Routine und nicht die Ausnahme zu sein.

Ich empfand den Werbeslogan vom Fokus "Fakten Fakten Fakten" schon immer als Realsatire...
Der Versuch per Werbung das herbeizureden, woran es dem Produkt am häufigsten mangelt.


Wie sich der Fokus positioniert, zeigt diese Passage recht gut:

Bereits nach einem Jahr verließ Weimer am 26. Juli 2011 den Focus.Alleiniger Chefredakteur wurde Uli Baur.[3] Informationen der Süddeutschen Zeitung zufolge hätten Markwort und Baur Weimers Kurs „abgelehnt und zuletzt immer stärker behindert“. Weimer habe das Magazin „anspruchsvoller und politischer“ positionieren, Markwort und Baur hätten es „wie früher ‚nutzwertiger‘ und volksnäher“ gestalten wollen.

"Anspruchsvoll" ist nicht gewollt, sondern "Volksnah", ähnlich der "BILD" Zeitung.

K

"Focus" bedauert und freut sich

H. Lamarr @, München, Samstag, 15.11.2014, 13:50 (vor 1848 Tagen) @ Kuddel

Focus Online veröffentlicht nur moderierte Kommentare. Mehrere Quellen berichten von zensierten Kommentaren, welche nicht der Meinung von Focus Online entsprechen. Die Zensur scheint Routine und nicht die Ausnahme zu sein.

Danke für den Hinweis, geteiltes Leid ist halbes Leid.

Ich empfand den Werbeslogan vom Fokus "Fakten Fakten Fakten" schon immer als Realsatire...

Und ich Depp habe dem dicken Strubbelkopf das lange geglaubt.

"Anspruchsvoll" ist nicht gewollt, sondern "Volksnah", ähnlich der "BILD" Zeitung.

Ich bin ein bisschen durch die Gesundheitsseiten von Focus online gestreift und habe sehr stark den Eindruck gewonnen: Die weiden sich geradezu daran, Hiobsbotschaften über den bevorstehenden Untergang der Menschheit wegen Seuchen und Vergiftung zu verbreiten.

Was könnte das Geschäftsmodell sein, das einer derartigen Ausrichtung zugrunde liegt, was bezweckt Focus mit dieser dichten Folge von Alarmmeldungen?

Fantasie: Redet uns der Focus krank, damit wir in den Wartezimmern der Mediziner abhängen und uns dort aus Langeweile den Focus greifen, der uns dort "zufällig" in den Lesemappen angedient wird?

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"Focus" bedauert und freut sich - und ich wundere mich

H. Lamarr @, München, Samstag, 15.11.2014, 13:39 (vor 1848 Tagen) @ H. Lamarr

Wir danken für Ihr Verständnis ...

Hab' ich doch gar nicht! Nein, fürs willkürliche Sperren meines Kommentars habe ich kein Verständnis.

Hier zum Vergleich zwei Beispiele von Kommentaren, die bei Focus frei geschaltet wurden. Beide stammen aus diesem von mir zufällig ausgewählten Beitrag:

Jürgen Althoff am 14.11.2014
Über nichts von dem, was hier behauptet wird, liegt eine Einigung vor. Also handelt es sich um reine sensationshaschende Desinformation. Und was die "Chlorhühnchen" betrifft: als Alternative zu den heute üblichen, mit Salmonellen kontaminierten Hühnchen würde ich derart salmonellenfreie Hühnchen bevorzugen. Was nach der Behandlung übrig bleibt, ist Natriumchlorid, auf Deutsch Kochsalz.


Soso am 14.11.2014 (ohne Klarnamen, trotzdem frei geschaltet!)
Immer wenn ich sowas schreibe, wird es nicht veröffentlicht. Mal sehen. Hamburgerfleisch besteht in den USA zu 10% aus Scheisse, weil man angeblich beim Schlachten nicht verhindern kann, dass Kot ins Fleisch gelangt. Also wird 10% Scheisse ins Fleisch gemischt, es ist ja legal. Die fressen buchstäblich ihre eigene Scheisse! Viel schlimmer ist aber, dass die EU durch TTIP zum Bundesstaat der USA wird und dann alles das tun muss, was diese Nazis verlangen. Andere Länder wie Irak überfallen usw. TTIP soll ja Arbeitsplätze bringen, nur welche, das sagt man nicht. Das ist wie in der EU. Die soll ja auch Vorteile haben, nur welche, dass hat man uns nicht gesagt. Deshalb NEIN ZU TTIP!

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Tendenziös, Willkür

Trio Infernal: BILD, Focus, Spiegelblog

H. Lamarr @, München, Freitag, 14.11.2014, 13:14 (vor 1849 Tagen) @ H. Lamarr

Wenn es um Mobilfunk-Alarm geht, läuft hierzulande nichts in der Spur. Die Protagonisten der jüngsten Entgleisung sind Focus, BILD und natürlich "Hesse". Am schlimmsten trifft es diesmal den Focus, doch lesen Sie selbst ...

Ach du meine Güte, der sogenannte Spiegelblog (hat mit dem "Spiegel" nichts zu tun) wirft dem "Spiegel" jetzt vor, sich nicht um den Stuss gekümmert zu haben, den die beiden "Qualitätsmedien" BILD und Focus verbreitet haben. Sogar den Rechtsstreit Elisabeth K./Adlkofer vs. Lerchl verwurstet T. Engelbrecht in einem Aufwasch mit der Hardell-Geschichte.

O Herr, lass' Hirn regnen. Bitte!

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Spiegelblog

Pulsung ist schöpfungswidrig

H. Lamarr @, München, Samstag, 15.11.2014, 02:03 (vor 1849 Tagen) @ H. Lamarr

Sogar den Rechtsstreit Elisabeth K./Adlkofer vs. Lerchl verwurstet T. Engelbrecht in einem Aufwasch mit der Hardell-Geschichte.

"Pulsung ist schöpfungswidrig", betont (Pfarrer) Engelbrecht.

Der ehemalige Umweltbeauftragte der ev. Kirchengemeinde Alzey ist 2012 von Flomborn ins entzückende Nieder-Saulheim versetzt worden. Ob zur Strafe ist nicht bekannt. 2004 und 2005 bedrängte der Pfarrer seine Mitmenschen mit zahlreichen zusammengeschusterten "Newslettern" (Kostprobe), die von Bürgerwelle und Omega-News entgegen jeder Vernunft in Umlauf gebracht wurden. Die Einlassungen des Geistlichen in die Mobilfunkdebatte sind von fester Überzeugung, blindem Glauben, geringer Eigenleistung und wenig vertrauenerweckenden Informationsquellen getragen.

Seither meldet sich der Pfarrer nur noch selten zu Themen abseits seines Kompetenzbereichs öffentlich zu Wort: Gott sei Dank!

Aber: Mobilfunkbetreiber trauern den aktiveren Zeiten des "singenden Pfarrers" wahrscheinlich nach. Wegen seiner zum Teil grotesken Auftritte war Engelbrecht ein Garant dafür, dass die Anti-Mobilfunk-Bewegung, die gerne gefürchtet werden wollte, belächelt wurde.

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Pulsung, Engelbrecht, Pfarrer

Pulsung schöpfungswidrig?

Trebron, Montag, 17.11.2014, 09:33 (vor 1846 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Trebron, Montag, 17.11.2014, 10:59

Der ehemalige Umweltbeauftragte der ev. Kirchengemeinde Alzey ist 2012 von Flomborn ins entzückende Nieder-Saulheim versetzt worden. Ob zur Strafe ist nicht bekannt.

Jetzt bitte etwas langsam mit der Gerüchteküche. Die angedeutete „Strafversetzung“ hat der das Netz mit allerlei Originellem bereichernde Herr Pfarrer dann wohl doch nicht verdient.
Der Dienststellenwechsel nach der üblichen „Zehn-Jahresfrist“ gehört zum festen Selbstverständnis und zum Berufsbild der evangelischen Pfarrer. Pfarrerskinder können meist ein Lied von ihrer Schulzeit als „Nomaden“ singen. An den letzten Stellenwechsel, wenn der Pfarrer (oder die Pfarrerin) mehr als 50 Jahre alt geworden ist, wird ggfls. von der zuständigen Landeskirche freundlich erinnert. Mit dem Stellenwechsel fallen dann automatisch auch Zusatzpöstchen wie „Umweltbeauftragter“ weg.
Origineller vielleicht: Da leistet sich die Kirchengemeinde der Kleinstadt Alzey wirklich einen eigenen "Umweltbeauftragten". Wer mag den ernannt haben?

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Umweltbeauftragter

Gehet hin in Frieden – aber geht jetzt endlich

H. Lamarr @, München, Montag, 17.11.2014, 12:58 (vor 1846 Tagen) @ Trebron

Die angedeutete „Strafversetzung“ hat der das Netz mit allerlei Originellem bereichernde Herr Pfarrer dann wohl doch nicht verdient.

Aus meiner Sicht schon, ich hätte ihn nach Oberammergau versetzt. Zur Strafe, weil er den Arglosesten unter den Lämmern seiner Herde zur hellen Freude gewisser Berufsgruppen unbegründete Ängste gegenüber Umwelteinflüssen eingeredet und das Vertrauen in die staatliche Aufsicht umterminiert hat. Dafür hätte er mMn 10 Jahre Oberammergau verdient gehabt.

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Pulsung ist schöpfungswidrig ... und Mikrowellenterror ...

Alexander Lerchl @, Montag, 17.11.2014, 13:21 (vor 1846 Tagen) @ H. Lamarr

Der ehemalige Umweltbeauftragte der ev. Kirchengemeinde Alzey ist 2012 von Flomborn ins entzückende Nieder-Saulheim versetzt worden. Ob zur Strafe ist nicht bekannt. 2004 und 2005 bedrängte der Pfarrer seine Mitmenschen mit zahlreichen zusammengeschusterten "Newslettern" (Kostprobe), die von Bürgerwelle und Omega-News entgegen jeder Vernunft in Umlauf gebracht wurden. Die Einlassungen des Geistlichen in die Mobilfunkdebatte sind von fester Überzeugung, blindem Glauben, geringer Eigenleistung und wenig vertrauenerweckenden Informationsquellen getragen.

Auch ganz nett: dieser Beitrag. Mit dem Datum stimmt zwar etwas nicht (1.1.1970 ...), auch der letzte Absatz / Nachtrag von Gigaherz ist m.E. seltsam ...

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Pfarrer und Mikrowellenterror ...

Trebron, Montag, 17.11.2014, 16:12 (vor 1846 Tagen) @ Alexander Lerchl

Und hier gibt es den Text von Pfarrer Engelbrecht auch, mit Datum aus 2013.
http://templerhofiben.blogspot.de/2013/08/aufruf-von-pfarrer-matthias-engelbrecht.html
Welcher geistige Boden damit gedüngt wird, zeigt diese Änderung:
In der Eröffnung „An alle …“ wurde ergänzt: „Illuminaten, Propheten, Bischöfe, Äbte, Päpste, Heiler und Geistheiler“. (Nebenbei bemerkt: Klarer Fall von Frauen-Diskriminierung!) Was ich dem netten Pfarrer aber zu Gute halte: Bei ihm fehlt (neben einfachsten Geschichtskenntnissen) das klassische Merkmal aller Alarmisten-Aufschreie: Der Spendenaufruf.

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Mind Control, Theologe, Mikrowellenterror

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