Kirchturm als Standort

Karl A., Freitag, 04.03.2005, 14:50 (vor 7048 Tagen)

Ich nehme Bezug auf den Beitrag "Kirchtürme sind als Standorte eine Überlegung wert".

http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_05/Kirchturm/kirchturm.html

Herr Scheingraber schreibt:

Selbst, wenn in einem Einzelfall - und das haben nur die Bürger dieser Kommune zu entscheiden - tatsächlich eine Kirche der günstigste Standort ist, verbietet sich eine Verallgemeinerung weil:>

Gleich im ersten Satz Ihrer Gegendarstellung stellt sich mir die Frage:
Wen meinen Sie mit "die Bürger"?

In der Regel entscheiden die politischen Vertreter der Bürger (z.B. ein Bürgermeister). Auf die Belage einzelner Bürger wird keine Rücksicht genommen. Die momentane Gesetzeslage ist pro Mobilfunk. So sollte man versuchen Alternativen aufzuzeigen und diese gegebenfalls auch nutzen. Die starre Haltung, sich nicht ausreichend mit dem Thema auseinander zu setzen halte ich für falsch. Sachliche Information ist angebracht denn nur so kann man Entscheidungen treffen die auch während eines Sturmes stand halten.
Sie aber greifen nach den Sternen.

Die ödp geht mit ihrem Volksbegehren "Für Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk" einen ersten richtigen Schritt. Dies sollte man tunlichst unterstützen. Viele Bürgermeister fühlen sich durch die Privilegien die die Netzbetreiber haben ganz klar ausgebootet. Ihnen (dem Bürgermeister) sind die Hände gebunden, weil die große Politik in Berlin und Europa die wirtschaftlichen Interessen klar in den Vordergrund stellen. Politik und Industrie ist eng mit einander verflochten und dies ist der Grund, warum sich auch in naher Zukunft nicht viel ändern kann.
Veränderungen können nur von anderen politisch Organisationen kommen. Und dies muss wiederum vom Bürger unterstützt werden.

Karl

Kirchturm als Standort

Erika Hübner, Hannover, Freitag, 04.03.2005, 18:21 (vor 7048 Tagen) @ Karl A.

Na dann Herr Doktor,

mich ärgert es, wenn ich höre die Mobilfunkantennen sollen in die Stadtrandgebiete. Die Nutzer dieser Technik nehmen sich die Freiheit immer und überall zu telefonieren.
Ich selbst lebe am Stadtrand, ich kann mir ein Handy gar nicht leisten.
Aber zu mir den Dreck der besseren Gesellschaft.
Nee! Herr Doktor, behaltet euern Dreck.
Das ist nur eine Lösung für die bessere Gesellschaft.

Von einer Partei erwarte ich mehr Weitblick. Das Volksbegehren in Bayern hilft mir in Hannover gar nichts.

Kirchturm als Standort

Schutti @, Freitag, 04.03.2005, 20:00 (vor 7048 Tagen) @ Erika Hübner

mich ärgert es, wenn ich höre die Mobilfunkantennen sollen in die Stadtrandgebiete. Die Nutzer dieser Technik nehmen sich die Freiheit immer und überall zu telefonieren.

Warum nicht.
Bei uns ist telefonieren mit dem Handy fast güngstiger wie mit dem Festnetz.

Ich selbst lebe am Stadtrand, ich kann mir ein Handy gar nicht leisten. Aber zu mir den Dreck der besseren Gesellschaft.

Weshalb Dreck.
Ihr habt dann am Stadtrand eine bessere Versorgung wie die Leute weiter drinnen.

Nee! Herr Doktor, behaltet euern Dreck. Das ist nur eine Lösung für die bessere Gesellschaft.

Drinnen dürfen sie aber keinen Masten bauen weil da Leute dagegen sind.

Schutti

Kirchturm als Standort

Erika Hübner, Hannover, Freitag, 04.03.2005, 20:49 (vor 7048 Tagen) @ Schutti

Wer telefonieren will soll auch den Sendemasten in der Nachbarschaft tollerieren und nicht die daraus resultierende Gesundheitsbelastung den Anderen in die Schuhe schieben.

Drinnen dürfen sie aber keinen Masten bauen weil da Leute dagegen sind.

Und ich bin dagegen, die Belastung an den Stadtrand zu schieben. Da wohne ich. Bin ich Mensch zweiter Klasse, dass man mir zumutet, was die im Zentrum nicht haben wollen?

Erika

Kirchturm als Standort

Schutti @, Freitag, 04.03.2005, 21:27 (vor 7048 Tagen) @ Erika Hübner

Wer telefonieren will soll auch den Sendemasten in der Nachbarschaft tollerieren und nicht die daraus resultierende Gesundheitsbelastung den Anderen in die Schuhe schieben.

Wer sagt dass die Telefonierer und die Mastengegner ident sind?
Vieleicht ist dort eine BI die gegen Antennen wettert und die Telefonierer müssen dann mit dem ERgebnis leben.

Drinnen dürfen sie aber keinen Masten bauen weil da Leute dagegen sind.

Und ich bin dagegen, die Belastung an den Stadtrand zu schieben. Da wohne ich. Bin ich Mensch zweiter Klasse, dass man mir zumutet, was die im Zentrum nicht haben wollen?

Ich bin dafür dass man die Antennen der ARchitektur anpasst dann sind sie auch zu ertragen.
Einen riesigen Stahlgittermasten stellt man einfach nicht mitten in die Altstadt.

Schutti

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Stahlgittermast

Kirchturm als Standort

Karl, Montag, 21.03.2005, 09:45 (vor 7031 Tagen) @ Erika Hübner
bearbeitet von Karl, Montag, 21.03.2005, 10:17

Volker Hartenstein, MdL a.D.

Anm.:

In einem Punkt muss man Herrn Schall ("izgmf") uneingeschränkt Recht geben:
"Kirchtürme sind in den allermeisten Fällen vorzügliche Standorte für Mobilfunksender." Allerdings meist nur aus Sicht der Netzbetreiber! Größere Bereiche im Umfeld der Anlagen lassen sich optimal funktechnisch versorgen.

Der von Herrn Schall angestrengte Immissions-Vergleich zweier möglicher Innerorts-Standorte (Kirchturm/Hausdach) `hinkt´ an verschiedenen Stellen:

Kirchturm-Anlage (im Vergleich zur Hausdachanlage):

- Würde wahrscheinlich mit einer höheren Sendeleistung (s. auch Gegendarstellungen) arbeiten.
Dies ist eine Behauptung von Herrn Hartenstein.

- Von einer größeren Anzahl umliegender Gebäuden aus bestünde direkter Sichtkontakt zur Kirchturmspitze. Eine dämpfende Wirkung durch Gebäude(teile), Bäume usw. entfiele also.
Ja und, der Hauptstrahl trifft erst nach mehreren Metern auf Gebäude etc. ist doch optimal wenn man bedenkt, dass es auf die Entfernung in der Horizonalen und Vertikalen ankommt. Je weiter weg desto besser.

- Der Faktor `Reflexion` käme voraussichtlich stärker zur Geltung.
Ja wenn schon, die Entfernung ist doch entscheidend. Zum Vergleich setzen Sie mal die Antenne auf ein Einfamilienhaus. Hier ist die Entfernung deutlich geringer und somit ist die Immissionsbelastung hoher.
Diesen Punkt ignorieren Sie einfach.

Aber auch diese Contra-Gesichtspunkte stellen nur die halbe Wahrheit dar.
Deshalb macht es m.E. wenig Sinn derartige Vergleiche (innerorts)
anzustellen. Die Gefahr einer Fehleinschätzung infolge unterschiedlichster
Umfeld-Bedingungen ist einfach zu groß.
Was ist den Ihre ganze Wahrheit? Ich weiß zu wenig, deshalb keine Mobilfunkantennen egal wo oder die Antenen raus an den Stadtrand?

Eines jedoch lässt sich mit Sicherheit vorhersagen: In Wohnbereichen, in denen niemand seine Liegenschaft zur Aufnahme von Sendeantennen und Basisstationen zur Verfügung stellt, wird es keine wohnortnahen Anlagen geben. Insofern ist es sehr zu begrüßen, wenn die Verantwortlichen der Kirchen bewusst auf eine mögliche Einnahmequelle verzichten und eine Vorreiterfunktion übernehmen. Es muss ja in einem solchen Fall nicht zwangsläufig ein Ersatzstandort in unmittelbarer Nähe zustande kommen.
Auch Sie träumen noch, was glauben Sie, warum es so viele Antennenstandorte gibt, weil man die Gefahren nicht so einschätzt, wie Sie und weil Aufklärung tendenziös betrieben wird.
Jeder ist käuflich und hat seinen Preis.

A propos "Umkreis von vielleicht 500 m". Die von Herrn Schall angesprochenen Suchkreise, die die Netzbetreiber den Kommunen für Alternativstandorte anbieten, haben im allgemeinen keinen Radius von 500 m, sondern einen Durchmesser von 100 bis maximal 500 m (bei UMTS-Netzen noch kleiner).
Die beiden verglichenen Standorte (Kirche/Hausdach) würden also relativ nahe bei einander liegen.

Informieren Sie sich doch mal, in München gab es durchaus Suchkreismeldungen mit 500 m Radius. Unterlassen Sie doch diese Bemerkungen, sie bringen nichts klärendes zur Sachen.

Schlußbemerkung:
Was will uns Herr Hartenstein mit dieser seiner Meldung sagen? Für mich sieht es so aus, dass auch Herr Hartenstein die Meldung nicht entkräften kann.
Bin gespannt, wer sich noch alles vor den Karren spannen läst. Jeder dieser Herren verliert an Glaubwürdigkeit bei mir mit solchen Aussagen. Es gibt auch noch Leute, die nicht der BW alles glauben und selbst kritisch mit dem Thema umgehen. Aber solange diese Vorbeter mit unhaltbaren Behauptungen und Meinungen im Feld sind, wird sich wohl nichts ändern können.
Und weiter gehts mit dem Stankt-Florians-Prinzip
:angry:

Kirchturm als Standort

Schutti @, Montag, 21.03.2005, 15:42 (vor 7031 Tagen) @ Karl

In einem Punkt muss man Herrn Schall ("izgmf") uneingeschränkt Recht geben: "Kirchtürme sind in den allermeisten Fällen vorzügliche Standorte für Mobilfunksender." Allerdings meist nur aus Sicht der Netzbetreiber!

Auch aus der Sicht der Mobilfunkkunden.
Ein Standort der funttechnisch gut ist hällt die Verbindung mit weniger Aufwand wie ein weniger guter Standort. (stark vereinfacht)
Entfernung lässt sich leichter ausgleichen wie Dämpfung durch viele REflexionen (zu tief montierte Antenne).

Größere Bereiche im Umfeld der Anlagen lassen sich optimal funktechnisch versorgen.

Stimmt so.

Der von Herrn Schall angestrengte Immissions-Vergleich zweier möglicher Innerorts-Standorte (Kirchturm/Hausdach) `hinkt´ an verschiedenen Stellen:

Kirchturm-Anlage (im Vergleich zur Hausdachanlage): - Würde wahrscheinlich mit einer höheren Sendeleistung (s. auch Gegendarstellungen) arbeiten. Dies ist eine Behauptung von Herrn Hartenstein.

Und ist falsch.
Wie stark gesendet wird und wie groß die Zelle beplant wird hängt von der Dichte der Kunden ab.
Es macht einen Unterschied ob ein kleines ländliches Dorf versorgt werden muss oder ob es die Innenstadt einer typischen Metropole ist mit Geschäftsviertel und Einkaufsstrassen.

- Von einer größeren Anzahl umliegender Gebäuden aus bestünde direkter Sichtkontakt zur Kirchturmspitze. Eine dämpfende Wirkung durch Gebäude(teile), Bäume usw. entfiele also.

Genau das ist das tolle an solchen Standorten.
Auch wenn der Standort mit einer hohen Leistungsklasse betrieben wird, die Leistungsregelung regelt auf beiden Seiten die Leistung auf einen Wert der gerade noch ausreicht (plus etwas Reserve)

Ja und, der Hauptstrahl trifft erst nach mehreren Metern auf Gebäude etc. ist doch optimal wenn man bedenkt, dass es auf die Entfernung in der Horizonalen und Vertikalen ankommt. Je weiter weg desto besser.

Naja, ob die Dämpfung jetzt durch die Freiraumdämpfung (plus Luft) zustandekommt oder durch Wände....
Wenn zumindest zu den Häusern Sichtkontakt besteht kann man doch deutlich einfacher planen wie wenn man die Kunden nur durch Relfexionen erreicht und überall mindestens 2 Hauswände durchdringen muss.

- Der Faktor `Reflexion` käme voraussichtlich stärker zur Geltung. Ja wenn schon, die Entfernung ist doch entscheidend. Zum Vergleich setzen Sie mal die Antenne auf ein Einfamilienhaus. Hier ist die Entfernung deutlich geringer und somit ist die Immissionsbelastung hoher.

Die Freiraumdämfpung macht aber hier wenig aus.
Wir reden über Entferungen bis ca. 500 Meter.

Diesen Punkt ignorieren Sie einfach.

Aber auch diese Contra-Gesichtspunkte stellen nur die halbe Wahrheit dar. Deshalb macht es m.E. wenig Sinn derartige Vergleiche (innerorts) anzustellen. Die Gefahr einer Fehleinschätzung infolge unterschiedlichster Umfeld-Bedingungen ist einfach zu groß.

Die Netzbetreiber sind nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen.
Es gibt zwar mehrere Philosophien bei der Netzplaung, an die Physik müssen sie sich auch halten und auch an Erfahrungserte richtet man sich gerne.

Was ist den Ihre ganze Wahrheit? Ich weiß zu wenig, deshalb keine Mobilfunkantennen egal wo oder die Antenen raus an den Stadtrand?

Wie wird dann das Gebiet mobilfunktechnisch versorgt?
Wer sagt "gar nicht und das bleibt auch so" hat die Diskussion schon verloren.

Eines jedoch lässt sich mit Sicherheit vorhersagen: In Wohnbereichen, in denen niemand seine Liegenschaft zur Aufnahme von Sendeantennen und Basisstationen zur Verfügung stellt, wird es keine wohnortnahen Anlagen geben. Insofern ist es sehr zu begrüßen, wenn die Verantwortlichen der Kirchen bewusst auf eine mögliche Einnahmequelle verzichten und eine Vorreiterfunktion übernehmen. Es muss ja in einem solchen Fall nicht zwangsläufig ein Ersatzstandort in unmittelbarer Nähe zustande kommen. Auch Sie träumen noch, was glauben Sie, warum es so viele Antennenstandorte gibt, weil man die Gefahren nicht so einschätzt, wie Sie und weil Aufklärung tendenziös betrieben wird. Jeder ist käuflich und hat seinen Preis.

A propos "Umkreis von vielleicht 500 m". Die von Herrn Schall angesprochenen Suchkreise, die die Netzbetreiber den Kommunen für Alternativstandorte anbieten, haben im allgemeinen keinen Radius von 500 m, sondern einen Durchmesser von 100 bis maximal 500 m (bei UMTS-Netzen noch kleiner).

Also kleiner wie 100m sind bestenfalls Microzellen.

Die beiden verglichenen Standorte (Kirche/Hausdach) würden also relativ nahe bei einander liegen.

Je niedriger die Sendeleistungen desto dichter müssen die Standorte sein.
Irgenwann ist man dann bei Antennen auf jedem Dach.
Wollen die Leute das?
(Die Idee die Strassenlaternen als Standorte zu nutzen bleibt natürlich auch noch)

Informieren Sie sich doch mal, in München gab es durchaus Suchkreismeldungen mit 500 m Radius. Unterlassen Sie doch diese Bemerkungen, sie bringen nichts klärendes zur Sachen.

Schlußbemerkung: Was will uns Herr Hartenstein mit dieser seiner Meldung sagen? Für mich sieht es so aus, dass auch Herr Hartenstein die Meldung nicht entkräften kann. Bin gespannt, wer sich noch alles vor den Karren spannen läst. Jeder dieser Herren verliert an Glaubwürdigkeit bei mir mit solchen Aussagen. Es gibt auch noch Leute, die nicht der BW alles glauben und selbst kritisch mit dem Thema umgehen. Aber solange diese Vorbeter mit unhaltbaren Behauptungen und Meinungen im Feld sind, wird sich wohl nichts ändern können. Und weiter gehts mit dem Stankt-Florians-Prinzip :angry:

Es werden ja immer wieder sehr niedrige Grenzwerte (oft euphemistisch als Vorsorgewerte bezeichnet) gefordert.
Ist diesen Leuten klar dass das bestenfalls im urbanen Gebiet geht und man damit die Gebiete ausserhalb der Ortschaften nicht versorgen kann, ausser in jedem der Begrenzungspflöcke ist ein Sender?

Schutti

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Kirchturm

Eine Frage des Verhandlungsspielraums

H. Lamarr @, München, Freitag, 04.03.2005, 19:42 (vor 7048 Tagen) @ Karl A.

In der Regel entscheiden die politischen Vertreter der Bürger (z.B. ein Bürgermeister).

Das wird der Herr Pfarrer bestimmt nicht erlauben, wenn der Herr Bürgermeister über seinen Kirchturm bestimmen möchte. Aber letztlich ist das ja auch egal, wer hier NEIN sagt. Ein pauschales NEIN, das im Vorfeld - wenn noch kein Mast montiert ist - schon mal laut (weil opportun) propagiert wird, kann bei beiden ganz schön in die Hose gehen. Dann nämlich, wenn später eine neutrale Immissionsprognose genau diesen "verbotenen" Standort (z. B. Kirche oder irgendein anderes Gebäude) als den gesundheitsverträglichsten ausweist.

Aus Prestigegründen gibt's dann wohl kein Zurück mehr (man hat sich zuvor ja schon festgelegt) und der Mast kommt irgenwo anders hin - wo er, das kann man sich ja leicht vorstellen, noch viel mehr schadet. Das hat bisher nur deshalb keinen Volksaufstand verursacht, weil von der Standortverschiebung die Betroffenen nichts mitkriegen. Wenn die wüssten, würde sich der Fokus so manchen Protests nicht mehr nur allein gegen den Betreiber richten ...

Akzeptabel wäre ein kommunales/kirchliches pauschales NEIN m. M. nach erst dann, wenn sich kein Bürger mehr fände, der ersatzweise (zum optimalen Standort) sein Hausdach zur Verfügung stellt. Dann würden die Betreiber tatsächlich ins Gebirge gucken, aber leider widerstehen noch viel zuwenige der Versuchung, das Haushaltsgeld mühelos aufzubessern.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Volksaufstand, Kirchturm, Handlungsspielraum

Eine Frage des Verhandlungsspielraums

Schutti @, Sonntag, 06.03.2005, 12:53 (vor 7046 Tagen) @ H. Lamarr

In der Regel entscheiden die politischen Vertreter der Bürger (z.B. ein Bürgermeister).

Das wird der Herr Pfarrer bestimmt nicht erlauben, wenn der Herr Bürgermeister über seinen Kirchturm bestimmen möchte. Aber letztlich ist das ja auch egal, wer hier NEIN sagt. Ein pauschales NEIN, das im Vorfeld - wenn noch kein Mast montiert ist - schon mal laut (weil opportun) propagiert wird, kann bei beiden ganz schön in die Hose gehen. Dann nämlich, wenn später eine neutrale Immissionsprognose genau diesen "verbotenen" Standort (z. B. Kirche oder irgendein anderes Gebäude) als den gesundheitsverträglichsten ausweist.

Es ist eher so dass wenn ein Betreiber einen Standort sucht man mal mit den Besitzern der möglichen Standorte redet und ihnen ein Angebot macht.
Wenn der nein sagt landet das erst garnicht beim zuständigen Bauamt (oder wo sowas halt abgesegnet werden muss)
Wenn der Pfarrer (oder die Kirche halt) Ja sagt *dann* wird das behandelt.
Wenn es im Klockenturm aufgestellt wird und gewisse Leistungen nicht überschritten werden braucht es oft den Amtsweg garnicht.

Akzeptabel wäre ein kommunales/kirchliches pauschales NEIN m. M. nach erst dann, wenn sich kein Bürger mehr fände, der ersatzweise (zum optimalen Standort) sein Hausdach zur Verfügung stellt. Dann würden die Betreiber tatsächlich ins Gebirge gucken, aber leider widerstehen noch viel zuwenige der Versuchung, das Haushaltsgeld mühelos aufzubessern.

Wie will man die Bürger dazu bringen ihr Hausdach nicht zur Verfügung zu stellen?
Konkrete Vorschläge bitte.


Schutti

Eine Frage des Verhandlungsspielraums

H. Lamarr @, München, Sonntag, 06.03.2005, 18:24 (vor 7046 Tagen) @ Schutti

Wie will man die Bürger dazu bringen ihr Hausdach nicht zur Verfügung zu stellen? Konkrete Vorschläge bitte.

Ja war es denn nicht der gute alte Dr. Bornkessel von der IMST GmbH, der in seiner Untersuchung im Umfeld von Basisstationen zu der Erkenntnis kam, dass es UNTER einem Masten überraschend heftig strahlt? Damit kann ich doch jedem Hausbesitzer mächtig Angst machen! Okay, wenn der Hausbesitzer woanders wohnt, funktioniert das nicht. Und deshalb haben wir ja auch 60 000 Sendemasten herumstehen und bald werden es 100 000 sein.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Eine Frage des Verhandlungsspielraums

Schutti @, Montag, 07.03.2005, 20:00 (vor 7045 Tagen) @ H. Lamarr

Wie will man die Bürger dazu bringen ihr Hausdach nicht zur Verfügung zu stellen? Konkrete Vorschläge bitte.

Ja war es denn nicht der gute alte Dr. Bornkessel von der IMST GmbH, der in seiner Untersuchung im Umfeld von Basisstationen zu der Erkenntnis kam, dass es UNTER einem Masten überraschend heftig strahlt? Damit kann ich doch jedem Hausbesitzer mächtig Angst machen! Okay, wenn der Hausbesitzer woanders wohnt, funktioniert das nicht. Und deshalb haben wir ja auch 60 000 Sendemasten herumstehen und bald werden es 100 000 sein.

Ist aber nicht die Wahrheit.
Gerate unter dem Masten ist die Feldstärke eher gering.
Das kann soweit gehen dass der Erhoffte Mast auf dem Gebäude keine Besserung in der Versorgung *IM* Gebäude bringt.
Ausserdem sind in allen Dächern bei Wohnblöcken hier auch Drahtgitter oder gar Bleche drinnen.
Auch beim Estrich wird oft Drahtgitter eingebaut wie ich beim rausreissen des Estrichs bei einem Zimmer bei meinen Eltern feststellen durfte.
Aber man kann ja den Leuten einreden dass sie danach extrem bestrahlt werden, passt eh zur Desinformation die von Mobilfunkgegner oft ausgeht. :P

Wenn jemand plant sein Dach für eine Mobilfunkantennen zur Verfügung zu stellen, was plant ihr da so dagegen zu machen?


Schutti

Lassen Sie's bornkesseln, Schutti

H. Lamarr @, München, Dienstag, 08.03.2005, 16:16 (vor 7044 Tagen) @ Schutti

Wie will man die Bürger dazu bringen ihr Hausdach nicht zur Verfügun zu stellen? Konkrete Vorschläge bitte.

Ja war es denn nicht der gute alte Dr. Bornkessel von der IMST GmbH, der in seiner Untersuchung im Umfeld von Basisstationen zu der Erkenntnis kam, dass es UNTER einem Masten überraschend heftig strahlt? Damit kann ich doch jedem Hausbesitzer mächtig Angst machen! Okay, wenn der Hausbesitzer woanders wohnt, funktioniert das nicht. Und deshalb haben wir ja auch 60 000 Sendemasten herumstehen und bald werden es 100 000 sein.

Ist aber nicht die Wahrheit.

Halt, Moment mal: Dr. Borkessel arbeitet auch für die Betreiber so dass man ihm kaum unterstellen kann, er sei auf Seiten der Kritiker. Und trotzdem sagt er, dass es UNTER einem Masten überraschend heftig strahlen kann. Lesen Sie doch mal seine Studie, da gibt's Messwerte ohne Ende?

Gerate unter dem Masten ist die Feldstärke eher gering.

Jaja, das habe ich auch mal so gelernt. Das heißt aber nix. Beispiel: 100 Jahre lang mussten Kinder Spinat futtern, nur weil anno Tobak mal einem bekannten Herrn Professor ein Kommafehler unterlaufen ist, den niemand bemerkte. Spinat hat nicht mehr Eisen als anderes Grünzeug.

Das kann soweit gehen dass der Erhoffte Mast auf dem Gebäude keine Besserung in der Versorgung *IM* Gebäude bringt.

Wohl eher eine Vermutung Ihrerseits

Ausserdem sind in allen Dächern bei Wohnblöcken hier auch Drahtgitter oder gar Bleche drinnen.

Sie reden von Flachdächern, Neubauten. Und was ist mit Altbauten? Außerdem pfeifen uns die Refexionen vom nahen Nachbarhaus auch ganz schön um die Ohren - oder zählen die etwa nicht?

Auch beim Estrich wird oft Drahtgitter eingebaut wie ich beim rausreissen des Estrichs bei einem Zimmer bei meinen Eltern feststellen durfte. Aber man kann ja den Leuten einreden dass sie danach extrem bestrahlt werden, passt eh zur Desinformation die von Mobilfunkgegner oft ausgeht. :P

Gegenüber der Desinformation der Mobilfunker sind wir Waisenknaben.

Wenn jemand plant sein Dach für eine Mobilfunkantennen zur Verfügung zu stellen, was plant ihr da so dagegen zu machen?

Ist individuell von der kriminellen Energie der Betroffenen abhängig. Ich würde sagen, die Palette reicht vom Suchen des vermittelnden Gesprächs bis hin zum Abflexen des Masten. Im Mordfall an einer E-Plus-Managerin wurde, so hat's mit jemand glaubhaft erzählt, sogar in Richtung Mobilfunkgegner ermittelt - gottseidank ergebnislos.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Sendemast, Belastung, Messung, Bornkessel

Lassen Sie's bornkesseln, Schutti

Schutti @, Dienstag, 08.03.2005, 16:39 (vor 7044 Tagen) @ H. Lamarr

Ja war es denn nicht der gute alte Dr. Bornkessel von der IMST GmbH, der in seiner Untersuchung im Umfeld von Basisstationen zu der Erkenntnis kam, dass es UNTER einem Masten überraschend heftig strahlt? Damit kann ich doch jedem Hausbesitzer mächtig Angst machen! Okay, wenn der Hausbesitzer woanders wohnt, funktioniert das nicht. Und deshalb haben wir ja auch 60 000 Sendemasten herumstehen und bald werden es 100 000 sein.

Wenn man nur die 2t und 3t besten Standorte bekommt muss man mehr Antennen planen.
Der Hauptgrund ist aber dass Mobilfunk stark genutzt wird, irgenwo muss die Kapazität ja herkommen.

Ist aber nicht die Wahrheit.

Halt, Moment mal: Dr. Borkessel arbeitet auch für die Betreiber so dass man ihm kaum unterstellen kann, er sei auf Seiten der Kritiker. Und trotzdem sagt er, dass es UNTER einem Masten überraschend heftig strahlen kann. Lesen Sie doch mal seine Studie, da gibt's Messwerte ohne Ende?

Ich kenne hier mehrere Fälle wo das mittels Netzmonitor bemerkt wurde, obwohl auf dem Dach eine Antenne des passenden Betreibers war war das Handy bei der BTS 2 Strassen weiter eingebucht.
Wie hohe Feldstärken zustande kommen?
REflexionen, wenn die Wellen an einer gegenüberliegenden Hauswand runterreflektiert werden oder das Dach nicht abschirmt, nicht jedes Dach hat Metallgeflecht(wobei das eigentlich weniger ausmachen müsste, die Antennen "strahlen" sehr wenig nach unten, die Sendekeulen sind recht gleichmäßig)

Gerate unter dem Masten ist die Feldstärke eher gering.

Jaja, das habe ich auch mal so gelernt. Das heißt aber nix. Beispiel: 100 Jahre lang mussten Kinder Spinat futtern, nur weil anno Tobak mal einem bekannten Herrn Professor ein Kommafehler unterlaufen ist, den niemand bemerkte. Spinat hat nicht mehr Eisen als anderes Grünzeug.

Was kein Beweis ist.
Habe schon erlebt dass ich weit draußen gleich neben einem riesigen Gittermasten (damals GSM und D-Netz) mit dem D-Netz keinen Empfang hatte.
Die Antenne strahlt nicht nach unten sondern seitlich weg, es soll ja die Fläche versorgt werden (Es ist mitten in der Pampa in Niederösterreich)

Das kann soweit gehen dass der Erhoffte Mast auf dem Gebäude keine

Besserung in der Versorgung *IM* Gebäude bringt.

Wohl eher eine Vermutung Ihrerseits

Es gibt genug Hinweise darauf, zumindest ist die Feldstärke eines ein paar Straßen weiter aufgebauten Sendestandortes stärker, das Handy hat sich dort eingebucht anstatt bei der BTS auf dem Dach oben (ca. 6-8 Stockwerke hoch glaube ich, wir waren im 4ten Stock)

Außerdem sind in allen Dächern bei Wohnblöcken hier auch Drahtgitter oder gar Bleche drinnen.

Sie reden von Flachdächern, Neubauten. Und was ist mit Altbauten? Außerdem pfeifen uns die Refexionen vom nahen Nachbarhaus auch ganz schön um die Ohren - oder zählen die etwa nicht?

Da wirkt immer noch die Antennecharakteristik, die Antennen sind keine Kugelstrahler sondern Sendepanels mit meist 120° Öffnungswinkel, vertikal haben die meist einen sehr viel kleineren Öffnungswinkel, muss mal die angaben zu selchen Panels wieder raussuchen, hatte mal ein PDF, mal sehen ob ich das noch wo finde.

Auch beim Estrich wird oft Drahtgitter eingebaut wie ich beim rausreißen des Estrichs bei einem Zimmer bei meinen Eltern feststellen durfte. Aber man kann ja den Leuten einreden dass sie danach extrem bestrahlt werden, passt eh zur Desinformation die von Mobilfunkgegner oft ausgeht. :P

Gegenüber der Desinformation der Mobilfunker sind wir Waisenknaben.

Wo desinformieren die denn?
Was gesagt wird ist offizieller Wissensstand.

Wenn jemand plant sein Dach für eine Mobilfunkantennen zur Verfügung zu stellen, was plant ihr da so dagegen zu machen?

Ist individuell von der kriminellen Energie der Betroffenen abhängig. Ich würde sagen, die Palette reicht vom Suchen des vermittelnden Gesprächs bis hin zum Abflexen des Masten. Im Mordfall an einer E-Plus-Managerin wurde, so hat's mit jemand glaubhaft erzählt, sogar in Richtung Mobilfunkgegner ermittelt - gottseidank ergebnislos.

Genau das war meine Intention bezöglich meiner Frage.
Ich vermute dass oft nach der Methode "Mach kaputt was dich kaputtmacht" gehandelt wird und damit auch Vandalismus und vielleicht auch Körperverletzung in Kauf nimmt.
Auch das Mobben der Menschen ist eher ein Armutszeugnis und erinnert an Geschiedene Menschen als dies von der Kirche noch bekämpft wurde (Ja, ist lange her)
Da wurde auch diese Leute aus der Gesellschaft ausgestoßen (nicht mehr oder weniger war ein Kommunionsverbot damals) besonders auf dem Lande.

Was sollen solche Sachen wie Häuser verschandeln mit Transparenten oder überhaupt diese Leute angreifen (verbal oder physisch)
Kenne ich eher nur von PETA oder den Abtreibungsgegnern.


Schutti

Lassen Sie's bornkesseln, Schutti

H. Lamarr @, München, Dienstag, 08.03.2005, 21:22 (vor 7044 Tagen) @ Schutti

Ich kenne hier mehrere Fälle wo das mittels Netzmonitor bemerkt wurde, obwohl auf dem Dach eine Antenne des passenden Betreibers war war das Handy bei der BTS 2 Strassen weiter eingebucht.

Naja, ein Beweis ist das aber nicht. Es könnte doch auch so gewesen sein, dass die Funkzelle, deren Antenne über Ihrem Kopf war, einfach kapazitätsmäßig so stark ausgelastet war, dass Sie per Handover in die Nachbarzelle verfrachtet wurden. Nicht wegen der miesen Empfangsfeldstärke, sondern weil die Zelle voll war.

Es gibt genug Hinweise darauf, zumindest ist die Feldstärke eines ein paar Straßen weiter aufgebauten Sendestandortes stärker, das Handy hat sich dort eingebucht anstatt bei der BTS auf dem Dach oben (ca. 6-8 Stockwerke hoch glaube ich, wir waren im 4ten Stock)

Unter solchen Bedingungen ist ein Einbuchen auf die Nachbarzelle gut vorstellbar

... hatte mal ein PDF, mal sehen ob ich das noch wo finde.

Nicht nötig, wenn die Nachbargebäude hoch genug sind, spielt der Öffnungswinkel ohnehin keine Rolle: Es reflektiert.

Gegenüber der Desinformation der Mobilfunker sind wir Waisenknaben.

Wo desinformieren die denn?

Oooch nö, Schutti: Vodafone benötigt für seinen Handy-TV-Tarif zum Bleistift so um die 17 Fussnoten, um den Kunden über die tatsächlichen Kosten im Unklaren zu lassen. Ecolog musste gegen den Willen von T-Mobile die "Ecolog-Studie" publizieren, weil T-Mobile die Resultate nicht recht waren. Raffiniert auch der Trick mit den Angaben zur Grenzwertausschöpfung ohne Nennung der Bezugsgröße (siehe izgmf-Beitrag: Das Wunder von NRW). Oder nehmen Sie T-Mobile mit der Analog-Telefon-Werbung für ein DECT-Telefon (ebenfalls irgendwo bei uns auf der Website). Auch wird wider besseren Wissens beharrlich und gerne behauptet, es gäbe keine Elektrosensiblen. Und die Reflex-Studie: Die wurde von Anfang an verdammt, noch bevor sie überhaupt veröffentlicht wurde. Unangenehm ist auch die direkte Finanzierungshilfe der Betreiber bei Forschungsprojekten und bei behördlichen Standortdatenbanken. Ebenso fragwürdig ist das EU-Projekt EMF-NET, das u. a. die Aufgabe hat, bei kritischen Veröffentlichungen innerhalb kürzester Zeit Öl auf die Wogen gießen zu können. So, mehr ist mir jetzt auf die Schnelle nicht eingefallen, das Magazin ist aber sicherlich noch längst nicht leer. Schade, dass sich hier so wenige an der Diskussion beteiligen.

Was gesagt wird ist offizieller Wissensstand.

Ja genau, der Wissensstand a la Betreiber. Der Rest wird diffamiert und platt gemacht.

Genau das war meine Intention bezöglich meiner Frage. Ich vermute dass oft nach der Methode "Mach kaputt was dich kaputtmacht" gehandelt wird und damit auch Vandalismus und vieleicht auch Körperverletzung in Kauf nimmt. Auch das Mobben der Menschen ist eher ein Armutszeugnis und erinnert an Geschiedene Menschen als dies von der Kirche noch bekämpft wurde (Ja, ist lange her) Da wurde auch diese Leute aus der GEsellschaft ausgestossen (nicht mehr oder weniger war ein Kommunionsverbot damals) besonders auf dem Lande. Was sollen solche Sachen wie Häuser verschandeln mit Transparenten oder überhaupt diese Leute angreifen (verbal oder physisch). Kenne ich eher nur von PETA oder den Abtreibungsgegnern.

ja, das kann ich nachvollziehen. Aber es ist wahrlich nicht leicht, im nahfeld eines Masten zu leben und stillschweigend hinzunehmen, dass der Hausbesitzer nebenan sich mit dem Ding die Taschen füllt. Das weckt anfangs enorme Agressionen. Kann ich hier gar nicht schreiben, was wir unserm "Gönner" alles an den hals gewünscht haben. Jetzt, nach drei Jahren, versuchen wir vernünftiger mit der Sache umzugehen. Eines der erfolgversprechenden Druckablassventile ist die Politik, zu der wir allein wegen "unseres" Mastens gekommen sind.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Gönner

Lassen Sie's bornkesseln, Schutti

Schutti @, Dienstag, 08.03.2005, 21:57 (vor 7044 Tagen) @ H. Lamarr

Ich kenne hier mehrere Fälle wo das mittels Netzmonitor bemerkt wurde, obwohl auf dem Dach eine Antenne des passenden Betreibers war war das Handy bei der BTS 2 Strassen weiter eingebucht.

Naja, ein Beweis ist das aber nicht. Es könnte doch auch so gewesen sein, dass die Funkzelle, deren Antenne über Ihrem Kopf war, einfach kapazitätsmäßig so stark ausgelastet war, dass Sie per Handover in die Nachbarzelle verfrachtet wurden. Nicht wegen der miesen Empfangsfeldstärke, sondern weil die Zelle voll war.

Der Freund hat das mit dem Netzmonitor überprüft und die CElle oben am Dach nicht in der Cellenliste gefunden.

Es gibt genug Hinweise darauf, zumindest ist die Feldstärke eines ein paar Straßen weiter aufgebauten Sendestandortes stärker, das Handy hat sich dort eingebucht anstatt bei der BTS auf dem Dach oben (ca. 6-8 Stockwerke hoch glaube ich, wir waren im 4ten Stock)

Unter solchen Bedingungen ist ein Einbuchen auf die Nachbarzelle gut vorstellbar

... hatte mal ein PDF, mal sehen ob ich das noch wo finde.

Nicht nötig, wenn die Nachbargebäude hoch genug sind, spielt der Öffnungswinkel ohnehin keine Rolle: Es reflektiert.

Die Dächer waren etwa auf gleicher Höhe, die Antenne hat zumindest mit der Hauptkeule über das Nachbardach hinweggestrahlt.

Gegenüber der Desinformation der Mobilfunker sind wir Waisenknaben.

Wo desinformieren die denn?

Oooch nö, Schutti: Vodafone benötigt für seinen Handy-TV-Tarif zum Bleistift so um die 17 Fussnoten, um den Kunden über die tatsächlichen Kosten im Unklaren zu lassen. Ecolog musste gegen den Willen von T-Mobile


Ich meine nicht die Legereien was die Tarife betrifft.
Da kenne ich die fisheiten selbst genug.
Ich meine was den angeblich gesundheitsgefährdenden Aspekt betrifft.
Dass Der Betreiber Gewinn machen will ist klar.
Aber dass er bewusst die Gesundheit anderer Leute gefährdet (Ok, mal abgesehen von Tobsuchtsanfälle wegen einer REchnung) ist nichtmal ansatzweise nachgewiesen worden.

die "Ecolog-Studie" publizieren, weil T-Mobile die Resultate nicht recht waren. Raffiniert auch der Trick mit den Angaben zur Grenzwertausschöpfung ohne Nennung der Bezugsgröße (siehe izgmf-Beitrag: Das Wunder von NRW). Oder nehmen Sie T-Mobile mit der Analog-Telefon-Werbung für ein DECT-Telefon (ebenfalls irgendwo bei uns auf der Website). Auch wird wider besseren Wissens beharrlich und gerne behauptet, es gäbe keine Elektrosensiblen.

Wo sind sie denn?
Welche ES haben sich schon den Doppelblindtest unterzogen?

Und die Reflex-Studie: Die wurde von Anfang an verdammt, noch bevor sie überhaupt veröffentlicht wurde. Unangenehm ist auch die direkte Finanzierungshilfe der Betreiber bei Forschungsprojekten und bei behördlichen Standortdatenbanken. Ebenso fragwürdig ist das EU-Projekt EMF-NET, das u. a. die Aufgabe hat, bei kritischen Veröffentlichungen innerhalb kürzester Zeit Öl auf die Wogen gießen zu können. So, mehr ist mir jetzt auf die Schnelle nicht eingefallen, das Magazin ist aber sicherlich noch längst nicht leer. Schade, dass sich hier so wenige an der Diskussion beteiligen.

Und welche Aktionen beweisen eine Gefährdung von Leib und LEben?
Eher keine, eine mögliche Gefährdung muss nicht auch real sein, Theoretisch kann ich immer etwas finden.
Und Zellen werden schnell mal angegriffen.
Hat man den Versuch mit etwa gleichstarkem Sonnenlicht (Mit dem UV anteil) wiederholt?
Wurden die Versuche von anderen Wissenschaftlern wiederholt und bestätigt, sonst sind sie doch recht wertlos.

Was gesagt wird ist offizieller Wissensstand.

Ja genau, der Wissensstand a la Betreiber. Der Rest wird diffamiert und platt gemacht.

Reine Behauptung.
Gefährdungen behaupten und alle Argumente dagegen als manipuliert behaupten und die ARgumente dafür geradezu religiös verteidigen macht nicht glaubwürdiger.
Mir fehlt bei vielen Mobilfunkgegner neben der Fachkenntnis auch die Kritische Haltung die ein echter Wissenschaftler haben sollte.
Es wird alles was die eigene Position untermauert gierig genommen und verwurstet egal wie "seltsam" sie auch sein mag.

Genau das war meine Intention bezöglich meiner Frage. Ich vermute dass oft nach der Methode "Mach kaputt was dich kaputtmacht" gehandelt wird und damit auch Vandalismus und vieleicht auch Körperverletzung in Kauf nimmt. Auch das Mobben der Menschen ist eher ein Armutszeugnis und erinnert an Geschiedene Menschen als dies von der Kirche noch bekämpft wurde (Ja, ist lange her) Da wurde auch diese Leute aus der GEsellschaft ausgestoßen (nicht mehr oder weniger war ein Kommunionsverbot damals) besonders auf dem Lande. Was sollen solche Sachen wie Häuser verschandeln mit Transparenten oder überhaupt diese Leute angreifen (verbal oder physisch). Kenne ich eher nur von PETA oder den Abtreibungsgegnern.

ja, das kann ich nachvollziehen. Aber es ist wahrlich nicht leicht, im nahfeld eines Masten zu leben und stillschweigend hinzunehmen, dass der Hausbesitzer nebenan sich mit dem Ding die Taschen füllt. Das weckt anfangs enorme Agressionen. Kann ich hier gar nicht schreiben, was wir unserm "Gönner" alles an den hals gewünscht haben. Jetzt, nach drei Jahren, versuchen wir vernünftiger mit der Sache umzugehen. Eines der erfolgversprechenden Druckablassventile ist die Politik, zu der wir allein wegen "unseres" Mastens gekommen sind.

War der MAst so hässlich dass ihr euch darüber geärgert habt?
Und was berechtigt jemanden hier überhaupt Leute zu belästigen?
Wer hier gesundheitliche Probleme hat soll mal zum Arzt gehen, psychosomatische Erkrankeungen lassen sich behandeln.
Aber sie an anderen Leuten auslassen ist sehr asozial.

Schutti, der immer noch nicht glaubt dass die Beschwerden durch Mobilfunk verursacht werden solange es nicht in einem einzigen Fall sicher nahcgewiesen wurde. Es muss ja Millionen von Testpersonen geben wenn man den Mobilfunkgegnern glauben darf.

Lassen Sie's bornkesseln, Schutti

H. Lamarr @, München, Dienstag, 08.03.2005, 22:23 (vor 7044 Tagen) @ Schutti

Wo sind sie denn?
Welche Eelektrosensiblen haben sich schon den Doppelblindtest unterzogen?

Nur Geduld, die kommen schon noch. Gerade frisch über den Hartenstein-Newsletter reingekommen ist folgendes Resultat der Bundesanstalt für Arbeitsschutz, die nicht gerade im Ruf steht, auf unserer Seite zu stehen:

"...Nicht verschwiegen sein soll die Beobachtung, dass wir bei den Experimenten 3 Personen fanden (von den gegenüber Mobilfunk betroffenen 26 "Elektrosensiblen"), die die Exposition von einem kopfnahen Mobiltelefon zu 100 % genau zu unterscheiden wussten. Um eine zufallsbedingt richtige Trefferrate aus 26 Möglichkeiten auszuschließen, muss in einem strengen Doppelblindversuch das Experiment mit diesen Personen wiederholt werden."

Dr. Gerlinde Kaul, Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Berlin
Dipl.-Ing. Regina Reichardt, Forschungsgemeinschaft Funk e.V., Bonn

Quelle: Newsletter 4/2004 (Dezember 2004)

Und welche Aktionen beweisen eine Gefährdung von Leib und LEben? Eher keine, eine mögliche Gefährdung muss nicht auch real sein, Theoretisch kann ich immer etwas finden. Und Zellen werden schnell mal angegriffen. Hat man den Versuch mit etwa gleichstarkem Sonnenlicht (Mit dem UV anteil) wiederholt? Wurden die Versuche von anderen Wissenschaftlern wiederholt und bestätigt, sonst sind sie doch recht wertlos.

Das hatten wir alles schonmal, Schutti, der eine reagiert auf Warnunhinweise, der andere nicht.

Schutti, der immer noch nicht glaubt dass die Beschwerden durch Mobilfunk
verursacht werden solange es nicht in einem einzigen Fall sicher
nahcgewiesen wurde. Es muss ja Millionen von Testpersonen geben wenn man
den Mobilfunkgegnern glauben darf.

Stimmt, das ist ja das Problem, da kracht's schon, wenn nur 1 % reagieren. Und mal schön abwarten, was mit der jetzt heranwachsenden Generation der Kinder passiert: das ist die erste Generation, die von kleinauf unter Beschuss steht. Wenn die mit 70 noch putzmunter sind, gebe ich posthum den Widerstand auf. Schnappi, unser bayerischer Umweltminister hat allerdings schon (in anderem Zusammenhang) angekündigt, dass wir drauf und dran sind, als erste Elterngeneration unsere Kinder zu überleben. Das auf purer Extrapolation beruhende Argument, wir würden immer älter, stimmt nicht mehr, denn die Kurve hat 'nen Knick bekommen ... Habe mir 'ne Erkältung eingefangen und melde mich deshalb vorsichtshalber mal bis auf weiteres ab.:-(

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
, FGF, Kaul, Elektrosensible

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