TETRA-Gegner: In staatsfeindlicher Absicht unterwegs? (Allgemein)

AnKa, Sonntag, 18.12.2011, 08:33 (vor 2991 Tagen)
bearbeitet von AnKa, Sonntag, 18.12.2011, 09:47

Ich greife hier einen Beitrag von TeilnehmerIn KlaKla auf:

Das hier ist der Gemeinderat von Feldkirchen-Westerham

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Dieser Gemeinderat wird seit Monaten von Tetra-Gegnern unter Druck gesetzt. Sie wollen dass der Gemeinderat Ihre Überzeugung vertritt.

Interessant ist die Militanz, in der man gegen (nicht nur) diesen freundlich wirkenden Gemeinderat vorgeht:

- Man installierte eine kompromittierende Homepage, auf der sich die uns wohlbekannten Alarmschlagzeilen und Hassparolen der gescheiterten Mobilfunkgegner-Szene wiederfinden. Die dort präsentierte Linkliste indiziert dem Kenner der Szene, dass die Organisation „Diagnose Funk“ ihren Einfluß nimmt.

- Normale technische Anlaufschwierigkeiten (man erinnere sich an die Einführung des Autobahn-Mautsystems, das inzwischen klaglos läuft) werden aufgebauscht und denunziert: das System funktioniere nicht, werde zu teuer, usw.

Feldkirchen-Westerham als unfreiwilliges Exempel?

Es scheint, dass militante Mobilfunkgegner derzeit versuchen, an Feldkirchen-Westerham ein Exempel zu statuieren. Das dahinterstehende Ziel dürfte darin bestehen, den Aufbau des neuen Behördenfunksystems, das Polizei und Rettungskräften eine bessere Qualität in der Kommunikation ermöglichen wird, zum Erliegen zu bringen.

Man will Feldkirchen und möglichst noch einige andere bayerische Gemeinden dazu benutzen, um Lücken in den Aufbau des neuen Funkstandards der Sicherheitsbehörden zu schlagen - auf diese Weise soll der Aufbau des Systems sturmreif geschossen werden. Denn der neue Behördenfunk ist ja gerade ein System, das möglichst lückenlos landesweit funktionieren soll und somit eine Relevanz für die Sicherheit der Bürger hat.

Wenig Aufwand, große Wirkung also. Diese Strategie ist nicht neu. Sie ist von Umstürzlern und Rebellen vieler Couleur erfolgreich erprobt worden. Auf dem Land will man die Lücken schlagen, die das gesamte System zum Erliegen bringen. Die nach meiner Ansicht sektenartig agierende Organisation „Diagnose Funk“ scheint sich dieser Strategie verschrieben zu haben.

In einer ländlichen Gemeinde kann man mit zwei, drei Gleichgesinnten vergleichsweise viel Wirkung erzielen. Es gibt meist nur eine lokale Zeitung am Ort. Zuständige ReporterInnen füttert man fleißig mit Pressemeldungen, das Vereinnahmen fällt hier leicht. Bringen solche ReporterInnen auch Ansichten anderer ins Blatt, haben sie anschließend den Postkasten voller anmaßender Wut-Leserbriefe, was u.U. den Chef nervt. Manche(r) macht dann lieber piano und läßt den hyperaktiven Mobilfunk-/Tetragegnern ihren Willen, druckt also jede sich wiederholende Meldung der Sektierer ab und erzeugt so den Anschein einer „öffentlichen Empörung“, die in der Realität gar keine Basis hat.

Wollte man streng urteilen, so könnte man zu dem Schluß kommen, dass die Antreiber des Behördenfunk-Widerstandes in staatsfeindlicher Absicht unterwegs sind. Denn sie wollen verhindern, dass sich Behörden, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste zeitgemäß modernisieren. Ob den Mitläufern klar ist, auf wen und was sie sich hier einlassen?

Wenn die bayerische Staatsregierung dieses Treiben auf die leichte Schulter nimmt, wird sie sich noch wundern.

Notwendig wird hier, die von den Aggressionen der Diagnose-Funk- Anhänger betroffenen Gemeinden (und Personen!) direkt und deutlich darüber aufzuklären, dass sie ausgewähltes Ziel einer scheinheiligen Kampagne sind. Sinnvoll ist, diese direkt anzusprechen und ihnen Hilfe anzubieten.

Art und Weise der Hilfe und Gegenmaßnahmen liegen auf der Hand: Aufklärung und Transparenz über Gründe und Ziele des neuen Behördenfunks BOS mitteilen. Auf die Kosten hinweisen, die entstehen, wenn man nicht dabeisein wird.

Und es sollten auch Gemeindevertretungen (und lokale Presseorgane!) über den Charakter der Diagnose-Funk-Sekte aufgeklärt werden. Dies ist keine „Bürgerinitiative“ im positiven Sinne. Der Verdacht liegt mehr als nahe, daß sich in dieser Organisation wirtschaftliche Interessen der Baubiologenverbände und anderer Profiteure haltloser Furcht vor Mobilfunkstrahlung mit politisch extremen Ansichten und esoterischen Einflüssen zu kreuzen scheinen – bezüglich dieser irrational motivierten Melange besteht wohl nicht nur in manch ländlicher Gemeinde noch Aufklärungsbedarf.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Tags:
Sekte, Staatsfeinde, Schneeballsystem, Feldkirchen-Westerham, Kampagne, Behördenfunk

TETRA-Gegner: In staatsfeindlicher Absicht unterwegs?

Raylauncher @, Sonntag, 18.12.2011, 19:49 (vor 2991 Tagen) @ AnKa

Wollte man streng urteilen, so könnte man zu dem Schluß kommen, dass die Antreiber des Behördenfunk-Widerstandes in staatsfeindlicher Absicht unterwegs sind. Denn sie wollen verhindern, dass sich Behörden, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste zeitgemäß modernisieren. Ob den Mitläufern klar ist, auf wen und was sie sich hier einlassen?

Wenn die bayerische Staatsregierung dieses Treiben auf die leichte Schulter nimmt, wird sie sich noch wundern.

Tetra-BOS wird kommen, daran werden auch vereinzelte Widerstände gegen diese Funkanlagen nichts ändern. Da eine Berichterstattung in den Medien i.d.R. nur bei erklärtem Widerstand gegen Mastbauten und Antennenanlagen stattfindet, könnte man durchaus den Eindruck gewinnen, dass hier in breiter Front Widerstand geleistet wird. Dem möchte ich widersprechen. Nach meiner Einschätzung nimmt die Bevölkerung von den Vorhaben in vielen Fällen überhaupt kaum Notiz, selbst wenn im Amtsblatt darauf hingewiesen wird. Und wenn doch, dann ist den Kommunalpolitikern die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit dieses Dienstes wesentlich bewusster als dies noch zu Zeiten des "Mobilfunkwiderstandes" vor mehr 10 Jahren war. In den meisten Fällen werden ohnehin keine zusätzlichen Masten gebaut sondern Bestandsobjekte genutzt.

Bezüglich einer unterstellten staatsfeindlichen Absicht der "Antreiber" muss man differenzieren: die meisten Gegner sehen im wesentlichen ihre ganz persönlichen Belange betroffen (befürchtete Gesundheitsgefährdung, Ansicht des Mastbauwerks, befürchtete Minderung des Grundstückswertes etc.)und nehmen dankbar jegliche ihnen geeignete Argumentation an, und sei sie noch so absurd und problemlos widerlegbar. Denn damit lassen sich Mitstreiter mobilisieren, die zunächst einmal wenig hinterfragen.

Bei bestimmten Gruppierungen mag der Aspekt "Staatsfeindlichkeit" jedoch durchaus eine Diskussion wert sein: lesen Sie mal die Statuten der sog. Kompetenzinitiative.

Raylauncher

Tags:
Staatsfeindlichkeit

In staatsfeindlicher Absicht unterwegs?

RDW ⌂ @, Sonntag, 18.12.2011, 21:55 (vor 2991 Tagen) @ Raylauncher

Bei bestimmten Gruppierungen mag der Aspekt "Staatsfeindlichkeit" jedoch durchaus eine Diskussion wert sein: lesen Sie mal die Statuten der sog. Kompetenzinitiative.

Wenden wir doch einmal eine der Methoden von vielen Mobilfunkkritikern an und isolieren aus kompletten Beiträgen einzelne Stellen zum Zweck der Manipulation der Leserschaft, dann kann man z. B. aus diesem Pamphlet der Kompetenzinitiative folgende Passage herausgreifen:

"Das Personal und die Strukturen dieser Art haben dem einschlägigen deutschen Verbraucher‐ und Umweltschutz von Bund und Ländern den Ruf einer überdurchschnittlichen Verlogenheit und geistig‐ethischen Armut eingebracht."

Und schon hat man eine Aussage, die in Inhalt, Formulierung und m. M. n. erkennbarer Einstellung ihres Verfassers die o. g. Fragestellung durchaus unterstützen kann.
Einzelne Gruppen, egal ob ethnischer oder politischer Art als aus irgendeinem Grund als "minderwertig" darzustellen, diente schon immer gerne als Motivation und Rechtfertigung für weitergehende Aktionen...

RDW

Tags:
Pamphlet, Anthroposophie, Oekologie, Umweltschutz, Staatsfeindlichkeit, Antragonist

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