Krebs: Bioresonanz-Effekte? ▼ (Forschung)

Alexander Lerchl @, Montag, 07.12.2009, 17:34 (vor 4373 Tagen)

Absprungpunkt hier: Es betrifft die Studie von Barbault et al. von 2009.

1. Vorbemerkung 1: Krebs ist eine ernste, leider allzu oft tödliche Krankheit. Die normale Behandlung durch Bestrahlung, Operation und / oder Chemotherapie ist immer öfter erfolgreich, dank international kontrollierter Studien. Die Überlebensraten und –zeiten steigen an, die Lebensqualität verbessert sich. Dennoch sind bestimmte Formen von Krebs immer noch schwer therapierbar. Die Patienten klammern sich an jede Therapie, die vielversprechend ist.

2. Vorbemerkung 2: Die Verantwortung von in diesem Bereich tätigen Ärzten und Wissenschaftlern ist in diesem Bereich der Medizin besonders hoch.

3. Die Arbeit von Barbault und Kollegen suggeriert eine „biologische Wirksamkeit“ der Behandlung: „ … and may have biological efficacy in patients with advanced cancer.“ Der wirkliche Nutzen für die Patienten ist allerdings nebulös.

4. Die Behandlung wurde an 28 Patienten durchgeführt, deren Antworten (response) allerdings nur bei 13 „auswertbar“ waren (in Tabelle 3 ist allerdings von 16 die Rede …). Von den Patienten lebten zum Zeitpunkt der Publikation noch 4. Von den 16 in Tabelle 3 aufgeführten Patienten zeigt einer eine „complete response“ (was immer „response“ meint), einer eine teilweise response, fünf eine stabile Krankheit und neun eine fortschreitende Erkrankung. In dieser wichtigen Tabelle ist allerdings völlig offen, wie lange die Patienten mit EMF behandelt wurden. Laut Text wurden die Patienten (Median) für 4,1 Monate behandelt. Minimum 1 Monat. Erst eine Zusammenstellung der „responses“ mit der Behandlungsdauer hätte eine sinnvolle Aussage ermöglicht.

5. Ganz schlimm ist die Tabelle 3 auch aus einem anderen Grund. Hier wird „response“ gesagt, aber auch die RECIST-Richtlinien verwiesen. In diesen Richtlinien ist aber nicht von „response“, sondern von „remission“ die Rede. Während response hier sonst was bedeuten kann, ist remission ganz eindeutig das „Verschwinden“ von Läsionen (also Krebsgeschwüre in diesem Fall). Einzelheiten z.B. hier: http://ikrweb.uni-muenster.de/aqs/Leitlinien/recist.html.

6. Ethisches Problem 1: Die konventionelle Therapie der Patienten musste mindestens einen Monat vor Behandlungsbeginn (mit EMF) beendet werden („All anticancer therapies had to be discontinued for at least one month prior to treatment initiation“). Das halte ich für ethisch nicht vertretbar. Besonders problematisch ist, dass bei 6 Patienten (Tabelle 2) überhaupt noch keine konventionelle Therapie begonnen wurde.

7. Ethisches Problem 2: Bei 7 Patienten erfolgte die Einwilligung nur mündlich („Oral informed consent was provided by seven patients“). Auch das halte ich für problematisch. Soweit mir bekannt ist, müssen solche Einwilligungserklärungen immer schriftlich erfolgen, ggf. über einen Rechtsvertreter. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

8. Die Exposition ist mir völlig unklar. Offensichtlich wurde eine Elektrode in Löffelform in den Mund gesteckt. Gab es eine zweite Elektrode? Wenn ja, wo war sie platziert?

9. Ebenso völlig unklar ist, wie die Tumor-spezifischen Frequenzen identifiziert wurden. Anscheinend waren die Antworten a) Hautwiderstand, b) Pulsamplitude (von was??) und c) Blutdruck ausschlaggebend. Wie genau diese Antworten gewichtet wurden, ist nicht nachvollziehbar und damit nicht reproduzierbar.

10. Die Behandlung umfasste bis zu 280 verschiedene Frequenzen (Seite 5, linke Spalte, vorletzter Absatz) für jeden Patienten. Da die Behandlung jeweils für 1 Stunde am Tag dreimal durchgeführt wurde, ist unklar, in welcher Reihenfolge die Frequenzen / für wie lange appliziert wurden.

11. Der „Erfolg“ der Behandlung ist alles andere als klar. In Abb. 2 wird als Beispiel der Verlauf des Tumormarkers Ca-125 bei einer Patientin gezeigt. Es wird behauptet, dass es durch die kombinierte Behandlung mit EMF und bevacizumab (Avastin von Roche) zu einer stark verringerten Konzentration von Ca-125 kommt. Wenn man sich das Bild allerdings genauer betrachtet, hat EMF mit dem Effekt nichts zu tun, sondern ist dem Mittel Avastin zuzuschreiben.

12. Auch dem so viel Aufmerksamkeit gezollten Abfall um 200 Einheiten Ca-125 zwischen Oktober und November 2005 ist kaum der Wirkung von EMF zuzuschreiben, da der Wert zuvor und später (unter EMF) ständig ansteigt. Normalerweise ist der Wert unter 35, der Minus-200 Effekt wurde bei einem Wert von ca. 2000 beobachtet!

In der Diskussion lautet es: „The objective responses observed suggest that electromagnetic fields amplitude-modulated at tumor-specific frequencies may have a therapeutic effect”. Jetzt kann man sich vorstellen, wie betroffene Laien darauf reagieren … Ist „TheraBionic LLC“ eine Aktiengesellschaft? Kaufen, kaufen!

Noch eine technische Sache, die ich nicht beurteilen kann. Im Text werden die „Tumor-spezifischen“ Frequenzen mit abenteuerlicher Genauigkeit angegeben (z.B. Brustkrebs: 1873,477 Hz). Als Gerät zur Ermittlung und Applikation ist ein Chip genannt (AD9835) und eine Frequenzgenauigkeit von 10(-7). Da ich kein Fachmann auf dem Gebiet bin, aber schon einige Bausätze zusammengelötet habe, weiß ich, dass jeder Chip gewisse Ungenauigkeiten hat. Man kann zwar die Frequenz mit einer hohen Genauigkeit EINSTELLEN, aber das, was RAUSKOMMT, ist sicher nicht so genau, oder? Fragen an die Fachleute (im data sheet habe ich dazu nichts gefunden).

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=36863

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

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Bioresonanz, Kuster, Pasche, Krebstherapie, Bioresonanztherapie

DDS-Generator

Raylauncher @, Montag, 07.12.2009, 22:42 (vor 4372 Tagen) @ Alexander Lerchl

Hallo Herr Lerchl,

rein technisch betrachtet, stellt die Erzeugung sehr frequenzgenauer Signale heutzutage keinerlei Problem dar. Die hohe Präzision soll wohl die spezifische Wirkungsweise und eine hohe Effizienz des Gerätes bzw. des Verfahrens suggerieren.

Der angegebene Chip ist ein DDS-Generator (direkte digitale Synthese), bei dem ein Takt (z.B. von einem Quarzoszillator) als Referenz benutzt wird, um daraus praktisch jede beliebige Frequenz und Signalform zu erzeugen. Die Frequenzauflösung wird mit 1 zu 4 Milliarden (Billion) angegeben. Weiterhin wird die Frequenzgenauigkeit durch der Präzision des Taktes beeinflusst. Ein spezielles Merkmal eines DDS-Generators ist die frei wählbare Signalform (z.B. Sinus, Rechteck, Rampe, Dreieck, etc.).
Ein Datenblatt gibt es hier.

mit freundlichem Gruß
Raylauncher

Tags:
Oszillator

DDS-Generator

Alexander Lerchl @, Dienstag, 08.12.2009, 08:08 (vor 4372 Tagen) @ Raylauncher

Hallo Herr Lerchl,

rein technisch betrachtet, stellt die Erzeugung sehr frequenzgenauer Signale heutzutage keinerlei Problem dar. Die hohe Präzision soll wohl die spezifische Wirkungsweise und eine hohe Effizienz des Gerätes bzw. des Verfahrens suggerieren.

Der angegebene Chip ist ein DDS-Generator (direkte digitale Synthese), bei dem ein Takt (z.B. von einem Quarzoszillator) als Referenz benutzt wird, um daraus praktisch jede beliebige Frequenz und Signalform zu erzeugen. Die Frequenzauflösung wird mit 1 zu 4 Milliarden (Billion) angegeben. Weiterhin wird die Frequenzgenauigkeit durch der Präzision des Taktes beeinflusst. Ein spezielles Merkmal eines DDS-Generators ist die frei wählbare Signalform (z.B. Sinus, Rechteck, Rampe, Dreieck, etc.).
Ein Datenblatt gibt es hier.

mit freundlichem Gruß
Raylauncher


Hallo Raylauncher,

danke für die Hinweise. Das Datenblatt hatte ich auch schon gesehen. Dort ist in einer Beispielschaltung ein Quartz-Generator (U3, XTAL 50 MHz) als externe Frequenzkontrolle angegeben, wobei dann die Frequenzgenauigkeit des Chips nur von der Genauigkeit dieses Referenzoszillators abhängt. Ich habe mal vor langer Zeit einen hochgenauen Frequenzgenerator zusammengebaut, dort war die Referenz eine "Quarzofen", also ein temperierter Quarz-Oszillator. Nur - und das ist enstscheidend - geht das mit batteriebetrieben Geräten nicht, der Stromverbrauch ist zu hoch.

Mit freundlichen Grüßen,

Alexander Lerchl

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DDS-Generator

Roger @, Dienstag, 08.12.2009, 10:57 (vor 4372 Tagen) @ Alexander Lerchl

An DCF-77 anbinden, ist auch noch eine Möglichkeit.

Genauigkeitsangabe Frequenz ▼

Kuddel, Montag, 07.12.2009, 22:45 (vor 4372 Tagen) @ Alexander Lerchl
bearbeitet von Kuddel, Dienstag, 08.12.2009, 00:09

Noch eine technische Sache, die ich nicht beurteilen kann. Im Text werden die „Tumor-spezifischen“ Frequenzen mit abenteuerlicher Genauigkeit angegeben (z.B. Brustkrebs: 1873,477 Hz). Als Gerät zur Ermittlung und Applikation ist ein Chip genannt (AD9835) und eine Frequenzgenauigkeit von 10(-7).

Bei dem Chip handelt es sich um einen DDS-Synthesizer Chip, ein Verfahren, welches auch in Kommunikationselektronik eingesetzt wird.
DDS steht für Direct Digital Synthesis.

Die Genauigkeit der ausgegebenen Frequenzen hängt überwiegend vom verwendeten Referenzoszillator ab, in der Regel ein Quarzoszillator.
Bei einer Auflösung von 0,001Hz und einer Frequenz von 1837,477Hz müßte die Genauigkeit des Quarzoszillators mindestend 0,5ppm betragen, damit die letzte Stelle +/-1 Digit stimmt.
Das ist technisch nur mit hohem Aufwand erreichbar (temperierter Oszillator).
Bei einem Quarzoszillator "aus dem Elektronik-Bastelladen" ist mit bis zu +/-50ppm Fehler der ausgegebenen Frequenz zu rechnen. In diesem Beispiel wären das ca +/-0,1Hz Frequenzabweichung bei 1837Hz Ausgangsfrequenz.
Da keine Angaben zur verwendeten Referenzquelle gemacht wurden, ist dies natürlich reine Spekulation.

Was mich an der Sache stutzig macht, ist eher die benötigte Zeit, um alle Bioresonanz-Antworten bei 0,001 Hz Auflösung und einem Frequenzbereich von 0 bis 100khz auszuwerten


Nachtrag:
Habe gerade nochmal in der Studie nachgelesen. Dort steht:

Frequency discovery consists in the measurement of variations in skin electrical resistance, pulse amplitude and blood pressure. These measurements are conducted while individuals are exposed to low and safe levels of amplitude-modulated frequencies emitted by handheld devices.
Variations in the amplitude of the radial pulse were used as the primary method for frequency detection. They were defined as an increase in the amplitude of the pulse for one or more beats during scanning of frequencies from 0.1 to 114,000 Hz using increments of 100 Hz. Whenever a change in the amplitude of the pulse is observed, scanning is repeated using increasingly smaller steps, down to 10-3 Hz. Frequencies eliciting the best biofeedback responses, defined by the magnitude of increased amplitude and/or the number of beats with increased amplitude, were selected as tumor-specific frequencies.

Man hat also 100Hz Schritte angewendet.
Merkwürdig: Wenn die Resonanz so "flach" ist, daß 100Hz Schritte für den "Grob-Scan" genügen, so ist es doch völliger Tinnef, diese Frequenz auf 0,001 Hz ganau zu bestimmen. Das geht gar nicht, weil im flachen Teil einer solchen Resonanz überhaupt keine Änderung feststellbar wäre.

Zeitabschätzung:
Der Versuch lief also über mindestens 1140 Frequenzen.

Ich glaube nicht ,daß eine Hautwiderstandsänderung oder Blutdruckänderung aufgrund einer biologischen Reaktion in 10 Sekunden feststellbar ist. Es dürfte sich doch wohl eher um Minuten handeln oder ?

Bei einer Minute "Response-Zeit" kämen wir auf eine Versuchsdauer von immerhin 19 Stunden (ohne Pause). Wenn dann eine Frequenz gefunden wird müßte diese für eine Feinjustierung von vormals 100Hz Schrittweite auf 0,001 Hz nochmals etliche Stunden untersucht werden. Wie soll das gehen ?

Was mir auch "merkwürdig" erscheint: Das Patent auf das Verfahren wurde 2 Jahre vor dem Abschluß der Studie zur Wirksamkeit des Verfahrens eingereicht.
Warum patentiert man ein Verfahren, dessen (zweifelhafte) Wirksamkeit erst 2 Jahre später mit einer Studie untersucht wird ?

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&id=36871

Genauigkeitsangabe Frequenz

H. Lamarr @, München, Dienstag, 08.12.2009, 01:09 (vor 4372 Tagen) @ Kuddel

Bei einer Auflösung von 0,001Hz ...

Dieser Quelle zufolge ist die Auflösung des Chips mit rd. 0,01 Hz zehnmal schlechter, dann wäre die dritte Nachkommastelle, weil nicht gezielt einstellbar, sowieso eine Hausnummer (wie der Autor auf die 2^32-Teilung kommt ist mir aber nicht klar geworden).

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Genauigkeitsangabe Frequenz

Kuddel, Dienstag, 08.12.2009, 21:24 (vor 4371 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Dienstag, 08.12.2009, 21:56

Bei einer Auflösung von 0,001Hz ...


Dieser Quelle zufolge ist die Auflösung des Chips mit rd. 0,01 Hz zehnmal schlechter, dann wäre die dritte Nachkommastelle, weil nicht gezielt einstellbar, sowieso eine Hausnummer (wie der Autor auf die 2^32-Teilung kommt ist mir aber nicht klar geworden).

Die 0,001Hz stammen aus der Studienbeschreibung.

...scanning is repeated using increasingly smaller steps, down to 10-3 Hz.

Prinzipiell ist das auch möglich, wenn die Referenzfrequenz (Taktfrequenz)nur 5 MHz besträgt, statt 50MHz wie im Datenblatt vorgeschlagen.

Die 2^32 ergeben sich aus der Länge des Phasenakkumulators im Chip.
Der Phasenakkumulator hat beim AD9853 eine Breite von 32 bit, kann bei anderen DDS aber auch andere Breite haben.

Damit ergibt sich beim AD 9853 eine Auflösung von (Takt-Frequenz/(2^32))

Das Prinzip kann man sich so vorstellen:
Man hat einen Speicher von 32bit Breite (genannt "Akkumulator")
Mit jedem Takt-zyklus wird der Inhalt des Speichers (Phasenakkumulator) genommen und ein fester Betrag (genannt Phasenincrement) aufaddiert und wieder im Speicher abgelegt. Wenn der Speicher "überläuft" ist eine Periode im Ausgangssignal erreicht.
Je größer der aufaddierte Anteil, desto schneller läuft der Akkumulator über, desto höher die Ausgangsfrequenz.

Beispiel:
Ich habe einen Akku mit 4 bit, welcher Zahlen von 0 bis 15 speichern kann.
Nun addiere ich mit jedem Takt-Zyklus 1 hinzu (Phasenincrement)
ergibt: 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 / 0 1 ..... "/"=Überlauf
Das bedeutet nach 16 Takten gibt es einen Überlauf.
Das entspricht damit einem Teilerfaktor von 16 bzw 2^4.
Die Eingangsfrequenz wird also durch 2^4=16 geteilt.

Takte ich das Ganze System mit 16 Hz, gibt es ein Überlaufsignal mit 1Hz

Addiere ich mit jedem Takt-Signal eine "2" in den "Akku" ergibt sich
0 2 4 6 8 10 12 14 / 0 2 4
Nun gibt es einen Überlauf nach 8 Takten (doppelte Frequenz zu vorher)
Takte ich das Ganze mit 16 Hz, gibt es ein Überlaufsignal mit 2 Hz

Addiere ich mit jedem Takt-Signal eine "3" ergibt sich die Abfolge:
0 3 6 9 12 15 / 2 5 8 11 14 / 1 4 7 10 13 / 0 3 ...
Takte ich das Ganze mit 16 Hz, gibt es ein Überlaufsignal mit 3 Hz

Andere Analogie:
Stellen Sie sich eine Uhr mit Sekundenzeiger vor.
Der Akkumulator kann Zahlen von 0..59 darstellen, dann läuft er über (Nulldurchgang) und fängt von vorne an.
Takte ich die "Uhr" 1 mal pro Sekunde, erhalte ich eine Ausgangsfrequenz von 0,01666 Hz

Nun sei die Uhr kaputt und der Sekundenzeiger springt mit jedem Takt 2 Schritte (Phasenincrement doppelt so hoch).
=> Ausgangsfrequenz von 1/30 = 0,03333 Hz

Springt der Sekundenzeiger mit jedem Takt 3 Schritte, so erhalte ich eine Ausgangsfrequenz von 1/20Hz = 0,05Hz

usw..

Im Fall des genannten Chip es nun so, daß nicht 60 Schritte nötig sind, bis der Zeiger eine Runde macht, sondern 2^32 Schritte.

Takte ich diese Uhr weiterhin mit 1Hz und lasse den Zeiger auch immer nur einen Schritt vorwärts springen, ergibt sich eine Ausgangsfrequenz von 0,000000000232830643...Hz

=> Die Frequenzauflösung eines DDS hängt also von der Breite des Akkumulators ab (darstellbarer Zahlenbereich).

Genauigkeitsangabe Frequenz

Alexander Lerchl @, Dienstag, 08.12.2009, 08:20 (vor 4372 Tagen) @ Kuddel

Was mich an der Sache stutzig macht, ist eher die benötigte Zeit, um alle Bioresonanz-Antworten bei 0,001 Hz Auflösung und einem Frequenzbereich von 0 bis 100khz auszuwerten

...

Man hat also 100Hz Schritte angewendet.

Merkwürdig: Wenn die Resonanz so "flach" ist, daß 100Hz Schritte für den "Grob-Scan" genügen, so ist es doch völliger Tinnef, diese Frequenz auf 0,001 Hz ganau zu bestimmen. Das geht gar nicht, weil im flachen Teil einer solchen Resonanz überhaupt keine Änderung feststellbar wäre.

Stimmt. Das habe ich auch bemerkt. *Jede* Resonanz hat eine bestimmte Breite. Insofern ist auch folgende Aussage "Tinnef" (übersetzt und im Satzbau verändert aus Legende zu Tabelle 1): "Die folgenden Frequenzen waren bei den meisten Patienten gemeinsam: Brustkrebs: 1873,477 Hz, Leberkrebs: 2221,323 Hz, Prostatakrebs: 6350,333 Hz, Bauspeicheldrüsenkrebs: 10456,383 Hz."

Zeitabschätzung:
Der Versuch lief also über mindestens 1140 Frequenzen.
Ich glaube nicht ,daß eine Hautwiderstandsänderung oder Blutdruckänderung aufgrund einer biologischen Reaktion in 10 Sekunden feststellbar ist. Es dürfte sich doch wohl eher um Minuten handeln oder ?

Bei einer Minute "Response-Zeit" kämen wir auf eine Versuchsdauer von immerhin 19 Stunden (ohne Pause). Wenn dann eine Frequenz gefunden wird müßte diese für eine Feinjustierung von vormals 100Hz Schrittweite auf 0,001 Hz nochmals etliche Stunden untersucht werden. Wie soll das gehen ?

Was mir auch "merkwürdig" erscheint: Das Patent auf das Verfahren wurde 2 Jahre vor dem Abschluß der Studie zur Wirksamkeit des Verfahrens eingereicht.

Warum patentiert man ein Verfahren, dessen (zweifelhafte) Wirksamkeit erst 2 Jahre später mit einer Studie untersucht wird ?

Sie haben in allen Punkten Recht. Es wäre auch nicht weiter der Rede wert, wenn es sich nicht um eine Studie handeln würde, die explizit einen therapeutischen Nutzen für schwer erkrankte, "austherapierte" Patientinnen und Patienten ginge.

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Fragen an den Bioresonanz-Praktiker "charles"

H. Lamarr @, München, Dienstag, 08.12.2009, 09:45 (vor 4372 Tagen) @ Alexander Lerchl

Merkwürdig: Wenn die Resonanz so "flach" ist, daß 100Hz Schritte für den "Grob-Scan" genügen, so ist es doch völliger Tinnef, diese Frequenz auf 0,001 Hz ganau zu bestimmen. Das geht gar nicht, weil im flachen Teil einer solchen Resonanz überhaupt keine Änderung feststellbar wäre.

Stimmt. Das habe ich auch bemerkt. *Jede* Resonanz hat eine bestimmte Breite. Insofern ist auch folgende Aussage "Tinnef" (übersetzt und im Satzbau verändert aus Legende zu Tabelle 1): "Die folgenden Frequenzen waren bei den meisten Patienten gemeinsam: Brustkrebs: 1873,477 Hz, Leberkrebs: 2221,323 Hz, Prostatakrebs: 6350,333 Hz, Bauspeicheldrüsenkrebs: 10456,383 Hz."

"charles", Sie sind mMn der einzige hier, der über Bioresonanz-Gerätschaft verfügt. Was sagen Sie denn nun als Praktiker zu den kritischen Anmerkungen über die flachen Scheitel der Resonanzstellen und die auf drei Nachkommastellen genauen Frequenzwerte? Welche feinste Frequenzauflösung lassen Ihre Geräte zu?

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Fragen an den Bioresonanz-Praktiker "charles"

charles ⌂ @, Dienstag, 08.12.2009, 11:11 (vor 4372 Tagen) @ H. Lamarr

Merkwürdig: Wenn die Resonanz so "flach" ist, daß 100Hz Schritte für den "Grob-Scan" genügen, so ist es doch völliger Tinnef, diese Frequenz auf 0,001 Hz ganau zu bestimmen. Das geht gar nicht, weil im flachen Teil einer solchen Resonanz überhaupt keine Änderung feststellbar wäre.

Stimmt. Das habe ich auch bemerkt. *Jede* Resonanz hat eine bestimmte Breite. Insofern ist auch folgende Aussage "Tinnef" (übersetzt und im Satzbau verändert aus Legende zu Tabelle 1): "Die folgenden Frequenzen waren bei den meisten Patienten gemeinsam: Brustkrebs: 1873,477 Hz, Leberkrebs: 2221,323 Hz, Prostatakrebs: 6350,333 Hz, Bauspeicheldrüsenkrebs: 10456,383 Hz."


"charles", Sie sind mMn der einzige hier, der über Bioresonanz-Gerätschaft verfügt. Was sagen Sie denn nun als Praktiker zu den kritischen Anmerkungen über die flachen Scheitel der Resonanzstellen und die auf drei Nachkommastellen genauen Frequenzwerte? Welche feinste Frequenzauflösung lassen Ihre Geräte zu?

Es gibt Function Generators die mit drei Stellen hinter den Komma arbeiten können, aber die meiste seriöse können mit zwei Stellen hinter den Komma arbeiten. Mein Gerät tut das auch. Ich weiss nicht was *hineingesteckt* wird, aber was *herauskommt* stimmt laut Messungen.
Es gibt Frequenzen, z.B. die *DNA related*, welche auch diese zwei Komma-Stellen brauchen.

Merke, die meiste Rife Frequenzen stammen von rund 1930, als die Elektronik noch nicht so fein war wie momentan.

BX Virus (royal rife’s original number)
Rife’s name for a carcinoma strain of cancer. The
frequency read from one of Rife’s beam Rays instruments
was 1,604,000 hertz. Jeff Sutherland has further refined
that number to 1,604,368 exactly.

Frequenz Therapie wird seit 1930 mit Erfolg angewandt, auch bei Krebs.
Ich weiss nicht wie es in Deutschland ist, aber in die Niederlande gibt es eine Privat Tagesklinik, wo man sehr viel Erfolg hat, auch mit Krebs.
Mir sind verschiedenen Fälle bekannt von Personen die von der Schulmedizin noch wenige Monaten zu leben hatten, aber dank diese Methoden Jahren später noch immer (schmerzfrei) leben.

In Australien gibt es den Artzt John Holt, der seit 30 Jahren Krebs heilt.
Er spritzt die Tumoren ein mit ein Glukoseblocker und bestrahlt die dann mit 434 Hz.

Mein rechter Arm ergab Schmerzen, als ob den Ellbogen gegen etwas gestossen hat, was aber nicht der Fall war. Eine Art Rheuma. Und es dauerete ziemlich lang. Dann habe ich die Frequenzen für das Parvovirus B19 eingegeben, und nach zwei Sitzungen waren die Schmerzen völlig vorbei, und sind nicht mehr zurück gekommen.
*Wir* geniessen eine gute Gesundheit.
Meine Frau fühlt sich momentan gesünder als vor 50 Jahren.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Genauigkeitsangabe Frequenz

kritiker, Dienstag, 08.12.2009, 10:15 (vor 4372 Tagen) @ Alexander Lerchl

Einverstanden.

Wenn in der Diskussion sich aber der Widerspruch allein gegen die offenbare technisch-physikalische Unzulanglichkeit und die schmerzlich ins Auge stechende statistische Wertlosigkeit richtet, so läuft man Gefahr, den wissenschaftlichen Anfangsfehler zu übersehen, dass diese Arbeit ihr Ergebnis im Kern voraussetzt: "Es gibt Bioresonanz. B. hilft gegen Krebs. Wir müssen nur zeigen welche Frequenz bei welchem Krebs hilft. Die F. haben wir gefunden. ALSO HILFT BIORESONANZ GEGEN KREBS."

PS:
Mit meinen dicken Daumen hab ich mich glatt auf dem Touchscreen verhau'n:
Der obige Text war auf die letzte Replik von A.L. gedacht.
An Spatenpaulis Einladung zu einer weiteren Werbeaktion von Charles habe ich so meine Zweifel.

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