Mikrozirkulation der Haut trotzt Magnetfeldeinwirkung (Forschung)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 26.01.2011, 00:17 (vor 3285 Tagen)

Elektrosensibilität ("self-reported electromagnetic hypersensitivity") ist ein noch immer ungelöstes medizinisches Problem. Betroffene Menschen schreiben zahlreiche Symptome wie Kribbelgefühle, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Reizbarkeit etc. dem Einfluss elektrischer und magnetischer Felder im häuslichen Umfeld, am Arbeitsplatz oder anderswo zu. Nach wie vor existiert jedoch kein verlässlicher medizinischer oder biologischer Indikator mit dem sich die Existenz dieser subjektiv erlebten Befindlichkeitsstörung beweisen ließe, ebenso wenig ein Untersuchungsverfahren.

Wegen der Erfolglosigkeit bisheriger Ansätze suchten Forscher am Wittener Zentrum für Elektropathologie nach einem neuen Verfahren und nahmen dafür die Mikrozirkulation der Haut unter die Lupe. Mit einem Infrarotlaser registrierten sie die Feinströme der roten Blutkörperchen in den Lederhautkapillaren des Daumens, einmal unter dem Einfluss eines zirkulär polarisierten magnetischen Wechselfeldes und einmal ohne dieses. Die dabei gewählte magnetische Flussdichte von 96 Mikrotesla lag knapp unter dem in Deutschland gültigen gesetzlichen Grenzwert von 100 Mikrotesla bei der Frequenz 50 Hz.

Der beschriebene Test wurde bei gesunden Versuchspersonen durchgeführt sowie bei Personen, die davon überzeugt waren, unter Elektrosensibilität zu leiden. Anschließend wurden die Messergebnisse verglichen. Das Ergebnis: Auch bei dieser Versuchsanordnung zeigte sich weder mit noch ohne Einfluss des Magnetfeldes ein Unterschied in der Mikrozirkulation zwischen den subjektiv elektrosensiblen Menschen und den gesunden Kontrollpersonen.

Referenz: "Circularly polarized 50 Hz magnetic flux densities of 96 microtesla cannot influence skin microcirculation of the thumb in healthy volunteers and in persons suffering from self-reported electromagnetic hypersensitivity". (J. Reißenweber, F. Wenzel, E. David, J. Grote), in: Sicherheit im Gesundheits-Dienst: Medizintechnik, Strahlung, Elektrizität, ISBN 92-843-0150-5, S. 122 bis S. 132.

So geschehen anno 2004

Details zu dieser Studie im EMF-Portal.

Kommentar: Die Mikrozirkulation der Haut ist einer der Parameter, die Dr. Lebrecht v. Klitzing für seine Methode einer objektivierbaren EHS-Diagnose verwendet. Allerdings detektiert von Klitzing die Mikrozirkulation nicht am Daumen, sondern am Ohrläppchen, und als Immission nimmt er kein NF-Magnetfeld, sondern das Feld einer DECT-Basisstation oder (ersatzweise) eines W-LAN-Routers. Die nächste Testung auf EHS nach der Methode von Klitzings findet 2011 am Ende der KW9 statt, das ist so um den 3. und 4. März herum.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Mikrozirkulation der Haut trotzt Magnetfeldeinwirkung

Kuddel, Mittwoch, 26.01.2011, 20:46 (vor 3284 Tagen) @ H. Lamarr

Wundert mich nicht.

In diesem Bericht aus 2004, der wohl die Wirksamkeit der alternativen Heilmethode "Magnetfeldtherapie" stützen sollte, wird ein Experiment geschildert, bei dem gepulste Magnetfelder (5..12Hz)
im Bereich 2000 bis 10000 Mikrotesla (also 20...100-fach stärker) nur geringfügige Änderungen der Kapillardurchmesser ergaben.

Eine DECT-Basis schafft nie und nimmer 1000 µT

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 26.01.2011, 22:51 (vor 3284 Tagen) @ Kuddel

Wundert mich nicht.

Nehmen wir mal an, "Kuddel", bei einer Immission von 1000 µT würden EHS mit einer veränderten Mikrozirkulation des Blutes reagieren.

Meine Frage wäre nun: Können Sie ausrechnen, welche Leistungsflussdichte eines GSM900-Trägers auf jemanden einwirken müsste, um diese 1000 µT infolge der "magnetischen" Komponente des HF-Feldes zu erzeugen (und nicht durch starke NF-Ströme)? Ausm Bauch heraus müsste das mMn ein sehr hoher Wert sein, weit jenseits dessen, was eine mickrige DECT-Basis selbst im direkten Kontakt mit deren Antenne zuwege bringen kann, von einem W-LAN-Router ganz zu schweigen.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Leistungsflussdichte, Immission

"Eine DECT-Basis schafft nie und nimmer 1000 µT". - Stimmt!

Ditche, Donnerstag, 27.01.2011, 03:31 (vor 3284 Tagen) @ H. Lamarr

--- [...]

Meine Frage wäre nun: Können Sie ausrechnen, welche Leistungsflussdichte eines GSM900-Trägers auf jemanden einwirken müsste, um diese 1000 µT infolge der "magnetischen" Komponente des HF-Feldes zu erzeugen (und nicht durch starke NF-Ströme)? Ausm Bauch heraus müsste das mMn ein sehr hoher Wert sein, weit jenseits dessen, was eine mickrige DECT-Basis selbst im direkten Kontakt mit deren Antenne zuwege bringen kann, von einem W-LAN-Router ganz zu schweigen.

"Schlauen" Bauch, den Sie da haben. ;-)

Wenn ich da mal aushelfen darf. Umrechnen kann man das mit diesen Grundlagen hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Oersted_(Einheit)

Also Faustformel: T (Tesla) mal rund 80 gleich A/m ("Funkfeld"). 1000 µT sind demzufolge 80 mA/m. Und diese wiederrum umgerechnet in Leistungsflußdichte entsprechen ca. 2,4 W/m²....

Stimmt da aber jetzt meine Herleitung nicht, so fragen Sie bitte "Ihren Arzt oder Apotheker" oder warten alternativ auf "Kuddels" Antwort ...

---

Kurioserweise habe ich mich mit diesem Thema in den letzten Tagen beschäftigt weil ich die Oberwellenanteile von Dimmern (Phasenanschnitt) im nT-Bereich, die in der Hauselektrik sich dann so "rumtummeln", umrechnen wollte in eine "Funkäquivalenz".

Der Oberwellenanteil von einem "Uraltdimmer" (Baujahr ca. 1985) war z.B. wesentlich besser/geringer als der, den ich neulich (preiswert) im Baumarkt gekauft hatte, und über diesen Sachverhalt (Oberwellenanteil) kommt man dann auch schnell zu Themen wie "Phasenabschnitt", "Sinusdimmer", "Ringkernstelltrafo", und auch zu einem allgemeinen Problem von "Oberwellen" wie z.B. auch dem von Energiesparlampen....

- Stimmt! Allerdings gleich mehrere Nullen vergessen. Sorry!

Ditche, Donnerstag, 27.01.2011, 16:46 (vor 3283 Tagen) @ Ditche

Also Faustformel: T (Tesla) mal rund 80 gleich A/m ("Funkfeld"). 1000 µT sind demzufolge 80 mA/m. Und diese wiederrum umgerechnet in Leistungsflußdichte entsprechen ca. 2,4 W/m²....

War ja schonmal nicht soo schlecht, allerdings fehlen da gleich mehrere Nullen! Sorry!!!

Also nicht mal 80, sondern mal 800´000, dann stimmts.

1000 µT = 1 mT x 800´000 ==> 800 A/m, diese zum Quadrat mal 377 Ohm = 241 MW/m² (Megawatt) Nee ne? :surprised: :confused:

@ Kuddel: Ich glaub Sie schauen da mal drauf ...

- Stimmt! Allerdings gleich mehrere Nullen vergessen. Sorry!

Kuddel, Donnerstag, 27.01.2011, 17:41 (vor 3283 Tagen) @ Ditche

Die Berechnung hatten wir schonmal in diesem Strang...

- Stimmt! Allerdings gleich mehrere Nullen vergessen. Sorry!

Ditche, Donnerstag, 27.01.2011, 18:37 (vor 3283 Tagen) @ Kuddel

Die Berechnung hatten wir schonmal in diesem Strang...

Besten Dank, Kuddel, dieser Strang iss doch glatt an mir vorbeigegangen.

Aber immerhin stimmt ja demnach meine Korrektur-Rechnung von 241 MW/m². Bei dieser Leistung müßte man sich also schon fast ein ganzes Atomkraftwerk samt Sendeantenne ans Ohr halten ... ;-)

- Stimmt! Allerdings gleich mehrere Nullen vergessen. Sorry!

Kuddel, Donnerstag, 27.01.2011, 19:06 (vor 3283 Tagen) @ Ditche
bearbeitet von Kuddel, Donnerstag, 27.01.2011, 19:31

Selber Schuld;-)

Wenn Sie hier mit Strömen in der Größenordnung Kiloampere herumhantieren, die einige hundert Millionenmal in der Sekunde die Polarität wechseln ...

Was meinen Sie denn, wie hoch der maximal mögliche Strom ist, der in einen GSM Handyantennendraht hineinfließt und wie hoch dann in etwa die magnetische Flußdichte in 1cm Abstand (am Ohr) , bzw 1 Meter Abstand (für einen passiv Handynutzer) ist ?

Und nun nehmen wir an, der Strom in der Handy-Antenne sei mit 217Hz "gepulst".
Ab welchem Abstand zur Handyantenne sind die Baubiologischen Vorsorgewerte für die magnetische Flußdichte ("geringe Anomalie") unterschritten ?

- Stimmt! Allerdings gleich mehrere Nullen vergessen. Sorry!

Ditche, Donnerstag, 27.01.2011, 23:01 (vor 3283 Tagen) @ Kuddel

Selber Schuld;-)

Jaja, iss ja schon gut, war wohl um die Zeit meiner Sommerpause. ;-)

Wenn Sie hier mit Strömen in der Größenordnung Kiloampere herumhantieren, die einige hundert Millionenmal in der Sekunde die Polarität wechseln ...

Das das mit dem AKW und der Sendeantenne am Ohr ein Scherz war, haben Sie aber schon mitgekriegt, oder?

Was meinen Sie denn, wie hoch der maximal mögliche Strom ist, der in einen GSM Handyantennendraht hineinfließt und wie hoch dann in etwa die magnetische Flußdichte in 1cm Abstand (am Ohr) , bzw 1 Meter Abstand (für einen passiv Handynutzer) ist ?

Und nun nehmen wir an, der Strom in der Handy-Antenne sei mit 217Hz "gepulst".
Ab welchem Abstand zur Handyantenne sind die Baubiologischen Vorsorgewerte für die magnetische Flußdichte ("geringe Anomalie") unterschritten ?

So wie Sie die Frage stellen, scheint die Antwort a) interessant und b) so, als ob Sie das selber schon nachgerechnet haben. Richtig?

Ich bin da wirklich nicht "so ausm Ärmel geschüttelt" Sattelfest, mir reichte da fürs Erste mein Umrechnungsfaktor von nT hin zu mA/m, der iss halt 80% von den nT´s (aber gilt nur von nano zu milli).

Wenn Sie mir aber mal als kleine Hilfe die höhe des Antennenstromes (kann man zwar auch wieder grob aus der Sendeleistung ausrechnen) nennen, dann rechne ich das mal nach (so denn ein wenig mehr Zeit ist), oder Sie stellen einfach mal Ihre Rechnung hier ein. :yes:

Tipp: Gratis-Geschenke umsonst bekommen

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 27.01.2011, 23:21 (vor 3283 Tagen) @ Ditche

... oder Sie stellen einfach mal Ihre Rechnung hier ein.

Um Himmels Willen, NEIN. Da kommt dann womöglich noch die Mehrwertsteuer mit dazu. Das kann ich mir nicht leisten. Fragen Sie "Kuddel" lieber nach seiner Berechnung.

;-)

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Wieviel Strom fließt im Handy-Antennendraht...

Kuddel, Freitag, 28.01.2011, 18:38 (vor 3282 Tagen) @ Ditche
bearbeitet von Kuddel, Freitag, 28.01.2011, 19:15

Wenn Sie mir aber mal als kleine Hilfe die höhe des Antennenstromes (kann man zwar auch wieder grob aus der Sendeleistung ausrechnen) nennen, dann rechne ich das mal nach (so denn ein wenig mehr Zeit ist)...

Ok, hier ein kleiner "Anschub":

Die Spitzenleistung eines GSM Mobiltelefons darf maximal 2 Watt betragen.
Übliche Antennen-Eingangswiderstände (Fußpunktwiderstand) liegen um die 30..70 Ohm, nehmen wir die berühmten 50Ohm als Grundlage.

P=I^2*R => I=SQRT(P/R)
I=SQRT(2W/50Ohm)=0,2A peak bzw 25mA (rms)
(Bei einer DECT Basisstation/Mobilteil wären es ca 0,07A "peak" bzw 3mA(rms))

und nun Sie ...


Kleine Hilfe:
H=I/(2*Pi*r) (r=Abstand)
B=u0*H mit u0=4*Pi*0,0000001 [H/m]

Antennenstrom bis hin zu Nano-Tesla und VLF-Atmospherics

Ditche, Samstag, 29.01.2011, 03:59 (vor 3282 Tagen) @ Kuddel
bearbeitet von Ditche, Samstag, 29.01.2011, 05:14

Wenn Sie mir aber mal als kleine Hilfe die höhe des Antennenstromes (kann man zwar auch wieder grob aus der Sendeleistung ausrechnen) nennen, dann rechne ich das mal nach (so denn ein wenig mehr Zeit ist)...

Ok, hier ein kleiner "Anschub":

Zu gütig. ;-)

Die Spitzenleistung [...] = 0,2A peak bzw 25mA (rms)
(Bei einer DECT Basisstation/Mobilteil wären es ca 0,07A "peak" bzw 3mA(rms))

Kleine Hilfe:
H=I/(2*Pi*r) (r=Abstand)
B=u0*H mit u0=4*Pi*0,0000001 [H/m]


...na denn, nehmen wir die doch Mal: 0,2A (peak) bzw 25mA (rms)

0,2 A (peak) geteilt durch Pi geteilt durch 2 geteilt durch den Abstand - sagen wir 2cm (SI-Einheiten beachten!!!) - sind = 1,6 A/m, umgerechnet in Leistungsflußdichte HF (peak) ==> 965 W/m², nee ne???
Umgerechnet in Tesla: 1,6 A/m sind 1600 mA/m geteilt durch "meinen" Umrechnungsfaktor(*) von 80% (=0,8) sind 2000 nT oder 2 µT, nee ne???

Neuer Versuch, diesmal mit 25 mA (rms):

0,2 A geteilt durch 0,025 A sind 8, also 1,6 A/m durch 8 sind 0,2 A/m oder HF (rms) ==> 15 W/m² oder 250 nT.

Oje ... :confused:

Bei 1 m Abstand wäre das dann in HF (peak) = 0.38 W/m² oder rund 40 nT;
das Ganze für RMS ==> HF = 6 mW/m² oder 5 nT...

Für´s DECT, bei 1 Meter Abstand und 3 mA (rms) wären das HF = 86 µW/m² oder 0,6 nT,

... und damit bin ich eigentlich am "Ausgangspunkt meiner Reise" wieder angekommen, nämlich den VLF-Atmospherics, nachzulesen u.a. bei H. L. König ;-) :
Die "funken" um den einstelligen kHz Bereich herrum mit einer Intensität - je nach Abstand von einer "Gewitterfront" - die ebend auch im pT oder nT Bereich liegt, und entsprechen damit auch dem Oberwellenanteil von Dimmern die diese in ein Hausstromnetz "einkoppeln", völlig egal ob Phasenanschnitt oder Phasenabschnitt-Steuerung. Je nach "Güte" verschiebt/verengt sich allerdings der kHz-Bereich und auch die nTs werden besser "entstört". (E-Feld fällt in meiner Betrachtung weck wegen geschirmter Leitungen)

Zusammenfassend und überspitzt formuliert kann man sagen: Möchte man also eine herannahende Gewitterfront EMF-mäßig bei schönem Wetter "simulieren", tät da ein (preiswert) Dimmer recht gute Dienste ... ;-)

Und zum Schluß: Die Norm, die den Oberwellenanteil z.B. im Hausnetz sinnvoll begrenzt, gilt erst für "Verbraucher" mit einer Leistung von größer 75 W.

Damit dürften z.B. ESL (EnergieSparLampen) kleiner 75 W oder auch Dimmer Oberwellenanteile produzieren "was das Zeugs hält" ...

---

(*) 1000 nT mal 0,8 sind 800 mA/m

Antennenstrom bis hin zu Nano-Tesla und VLF-Atmospherics

Kuddel, Samstag, 29.01.2011, 12:41 (vor 3282 Tagen) @ Ditche

...na denn, nehmen wir die doch Mal: 0,2A (peak) bzw 25mA (rms)

0,2 A (peak) geteilt durch Pi geteilt durch 2 geteilt durch den Abstand - sagen wir 2cm (SI-Einheiten beachten!!!) - sind = 1,6 A/m, umgerechnet in Leistungsflußdichte HF (peak) ==> 965 W/m², nee ne???

:yes:
Das ist das Tückische an Normierungen, zumindest wenn man im "Nahbereich" rumfuhrwerkt.
Da kommen mehr Watt raus, als überhaupt reingesteckt wurden.

Das ist wie im Supermarkt, wo man sich einen Magenbitter im 2-CL-Fläschchen für 99Cent kauft und an der Preistafel steht 49,50 Euro/Liter. An der Kasse zahlen sie nur 99Cent. Die 49,50 Euro sind zu sehen als was wäre wenn ich einen Liter kaufen würde...

Umgerechnet in Tesla: 1,6 A/m sind 1600 mA/m geteilt durch "meinen" Umrechnungsfaktor(*) von 80% (=0,8) sind 2000 nT oder 2 µT, nee ne???

:yes:

Neuer Versuch, diesmal mit 25 mA (rms):

0,2 A geteilt durch 0,025 A sind 8, also 1,6 A/m durch 8 sind 0,2 A/m oder HF (rms) ==> 15 W/m² oder 250 nT.

Oje ... :confused:

:yes:
Die berechneten Leistungsflußdichten sind u.A. zu hoch, weil sie angenommen haben, der Strom sei über einen Meter Länge konstant, ist er aber nicht. Im Antennendraht ist der Strom nur an der Einspeisestelle maximal und am Drahtende Null.

Für´s DECT, bei 1 Meter Abstand und 3 mA (rms) wären das... 0,6 nT.

Sehen sie nicht auch eine gewisse Unlogik bei der Festlegung der baubiologischen Vorsorgewerte ?
Es geht in der Baubiologie m.M.n. nicht um Logik, sodern die Vorsorgewerte wurden dem angepasst ,was mit geringem finanziellen Aufwand "meßbar" ist. Werden die Meßgeräte empfindlicher, sinken die Vorsorgewerte.
Selbst preiswerte HF-Meßgeräte sind vieltausendfach empfindlicher, als Geräte zum Messen niederfrequenter Magnetfelder. Letztere haben nämlich das Problem, daß das omnipräsente und vergleichsweise "brutal starke" Erdmagnetfeld die Empfindlichkeit limitiert.

Antennenstrom bis hin zu Nano-Tesla und VLF-Atmospherics

Ditche, Samstag, 29.01.2011, 19:17 (vor 3281 Tagen) @ Kuddel

...na denn, nehmen wir die doch Mal: 0,2A (peak) bzw 25mA (rms)

0,2 A (peak) geteilt durch Pi geteilt durch 2 geteilt durch den Abstand - sagen wir 2cm (SI-Einheiten beachten!!!) - sind = 1,6 A/m, umgerechnet in Leistungsflußdichte HF (peak) ==> 965 W/m², nee ne???

:yes:
Das ist das Tückische an Normierungen, zumindest wenn man im "Nahbereich" rumfuhrwerkt.
Da kommen mehr Watt raus, als überhaupt reingesteckt wurden.

Da war doch eigentlich "spatenpauli" drann Schuld, der impfte mein Hirn hier: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=44595 mit dieser Frage: welche Leistungsflussdichte eines GSM900-Trägers auf jemanden einwirken müsste, um diese 1000 µT infolge der "magnetischen" Komponente des HF-Feldes zu erzeugen (ein Späßlie ;-) )

Aber ist schon klar, so wie Sie´s schreiben.

Das ist wie im Supermarkt, wo man sich einen Magenbitter im 2-CL-Fläschchen für 99Cent kauft und an der Preistafel steht 49,50 Euro/Liter. An der Kasse zahlen sie nur 99Cent. Die 49,50 Euro sind zu sehen als was wäre wenn ich einen Liter kaufen würde...

... aber nur würde, ich mag nämlich dieses Zeugs garnicht.

Umgerechnet in Tesla: 1,6 A/m sind 1600 mA/m geteilt durch "meinen" Umrechnungsfaktor(*) von 80% (=0,8) sind 2000 nT oder 2 µT, nee ne???

:yes:

Neuer Versuch, diesmal mit 25 mA (rms):

0,2 A geteilt durch 0,025 A sind 8, also 1,6 A/m durch 8 sind 0,2 A/m oder HF (rms) ==> 15 W/m² oder 250 nT.

Oje ... :confused:

:yes:
Die berechneten Leistungsflußdichten sind u.A. zu hoch, weil sie angenommen haben, der Strom sei über einen Meter Länge konstant, ist er aber nicht. Im Antennendraht ist der Strom nur an der Einspeisestelle maximal und am Drahtende Null.

Na ja, wenn ich dann mit 5 cm "Zuleitung" rechne, die mA/m und nTs Werte oben durch 20?

In meinem Fall, mit 5 Metern Stromkabel, sind die nTs von den Dimmern aber schon in der Größenordnung.
Aber zu diesem Thema wollten Sie wohl nix sagen wie? ;-) Ich mache da aber mal einen neuen Strang zu auf, von wegen Oberwellen im Netz und so. Vielleicht sind es ja diese die "Schmetterling" "spürt" wenn Sie sich den Kühltruhen nähert oder übers Erd-Stromkabel läuft?

Für´s DECT, bei 1 Meter Abstand und 3 mA (rms) wären das... 0,6 nT.

Sehen sie nicht auch eine gewisse Unlogik bei der Festlegung der baubiologischen Vorsorgewerte ?

Da bin ich jetzt mal vorsichtig was ich da schreibe, sonst krichte ich noch Post von Charles. ;-)
Aus meiner Sicht sind da noch erhebliche Wissenslücken wie denn jetzt welche Frequenz mit welcher Stärke und/oder Modulation dann welche gesundheitlichen Auswirkungen haben können. Da ist man manchmal auf "Hilfskonstruktionen" angewiesen um vorsorglich auf der sicheren Seite zu sein ..., oder orientiert sich an dem technisch Machbaren. Ein Haken iss da nur das damit "Irgendwelche" mit diesem Sachverhalt ´ne schnelle Mark machen wollen oder können ...! Für mich gehört Charles aber definitiv nicht dazu!

(Habe fertig ;-) )

"Oberwellen" im Nano-Tesla-Bereich und VLF-Atmospherics

Ditche, Montag, 31.01.2011, 03:28 (vor 3280 Tagen) @ Ditche

---

Na ja, wenn ich dann mit 5 cm "Zuleitung" rechne, die mA/m und nTs Werte oben durch 20?

(Natürlich nicht, Sie charmantes Schäfchen, ganz ganz ganz grob und wenn überhaubt: die Leistungsflußdichte durch 20. Jede "Zuleitung" oder allg. ein gerader elektrischer Leiter der von einem Strom durchfloßen wird, erzeugt immer - und zwar an jeder Stelle seiner Länge - ein magnetisches Feld identischer Größe, welches man dann auch umrechnen kann in z.B. Nano-Tesla!)

So "denke" ich halt manchmal mit mir selber. ;-)

Iss aber nicht der eigentliche Grund meiner Antwort sondern: Besteht da kein Interesse an einem neuen Strang, in dem die "Oberwellen" im Stromnetz (unterer kHz-Bereich und < 1 nT; entspricht damit den VLF-Atmospherics) "beackert" werden um "Schmetterlings" Aussagen über "Kühltruhen"- und "Erd-Stromkabel"-Spürungen zu beleuchten?

Frage ja nur nach wegen der "enormen" Resonanz (hier) zu diesem Thema ... ;-)

Ansonsten, bis dahin...

"Oberwellen" im Nano-Tesla-Bereich und VLF-Atmospherics

Kuddel, Montag, 31.01.2011, 21:03 (vor 3279 Tagen) @ Ditche
bearbeitet von Kuddel, Montag, 31.01.2011, 21:22

Besteht da kein Interesse an einem neuen Strang, in dem die "Oberwellen" im Stromnetz (unterer kHz-Bereich und < 1 nT; entspricht damit den VLF-Atmospherics) "beackert" werden um "Schmetterlings" Aussagen über "Kühltruhen"- und "Erd-Stromkabel"-Spürungen zu beleuchten?

Da sie sich viel mit dem Thema auseinander gesetzt haben, wie wäre es, wenn Sie mal etwas "Fleisch" in die Waagschale werfen, z.B. durch das Nennen einer Arbeit, die sich mit dem postulierten Einfluß von Atmospherics auf den Menschen wissenschaftlich auseinandergesetzt hat und wo tatsächlich Zusammenhänge gefunden wurden. (Bitte nur Primärquellen, nicht "Maes" oder "König")

Bezüglich niederfrequenter Felder halte ich Zusammenhänge zu einer Elektrosensibilität durchaus für möglich, wenn auch weniger im Nonotesla-Bereich, sondern eher ab der Größenordnung "Mikrotesla".
Wenn ich mich recht erinnere, hat Schmetterling größere Metallimplantate, die möglicherweise "verstärkend" wirken könnten, z.B. wenn Nervenbahnen nah am Implantat liegen.

Tags:
Oberwellen

"Oberwellen" im Nano-Tesla-Bereich und VLF-Atmospherics

Ditche, Dienstag, 01.02.2011, 02:02 (vor 3279 Tagen) @ Kuddel
bearbeitet von Ditche, Dienstag, 01.02.2011, 02:35

Besteht da kein Interesse an einem neuen Strang, in dem die "Oberwellen" im Stromnetz (unterer kHz-Bereich und < 1 nT; entspricht damit den VLF-Atmospherics) "beackert" werden um "Schmetterlings" Aussagen über "Kühltruhen"- und "Erd-Stromkabel"-Spürungen zu beleuchten?

Da sie sich viel mit dem Thema auseinander gesetzt haben, wie wäre es, wenn Sie mal etwas "Fleisch" in die Waagschale werfen, z.B. durch das Nennen einer Arbeit, die sich mit dem postulierten Einfluß von Atmospherics auf den Menschen wissenschaftlich auseinandergesetzt hat und wo tatsächlich Zusammenhänge gefunden wurden.

Einer Arbeit? Die Liste der Autoren die sich mit dem Thema auseinander gesetzt haben ist ziemlich lang!

(Bitte nur Primärquellen, nicht "Maes" oder "König")

Warum denn "Maes" (*) oder "König" (*) nicht ?

Bezüglich niederfrequenter Felder halte ich Zusammenhänge zu einer Elektrosensibilität durchaus für möglich, wenn auch weniger im Nonotesla-Bereich, sondern eher ab der Größenordnung "Mikrotesla".
Wenn ich mich recht erinnere, hat Schmetterling größere Metallimplantate, die möglicherweise "verstärkend" wirken könnten, z.B. wenn Nervenbahnen nah am Implantat liegen.

Bezüglich der Aussage von Schmetterling wegen der Strom-Erdkabel war ich verwundert, wie denn eine relative Geschwindigkeitsänderung zum Strom-Erdkabel von ca. 1 m/s (hin und rück) "gespürt" werden kann.

Aber, geschätzter Kuddel, ich denke, das Sie auch ohne meinen Beitrag mit dieser/n offenen Frage werden leben können ... ;-)

Servus

---

[Hinweis Moderator: *** Buchwerbung gelöscht. Beachten Sie bitte unsere Forumenregel]

Tags:
Desinformation, Maes

"Oberwellen" im Nano-Tesla-Bereich und VLF-Atmospherics

Kuddel, Dienstag, 01.02.2011, 20:45 (vor 3278 Tagen) @ Ditche

Da sie sich viel mit dem Thema auseinander gesetzt haben, wie wäre es, wenn Sie mal etwas "Fleisch" in die Waagschale werfen, z.B. durch das Nennen einer Arbeit, die sich mit dem postulierten Einfluß von Atmospherics auf den Menschen wissenschaftlich auseinandergesetzt hat und wo tatsächlich Zusammenhänge gefunden wurden.

Einer Arbeit? Die Liste der Autoren die sich mit dem Thema auseinander gesetzt haben ist ziemlich lang!

Dass die Liste der Autoren lang ist, das glaube ich...dass die Liste der Wissenschaftler lang ist, weniger.

(Bitte nur Primärquellen, nicht "Maes" oder "König")

Warum denn "Maes" (*) oder "König" (*) nicht ?

Weil dies Autoren sind.

Es geht um Science, nicht um Science Fiction.

K

Frage an Moderator X

Ditche, Freitag, 04.02.2011, 02:23 (vor 3276 Tagen) @ Ditche

[...]
Warum denn "Maes" (*) oder "König" (*) nicht ?
[...]


[Hinweis Moderator: *** Buchwerbung gelöscht. Beachten Sie bitte unsere Forumenregel]

Ja, verstehe ich. Aber wie verweise ich denn dann auf einen nötigen Kontext, damit es für Mitleser (noch) nachvollziehbar bleibt was/wer gemeint war?

Gruß, Ditche

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum