Tinnitus: Handy verdoppelt Risiko (Forschung)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 20.07.2010, 10:11 (vor 3668 Tagen)

Ich meine wir hätten diese Studie schon mal angesprochen, finde den Strang jedoch nicht mehr. Deshalb hier sicherheitshalber noch einmal:

Tinnitus

Pfeifen im Ohr durch Handy-Telefonate

Wer jahrelang mit dem Mobiltelefon am Ohr unterwegs ist, verdoppelt sein Tinnitus-Risiko. Als mögliche Ursache sehen die Wiener Umweltmediziner, dass der Gehörgang die beachtliche Energie direkt aufnimmt, die ein Mobiltelefon ausstrahlt.

Kommentar: Früher hätte ich den Zusammenhang Handy/Tinnitus ohne Wenn & Aber sofort der Funkemission zugeschrieben - was sonst. Ein Handy am Ohr bewirkt jedoch noch etwas anderes, nämlich die bekannten "heißen Ohren", die jedoch nur zu einem Bruchteil auf der Funkemission beruhen, sondern viel stärker infolge fehlender Belüftung und des warmen Handy-Akkus - mein ich, mal gelesen zu haben. Alarmmeldungen bezüglich Handy allein nur mit Funkwellen in Verbindung zu bringen trifft es daher nicht richtig, es müssen auch die Begleitumstände einer Handynutzung betrachtet werden. Das unangenehme Gefühl beim Tragen geschlossener Bügel-Kopfhörer (Erwärmung) war einst mit ein Grund für die Entwicklung offener Kopfhörer. Vielleicht gibt es auch da einen Zusammenhang mit Tinnitus. Für mich ist es jedenfalls vorstellbar, dass die "heißen Ohren" den Tinnitus anlocken.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Tinnitus

Tinnitus: Handy verdoppelt Risiko

Doris @, Dienstag, 20.07.2010, 13:42 (vor 3668 Tagen) @ H. Lamarr

Ich meine wir hätten diese Studie schon mal angesprochen, finde den Strang jedoch nicht mehr.

http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&id=19141#p19141

Tinnitus: Handy verdoppelt Risiko

Doris @, Mittwoch, 28.07.2010, 08:02 (vor 3660 Tagen) @ Doris

Ich meine wir hätten diese Studie schon mal angesprochen, finde den Strang jedoch nicht mehr.

http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&id=19141#p19141

Kommentar: Früher hätte ich den Zusammenhang Handy/Tinnitus ohne Wenn & Aber sofort der Funkemission zugeschrieben - was sonst. Ein Handy am Ohr bewirkt jedoch noch etwas anderes, nämlich die bekannten "heißen Ohren", die jedoch nur zu einem Bruchteil auf der Funkemission beruhen, sondern viel stärker infolge fehlender Belüftung und des warmen Handy-Akkus - mein ich, mal gelesen zu haben. Alarmmeldungen bezüglich Handy allein nur mit Funkwellen in Verbindung zu bringen trifft es daher nicht richtig, es müssen auch die Begleitumstände einer Handynutzung betrachtet werden. Das unangenehme Gefühl beim Tragen geschlossener Bügel-Kopfhörer (Erwärmung) war einst mit ein Grund für die Entwicklung offener Kopfhörer. Vielleicht gibt es auch da einen Zusammenhang mit Tinnitus. Für mich ist es jedenfalls vorstellbar, dass die "heißen Ohren" den Tinnitus anlocken.

Dazu erschiene Medien-Artikel, aus denen auch hervorgeht, dass die Autoren selbst auch andere Alternativen mit in einfliessen lassen.

Hallo, ich versteh' Sie leider nicht! (Südkurier vom 23.07.10)

Das Rauschen, das nicht aufhört (Kurier vom 23.07.10)

Das Klingeln nach dem Klingeln (Süddeutsche Zeitung 20.07.2010)

Und auf RDWs Seite gibt es zu der Studie auch Expertenstimmen dazu:

Expertenstimmen dazu:

Veronica Kennedy, a consultant and adviser to the British Tinnitus Association:

'...This is an interesting study but there are a number of complex factors underlying tinnitus which have not been addressed in the study...The link between mobile phone use remains unproven with further work still needed.'

Dr. Thomas J. Balkany, director of the University of Miami Ear Institute in HealthDay:

'The data are very weak...They [the study authors] haven't looked into the common causes of tinnitus in the kind of detail that would be necessary. These include stress and anxiety and depression, [and] the huge impact of MP3 players...'

He concluded that the study findings were '...not causative in any way.'

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Handy, Risiko, SZ, Impact Factor

Rackern für die Tonne?

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 28.07.2010, 13:28 (vor 3660 Tagen) @ Doris

Dazu erschiene Medien-Artikel, aus denen auch hervorgeht, dass die Autoren selbst auch andere Alternativen mit in einfliessen lassen.

...

Mit Ihrer substanziellen Recherche, "Doris", erreichen Sie die Vernünftigen, unter den Mobilfunkkritikern, also zwei oder drei ;-) und natürlich eine unbekannte Anzahl Mitleser. Die Unvernünftigen, die Hetzer (Beispiel), die erreichen Sie damit nicht. Warum nicht? Darauf gibt es sicher viele Antworten, meine lautet: Diese Leute haben sich öffentlich festgelegt und glauben, nicht mehr zurück zu können, ohne das Gesicht zu verlieren (tragisch, die einen haben Angst das Gesicht zu verlieren, andere dagegen haben zwei Gesichter, und es passt wieder nicht). Inspiriert wurde ich zu dieser Antwort von Frau W., die mir gegenüber noch nicht einen einzigen Irrtum eingeräumt hat, auch wenn er ersichtlich wurde, sogar ein offensichtlicher Tippfehler wurde unlängst nur mit umständlicher Verbrämung nur indirekt eingeräumt. In dieser seltsamen Debatte wimmelt es aber geradezu von Irrtümern und Fehlern, wenn da nichts zurückgenommen wird, wuchert es zu dem, was wir heute eben als die "Mobilfunkdebatte" kennen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Rackern für die Tonne?

Doris @, Mittwoch, 28.07.2010, 19:35 (vor 3660 Tagen) @ H. Lamarr

Ich recherchiere => rackere mittlerweile in erster Linie nur noch für mich, weil ich das Ganze nach wie vor spannend finde.

Mit Ihrer substanziellen Recherche, "Doris", erreichen Sie die Vernünftigen, unter den Mobilfunkkritikern,

ja, aber dazu muss es ja erst kommen. Wie Sie aus eigener Erfahrung, so wie ich auch, wissen, fängt der Weg des Mobilfunkkritikers eher "unvernünftig" an.
Deshalb kann substanzielle Recherche die Wandlung hin zum vernünftigen "Mobilfunkkritiker" bewirken.

also zwei oder drei ;-) und natürlich eine unbekannte Anzahl Mitleser.

Genau, und vielleicht erreiche ich mit dem Einstellen meiner Recherchen bei dem ein oder anderen, dass er erst gar nicht so anfängt, wie nicht nur ich es getan habe.

Die Unvernünftigen, die Hetzer (Beispiel), die erreichen Sie damit nicht. Warum nicht? Darauf gibt es sicher viele Antworten, meine lautet: Diese Leute haben sich öffentlich festgelegt und glauben, nicht mehr zurück zu können, ohne das Gesicht zu verlieren (tragisch, die einen haben Angst das Gesicht zu verlieren, andere dagegen haben zwei Gesichter, und es passt wieder nicht).

Und die Reaktionen auf Ihren Kommentar zu dem verlinkten Leserbrief, kann man mMn nach nur dann zuordnen, wenn man selber rackert. Wer nichts weiß, muss alles glauben, lässt sich wohl auch schneller verunsichern und schreibt dann so ein Zeugs. Mir sind heute auch ein paar Dinge mehr als peinlich, die ich am Anfang meiner "Karriere" verbreitet habe.

Inspiriert wurde ich zu dieser Antwort von Frau W., die mir gegenüber noch nicht einen einzigen Irrtum eingeräumt hat, auch wenn er ersichtlich wurde, sogar ein offensichtlicher Tippfehler wurde unlängst nur mit umständlicher Verbrämung nur indirekt eingeräumt.

Ja und hier schließt sich der Kreis. Vielleicht macht meine, wie Sie es nennen, substanzielle Recherche, ein wenig Sinn. Und zwar der, dass der ein oder andere stille Mitleser, der bei Informationsbeschaffung den Weg hierher findet, gar nicht zu einer "neuen Frau W." wird. ;-)

In dieser seltsamen Debatte wimmelt es aber geradezu von Irrtümern und Fehlern, wenn da nichts zurückgenommen wird, wuchert es zu dem, was wir heute eben als die "Mobilfunkdebatte" kennen.

Da muss ich Ihnen leider Recht geben, obwohl es sehr desillusionierend ist und auch der Grund, warum meine Recherchen ganz und gar nicht mehr im Gleichgewicht sind mit dem Einstellen der dadurch erlangten Erkenntnisse hier ins Forum.

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Illusion

Tinnitus

Kuddel, Mittwoch, 28.07.2010, 21:16 (vor 3660 Tagen) @ Doris
bearbeitet von Kuddel, Mittwoch, 28.07.2010, 21:37

In den Tinnitus-Foren wird das Thema Elektrosmog immer wieder mal diskutiert.
Meinem Eindruck nach in den "ernsthafteren" Foren mehr als vage Möglichkeit. Dort werden "Elektrosmog-Beiträge" nicht selten als Belästigung empfunden.
Die Schreiber wenden sich dann ab und tauchen in Elektrosmog-Foren wieder auf.

Was mit dabei aufgefallen ist, daß in den Fallgeschichten der Funkmast immer in einer Art "Ausschlußverfahren" als Schuldiger ausgemacht wird.
Man glaubt, irgendwann alle Möglichkeiten in Betracht gezogen zu haben und dann bleibt nur noch der Funkmast als Erklärung übrig.

In gewisser Weise kann man ja verstehen ,daß die Leute einen "Schuldigen" haben wollen, für die hohe Einbuße an Lebensqualität.

Interessant ist dabei auch, wie wissenschaftliche Artikel mißverstanden und fehlinterpretiert werden. Da werden z.B. Studien über das Phänomen des Mikrowellenhörens als skandalöser (weil angeblich unterdrückter) >Beweis< für die eigene These des Tinnitus durch Sendemasten herangezogen.

Selbst bei Widersprüchen zur eigenen These, z.B. der Erkenntnis, daß Abschirmbaldachine nicht den gewünschten, Tinnitus-reduzierenden Effekt haben, fängt der Betroffene nicht etwa an, andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, sondern zimmert sich passende, pseudowissenschaftliche Erklärungen zusammen, z.B. daß die Baldachine zwar die Hochfrequenz, aber nicht die niederfrequente Pulsung der Funkwellen abschirmen würden (was völliger Unsinn ist).

Vehement muss man aber darauf hinweisen, dass die Mobilfunkstrahlung leider nicht nur aus der Hochfrequenz besteht sondern dass es die gefährlicheren niederfrequent gepulsten aufmodulierten Strahlen sind,...Das Zelt oder der Baldachin schützt sicherlich in einem gewissen Rahmen vor der Hochfrequenz, aber die gefährlichen niederfrequenten Signale passieren weiterhin den Schutz.

Gefunden >hier<.

Recht nachdenklich stimmte mich bisher einzig >diese< Fallschilderung, weil der Schreiber recht nüchtern und wenig "aufgeregt" berichtet und die Geschichte dadurch sehr authentisch wirkt und die Betroffenen nur einen bescheidenen Wunsch haben:

Wir brauchen soviel wie möglich Betroffene, damit die Staatanwaltschaft einen begründeten Verdacht hat, die UMTS Antennen zum Testen, ob der Pfeifton weg ist, abzuschalten.

Interessante Abweichung hier: Der wird "Ton" auch von Fremdpersonen wahrgenommen ...

Ich denke, daß es in diesem Fall z.B. Demodulationseffekte in Rundfunkgeräten ("Kofferadios") eine Erklärung sein könnten, die dann als Tinnitus fehlinterpretiert werden.

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Reutlingen

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