Lehrerfortbildung vom Lobbyverein IZMF Berlin (Allgemein)

KlaKla, Dienstag, 18.10.2005, 19:30 (vor 5284 Tagen)

Erfolgreiche Lehrerfortbildung "Unterrichtsgegenstand Mobilfunk"
Auf Grundlage der Unterrichtshefte des Schulprojektes Mobilfunk hat das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) am 17. September 2005 eine eintägige Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer in Berlin durchgeführt. Ziel dieser Fortbildung, die gemeinsam mit dem Berliner Landesinstitut für Schule und Medien (Lisum) und der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK) durchgeführt wurde, war es, sich über die Rolle des Mobilfunks im Leben von Kindern und Jugendlichen einen differenzierten Überblick zu verschaffen.
Am Beispiel der Materialien setzten sich die Teilnehmer gezielt mit dem "Unterrichtsgegenstand Mobilfunk" auseinander und erhielten Anregungen für die Umsetzung im Unterricht. In Workshops erarbeiteten die Teilnehmer Vorschläge zur Unterrichtsgestaltung.

Weitere Infos: http://www.schulprojekt-mobilfunk.de/news.php?ID=7

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Kinder, Lobbyarbeit, Aufklärung, Schule, Schulprojekt

Der Wolf und die 7 Lehrer(innen)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 18.10.2005, 20:06 (vor 5284 Tagen) @ KlaKla

Weitere Infos: http://www.schulprojekt-mobilfunk.de/news.php?ID=7

Na sowas, die Gestaltung der Website kam mir doch gleich irgendwie bekannt vor und ein Blick ins Impressum zeigte dann, dass nicht etwa ein Lehrerverband oder dergleichen, sondern das IZMF hinter der Schulprojekt-Seite steht. Erstaunlich: Wie man dem Impressum entnehmen kann, hat der eingetragene Verein IZMF (nicht nur eine Geschäftsführerin, sondern auch) einen Vorstandsvorsitzenden. Der heißt Dr. Holger Ruse und ist im Nebenjob oder auch im Hauptberuf einer der Vice-Presidenten von O2 Deutschland.

((Vice President = An executive officer ranking immediately below a president; may serve in the president's place under certain circumstances))

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Der Wolf und die 7 Lehrer(innen)

Schutti @, Dienstag, 18.10.2005, 23:36 (vor 5284 Tagen) @ H. Lamarr

Weitere Infos: http://www.schulprojekt-mobilfunk.de/news.php?ID=7


Na sowas, die Gestaltung der Website kam mir doch gleich irgendwie bekannt vor und ein Blick ins Impressum zeigte dann, dass nicht etwa ein Lehrerverband oder dergleichen, sondern das IZMF hinter der Schulprojekt-Seite steht. Erstaunlich: Wie man dem Impressum entnehmen kann, hat der eingetragene Verein IZMF (nicht nur eine Geschäftsführerin, sondern auch) einen Vorstandsvorsitzenden. Der heißt Dr. Holger Ruse und ist im Nebenjob oder auch im Hauptberuf einer der Vice-Presidenten von O2 Deutschland.

Mal eine Frage zu Informationsseiten:

Wenn die Mobilfunkindustrie eine Infoseite macht wird das von euch kritisiert, wenn die Gegner des Mobilfunks eine Infoseite machen ist das natürlich toll und gut.
Wer sagt dass die Seite der Gegner damit automatisch glaubwürdiger ist, denn als befangen kann man wohl beide Seiten ansehen.

Schutti

Der Wolf und die 7 Lehrer(innen)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 19.10.2005, 01:53 (vor 5284 Tagen) @ Schutti

Weitere Infos: http://www.schulprojekt-mobilfunk.de/news.php?ID=7

Wenn die Mobilfunkindustrie eine Infoseite macht wird das von euch kritisiert, wenn die Gegner des Mobilfunks eine Infoseite machen ist das natürlich toll und gut. Wer sagt dass die Seite der Gegner damit automatisch glaubwürdiger ist, denn als befangen kann man wohl beide Seiten ansehen.

Ja also ich sehe das so: Das IZMF hat eine eigene Website und könnte dort gut und gerne das eigene Schulprojekt abhandeln. Machen die aber nicht. Stattdessen wird eine neue Domain schulprojekt-mobilfunk.de aufgebaut, bei der auf dem ersten Blick nicht ohne weiteres erkennbar ist, wer dahinter steht. Tarnung nennt man so etwas bei den Spatenpaulis der Bundeswehr. Wozu a) die Tarnung und b) das beflissene Sich-um-die-Kunden-von-Morgen-kümmern? Wissen Sie Schutti, wir leben in einer Welt, in der die Verschlagenheit (in Bayern nennen wir's Hinterfotzigkeit) gesellschaftsfähig geworden ist und in vielen Spielarten ganz offen und ungeniert praktiziert wird. Das Schulprojekt des IZMF zähle ich dazu, weil es ganz offenkundig ein strategisches Ziel verfolgt - und das lautet sicher nicht, Kindern eine gesunde Portion Skepsis im Umgang mit Handys beizubringen. Sie meinen, das wäre ja auch unser Job? Möglich. Müssen wir wohl auch übernehmen, weil Vater Staat in diesem Wettlauf um die Gunst der Kinder wenig Anstalten macht, einen Zahn zulegen und den Gegenpart zu den Betreibern zu übernehmen. Stattdessen werden Leute an runde Tische gelockt, dort schwindlig diskutiert (deswegen sind die Tische immer rund) und auf diese Weise Zeit geschunden wo immer es geht. Denn wenn die durchs schulprojekt-mobilfunk.de geimpften Kinder groß sind, ist aus Sicht der Betreiber sowieso alles vorbei und das IZMF kann dann wegen Arbeitslosigkeit der Belegschaft aufgelöst werden.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
, Kinder, Schulprojekt, Tarnung

Der Wolf und die 7 Lehrer(innen)

shimra, Mittwoch, 19.10.2005, 13:34 (vor 5284 Tagen) @ Schutti

Mal eine Frage zu Informationsseiten:

Wenn die Mobilfunkindustrie eine Infoseite macht wird das von euch kritisiert, wenn die Gegner des Mobilfunks eine Infoseite machen ist das natürlich toll und gut. Wer sagt dass die Seite der Gegner damit automatisch glaubwürdiger ist, denn als befangen kann man wohl beide Seiten ansehen.

Sie sind mir echt ein Rätsel Schutti, ihre vorangeschobene Neutralität wirkt für Leute die aus Erfahrung reden einfach seltsam , und man findet nicht heraus , wozu Sie sich hier ins Zeug legen und doch nichts Persönliches zu sagen haben, ja gut , Sie besitzen einiges technisches Grundwissen , aber dann beschränken Sie sich doch konsequent auf diese Bereiche . Und reden Sie bitte nicht in Dingen wie Glaubwürdigkeit , Befangenheit mit, da muss man kichern , weil schon die Fragestellung unsinnig und naiv ist . - Ihre Haltung in der Frage Mobilfunk ja oder nein ist so ungeklärt , entbehrt eindeutiger Erfahrungen , missachtet die leidvollen überaus klaren Erfahrungen anderer Menschen , und man hat überhaupt nicht das Gefühl , dass Sie sich für die Sichtweise der Kritiker interessieren . Und zwischedurch stellen Sie so kuriose Fragen wie die da oben. - WENN MAN ETWAS ERFAHREN HAT, DANN STEHT MAN DAZU, WIE ZU SEINEN EIGENEN KINDERN , DAS IST KEINE FRAGE DER BEFANGENHEIT UDN DA GIBT ES KEINE NEUTRALE HALTUNG , Wie Sie sich das vorstellen . Haben Sie Kinder ? -
shimra

Der Wolf und die 7 Lehrer(innen)

KlaKla, Mittwoch, 19.10.2005, 19:42 (vor 5283 Tagen) @ Schutti
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 19.10.2005, 19:58

Mal eine Frage zu Informationsseiten:

Wenn die Mobilfunkindustrie eine Infoseite macht wird das von euch
kritisiert, wenn die Gegner des Mobilfunks eine Infoseite machen ist das
natürlich toll und gut.

Es kommt darauf an, welches Ziel verfolgt wird. Die Betreiber haben einzig und allein das Ziel, die Kunden von Morgen im Kindesalter zu impfen. Damit die Nachfrage und somit die Gewinne auch in Zukunft fließen. Aufklären über die Risiken tun sie nicht.

Mobilfunkkritiker haben keine Lobby. Missstand
Eine Webseite ist z.B. die einzige Möglichkeit auf Mißstände bedingt durch übertriebene Lobbyarbeit aufmerksam zu machen.

Wissenschaftler sind Abhängig von ihren Auftraggebern.
Zeitungen sind Abhängig vom Anzeigengeschäft.
Politiker gehen Abhängikeiten ein.
Umweltverbande gehen Abhängigkeiten ein.

Das Ecolog-Institut hat ein Strategiepapier im Auftrag der Bundesregierung erstellt.
Die Industrie hat für Ihre Interessen die Empfehlungen aufgegriffen und entsprechend umgesetzt.

Beispiel: Journalisten als Multiplikatoren benutzen
BR Journalisten wurden einseitig Informiert von der FGF, die ein Lobbyverein der Mobilfunker ist. Die Einladung für diese Infoveranstaltung kam vom Technischem Direktor des BR's Herbert Tilmann. Durch die Infoveranstaltung führte Herr Uwe Kullnik von Lobbyverein Bitkom. Der BR hat nicht offen gelegt, wer der eigentliche Strippenzieher dieser Veranstaltung war. Aber allein 3 Vorstandsmitglieder und ein Mitglied der FGF waren als Referenten von 6 vertreten.

Lehrer werden als Multiplikatoren von der Industrie für Ihre Zwecke benutzt.
Die Kultusministerien sind untätig und schauen dem Treiben nur zu.
Noch besser war die Bayerische Kultusministerin Frau Hohlmeier (CSU), die nichts gegen diese Aktion hatte, da ein Lehrer Ihrer Meinung nach durchaus in der Lage ist, zu beurteilen ob es sinnvoll ist, das kostenlose Werbematerial in den Unterricht ein zu bauen.

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Kinder, Lobbyarbeit, Ziel, Lehrer, Missstand, Umweltverbände

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