Mythen: Hitlers Ende und die Suche nach "Elektrosensiblen" (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 08.12.2012, 12:21 (vor 3046 Tagen)

Der Zusammenhang zwischen Hitlers Ende und der Suche nach sogenannten Elektrosensiblen mag manchen weit her geholt erscheinen, beim Lesen des Spiegel-Artikels Stimmen aus dem Führerbunker sprang er mich jedoch regelrecht an. Auslöser war diese Passage:

Geheimdienste und Polizei suchten seit Mai 1945 weltweit nach dem Diktator, gingen jedem noch so abwegigen Hinweis nach. Am Rande der Potsdamer Konferenz verkündete Josef Stalin im Juli 1945, er wisse nicht, wo Hitler sei; der besiegte Diktator befinde sich in Spanien oder Argentinien.

Die sowjetischen Behörden gaben erst 1970 zu, dass die sterblichen Überreste von Adolf Hitler und Eva Braun von ihnen noch Anfang Mai 1945 im Garten der Reichskanzlei exhumiert und anhand von Zahnschemata identifiziert wurden.

So viel zur Legende um den Verbleib Hitlers nach dem Krieg. Und jetzt zu den "Elektrosensiblen".

Auch bei der Suche nach ihnen wird jedem noch so absurden Hinweis nachgegangen, zwar nicht von Geheimdiensten und der Polizei, sondern von selbsternannten Experten. Wie beim Verbleib Hitlers nach dem Krieg geht es darum, eine Legende gezielt am Leben zu erhalten. Diesmal über Menschen, die angeblich unter extrem schwachen Funkfeldern körperlich unangenehme Symptome zeigen. Nötig wurde diese Legendenbildung, nachdem in mehr als 60 Studien kein einziger Proband gefunden werden konnte, der seine behauptete Fähigkeit der Funkwellenwahrnehmung zweifelsfrei nach strengen wissenschaftlichen Maßstäben unter Beweis stellen konnte. Das Interesse der Wissenschaft am angeblichen Phänomen "Elektrosensibilität" hat rapide abgenommen nachdem klar wurde, dass der Nocebo-Effekt Ursache ist, den Betroffenen also von ihrer Psyche ein Streich gespielt wird.

So bleibt die sogenannte Elektrosensibilität im Reich der Mythen und Legenden stecken, nicht befeuert von Stalin, sondern von unscheinbaren Leuten, die ihrerseits einen materiellen/immateriellen Nutzen daraus ziehen, wenn das säen der Zweifel (vielleicht gibt es ja doch Elektrosensible...) erfolgreich ist, und möglichst Viele dem Irrglauben an die Existenz von "Elektrosensibilität" erliegen. Denn dann können "Helfer" die Bühne betreten, und z.B. mit kostenpflichtigen Placebo-Maßnahmen (z.B. Abschirmung von Wohnräumen) die Betroffenen von ihren eingebildeten Qualen befreien. Ob diese Hilfe dauerhaft wirkt, darf freilich bezweifelt werden, denn der tiefere Grund für die Beschwerden der Betroffenen (Mangel an Zuwendung) wird dadurch mMn nicht beseitigt.

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Mythen: Weltuntergang wegen Mobilfunk

Lilith, Freitag, 14.12.2012, 01:10 (vor 3041 Tagen) @ H. Lamarr

Das Interesse der Wissenschaft am angeblichen Phänomen "Elektrosensibilität" hat rapide abgenommen nachdem klar wurde, dass der Nocebo-Effekt Ursache ist, den Betroffenen also von ihrer Psyche ein Streich gespielt wird.

Die Betroffenen (eig.: die vom Nocebo-Virus Befallenen) treiben es mit dem öffentlichen Darstellen ihrer empfundenen Probleme bisweilen sehr weit. So weit, dass ihnen normal denkende Menschen oft nicht mehr in ihre verstiegenen Theoriegebäude hinterherzukraxeln vermögen.

Eine japanische Mobilfunkgegner-Sekte brachte es dabei sogar zu Weltruhm:

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Mai 2003: Die Sekte «Pana Wave Laboratory» warnt in Japan vor angeblich katastrophalen Folgen elektromagnetischer Strahlung. Rund 40 weiß gekleidete Anhänger mit OP-Masken blockieren tagelang mit etwa 15 weiß verhüllten Autos eine Bergstraße in der Provinz Gifu. Mit weißen Stoffbahnen wollen sie sich gegen Elektrosmog schützen. Die Sekte prophezeit den Weltuntergang in naher Zukunft.

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Mythen: Weltuntergang wegen Mobilfunk

Lilith, Freitag, 14.12.2012, 13:58 (vor 3040 Tagen) @ Lilith

Die Sekte prophezeit den Weltuntergang in naher Zukunft.

Die stichhaltigste Weltuntergangs-Prophezeihung ist derzeit übrigens die des weltberühmten Maya-Kalenders. Unglücklicherweise sagt sie den Weltuntergang bereits für den 21.12. dieses Jahres voraus, also für 3 Tage vor dem nächsten Weihnachtsfest. Man kann an seinem Adventskalender also die letzten drei Türchen zukleben, oder diese gleich ganz wegschneiden. Oder man kann bei diesem speziellen Adventskalender bis zum 21.12. jeden Tag ein virtuelles Türchen öffnen und sich ein bißchen mitgruseln, bis es soweit ist.

Wenn das Weltende dann eintritt, sollen übrigens alle Mobilfunktelefone explodieren. Die Mobilfunkmasten werden Feuer speien, und am Himmel wird das Zeichen "IZgMF" erscheinen, und dessen Homepage wird auf allen angeschlossenen Computern feierlich verglühen. Am Ende werden der Hans-Ueli, der wuff, der Franzl und die Evi also dann doch noch Recht behalten haben.

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Mythen: Weltuntergang wegen Mobilfunk

Diagnose-Reflex, Freitag, 14.12.2012, 16:54 (vor 3040 Tagen) @ Lilith

Verehrte Lilith,

schon lange habe ich nichts mehr gepostet, aber dieses Mal muss ich antworten.
Der Grund? Weil ich Ihnen die Frage stellen möchte, was es Ihnen bringt, mit solchen Postings immer wieder Öl ins Feuer zu giessen.

Nicht daß Sie jetzt denken, ich sei ein Mobilfunkgegner. Und elektrosensibel bin ich nur, wenn ich meine Finger in die Steckdose halte.

Nein. Ich stelle diese Frage, weil wir alle nach langjährigen Diskussionen und Anfeindungen genau wissen, wo wir bei "den anderen" den Knopf drücken müssen, um eine Reaktion zu erzeugen. Eine Reaktion die, wie wir wissen, jedwede gute Kinderstube vermissen lassen wird.

Es tut nicht mehr Not durch ein Verhalten, das die Erwartungen der Mobilfunkgegner erfüllt, eine entsprechende Reaktion hervorzurufen.

Einen Fundamentalisten aus seinen Dogmen zu befreien ist genau so schwer, wie einen Alkoholiker von seiner Sucht abzubringen. Eher werden diese bei Provokationen oder Vorwürfen noch eher an ihren Dogmen festhalten... weil die entsprechende Erwartungshaltung des Dogmatikers/ Alkoholikers dadurch einfach erfüllt wird.

Es mag weihnachtliche Gefühlsduselei sein, aber eigentlich ist die Diskussion doch durch. In jedem Jahrhundert gab es Scharlatane, die immer eine gläubige Gefolgschaft fanden. Über diese hat sich der Staub der Geschichte gelegt. Niemand spricht mehr über sie. In hundert Jahren wird das ganze Theater nicht einmal in den Geschichtsbüchern zu lesen sein... Stattdessen werden unsere Nachkommen von einer kommunikativen Revolution reden und vom Zeitalter der Informationsgesellschaft. Da wird kein Jakob, kein Lerchl, kein wuff und nicht einmal Spatenpauli, sie oder ich zu einer Randnotiz taugen. Stattdessen wird vielleicht Neugeborenen bereits ein Chip implantiert, mit dem man sogar Faxe pupsen kann :D Wer weiss...

Ohne Frage widern einen das unflätige Gebahren, die Lügen und Betrügereien, die bewusste Täuschung tief an. Aber das ist doch nicht mehr unser Problem. Die Gegnerszene wird dadurch die Entwicklung der modernen Kommunikation nicht mehr stoppen können. Konnten sie noch nie. Und die Jünger dieser Scharlatane wollen das Glauben, was ihnen von ihren Führern und Protagonisten erzählt wird.

Ich bin jetzt an einer Stelle angekommen, wo ich zu diesen Gläubigen sage: Selbst schuld. Es ist ja alles gesagt und geschrieben. Und was Hansueli angeht: Je weniger Beachtung er geniesst, um so unflätiger und lauter wird er brüllen. Das ist eine Entwicklung der letzten Jahre, die man in seinem Forum wunderbar nachvollziehen kann. Lassen sie ihn brüllen. Das verhallt in den tiefen Bergtälern der wunderschönen Schweiz.

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Dogma, Fundamentalist, Anfeindung

Mythen: Weltuntergang wegen Mobilfunk

Lilith, Samstag, 15.12.2012, 07:53 (vor 3039 Tagen) @ Diagnose-Reflex

Weil ich Ihnen die Frage stellen möchte, was es Ihnen bringt, mit solchen Postings immer wieder Öl ins Feuer zu giessen.

Ich stelle diese Frage, weil wir alle nach langjährigen Diskussionen und Anfeindungen genau wissen, wo wir bei "den anderen" den Knopf drücken müssen, um eine Reaktion zu erzeugen. Eine Reaktion die, wie wir wissen, jedwede gute Kinderstube vermissen lassen wird.

Aus Ihren Fragen entnehme ich Ihre Ansicht, manche oder gar alle meiner Beiträge würden für Mobilfunkgegner geschrieben. Das ist nicht der Fall. Am liebsten wäre mir, diese Leute würden meine Beiträge gar nicht erst lesen.

Ich schreibe vielmehr diejenigen an, denen es wie mir selbst unwohl zumute ist bei dem Gedanken, dass humorlose ältere Herren, mit zwanghaften Angstvorstellungen und einer ausgeprägten innerlichen Feindschaft gegenüber freiheitlichem Geist ausgestattet (beides scheint mir eng miteinander verknüpft), unser Leben nachhaltig beeinflussen könnten.

Ein Mittel, um unhaltbare und auf Lügen basierende Behauptungen solcher zu entkräften, die nicht auf Argumente hören wollen, besteht darin, diese verrückten Behauptungen zu überspitzen und sie fortzuentwickeln. Diese also konstruktiv zu Ende zu denken. Wenn das, was in manchen meiner Beiträge dabei herauskommt, bisweilen absurd oder auch nach "Öl ins Feuer giessen" klingt, ist es wohl manchmal nicht zu vermeiden. Aber ich habe nicht angefangen. Ich bin nicht der Erfinder der zugrunde liegenden Thesen.

Lassen sie ihn brüllen.

Ich lass' ihn doch. Das ist doch der Trick.

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Mythen: Selbstzerstörung des IZgMF vollendet

H. Lamarr @, München, Sonntag, 16.12.2012, 01:23 (vor 3039 Tagen) @ Diagnose-Reflex

Weil ich Ihnen die Frage stellen möchte, was es Ihnen bringt, mit solchen Postings immer wieder Öl ins Feuer zu giessen.

Ja wenn es doch noch ein Feuer gäbe! Ich seh' aber keins mehr (Google-Trends), nur ein paar leichte Schwaden Schwelrauch zieht noch hin und wieder vorbei, immer seltener. Die großen Geschütztürme schweigen schon seit Jahren und bei diversen treibenden Frontleuten ist die biologische Uhr bald abgelaufen.

Die Selbstzerstörung des IZgMF, man könnte sie durchaus als vollendet sehen.

Wenn ich mich doch nur nicht so sehr an diese Hobby gewöhnt hätte, Mobilfunkgegner ihre liebste Fingerübung nicht ungestört machen zu lassen: Desinformation der Bevölkerung.

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Selbstzerstörung

Zorniges Zorneding - Volk und Vögel gegen Mobilfunk

Lilith, Sonntag, 16.12.2012, 08:49 (vor 3038 Tagen) @ H. Lamarr

Ja wenn es doch noch ein Feuer gäbe! Ich seh' aber keins mehr

Wenn Sie sich da mal nicht täuschen. Gerade eben ist wieder eine flammende Front eröffnet worden. In der 9000-Seelen-Gemeinde Zorneding(!)-Pöring geht die Bevölkerung in Gestalt eines verrenteten Vogelschützers massiv gegen einen Sender vor, den ein dort einsässiger Bürger auf sein eigenes Dach montieren liess.

Wobei anzuvermerken ist: Der verrentete Zornedinger Vogelschützer vertritt dabei vermutlich nicht nur die Interessen der zornigen Zornedinger, sondern naturgemäß auch die Interessen der Zornedinger Vögel, sowie auch diejenigen der elektrosensiblen Zornedinger Zornrentner. Seinen Äußerungen ist also in ethischer wie auch moralischer Hinsicht automatisch höhere Relevanz zuzubilligen.

Das Interessante an dem Zornedinger Vorgang aber ist: Beide, Mobilfunkgegner wie Sendemastenbürger, kommen mit denselben Argumenten daher, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Die Süddeutsche Zeitung dokumentiert diese erstaunliche Parallelität in der Argumentation der beiden Seiten:

Der Mobilfunkgegner:
"Der 64 Jahre alte Professor für Personalführung im Ruhestand wohnt selbst in Pöring (...) F. will einen alternativen Standort für die Antenne ins Gespräch bringen, wie er sagt. Er hat deshalb die rund 550 Mitglieder des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) im Landkreis aufgerufen, ihre Verträge mit Vodafone zu kündigen."

Der Sendemastenbürger:
"A. ist einfach nur froh, dass sein Handy wieder guten Empfang hat - wie auch andere Pöringer. Auf die Sorgen der Eltern angesprochen sagte A. im August der SZ: 'Die sollen erst einmal alle ihre Handys und die ihrer Kinder wegschmeißen.'"

Man beachte: "Weg mit den Handys" - beide Seiten benennen nahezu übereinstimmende Lösungsansätze für die Zornedinger, sich ihres Strahlenproblems ein für alle Mal zu entledigen.

Da kann man nur sagen: Na also, es geht doch. Man muss eben nur miteinander reden.

Der ganze Artikel:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/widerstand-gegen-mobilfunk-in-poering-fachfremdes-engagement-1.1551405

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Zorniges Zorneding - Volk und Vögel gegen Mobilfunk

Doris @, Sonntag, 16.12.2012, 11:30 (vor 3038 Tagen) @ Lilith

Der ganze Artikel:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/widerstand-gegen-mobilfunk-in-poering-fachfremdes-engagement-1.1551405

Der Sendemastenbürger:
"A. ist einfach nur froh, dass sein Handy wieder guten Empfang hat - wie auch andere Pöringer. Auf die Sorgen der Eltern angesprochen sagte A. im August der SZ: 'Die sollen erst einmal alle ihre Handys und die ihrer Kinder wegschmeißen.'"

Na ja, dieser Sendemastenbürger ist in diesem Fall der Standortvermieter. Denen werden diese Argumente (auch wenn sie richtig sind) vom Netzbetreiber mit auf den Weg gegeben. Aber was die Berichterstattung betrifft finde ich es dennoch nicht korrekt, da der Mann ja einen eindeutigen Interessenkonflikt hat. Es zeigt also nicht den neutralen Bürger, wie der zu dem neuen Standort steht.

Die Vertragsdauer wollen beide nicht benennen, steht im Artikel. Die neuesten Verträge sind m.W. auf 20 Jahre ausgelegt, von daher sei dem 64-jährigen Sendemastbekämpfer an's Herz gelegt seinen Lebensabend nicht zu vergeuden und sich anderen Dingen zu widmen.

Der Mobilfunkgegner:
"Der 64 Jahre alte Professor für Personalführung im Ruhestand wohnt selbst in Pöring (...) F. will einen alternativen Standort für die Antenne ins Gespräch bringen, wie er sagt. Er hat deshalb die rund 550 Mitglieder des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) im Landkreis aufgerufen, ihre Verträge mit Vodafone zu kündigen." (Hervorhebung durch mich)

Er selbst (der 64-jährige Sendemastbekämpfer) hat einen Handy-Vertrag bei der Telekom. :no:

Das Besitzen eines Handys im Jahre 2012 als Selbstverständlichkeit sehen, aber vorsintflutliche Argumente heranziehen wenn es darum geht das Objekt zu bekämpfen, welches auch diesem Mann einen Handyempfang sichert. Er soll sich vielleicht mal umschauen, wer und welche Einrichtungen von seinen geführten Gesprächen betroffen sind. :yes:

Ob er den Müttern, die er hier versucht gegen den Sendemast aufzuwiegeln, auch aufzeigt, wieviel Funkbelastung sie schon vermutlich seit Jahren ihrem Nachwuchs in den eigenen 4 Wänden "bescheren" ohne sich jemals darüber Gedanken gemacht zu haben.
_____________________________________

Passend zu diesem Thema ist übrigens eine australische Fallstudienanalyse, die wohl auch auf andere Länder übertragbar ist.

Auswirkung von Sicherheitszonen-Regelungen auf die Standortwahl von Basisstationen

Text aus dem aktuellen WIK Brief

Dieser Bericht wurde von der GSM-Association, dem weltweiten Verband der der GSM-Mobilfunkanbieter in Auftrag gegeben und enthält die Ergebnisse einer Modellanalyse zur Auswirkung von Sicherheitszonen auf die Standortauswahl von Mobilfunk-Basisstationen. Die Hauptergebnisse sind:

 In Ballungsgebieten könnten 54 Prozent aller bestehenden Standorte durch eine Sicherheitszone von 500 m rund um kommunale Einrichtungen (Schulen, Vorschulen und Krankenhäuser) betroffen sein.
 In einer innerstädtischen Zone würden Sicherheitszonen von 500 m um kommunale Einrichtungen fast 90 Prozent der Gesamtfläche umfassen, was praktisch alle Antennenstandorte betreffen und es nahezu unmöglich machen würde, die Mobilfunkversorgung zu verbessern.

Originalbericht: Impact of exclusion zone policies on siting base stations

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WIK, Nachwuchs, Funkbelastung

...gegen den Mobilfunk

Lilith, Sonntag, 16.12.2012, 16:40 (vor 3038 Tagen) @ Doris

In einer innerstädtischen Zone würden Sicherheitszonen von 500 m um kommunale Einrichtungen fast 90 Prozent der Gesamtfläche umfassen, was praktisch alle Antennenstandorte betreffen und es nahezu unmöglich machen würde, die Mobilfunkversorgung zu verbessern.

Damit ist die Zielrichtung der Ideologen unter den Mobilfunkgegnern treffend beschrieben.

Die Dummen unter ihnen denken so weit gar nicht erst.

Die Schlauen unter ihnen haben es jedoch am einfachsten. Sie lassen die Ungereimtheiten einfach so stehen wie sie stehen. Sie profitieren nämlich von der Unsicherheit, die sich öffentlich wegen der Widersprüchlichkeiten einstellt. Ihnen ist es sogar sehr recht, dass es eine möglichst wirr verlaufende, in möglichst schriller Lautstärke geführte Mobilfunkdebatte gibt. Any press is good press.

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"Wer die Dummbatzen gegen sich hat, verdient Vertrauen." (frei nach J.-P. Sartre)

Zorniges Zorneding - Volk und Vögel gegen Mobilfunk

Alexander Lerchl @, Sonntag, 16.12.2012, 20:58 (vor 3038 Tagen) @ KlaKla

Heiliger St. Florian, verschone mein Haus, zünd andere an!

Vor Ort eine bekannte EHS!

Kinder in Gefahr wie 2009
http://www.merkur-online.de/lokales/landkreis-ebersberg/kinder-gefahr-strahlung-zehnfach-hoeher-324959.html
http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&id=33137

Patienten-Initiative
Dr. Birgit Stöcker
Herzog-Arnulf-Straße 43, 85604 Zorneding


Ach so. Danke. Und gerade deswegen (also wegen solcher schneller Klarstellungen etc.) ist das IZgMF wichtig und wird es weiter wichtig sein! Stichworte für in naher Zukunft platzende Seifenblasen: REFLEX-Replikationen, IARC-2B, diverse Gerichtsverfahren. Es bleib interessant.

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

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Seifenblase

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