Goldenes Brett vorm Kopf (Esoterik)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 25.05.2011, 09:40 (vor 3125 Tagen)

Übernatürliche Kräfte, geheimnisvolle Fähigkeiten, mysteriöse Heilungszauber: Keine esoterisch-skurrile Verrücktheit ist so unwissenschaftlich, dass sie nicht doch irgendwo jemand glauben würde. Von UFO-Entführungen bis zur Astrologie, von verqueren Verschwörungstheorien bis zur wundertätigen Wünschelrute: Auch wenn eine Theorie wissenschaftlich klar widerlegt ist – ihre Anhänger bleiben dabei: Da muss etwas dran sein! Was ist denn schon eine wissenschaftliche Widerlegung gegen ein ausgeprägtes Bauchgefühl!

Das beste Brett vorm Kopf wird jetzt von der GKD erstmals prämiert. Die Gesellschaft für Kritisches Denken (GKD) ist die Wiener Lokalgruppe der GWUP (Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften).

Die bereits eingegangenen Nominierungen, darunter die GKD selbst aber auch diverses aus der Anti-Mobilfunkszene, lässt sich hier anschauen.

Haben auch Sie einen Favoriten für das Goldene Brett vorm Kopf? Schicken Sie der GWUP Ihre Nominierungen! Aus allen Einsendungen wird eine Fachjury drei herausragende Kandidaten auswählen. Sie alle werden am 2. Juni im Naturhistorischen Museum Wien im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) vorgestellt – doch nur der herausragendste von ihnen wird die Trophäe dann auch tatsächlich zugesprochen bekommen.

Einsendeschluss: 27. Mai 2011
Die drei nominierten Kandidaten werden am 30. Mai 2011 hier bekanntgegeben.
Die Preisverleihung am 2. Juni können Sie live miterleben: im Naturhistorischen Museum Wien um 17:15 Uhr.

Die Punktevergabe erfolgt nach folgenden Kriterien:

* Grad der Abwegigkeit: wie sehr stehen die Theorien, deren Evidenz mangelhaft ist oder gänzlich fehlt, im Widerspruch zu gestützten Theorien/Naturgesetzen?

* Kritikresistenz: werden längst widerlegte Argumente weiterhin wiederholt? Werden Kritiker aufgrund sachlich fundierter Gegenargumente sogar abgemahnt?

* kommerzielles Interesse

* Aktionsradius: lokal, regional, global, unterstützt durch potente Geldgeber, vernetzt mit einflußreichen Personen, Institutionen, Unternehmen oder Medien.

* Pseudowissenschaft: werden para- oder pseudowissenschaftliche Theorien dezidiert als Wissenschaft ausgegeben?

* Gefahrenpotenzial: Gefährdung der Gesundheit oder gar des Lebens von Personen, bzw. politisch-gesellschaftliches Gefährdungspotenzial (z.B.Rassentheorien).

* Bandbreite/Wirkungsspektrum: beschränkt sich der/die Nominierte auf mehrere Para/Pseudowissenschaftsgebiete?

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GWUP, Auszeichnung, Preisträger, Skurril, Goldene Brett

Goldenes Brett vorm Kopf: HAARP-Professorin vorne mit dabei

H. Lamarr @, München, Sonntag, 25.03.2012, 00:48 (vor 2821 Tagen) @ H. Lamarr

Das beste Brett vorm Kopf wird jetzt von der GKD erstmals prämiert. Die Gesellschaft für Kritisches Denken (GKD) ist die Wiener Lokalgruppe der GWUP (Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften).

In die Finalrunde der besten drei Bretter schaffte es 2011 eine Professorin (66), die über das sagenhafte HAARP-Projekt - dieses tauchte früher auch in der Mobilfunkszene hin und wieder auf - eine brettreife These aufstellte:

Claudia von WERLHOF
Claudia von Werlhof, [Anm. spatenpauli: inzwischen emeritierte] Professorin an der Universität Innsbruck, sorgte im Februar 2010 mit ihren Aussagen über das Erdbeben von Haiti für Aufsehen: Sie suggerierte, die USA könnten mithilfe der in Alaska stationierten Sendeanlage HAARP gezielt dieses Erdbeben ausgelöst haben, um politische und ökonomische Ziele durchzusetzen. Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist eine derartige Wirkung elektromagnetischer Wellen reiner Humbug. Werlhofs prominente Position als Universitätsprofessorin und ihre Rolle als gesellschaftspolitisch aktive Wissenschaftlerin trugen wesentlich dazu bei, die krude Verschwörungstheorie in der Öffentlichkeit zu verbreiten. Mit ihrer “Planetaren Bewegung für Mutter Erde” setzt sie diese Aktivitäten auch heute noch fort.

Mehr über das goldene Brett und den letztjährigen Gewinner auf der Brettsite: http://www.goldenesbrett.at/

Hintergrund
Actio est reactio: Schon vor 100 Jahren wies ein mysteriöser Handlungsreisender in Sachen Elektrosmog-Panikmache darauf hin, Erdbeben könnten über tausende von Meilen zerstörerische "elektrische Stürme" ausgelösen. Der Mann, der dies 1911 behauptete, hieß Professor "Hensingmuller". Unheimlich: 101 Jahre später gibt es in Stuttgart einen Sendemastengegner mit ähnlichem Namen ;-).

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HAARP, Professor, Auszeichnung, emeritiert, Goldene Brett

Goldenes Brett vorm Kopf: Denkzettel für Scharlatane

H. Lamarr @, München, Dienstag, 16.10.2012, 00:30 (vor 2616 Tagen) @ H. Lamarr

Übernatürliche Kräfte, geheimnisvolle Fähigkeiten, mysteriöse Heilungszauber: Keine esoterisch-skurrile Verrücktheit ist so unwissenschaftlich, dass sie nicht doch irgendwo jemand glauben würde.

Die Gesellschaft für kritisches Denken vergibt am Freitag das „Goldene Brett vor dem Kopf“ für pseudowissenschaftliche Erfindungen, wie kosmisch aufgeladener Bettwäsche oder Heilwasser. Damit lässt sich viel Geld machen, die Wirkung ist gelinde gesagt umstritten.

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Spiritualität, Cargo-Kult, Goldene Brett

Goldenes Brett vorm Kopf

Kuddel, Dienstag, 16.10.2012, 22:02 (vor 2615 Tagen) @ H. Lamarr

Trifft immer wieder den Nagel auf den Kopf: Glaubt das Wasser auch daran ?

Die verschiedenen Varianten der modernen Esoterik haben eines gemeinsam: sie glauben an ein der Physik unbekanntes geistiges Medium, das den ganzen Raum durchdringt, Energie und Informationen übertragen kann und zu dem auserwählte Personen Zugang haben.
...
Parawissenschaften sind ein komplexes soziales Phänomen, das man nur versteht, wenn man nicht nach dem Wahrheitsgehalt, sondern nach der sozialen Funktion fragt. Die ist zweifellos vorhanden, und man darf sie nicht in jedem Fall negativ bewerten.
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Parawissenschaft ist nicht nur ein Zeitvertreib für unbedarfte Leser des PM-Magazins. Parawissenschaft wird von Akademikern verbreitet, typischerweise von Hochschullehrern, Ingenieuren, Ärzten oder Firmeninhabern, die beruflich erfolgreich waren und nun meinen, sie hätten auch auf weltanschaulichem Gebiet der Menschheit etwas mitzuteilen. Sie organisieren sich in gemeinnützigen Vereinen mit wissenschaftlich klingenden Namen, haben ihre eigenen Tagungen, Zeitschriften und ihre eigene Fachsprache. Sie bilden Netzwerke, in denen sie sich gegenseitig bestätigen, dass sie und nicht die sogenannte Schulwissenschaft den Fortschritt vertreten.

K

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Wasser, Pseudowissen

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