REFLEX - Folge 6 (Forschung)

Alexander Lerchl @, Montag, 12.04.2010, 10:49 (vor 5188 Tagen)

[Hinweis: Nach Prüfung bzgl. Verbotsbehauptung wieder frei gegeben am 25.12.2011]

Die 6. Folge der Artikelserie im Laborjournal ist soeben veröffentlicht worden. Für Leute, die sich mit Excel ein wenig auskennen, gibt es ein paar verspätete Ostereier zu finden. :-) :-)

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

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Reflex

REFLEX - Folge 6

H. Lamarr @, München, Montag, 12.04.2010, 23:43 (vor 5188 Tagen) @ Alexander Lerchl

Die 6. Folge der Artikelserie im Laborjournal ist soeben veröffentlicht worden. Für Leute, die sich mit Excel ein wenig auskennen, gibt es ein paar verspätete Ostereier zu finden. :-) :-)

Also, wir hier kennen ja das meiste schon aus älteren Diskussionssträngen. Was ich aber richtig gut finde, sind die kleinen Happen, in die Sie den dicken Knödel zersäbeln, damit er verdaulich wird, und die "Schreibe", dem Leser quasi einen Arm auf die Schulter zu legen anstatt mit erhobenem Zeigefinger vor ihm herum zu fuchteln. Da haben Sie mMn mit dem unkonventionellen Laborjournal schon die genau richtige Plattform gewählt.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Abwarten ...

Alexander Lerchl @, Dienstag, 13.04.2010, 08:17 (vor 5187 Tagen) @ H. Lamarr

Die 6. Folge der Artikelserie im Laborjournal ist soeben veröffentlicht worden. Für Leute, die sich mit Excel ein wenig auskennen, gibt es ein paar verspätete Ostereier zu finden. :-) :-)

Also, wir hier kennen ja das meiste schon aus älteren Diskussionssträngen.

Schon richtig. Aber was heute kommt, kennen bislang nur wenige Personen im Detail.

Was ich aber richtig gut finde, sind die kleinen Happen, in die Sie den dicken Knödel zersäbeln, damit er verdaulich wird, und die "Schreibe", dem Leser quasi einen Arm auf die Schulter zu legen anstatt mit erhobenem Zeigefinger vor ihm herum zu fuchteln. Da haben Sie mMn mit dem unkonventionellen Laborjournal schon die genau richtige Plattform gewählt.

Danke! :-) :-) :-)

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Folge 7

H. Lamarr @, München, Dienstag, 13.04.2010, 23:58 (vor 5187 Tagen) @ Alexander Lerchl

Schon richtig. Aber was heute kommt, kennen bislang nur wenige Personen im Detail.

Es muss wohl an der verflixten 7 liegen: Diese Folge ist mMn die bislang mit Abstand Anstrengendste gewesen.

Was mir nicht klar geworden ist: Prof. Kundi hat bei seiner Nachuntersuchung die Ergebnisse der Laborantin K. nicht bestätigen können. Woher aber hat er denn die mit Mühe zusammen gekratzten 50 Zellen her gehabt, an denen die Nachuntersuchung stattfand? Meine Frage beruht auf einem Kenntnisdefizit über die Bedeutung von "Nachuntersuchung". Darunter verstehe ich (eigentlich), dass vorhandenes Material (Daten, Fotos, Objektträger ...) noch einmal neu untersucht wird. Das "Material" müssten also aus meiner Sicht diejenigen Zellen sein (genauer, deren Kometenschweife), die lange zuvor von Frau K. angeblich analysiert worden sind. Diese Zellen aber waren zwischenzeitlich doch längst "hinüber" gegangen, da die Kometenschweife sich ja nur ein paar Tage "halten" und dann verschwinden. Zumindest habe ich das so verstanden.

Da bei Reflex von Bildaufzeichnungen nicht die Rede ist, ist das, was Frau K. einst im Okular ihres Mikroskops an Schweifen gesehen haben will, unrettbar verloren und entzieht sich so jeglicher Prüfung. Daraus ziehe ich den Schluss, dass Kundi das UMTS-Experiment mit frischen Zellen komplett neu inklusive Befeldung nachvollzogen hat und dann bei 50 dergestalt malträtierten Zellen keine Kometen feststellen konnte. Wohl ist mir bei dieser Interpretation aber nicht.

Szenenwechsel.

Sie schreiben in Folge 7 am Schluss: Man muss also feststellen, dass die Medizinische Universität Wien nicht in der Lage war, die Untersuchung mit einem befriedigenden Ergebnis zu Ende zu führen, also der Schlussfolgerung, dass die Publikationen auf Daten*** beruhen und zurückgezogen werden müssen.

Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, war die Med.-Uni aber sehr wohl in der Lage gewesen, die Untersuchung zu einem (nur für Sie) befriedigendem Ende zu führen. Für die Uni und Prof. Rüdiger ist das, was für Sie ein befriedigendes Ende ist, jedoch eine öffentliche Demontage 1. Klasse, der es mit dem "Agrément amiable" (was für ein hübscher Euphemismus für "Deal") wohl im gegenseitigen Interesse einen Riegel vorzuschieben galt. Kurz: Die Uni war durchaus in der Lage, den Störfall ordentlich zu regeln, nur, sie wollte es nicht.

[Hinweis: [***] aus Rechtsgründen editiert am 25.12.2011]

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
UMTS-Studie, Wien, Datenfälschung, Deal

Folge 7

Alexander Lerchl @, Mittwoch, 14.04.2010, 08:47 (vor 5186 Tagen) @ H. Lamarr

Was mir nicht klar geworden ist: Prof. Kundi hat bei seiner Nachuntersuchung die Ergebnisse der Laborantin K. nicht bestätigen können. Woher aber hat er denn die mit Mühe zusammen gekratzten 50 Zellen her gehabt, an denen die Nachuntersuchung stattfand?

Er und Frau Hölzl haben die noch existierenden Objektträger erneut ausgewertet.

...Diese Zellen aber waren zwischenzeitlich doch längst "hinüber" gegangen, da die Kometenschweife sich ja nur ein paar Tage "halten" und dann verschwinden. Zumindest habe ich das so verstanden.

Es war zumindest ein Teil der Zellen noch auswertbar, also im Prinzip war die Nachauswertung noch möglich. Bei der Methode (Färbung der DNA mit Ethidiumbromid) ist auch - ander als bei Färbungen mit Fluoreszenzfarbstoffen - nicht davon auszugehen, dass die Proben nach Tagen oder Wochen hinüber wären.


Da bei Reflex von Bildaufzeichnungen nicht die Rede ist, ist das, was Frau K. einst im Okular ihres Mikroskops an Schweifen gesehen haben will, unrettbar verloren und entzieht sich so jeglicher Prüfung. Daraus ziehe ich den Schluss, dass Kundi das UMTS-Experiment mit frischen Zellen komplett neu inklusive Befeldung nachvollzogen hat und dann bei 50 dergestalt malträtierten Zellen keine Kometen feststellen konnte. Wohl ist mir bei dieser Interpretation aber nicht.

Hat er auch nicht und musste er auch nicht (s.o.).


Szenenwechsel.

Sie schreiben in Folge 7 am Schluss: Man muss also feststellen, dass die Medizinische Universität Wien nicht in der Lage war, die Untersuchung mit einem befriedigenden Ergebnis zu Ende zu führen, also der Schlussfolgerung, dass die Publikationen auf Daten*** beruhen und zurückgezogen werden müssen.

Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, war die Med.-Uni aber sehr wohl in der Lage gewesen, die Untersuchung zu einem (nur für Sie) befriedigendem Ende zu führen. Für die Uni und Prof. Rüdiger ist das, was für Sie ein befriedigendes Ende ist, jedoch eine öffentliche Demontage 1. Klasse, der es mit dem "Agrément amiable" (was für ein hübscher Euphemismus für "Deal") wohl im gegenseitigen Interesse einen Riegel vorzuschieben galt. Kurz: Die Uni war durchaus in der Lage, den Störfall ordentlich zu regeln, nur, sie wollte es nicht.

So sieht es aus. Nach außen hui (Pressemitteilungen), nach innen pfui (Deal).

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