Was verursacht "Elektromagnetische Hypersensibilität" (Allgemein)

Doris @, Freitag, 07.08.2009, 19:07 (vor 3604 Tagen)

Neue Veröffentlichung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Dr. Kaul):

Was verursacht "elektromagnetische Hypersensibilität"?
Diese Arbeit kombiniert ein umfangreiches Literaturreview und Darstellung der öffentlichen Diskussion mit den ausführlich dargestellten Ergebnissen der eigenen Untersuchungen mit 50Hz und GSM-Mobiltelefonexposition.

G. Kaul:
Was verursacht "elektromagnetische Hypersensibilität"?. Individuelle Wahrnehmung oder reaktiv ausgelöste Empfindlichkeit auf elektromagnetische Felder

Link zum Volltext

Quelle: RDW-Elektrosmoginfo

Tags:
Kaul, Studie, Elektrosensibilität, elektromagnetische Hypersensibilität

Was verursacht "Elektromagnetische Hypersensibilität"

charles ⌂ @, Freitag, 07.08.2009, 19:44 (vor 3604 Tagen) @ Doris

Viel Aufwand für eine nichtssagende Antwort.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Was verursacht "Elektromagnetische Hypersensibilität"

Doris @, Samstag, 08.08.2009, 14:38 (vor 3603 Tagen) @ charles

Viel Aufwand für eine nichtssagende Antwort.

37 Minuten nach Einstellen des 199 Seiten - Berichtes können Sie so eine Aussage machen :lookaround:

Ich habe jetzt die ersten 23 Seiten gelesen.

Fakt ist, Frau Dr. Kaul fasst rein in die Wunde. Schonungslos rechnet sie mit der Vorgehensweise der Mobilfunkkritiker ab, die (ihrer Meinung nach?) daran beteiligt sind, dass diese Diskussion in dieser Art und Weise geführt wird.
Sie spricht das Geschäftsmodell an, welches daraus entwachsen ist und die Bürger letztendlich schamlos ausbeutet. Das Hantieren mit Maßeinheiten und dadurch entstehende große angsteinflößende Zahlen und die Anfeindung die nach nicht passenden Fernsehsendungen entstehen, sind ebenfalls Thema. Sie greift die Internetforen auf/an, nennt Kompetenzinitiative und beispielhaft ein paar in der Szene verherrlichten Bücher und Personen beim Namen. Auch die Oberammergauer kommen nicht gut weg.

Von daher kann ich verstehen, charles, dass Ihnen der Bericht, den Sie sicherlich nicht gelesen haben, nicht gefällt.

Ob und wie die Kritiker darauf reagieren werden, darauf bin ich gespannt. Ich tippe mal, dass dieser Bericht und sein Inhalt ignoriert werden.

Was verursacht "Elektromagnetische Hypersensibilität"

charles ⌂ @, Samstag, 08.08.2009, 16:28 (vor 3603 Tagen) @ Doris

Viel Aufwand für eine nichtssagende Antwort.

37 Minuten nach Einstellen des 199 Seiten - Berichtes können Sie so eine Aussage machen :lookaround:

Ich habe jetzt die ersten 23 Seiten gelesen.

Fakt ist, Frau Dr. Kaul fasst rein in die Wunde. Schonungslos rechnet sie mit der Vorgehensweise der Mobilfunkkritiker ab, die (ihrer Meinung nach?) daran beteiligt sind, dass diese Diskussion in dieser Art und Weise geführt wird.
Sie spricht das Geschäftsmodell an, welches daraus entwachsen ist und die Bürger letztendlich schamlos ausbeutet. Das Hantieren mit Maßeinheiten und dadurch entstehende große angsteinflößende Zahlen und die Anfeindung die nach nicht passenden Fernsehsendungen entstehen, sind ebenfalls Thema. Sie greift die Internetforen auf/an, nennt Kompetenzinitiative und beispielhaft ein paar in der Szene verherrlichten Bücher und Personen beim Namen. Auch die Oberammergauer kommen nicht gut weg.

Von daher kann ich verstehen, charles, dass Ihnen der Bericht, den Sie sicherlich nicht gelesen haben, nicht gefällt.

Ob und wie die Kritiker darauf reagieren werden, darauf bin ich gespannt. Ich tippe mal, dass dieser Bericht und sein Inhalt ignoriert werden.

Nein Doris,

es geht mir nicht um die von Dr. Kaul geäusserte Kritik an Dritte, z.B. an die TNO Leute. (Obwohl sie das ganze doch von eine bestimmte Sauce überlagert hat.)

Nein meine Kritik umfasst die Meinung, Elektrosensible sind wie Lampen.
Und den ganzen Vorgang war darauf basiert, und von eine Psychologin, der die Masten als Phallussymbole bezeichnete.

Die Studie van dr. Kaul hatten wir mal durchgekaut. Das sie jetzt von BAUA publiziert wird ändert nichts an die Sache.
(Die Oberammergauer hatten nicht so viele Beschwerden bis aber das extra Signal von 8 1/3 Hz dazu kam. Beim Abschalten dieser Pulsrate minderten die Beschwerden. Aber so wird es nicht vorgestellt.)

Die Reaktionen von Elektrosensible sind auch ortsgebunden. Damit meine ich eine bestimmte Wellensalat von Elektrosmog. (Z.B. die statische Magnetfelder eines Bettes!)
Wie ich festgestellt habe, können auch bestimmte Essgewohnheiten eine grosse Rolle spielen bei der Empfindlichkeit.
Ich komme immer wieder auf das geschädigte Immunsystem zurück.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Dem Immunsystem ist EMF wurscht

H. Lamarr @, München, Sonntag, 09.08.2009, 17:00 (vor 3602 Tagen) @ charles

Und den ganzen Vorgang war darauf basiert, und von eine Psychologin, der die Masten als Phallussymbole bezeichnete.

Das klappt ja wunderbar, einer setzt eine Parole solange in die Welt, bis sie sich verselbständigt und von anderen wie selbstverständlich vorgetragen wird. Bei Peter Schlegel ist es z.B. die angebliche Schadwirkung von Energiesparlampen, bei wuff ist es sein Einrasten auf den Phallusvergleich von Frau Kaul. Dass in den 199 Seiten der Kaul-Studie das Zauberwort nicht ein einziges mal genannt wird, scheint Sie nicht im geringsten zu irritieren.

Siegmund Freud hat das ganz unaufgeregt so auf den Punkt gebracht:
"Manchmal ist eine Zigarre eben nur eine Zigarre."

Ich komme immer wieder auf das geschädigte Immunsystem zurück.

Au, das ist jetzt aber gaaanz schlecht. Warum? Weil ausgerechnet die über jeden Kritiker-Verdacht erhabene Auva-Studie nun das glatte Gegenteil gezeigt hat. So schreibt das Berliner Umweltministerium an eine Grüne Abgeordnete zusammenfassend:

In den in-vitro-Experimente an menschlichen Zellen zur Untersuchung von Einflüssen einer intermittierenden Exposition von 1 W/kg unter GSM und UMTS auf das Immunsystem keine Effekte. Dies ist im Einklang mit den Ergebnissen der internationalen Forschung.

Ich schlage vor, charles, Sie forschen woanders weiter ;-).

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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, AUVA, In-Vitro

Auf Parolen baut sich die unseriöse Mobilfunkkritik auf

Doris @, Sonntag, 09.08.2009, 17:54 (vor 3602 Tagen) @ H. Lamarr

Das klappt ja wunderbar, einer setzt eine Parole solange in die Welt, bis sie sich verselbständigt und von anderen wie selbstverständlich vorgetragen wird.

Das ist der springende Punkt und der Grundstock der unseriösen Mobilfunkkritik.

Sie finden auf nahezu fast allen mobilfunkkritischen Seiten Parolen, von denen ich behaupte, dass die wenigsten, die sie mit aufnehmen eine Ahnung davon haben.

So hat sich die Angst vor WLAN, WIMAX und UMTS gebildet, noch bevor diese Techniken wirklich eingestetzt waren, weil einer mal verbreitet hat, dass XX noch viel schädlicher sein soll, oder besonders schädlich sein soll. Und so kommt dann der Nocebo Effekt zum Tragen.

Auch Sie waren meiner Beobachtung nach mal jemand, der den Grundstein für eine Angst gesetzt, von der Sie wahrscheinlich gar nichts wissen. ;-)

Ab diesem Beitrag von Ihnen, fand sich die Warnung davor in so manchen Postings auf anderen Seiten und wurde mittlerweile mit aufgenommen in die Appelle. LTE wird seit diesem Zeitpunkt kritisch beäugt und gefürchtet, obwohl dessen Wirkung auf die ES noch gar niemand beurteilen kann.

Auch wuffs Repacholi und Fact Sheet Kritik trägt mittlerweile Früchte und ist Bestandteil so mancher mobilfunkkritischer Seiten geworden. Das Netzwerk funktioniert :yes:

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Unseriös, Netzwerk

Dem Immunsystem ist EMF wurscht

Doris @, Sonntag, 09.08.2009, 18:08 (vor 3602 Tagen) @ H. Lamarr

Die Spekulationen, Vermutungen und Behauptungen wer warum elektrosensibel sein könnte/werden wird sind ja sehr vielschichtig.

Interessant finde ich die Aussage aus der NEMESIS Studie, der die Kritiker und ES -soweit mir bekannt - wohlwollend gegenüber stehen.

Aus den Ergebnissen dieses NEMESIS-Projektes leiteten die Autoren ab, dass zwar
eine Elektrosensitivität objektivierbar sei, diese aber mit dem Phänomen einer „Elektrosensibilität“
nicht in Beziehung stehen könne. SCHIERZ u. MÜLLER (2000) beziehen
das biologische Reaktionsmuster, das als Elektrosensitivität oder -sensibilität bei
elektrischen oder magnetischen Feldwirkungen auftreten kann, auf eine multikausale
Vielfalt von physikalischen, biologischen, psychischen und psychosozialen Faktoren,
die sich in einer Befindensstörung manifestieren können.

(Seite 31/32 Bericht Dr. Kaul)

Dem Immunsystem ist EMF nicht wurscht

charles ⌂ @, Sonntag, 09.08.2009, 18:54 (vor 3602 Tagen) @ H. Lamarr

Ich komme immer wieder auf das geschädigte Immunsystem zurück.

Au, das ist jetzt aber gaaanz schlecht. Warum? Weil ausgerechnet die über jeden Kritiker-Verdacht erhabene Auva-Studie nun das glatte Gegenteil gezeigt hat. So schreibt das Berliner Umweltministerium an eine Grüne Abgeordnete zusammenfassend:

In den in-vitro-Experimente an menschlichen Zellen zur Untersuchung von Einflüssen einer intermittierenden Exposition von 1 W/kg unter GSM und UMTS auf das Immunsystem keine Effekte. Dies ist im Einklang mit den Ergebnissen der internationalen Forschung.

Ich schlage vor, charles, Sie forschen woanders weiter ;-).

Spatenpauli, Sie sind ein Meister um Sachen aus sein Verband zu ziehen.

Selbstverständlcih haben die Forscher nichts am Immunsystem finden können.
Das ist logisch, weil an ein korrekt funktionierendes Immunsystem keine Einflüsse merkbar sind.
Nur bei Personen mit ein geschädigtes Immunsystem passiert da einiges, aber die werden niemals untersucht.

Ich kenne viele *ES* aber habe noch keinen Einzigen begegnet, der ein ungeschädigtes Immunsystem hat.

Wenn man an *gesunde* Menschen heranfummelt, findet man nichts. Das muss doch klar sein.

Nur die *ungesunde* Menschen, und damit meine ich diejenigen wo das Immunsysteem eine bestimmte Schwelle erreicht hat, können elektrosensibel werden bei Expositionen zwischen 200 und 2.000 µW/m².
Und was keiner untersucht hat, ist die Tatsache dass Elektrosensible schon bei Werte unterhalb von 1 (=eins) µW/m² mit körperliche Reaktionen reagieren können.

Und anderseits habe ich auch bewiesen, dass wenn man in der Lage ist das Immunsystem zu verbessern, auch die Empfindlichkeit für Elektrosmog abnimmt, sogar bis ein Level, dass man nicht nur Beschwerdenfrei ist, sondern die Quellen gar nicht mehr spürt.

--
Charles Claessens
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Charles kann ES heilen!

H. Lamarr @, München, Montag, 10.08.2009, 22:20 (vor 3601 Tagen) @ charles

Ich kenne viele *ES* aber habe noch keinen Einzigen begegnet, der ein ungeschädigtes Immunsystem hat.

Jetzt bin ich aber mal gespannt: Wie bitte und genau diagnostizieren Sie denn ein geschädigtes Immunsystem bei allen Ihnen bekannten ES? Durch Handauflegen oder was? Oder zapfen Sie den Leuten womöglich sogar Blut ab?

Wenn man an *gesunde* Menschen heranfummelt, findet man nichts. Das muss doch klar sein.

Nein, das ist nicht klar. Gestern lief ein Film (Super Size Me) über den "berühmten" McDonalds-Fress-Tester. Der Mann war zu Beginn des Tests kerngesund, er hatte Top-Blutwerte. Nach nur 1 Monat McDonalds-Diät war der Tester krank. Warum sollte sich ein intaktes Immunsystem nicht ebenfalls schwächen lassen?

Nur die *ungesunde* Menschen, und damit meine ich diejenigen wo das Immunsysteem eine bestimmte Schwelle erreicht hat, können elektrosensibel werden bei Expositionen zwischen 200 und 2.000 µW/m².

Sie können hier viel erzählen, charles, solche Anekdoten haben aber (hier) so gut wie keine Wirkung. Warum protokollieren Sie Ihre Erkenntnisse nicht mal sauber und wiederauffindbar?

Und was keiner untersucht hat, ist die Tatsache dass Elektrosensible schon bei Werte unterhalb von 1 (=eins) µW/m² mit körperliche Reaktionen reagieren können.

Doch, der Zwerenz ist da voll dabei - und die Baubiologen/Standortplaner hauen sich ob solcher Werte vor Entzücken auf die Schenkel. Originaltext Zwerenz (BW-Zeitung 1/2009): 0,6 V/m entsprechen ca. 1000 Mikrowatt/m². Dies ist leider noch viel zu hoch. Nach baubiologischen und medizinischen Erkenntnissen sollten 0,1 Mikrowatt/m² in Schlafräumen nicht überschritten werden. Toll, was?!

Und anderseits habe ich auch bewiesen, dass wenn man in der Lage ist das Immunsystem zu verbessern, auch die Empfindlichkeit für Elektrosmog abnimmt, sogar bis ein Level, dass man nicht nur Beschwerdenfrei ist, sondern die Quellen gar nicht mehr spürt.

Bewiesen? Wem haben Sie das bewiesen, sich, Ihrer Ega oder Ihren ES? haben Sie denn gar kein Stückchen Papier, wo man Ihren "Beweis" kritisch prüfen und gegebenenfalls zerpflücken kann?

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Anekdote

Was verursacht "Elektromagnetische Hypersensibilität"

Schmetterling @, Sonntag, 09.08.2009, 07:16 (vor 3602 Tagen) @ Doris

Fakt ist, Frau Dr. Kaul fasst rein in die Wunde. Schonungslos rechnet sie mit der Vorgehensweise der Mobilfunkkritiker ab, die (ihrer Meinung nach?) daran beteiligt sind, dass diese Diskussion in dieser Art und Weise geführt wird. Sie spricht das Geschäftsmodell an, welches daraus entwachsen ist und die Bürger letztendlich schamlos ausbeutet.

Doris, das ist doch alles nur "Geplänkel am Rande".

Und, wenn man es genau nimmt, sind genau diese "Forscher" wie Frau Dr. Kaul daran schuld, dass manche betroffene Personen nach jedem Mittelchen greifen (müssen), welches Abhilfe bei gesundheitlichen Problemen verspricht. Dass sie dabei über den Tisch gezogen werden, merken sie zu spät.

Das Hantieren mit Maßeinheiten und dadurch entstehende große angsteinflößende Zahlen und die Anfeindung die nach nicht passenden Fernsehsendungen entstehen, sind ebenfalls Thema. Sie greift die Internetforen auf/an, nennt Kompetenzinitiative und beispielhaft ein paar in der Szene verherrlichten Bücher und Personen beim Namen. Auch die Oberammergauer kommen nicht gut weg.

Es werden die Opfer zu Tätern gemacht.
(Ist das eine verkehrte Welt.)


der Schmetterling

Das verursacht "Elektromagnetische Hypersensibilität"

Alexander Lerchl @, Sonntag, 09.08.2009, 11:50 (vor 3602 Tagen) @ Schmetterling

Fakt ist, Frau Dr. Kaul fasst rein in die Wunde. Schonungslos rechnet sie mit der Vorgehensweise der Mobilfunkkritiker ab, die (ihrer Meinung nach?) daran beteiligt sind, dass diese Diskussion in dieser Art und Weise geführt wird. Sie spricht das Geschäftsmodell an, welches daraus entwachsen ist und die Bürger letztendlich schamlos ausbeutet.

Doris, das ist doch alles nur "Geplänkel am Rande".

Nein, das ist es eben nicht, sondern es ist genau das Kernproblem. Weil es Ihnen nicht passt, betrachten Sie es als Geplänkel am Rand.

Und, wenn man es genau nimmt, sind genau diese "Forscher" wie Frau Dr. Kaul daran schuld, dass manche betroffene Personen nach jedem Mittelchen greifen (müssen), welches Abhilfe bei gesundheitlichen Problemen verspricht. Dass sie dabei über den Tisch gezogen werden, merken sie zu spät.

Frau Dr. Kaul (warum ist Forscher bei Ihnen in Anführungszeichen??? Sie Sie ein "Laie" oder "Fachmann" oder "Forscher"?) macht genau das, was notwendig ist. Sie untersucht gezielt, ob es "elektromagnetische Hypersensibilität" gibt, kommt zum Ergebnis, dass dies offenbar nicht der Fall ist und beleuchtet die Hintergründe. Sie vertritt ihre Ergebnisse offen und öffentlich mit der Folge, dass sie öffentlich, aber nicht offen, heftig kritisiert und diskreditiert wird.

Das Hantieren mit Maßeinheiten und dadurch entstehende große angsteinflößende Zahlen und die Anfeindung die nach nicht passenden Fernsehsendungen entstehen, sind ebenfalls Thema. Sie greift die Internetforen auf/an, nennt Kompetenzinitiative und beispielhaft ein paar in der Szene verherrlichten Bücher und Personen beim Namen. Auch die Oberammergauer kommen nicht gut weg.

Es werden die Opfer zu Tätern gemacht.
(Ist das eine verkehrte Welt.)

Falsch. Die Patienten erhalten die Möglichkeit zu erkennen, dass ihre Beschwerden nicht auf Felder zurückzuführen sind und andere Ursachen haben, die adäquat behandelt werden können. Die Täter sind diejenigen, die sie davon abhalten.

--
"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Das verursacht "Elektromagnetische Hypersensibilität"

ES, Sonntag, 09.08.2009, 13:22 (vor 3602 Tagen) @ Alexander Lerchl

Fakt ist, Frau Dr. Kaul fasst rein in die Wunde. Schonungslos rechnet sie mit der Vorgehensweise der Mobilfunkkritiker ab, die (ihrer Meinung nach?) daran beteiligt sind, dass diese Diskussion in dieser Art und Weise geführt wird. Sie spricht das Geschäftsmodell an, welches daraus entwachsen ist und die Bürger letztendlich schamlos ausbeutet.

Doris, das ist doch alles nur "Geplänkel am Rande".

Nein, das ist es eben nicht, sondern es ist genau das Kernproblem. Weil es Ihnen nicht passt, betrachten Sie es als Geplänkel am Rand.

Thematisieren Sie in diversen Foren und Situationen auch Kaffeefahrten, in denen bestimmte Zielgruppen gezielt ausgenommen werden?
Falls nicht, sehe ich das hier, als reine Ausrede oder Ablenkungsmanöver.
Mich hat noch niemand kontaktiert, um mir irgendwas aus diesem "Strahlenschutz-Sortiment" aufs Auge zu drücken...

Falsch. Die Patienten erhalten die Möglichkeit zu erkennen, dass ihre Beschwerden nicht auf Felder zurückzuführen sind und andere Ursachen haben, die adäquat behandelt werden können. Die Täter sind diejenigen, die sie davon abhalten.

Wie Sie sich hier geben, sind Sie voreingenommen...

--
"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."

Das verursacht "Elektromagnetische Hypersensibilität"

Schmetterling @, Montag, 10.08.2009, 08:55 (vor 3601 Tagen) @ Alexander Lerchl

Fakt ist, Frau Dr. Kaul fasst rein in die Wunde. Schonungslos rechnet sie mit der Vorgehensweise der Mobilfunkkritiker ab, die (ihrer Meinung nach?) daran beteiligt sind, dass diese Diskussion in dieser Art und Weise geführt wird. Sie spricht das Geschäftsmodell an, welches daraus entwachsen ist und die Bürger letztendlich schamlos ausbeutet.

Doris, das ist doch alles nur "Geplänkel am Rande".

Nein, das ist es eben nicht, sondern es ist genau das Kernproblem. Weil es Ihnen nicht passt, betrachten Sie es als Geplänkel am Rand.

Mich hat bis jetzt niemand "schamlos ausgebeutet".

Allerdings ist mein Wohlbefinden (zeitweise stark) beeinträchtigt.
Das Kernproblem ist für mich, wie steht es in der Studie von Frau Dr. Kaul so schön, dass "
ihnen innerhalb ihrer Privatsphäre,
wie jedem anderen in der Gesellschaft auch, die Unversehrtheit ihrer Person10
zugesichert wird ([6], [18])."

Und, wenn man es genau nimmt, sind genau diese "Forscher" wie Frau Dr. Kaul daran schuld, dass manche betroffene Personen nach jedem Mittelchen greifen (müssen), welches Abhilfe bei gesundheitlichen Problemen verspricht. Dass sie dabei über den Tisch gezogen werden, merken sie zu spät.

Frau Dr. Kaul (warum ist Forscher bei Ihnen in Anführungszeichen??? Sie Sie ein "Laie" oder "Fachmann" oder "Forscher"?) macht genau das, was notwendig ist. Sie untersucht gezielt, ob es "elektromagnetische Hypersensibilität" gibt, kommt zum Ergebnis, dass dies offenbar nicht der Fall ist und beleuchtet die Hintergründe.

Für mich ist sehr fragwürdig, ob sie ein Forscher ist.
Denn forschen beinhaltet vor allem Neugierde und auch Ergebnisoffenheit. Beide Eigenschaften billige ich ihr in Bezug zu dieser Studie nicht zu. So wurde z.B. ausgeschlossen, auf die Wünsche und Anregungen der Probanden einzugehen. Dabei wäre wohl der wichtigste Schritt bei einer solchen Studie, dass beide, sowohl die Probanden als auch die Wissenschaftler einen gangbaren gemeinsamen Weg suchen u. gehen.

So wie die Studie gelaufen ist, bleibt für mich nur der Schluss, dass "nichts objektivierbares gefunden werden sollte".

Sie vertritt ihre Ergebnisse offen und öffentlich mit der Folge, dass sie öffentlich, aber nicht offen, heftig kritisiert und diskreditiert wird.

Das Hantieren mit Maßeinheiten und dadurch entstehende große angsteinflößende Zahlen und die Anfeindung die nach nicht passenden Fernsehsendungen entstehen, sind ebenfalls Thema. Sie greift die Internetforen auf/an, nennt Kompetenzinitiative und beispielhaft ein paar in der Szene verherrlichten Bücher und Personen beim Namen. Auch die Oberammergauer kommen nicht gut weg.

Frau Dr. Kaul hat für die Probanden und alle Betroffenen eine große Chance vertan. Durch mehr Sorgfalt und weniger Voreingenommenheit hätte sie ihrer Verantwortung gerecht werden können.

Da man einer Psychologin die Leitung der Studie übergab, war allerdings von Anfang an klar, welcher Weg eingschlagen werden sollte.

Es werden die Opfer zu Tätern gemacht.
(Ist das eine verkehrte Welt.)

Falsch. Die Patienten erhalten die Möglichkeit zu erkennen, dass ihre Beschwerden nicht auf Felder zurückzuführen sind und andere Ursachen haben, die adäquat behandelt werden können. Die Täter sind diejenigen, die sie davon abhalten.

Wetten, dass Sie sich irren? Wenn es keiner Behandlung bedarf, sondern nur ein Vermeiden der betreffenden Felder notwenig ist? (Wissen Sie, ich bin mir dessen sicher... Ich möchte mich nicht aufdrängeln, aber falls es Sie interessiert, biete ich Ihnen an, das vorzuführen.)


der Schmetterling

Das verursacht "Elektromagnetische Hypersensibilität"

Sektor3, Montag, 10.08.2009, 09:17 (vor 3601 Tagen) @ Schmetterling

Es werden die Opfer zu Tätern gemacht.
(Ist das eine verkehrte Welt.)

Falsch. Die Patienten erhalten die Möglichkeit zu erkennen, dass ihre Beschwerden nicht auf Felder zurückzuführen sind und andere Ursachen haben, die adäquat behandelt werden können. Die Täter sind diejenigen, die sie davon abhalten.

Wetten, dass Sie sich irren? Wenn es keiner Behandlung bedarf, sondern nur ein Vermeiden der betreffenden Felder notwenig ist? (Wissen Sie, ich bin mir dessen sicher... Ich möchte mich nicht aufdrängeln, aber falls es Sie interessiert, biete ich Ihnen an, das vorzuführen.)


Wetten, dass es weder einer Behandlung, noch der Vermeidung der betreffenden Felder bedarf. Es reicht völlig, die Tabaklobby aus der Mobilfunk-Forschung (hier und hier) und den Foren raus zu halten.

Das verursacht "Elektromagnetische Hypersensibilität"

Schmetterling @, Montag, 10.08.2009, 09:35 (vor 3601 Tagen) @ Sektor3

Wetten, dass es weder einer Behandlung, noch der Vermeidung der betreffenden Felder bedarf. Es reicht völlig, die Tabaklobby aus der Mobilfunk-Forschung (hier und hier) und den Foren raus zu halten.

Leider reicht das nicht aus. :-)


der Schmetterling

DIE Gerlinde Kaul !

AnKa, Freitag, 07.08.2009, 19:49 (vor 3604 Tagen) @ Doris

G. Kaul:
Was verursacht "elektromagnetische Hypersensibilität"?. Individuelle Wahrnehmung oder reaktiv ausgelöste Empfindlichkeit auf elektromagnetische Felder

Etwa die Gerlinde Kaul?

Mein Gott.

Das wird wieder ein Strang.

Ich rechne mit mindestens 295 Widerlegungs-Postings des Teilnehmers wuff.

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Langfassung der umstrittenen Kaul-Studie ▼

H. Lamarr @, München, Freitag, 07.08.2009, 19:53 (vor 3604 Tagen) @ Doris

... mit den ausführlich dargestellten Ergebnissen der eigenen Untersuchungen mit 50Hz und GSM-Mobiltelefonexposition.

Wenn ich das richtig sehe, dann ist das die lang erwartete Langfassung der heiß umstrittenen BAuA-Studie aus dem Jahr 2004. Da wird sich "wuff" aber freuen!

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=33164

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Was verursacht "Elektromagnetische Hypersensibilität"

Schmetterling @, Sonntag, 09.08.2009, 09:19 (vor 3602 Tagen) @ Doris

Ein Wert dieser Studie ist für mich nicht ersichtlich.

Sie untersucht die theoretische Möglichkeit, welche aber in der Praxis eigentlich nur sehr selten vorhanden ist, ob einzeln isoliert auftretende HF Felder oder magnetische NF-(50 Hz) Felder innerhalb von 10 min bei Menschen eine körperliche Reaktion auslösen können.
Da diese Feldkonstellation bei nur sehr wenigen ES-Personen Reaktionen auszulösen in der Lage ist, war meines Erachtens der Ausgang dieser Studie von Anfang an klar.
Es wurde eine Psychologin mit der Leitung dieser Studie betraut. Das ist ein sehr deutlicher Hnweis darauf, das dieses "Werk", psychiatrisiert man die ES-Personen, der Ruhigstellung und des Unglaubwürdigmachens der Kritiker dienen soll.

Fast alle ES Studie verwenden übrigens einen oder mehrere dieser "Tricks":
- die Anwendung unvollständiger, "GSM-ähnlicher" Signale
- Entweder NF- Befelderung oder HF- Befelderung (Varianten, wie sie in der Praxis so gut wie nie vorkommen)
- viel zu kurze Reaktionszeiten bei HF (diese können u.U. bis ca. 8 Stunden betragen) bzw. viel zu kurzer Ruhezeiten
- völlig feldfreie Räumlichkeiten, in denen die Probanden (lange genug) vor der Befelderung und auch während der einzelnen Durchgänge sich erholen können
- das vorherige Abklären und Einbeziehen der Studienteilnehmer, welcherart Felder bei ihnen körperliche Beschwerden verursacht, wird gar nicht in Erwägung gezogen


Wer mir nicht glauben mag, dass ein Zusammenhang/ Zusammenspiel/ Beeinflussung von HF und NF (als gemischtes Feld) auf lebende Organismen evtl. möglich sein könnte, der schaue sich den Versuchsaufbau bei einer der Lerchl`schen Studien an: Abschirmung der elektrischen Felder.

[image]

So eine Abschirmung würde ja sonst keinen Sinn machen, nicht wahr?

der Schmetterling

Tags:
, Psychiatrisierung

Abschirmung????

helmut @, Nürnberg, Sonntag, 09.08.2009, 11:22 (vor 3602 Tagen) @ Schmetterling

Wer mir nicht glauben mag, dass ein Zusammenhang/ Zusammenspiel/ Beeinflussung von HF und NF (als gemischtes Feld) auf lebende Organismen evtl. möglich sein könnte, der schaue sich den Versuchsaufbau bei einer der Lerchl`schen Studien an: Abschirmung der elektrischen Felder.

[image]

So eine Abschirmung würde ja sonst keinen Sinn machen, nicht wahr?

der Schmetterling

Abschirmung? Abschirmung???? wo bitte ist hier eine Abschirmung???

Da lacht jeder HF-Techniker, wenn das eine Abschirmung sein soll.
Vielleicht gegen Licht, aber nicht gegen HF-Felder im MHz bis GHz Bereich.
Ein Handy - so eingepackt - funktioniert immer noch recht gut.

Und genau das ist das Problem, wenn "Laien auf diesem Gebiet" Studien über dieses Gebiet machen.

Da werden z.B. Entfernungs-Cluster um die Mobilfunkstationen und mit Krebshäufigkeit überzogen, ohne die jeweiligen Feldstärken vor Ort zu messen. Oder Abschirmungen gemacht, die keine sind - Strahlenschutzzaun
usw usw

MfG
Helmut

Abschirmung????

Alexander Lerchl @, Sonntag, 09.08.2009, 11:39 (vor 3602 Tagen) @ helmut

Abschirmung? Abschirmung???? wo bitte ist hier eine Abschirmung???

Da lacht jeder HF-Techniker, wenn das eine Abschirmung sein soll.
Vielleicht gegen Licht, aber nicht gegen HF-Felder im MHz bis GHz Bereich.
Ein Handy - so eingepackt - funktioniert immer noch recht gut.

Und genau das ist das Problem, wenn "Laien auf diesem Gebiet" Studien über dieses Gebiet machen.

Sie haben bedingt Recht. Siehe mein posting von eben. Die Abschirmung hatte nur den Zweck, die schwachen elektrischen Feldgradienten (wenige V/m) bei 50 Hz, die bei desem Design auftreten, zu elimieren. Nochmal: mit HF hatte dieser Versuch nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Vielleicht revidieren Sie daher Ihre Ansicht über "Laien auf diesem Gebiet" :-)

--
"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Abschirmung????

helmut @, Nürnberg, Sonntag, 09.08.2009, 13:47 (vor 3602 Tagen) @ Alexander Lerchl

Für die Abschirmung elektrischer Felder der Stromleitungen wären mir - auch bei 50 Hz -
z.B. ein Kupferrohrsystem mit guter elektrischer Verbindung untereinander lieber gewesen.

Mit Alufolie o.ä. habe ich schon die tollsten Sachen erlebt bzw schlechte Erfahrungen gemacht.

MfG
Helmut

Und es geht doch: Mit Alu-Folie HF schirmen

H. Lamarr @, München, Sonntag, 09.08.2009, 16:17 (vor 3602 Tagen) @ helmut

Da lacht jeder HF-Techniker, wenn das eine Abschirmung sein soll.
Vielleicht gegen Licht, aber nicht gegen HF-Felder im MHz bis GHz Bereich.

Da kann auch ich Ihnen nicht vorbehaltlos zustimmen, helmut, auch bei HF wirkt eine Alufolie schirmend. Was Sie meinen ist eine wegen Störfestigkeit geforderte starke Schirmwirkung, bei der schon stumpf aufliegende Deckel eines gekapselten HF-Oszillators eine Sünde wären, weil sich die HF durch den winzigen Spalt zwischen Deckel und Gehäuse quetschen würde - wenn nicht zusätzlich eine umlaufende metallische Federleiste vorgesehen wäre. Aber das wissen sie ja alles sowieso ...

Worauf ich raus will: Wir hatten hier unsere alte DECT-Basis mit einer Alu-Kappe mehr schlecht als recht geschirmt und damit schon eine ordentliche Schirmwirkung erzielt, mit Schirmung fiel die Leistungsflussdichte auf knapp 25 % des Wertes, den wir ohne die Alu-Kappe hatten. Für HF-Entwickler sind 6 dB Schirmdämpfung nun pillepalle, für uns war es damals geradezu eine Erlösung. Heute stehen DECT- und WLAN-Basis bei uns ohne jede Schirmung herum, wir haben die Angst vor deren schwachen Feldern verloren.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Alufolie, Oszillator

Und es geht doch: Mit Alu-Folie HF schirmen

helmut @, Nürnberg, Sonntag, 09.08.2009, 22:52 (vor 3602 Tagen) @ H. Lamarr

Treffer - versenkt

Genau da sind wir beim Thema

im "baubiologischen Bereich" oder bei Mobilfunkkritikern sind 6 dB oder 1/4 eine Menge Holz, damit ist das Ziel bei Laien oft erreicht.

Ein 20m langer und 5m hoher Strahlenschutzzaun muß doch was bringen, sonst wäre er zwar nicht kostenlos, aber umsonst :-)

Schirmung fängt bei HF-Technikern bzw bei mir ab ca 30 db, also "einem Tausendstel" oder weniger an

MfG
Helmut

Falschinformationen ▼

Alexander Lerchl @, Sonntag, 09.08.2009, 11:32 (vor 3602 Tagen) @ Schmetterling

Sie stellen hier, aus welchen Gründen auch immer, bewusst oder unbewusst, Falschinformationen in das Forum. Die Legende zu der Abbildung, die Sie aus dem Abschlussbericht (S. 11) entnommen haben, lautet: "Ein Merritt-Spulensystem für die Exposition von 80 Mäusen in 10 Käfigen auf zwei Ebenen. Die einzelnen Spulen (außen 27, innen 11 Windungen) wurden mit Aluminiumfolie umwickelt und verbunden, so dass elektrische Felder von der Spannungsversorgung der Spulen nicht auftreten konnten." Der Versuche behandelte die möglichen Auswirkungen von Magnetfeldern auf AKR-Mäuse und hatten mit HF überhaupt nichts zu tun!

Warum machen Sie so etwas? Haben Sie den Bericht nicht sorgfältig gelesen? Oder wollen Sie gezielt suggerieren, dass in dem Versuch manipuliert wurde? Sie unterstützen damit jedenfalls genau die Argumentation von Frau Dr. Kaul.

Wer mir nicht glauben mag, dass ein Zusammenhang/ Zusammenspiel/ Beeinflussung von HF und NF (als gemischtes Feld) auf lebende Organismen evtl. möglich sein könnte, der schaue sich den Versuchsaufbau bei einer der Lerchl`schen Studien an: Abschirmung der elektrischen Felder.

[image]

So eine Abschirmung würde ja sonst keinen Sinn machen, nicht wahr?

der Schmetterling

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=33177

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

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Mäuse, Fehlerhaft

Falschinformationen

Schmetterling @, Montag, 10.08.2009, 06:05 (vor 3602 Tagen) @ Alexander Lerchl

Sie stellen hier, aus welchen Gründen auch immer, bewusst oder unbewusst, Falschinformationen in das Forum. Die Legende zu der Abbildung, die Sie aus dem Abschlussbericht (S. 11) entnommen haben, lautet: "Ein Merritt-Spulensystem für die Exposition von 80 Mäusen in 10 Käfigen auf zwei Ebenen. Die einzelnen Spulen (außen 27, innen 11 Windungen) wurden mit Aluminiumfolie umwickelt und verbunden, so dass elektrische Felder von der Spannungsversorgung der Spulen nicht auftreten konnten." Der Versuche behandelte die möglichen Auswirkungen von Magnetfeldern auf AKR-Mäuse und hatten mit HF überhaupt nichts zu tun!

Sie haben recht, ich habe mich da wirklich sehr ungenau ausgedrückt. Ich hätte vielleicht besser schreiben sollen: das Minimieren der elektrischen Felder und ein Beschränken auf magnetische Felder.

Was ich bemägele:
Warum wurde kein Feld als "Ganzes" oder, anderer Ausdruck, als "gemischtes Feld", so, wie man in der Praxis fast ausschließlich vorfindet, verwendet? (Auch Frau Dr. Kaul redet nur von "mag. Wechselfeldern 50 Hz" u. nicht von "elektrischen und magnetischen Wechselfeldern 50 Hz".
Solche (ES-)Studien sind zwar nicht gefälscht, aber sie haben auch keinerlei Aussagekraft, weil die Wirklichkeit nicht 1 zu 1 nachgestellt wurde.)

Obige Aussage habe ich deshalb gemacht, weil ich zu der Meinung gekommen bin, dass nicht die magnetischen sondern die elektrischen Felder (zumindest im Zusammenhang mit ES) die wirksamen sind. (Ich räume ein, dass mir ein Fehler unterlaufen sein kann, weil ich nur sehr beschränkte Messmöglichkeiten hatte und ich nur Laie bin...
Wenn nur eine unter Strom stehende Leitung vorhanden ist, also kein angeschalteter Verbraucher, sollte doch so gut wie kein Magnetfeld vorhanden sein, oder?)

der Schmetterling

Falschinformationen

Alexander Lerchl @, Montag, 10.08.2009, 08:23 (vor 3601 Tagen) @ Schmetterling

Was ich bemägele:
Warum wurde kein Feld als "Ganzes" oder, anderer Ausdruck, als "gemischtes Feld", so, wie man in der Praxis fast ausschließlich vorfindet, verwendet? (Auch Frau Dr. Kaul redet nur von "mag. Wechselfeldern 50 Hz" u. nicht von "elektrischen und magnetischen Wechselfeldern 50 Hz".
Solche (ES-)Studien sind zwar nicht gefälscht, aber sie haben auch keinerlei Aussagekraft, weil die Wirklichkeit nicht 1 zu 1 nachgestellt wurde.)

Das habe ich doch schon hier erläutert, ich wiederhole mich aber gerne:

" ..Aber noch mal aus meiner Sicht: Es gibt ein "reales" Expositionsszenario, das im Labor nachzustellen wäre, schlicht nicht. Die wichtigsten Variablen wären: Alter, Körpergewicht, Zeit, Raum. Die ersten beiden wegen der Absorption / Feldwirkungen, die beiden letzten, weil sich jeder Mensch real in Raum und Zeit bewegt und daher nicht von konstanten Expositionsbedingungen ausgegangen werden kann.

Hinzu kommt eine ganze Latte von anderen, physikalischen Variablen, z.B.: Feldstärke, Frequenz, Polarisation, Pulsung, nur um die wichtigsten zu nennen. Das alles zu prüfen ist schlicht nicht möglich. Sich nur 2 Komponenten willkürlich herauszugreifen, ohne faktengestützte Hypothese, ist unwissenschaftlich. Solange kein plausibler Mechanismus erkennbar ist, der unterhalb bestehender Grenzwerte eine synergistische Wirkung als zumindest testbare Hypothese erscheinen lässt, ist jeder experimentelle Ansatz nicht zu begründen (und übrigens, im Falle von Tierversuchen, auch tierschutzrechtlich problematisch, da keine vernünftige Begründung vorliegt; aber das nur am Rande). Also: einen Mischmasch zu testen, ohne valide Hypothese, ist nicht nur nicht vernünftig, sondern reine Geldverschwendung. Ich kann mir wirklich niemanden und auch keine Organisation vorstellen, die so eine Studie finanzieren würde."

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Tags:
, Tierversuch, Tierschutz

Falschinformationen

Schmetterling @, Dienstag, 18.08.2009, 10:50 (vor 3593 Tagen) @ Alexander Lerchl

" ..Aber noch mal aus meiner Sicht: Es gibt ein "reales" Expositionsszenario, das im Labor nachzustellen wäre, schlicht nicht. Die wichtigsten Variablen wären: Alter, Körpergewicht, Zeit, Raum. Die ersten beiden wegen der Absorption / Feldwirkungen, die beiden letzten, weil sich jeder Mensch real in Raum und Zeit bewegt und daher nicht von konstanten Expositionsbedingungen ausgegangen werden kann.

Da sich ein "reales" Expositionsszenario für jeden Menschen ergibt, muss ganz einfach das Studiendesign abgeändert werden. Was nützen Untersuchungen zu abstrakte Bedingungen in Studien, wenn diese quasi nie mit der Wirklichkeit übereinstimmen?

Wie wäre es z.B. mit einer solchen Studie:
Unbelasteter Ort, eine Gruppe von Probanden, mehrere Wochen...Dabei ein Test von allem was medizinisch relevant ist: Blutdruck, Körpergewicht, Blutwerte, Leberwerte, Hormonwerte, Sauerstoffgehalt Blut, Proteinsynthese usw.
Dann mehrere (!) Wochen ein gemischtes Feld und dann wieder ein Test, ob sich irgendeine Änderung ergeben hat.

Hinzu kommt eine ganze Latte von anderen, physikalischen Variablen, z.B.: Feldstärke, Frequenz, Polarisation, Pulsung, nur um die wichtigsten zu nennen. Das alles zu prüfen ist schlicht nicht möglich.

Sich nur 2 Komponenten willkürlich herauszugreifen, ohne faktengestützte Hypothese, ist unwissenschaftlich. Solange kein plausibler Mechanismus erkennbar ist, der unterhalb bestehender Grenzwerte eine synergistische Wirkung als zumindest testbare Hypothese erscheinen lässt, ist jeder experimentelle Ansatz nicht zu begründen.

Vielleicht ist hierfür das beste Indiz die Nichtreproduzierbarkeit von so vielen Studien?
Oder habe Sie dafür eine andere plausible Erklärung?

Also: einen Mischmasch zu testen, ohne valide Hypothese, ist nicht nur nicht vernünftig, sondern reine Geldverschwendung.

Reicht es nicht aus, wenn Menschen angeben, dadurch krank zu werden?

Ich kann mir wirklich niemanden und auch keine Organisation vorstellen, die so eine Studie finanzieren würde."

Ja, da haben Sie recht, denn die "Bezahler" der Studie, egal ob der Staat oder die Mobilfunkindustrie, haben kein Interesse daran, dass Schäden, verursacht durch Elektrosmog, gefunden und nachgewiesen werden können.


der Schmetterling

Nicht durchführbar

AnKa, Dienstag, 18.08.2009, 11:37 (vor 3593 Tagen) @ Schmetterling

Wie wäre es z.B. mit einer solchen Studie:
Unbelasteter Ort, eine Gruppe von Probanden, mehrere Wochen...Dabei ein Test von allem was medizinisch relevant ist: Blutdruck, Körpergewicht, Blutwerte, Leberwerte, Hormonwerte, Sauerstoffgehalt Blut, Proteinsynthese usw.
Dann mehrere (!) Wochen ein gemischtes Feld und dann wieder ein Test, ob sich irgendeine Änderung ergeben hat.

Dieses Versuchsdesign würde nur wieder neue Komplikationen einbringen.

Denn die anwesenden "Elektrosensiblen" in der Gruppe würden wochenlang nach Kräften alle Teilnehmer aufmischen und zu beeinflussen versuchen. Nach einiger Zeit ergäbe sich in der Gruppe ein erhöhter Adrenalinpegel, der fälschlich der Feldeinwirkung zugerechnet würde.

Man müsste also zumindest sicherstellen, dass ideologisch vorbelastete Personen, die Stress in die Gruppe einzubringen drohen, zuvor herausgefiltert werden. Wie aber dies bewerkstelligen? Gerade diese Personen würden Verrat und Verschwörung wittern und Zeter und Mordio schreien.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Objektiverung "Elektrosensibilität" ▼

KlaKla, Dienstag, 18.08.2009, 12:48 (vor 3593 Tagen) @ Schmetterling

Wie wäre es z.B. mit einer solchen Studie:
Unbelasteter Ort, eine Gruppe von Probanden, mehrere Wochen...Dabei ein Test von allem was medizinisch relevant ist: Blutdruck, Körpergewicht, Blutwerte, Leberwerte, Hormonwerte, Sauerstoffgehalt Blut, Proteinsynthese usw.
Dann mehrere (!) Wochen ein gemischtes Feld und dann wieder ein Test, ob sich irgendeine Änderung ergeben hat.

Derartige Untersuchungen sind nicht mehr notwendig. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) schreibt folgendes:

Der von den Betroffenen vermutete Zusammenhang zwischen einer Exposition mit elektromagnetischen Feldern und ihren Beschwerden wurde im Rahmen des deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms nicht bestätigt.
Weitere umfangreiche Untersuchungen an elektrosensiblen Personen mit Hilfe von Fragebögen und anhand medizinisch/biologischer Parameter ergaben, dass die Elektrosensiblen eine sehr heterogene Gruppe darstellen. Die bei Elektrosensiblen und Kontrollpersonen gemessenen Laborparameter ergaben nur geringe nicht gesundheitlich relevante Unterschiede. Die von den Betroffenen oft behauptete stärkere Belastung mit Allergien und Chemikalien bzw. eines besondere Empfindlichkeit gegenüber Chemikalien ließ sich nicht bestätigen. Auffallend war aber das signifikant deutlich erhöhte Vorkommen somatoformer Störungen (gesundheitliche Beschwerden, für die keine oder keine adäquate körperliche Ursache gefunden wird) bei den elektrosensiblen Personen im Vergleich zu den Kontrollpersonen.
Aus der Broschüre: Das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm [Elektromagnetische Felder]

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=33393

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
BfS, Broschüren, Krankheitsgewinn, Somatoforme Störung

Reaktion aufs E-Feld

H. Lamarr @, München, Montag, 10.08.2009, 14:13 (vor 3601 Tagen) @ Schmetterling

Wenn nur eine unter Strom stehende Leitung vorhanden ist, also kein angeschalteter Verbraucher, sollte doch so gut wie kein Magnetfeld vorhanden sein, oder?)

Wenn eine Leitung unter Spannung steht aber kein Strom fließt, weil kein Verbraucher angeschaltet ist, dann haben Sie keinerlei Magnetfeld um die Drähte der Leitung aber ein elektrisches Feld von einem Draht zum anderen. Den Verlauf der Feldlinien können Sie hier sehen, zwischen den Drähten ist die Feldstärke hoch, außen drum herum niedrig. Niederfrequente elektrische Felder lassen sich im Gegensatz zu niederfrequenten Magnetfeldern ziemlich gut schirmen. Wenn Sie also glauben, auf (häusliche) E-Felder zu reagieren, dann kommen z.B. Netzfreischalter oder geschirmte Netzkabel infrage. Letzteres erfordert die Neuinstallation aller Stromleitungen im Haus und scheidet daher meist aus. Netzfreischalter kann Ihnen jeder Elektriker im Sicherungskasten montieren.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
, NF, Magnetfeld

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