Information der Mobilfunkgegner kritisch betrachtet (Allgemein)

Gast, Dienstag, 10.02.2009, 15:49 (vor 3786 Tagen)
bearbeitet von Gast, Dienstag, 10.02.2009, 16:10

Angst vor Down-Syndrom

Mobilfunk Bürgerforum e.V. & Verein zum Schutz der Bevölkerung vor Elektrosmog e.V., Stuttgart verbreite ein Dokument welches Bürger aufschreckt und verunsichern könnte. Dem Bürger wird dieses Dokument für die Auseinandersetzung um Mobilfunkmasten nahe gelegt.

Fehldeutungen der Original Quelle können den Laien in peinliche Erklärungsnot bringen.

So schreiben die Verfasser:
Die ICNIRP-Richtlinien selbst sagen aus, dass der Grenzwert nur vor „kurzfristigen, unmittelbaren gesundheitlichen Auswirkungen“ durch „erhöhte Gewebetemperaturen“ (S.48) schützt. Alle Fachleute sind sich einig, dass von dem Masten keine Wärmegefahr ausgeht. Die Grenzwerte schützen vor etwas, was letztlich gar keine Gefährdung darstellt. Das wäre so, als würde man die Wirkung und Höhe radioaktiver Strahlung mit dem Thermometer statt mit dem Geigerzähler messen. Die Gefahr geht von der biologischen, nicht - thermischen Wirkung der Strahlung aus, v.a. den Langzeitwirkungen. In den ICNIRP – Richtlinien, an denen sich die Bundesregierung orientiert, wird diese eigentliche Gesundheitsgefährdung durch die Strahlung beschrieben :
- Ein erhöhtes Risiko bei Arbeitnehmerinnen an Fehlgeburten, Geburtsfehlern und Down Syndrom (S.67)
- Ein erhöhtes Krebsrisiko bei Angehörigen des Militärs (S.68) und in vielen Tierversuchen (S.71)
- die Gefahr von Gehirnschäden durch die Öffnung der Blut-Hirnschranke wird als bewiesen angesehen (S.70,73)
- der „Mikrowellenhöreffekt“, also das Ohrensausen bis zur Entwicklung zum Tinnitus wird auch als bewiesen angesehen(S.72)


Im Original steht:

Sieben Studien über Auswirkungen auf die Schwangerschaft bei berufstätigen Frauen, die am Arbeitsplatz einer Mikrowellenbestrahlung ausgesetzt waren, sowie auf Geburtsfehler bei deren Nachkommen ergaben allerdings sowohl positive als auch negative Ergebnisse. Bei einigen der größeren epidemiologischen Studien über Kunststoffschweißerinnen und Physiotherapeuten, die mit Kurzwellen-Diathermiegeräten arbeiten, gab es keine statistisch signifikanten Auswirkungen hinsichtlich der Zahl der Abgänge oder Mißbildungen beim Fötus (Källen et al. 1982). Dagegen fand man in anderen Untersuchungen an ähnlichen Zahlen von Arbeitnehmerinnen ein erhöhtes Risiko an Fehlgeburten und Geburtsfehlern (Larsen et al. 1991; Ouellet-Hellstrom und Stewart 1993). Bei einer Untersuchung mit männlichen Beschäftigten in der Radartechnik konnte keine Verbindung zwischen der Mikrowellenexposition und der Gefahr für die Nachkommen, am Down-Syndrom zu erkranken, festgestellt werden (Cohen et al. 1977).

((Hinweis Moderator: Titel des Diskussionsstrangs nachträglich geändert))

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ICNIRP, BI, Tierversuch, Analyse, Klarstellung, Hensinger, Tatsachenverdrehung, Stewart, Panikparolen, Groschupp, Mobilfunkgegner, ICNIRP-Richtlinien, Stammtisch, Selbsthilfeverein, Down-Syndrom, Fehlgeburt, Unsachlichkeit, Fehlerhaftigkeit

Zahnloser Papiertiger oder schlagkräftige Argumente

KlaKla, Mittwoch, 11.02.2009, 09:30 (vor 3786 Tagen) @ Gast
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 11.02.2009, 10:39

Damit nicht unbedarfte Leser, in peinliche Situationen hineinschlittern weil sie sich auf die Aussagen dieses Dokumentes "Schwerwiegende Gründe für die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes" berufen erlaube ich mir dieses Dokument Absatzweise zu kommentieren.

1. Dokumente vor 2006
Bereits im Jahr 2006 (1) lagen eine Vielzahl von offiziellen politischen Stellungnahmen vor, die darauf hinweisen, dass es nicht vertretbar ist, eine krankmachende Technologie und den unkontrollierten Ausbau der Mobilfunktechnologie und diese Technik insgesamt zu akzeptieren.

Man beachte, die genannte Quelle (1) .
Die Verfasser stützen ihre Behauptung auf eine zuvor von ihnen selbst erstellte Behauptung. Den Inhalt der angegebenen Quelle können sie jedoch nur lesen wenn sie das Dokument (Broschüre "Acht Behauptungen") kaufen.
Erinnert an Münchhausen, der sich am eigen Schopf aus den Sumpf zog.

Die Meinung einer Bürgerinitiative ist wenn überhaupt nur von Bedeutung im Kreis der Mobilfunkgegner jedoch nicht im Kreis von Entscheidungsträger (BfS oder SSK). Entscheidungsträger müssen sich an anerkannte Fakten orientieren damit nicht willkürliche Entscheidungen getroffen werden.

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Sendemastgegner, Willkür, Analyse, Täuschung, Hensinger, Münchhausen, Broschüren, Zirkelschluss, Groschupp, Mobilfunkgegner, Vorsicht, Quellen, Schriftenreihe, Pfeiler

Zahnloser Papiertiger oder schlagkräftige Argumente

Doris @, Mittwoch, 11.02.2009, 12:46 (vor 3786 Tagen) @ KlaKla

Damit nicht unbedarfte Leser, in peinliche Situationen hineinschlittern weil sie sich auf die Aussagen dieses Dokumentes "Schwerwiegende Gründe für die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes" berufen erlaube ich mir dieses Dokument Absatzweise zu kommentieren.

1.1. Deutscher Bundestag 2003
Die Bundestagsdrucksache 15/14032,
„Gesundheitliche und ökologische Aspekte bei mobiler Telekommunikation und Sendeanlagen - wissenschaftlicher Diskurs, regulatorische Erfordernisse und öffentliche Debatte“, vom 8.7.2003",

enthält einen 100-seitiger Forschungsüberblick mit dem Kapitel „Gefahrenabwehr“, das auf potentielle Risiken hinweist und vor allem für Schutzzonen um Kindergärten herum plädiert. Dort wird zu Auswirkungen der Strahlung u.a.festgestellt:
„ Von den Studien an menschlichen Probanden erbrachten 79 % positive Befunde. Die meisten Effekte betreffen das Nervensystem oder das Gehirn (86 %), es folgen Effekte im Zusammenhang mit Krebs (64 %).“ ( S.27)
„Die Einrichtung von Schutzzonen, in denen z. B. die Verwendung von Mobiltelefonen oder die Errichtung von Sendeanlagen verboten oder stark eingeschränkt wird, ist eine häufig diskutierte Maßnahme. Diese Zonen können u. a. dem Schutz von möglicherweise besonders strahlungsempfindlichen
Personen dienen. Ihre Einrichtung wird daher primär für Krankenhäuser, Schulen oder Kindergärten erwogen. Die Mobilfunkbetreiber in Deutschland wollen im
Rahmen der freiwilligen Selbstverpflichtung vom Dezember 2001 bei der Planung von Sendeanlagen verstärkt die Standorte von Schulen und Kindergärten berücksichtigen...Manche Studien befürworten noch weitergehende
Maßnahmen: Schutzzonen sollen alle Orte umfassen, an denen sich Menschen regelmäßig länger als vier Stunden aufhalten.“(S.81)

Auf diese Bundesratsdrucksache berufen sich die Stuttgarter.
Die Absätze stehen wortgetreu in diesem Papier, aber es muss m.E. im ganzen Zusamenhang gelesen werden.

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Schutzzonen für Strahlen empfindliche Personen

KlaKla, Mittwoch, 11.02.2009, 13:22 (vor 3786 Tagen) @ Doris
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 11.02.2009, 13:51

Die Stuttgarter BI schreiben in ihrem Dokument
"Schwerwiegende Gründe für die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes"

1.1. Deutscher Bundestag 2003
Die Bundestagsdrucksache 15/1403(2), „Gesundheitliche und ökologische Aspekte bei mobiler Telekommunikation und Sendeanlagen - wissenschaftlicher Diskurs, regulatorische Erfordernisse und öffentliche Debatte“, vom 8.7.2003", enthält einen 100-seitiger Forschungsüberblick mit dem Kapitel „Gefahrenabwehr“, das auf potentielle Risiken hinweist und vor allem für Schutzzonen um Kindergärten herum plädiert. Dort wird zu Auswirkungen der Strahlung u.a.festgestellt: „Von den Studien an menschlichen Probanden erbrachten 79 % positive Befunde. Die meisten Effekte betreffen das Nervensystem oder das Gehirn (86 %), es folgen Effekte im Zusammenhang mit Krebs (64 %).
( S.27)

Der unterstrichene Satz ist aus dem Zusammenhang gerissen und somit bekommt er hier eine andere Gewichtung.

„Die Einrichtung von Schutzzonen, in denen z. B. die Verwendung von Mobiltelefonen oder die Errichtung von Sendeanlagen verboten oder stark eingeschränkt wird, ist eine häufig diskutierte Maßnahme. Diese Zonen können u. a. dem Schutz von möglicherweise besonders strahlungsempfindlichen Personen dienen. Ihre Einrichtung wird daher primär für Krankenhäuser, Schulen oder Kindergärten erwogen. Die Mobilfunkbetreiber in Deutschland wollen im Rahmen der freiwilligen Selbstverpflichtung vom Dezember 2001 bei der Planung von Sendeanlagen verstärkt die Standorte von Schulen und Kindergärten berücksichtigen... Manche Studien befürworten noch weitergehende Maßnahmen: Schutzzonen sollen alle Orte umfassen, an denen sich Menschen regelmäßig länger als vier Stunden aufhalten.“(S.81)

Die Verfasser suggeriert dem Leser, schon 2003 hätten Wissenschaftler Schutzzonen geforderten. Liest man in der angegebenen Quelle, steht da folgendes: Das Öko-Institut empfiehlt die Einrichtung von Schutzzonen für besonders empfindliche Personen. (S. 38) Oder, Lokale Bürgerinitiativen und bundesweite Vereinigungen gegen Elektrosmog fordern Schutzzonen. (S.67)

Die Uhr scheint seit 2003 in Stuttgart still zu stehen. Das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm
hat eine ganze Reihe an neuen Erkenntnissen geliefert. So das dass Thema Schutzzonen für Strahlen empfindliche Personen nicht mehr die Bedeutung bei gemessen wird, wie noch im Jahr 2003.

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Tagesempfehlung vom Koch: Schwabentopf

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 11.02.2009, 14:21 (vor 3786 Tagen) @ KlaKla

Die Stuttgarter BI schreiben in ihrem Dokument
"Schwerwiegende Gründe für die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes"

Warum eine so komplizierte Gegenargumentation, Klaus? Was hier als "Schwerwiegende Gründe für die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes" bezeichnet wird ist alles andere als schwerwiegend und hat in Wirklichkeit mit Mobilfunkmasten nicht viel zu tun. Denn wie immer werden (hier mehr oder weniger indirekt) Studien, die von der Strahlungsintensität her ausschließlich Handys betreffen oder sogar über Grenzwert liegen, völlig undifferenziert als Argument gegen Sendemasten in die Argumentation mit eingewebt. Schwerwiegender Fehler. Das ist in etwa so, als ob Studien über die Gefahren des Netzstroms einfach mal so auf 9-V-Batterieblöcke umgemünzt werden - ohne dies jedoch klar auf den Tisch zu legen. Außerdem krankt das Papier an einer alten Erbkrankheit - wie immer fehlt Teil II der Abhandlung: Schwerwiegende Gründe gegen die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes, und dieser Teil II ist halt nun einmal ein harter Brocken, der nicht allein deshalb verschwindet, bloß weil man stramm dran vorbeischaut. Manipulationsregel Nummer 1: Dröhne deine Zuhörer oder Leser mit deinen Interpretationen und Behauptungen so voll, dass sie für Gegenargumente nicht mehr ansprechbar sind. Diese Regel wird auf Seiten der Kritiker immer wieder viel zu radikal umgesetzt und macht derartige Missions-Papiere schon allein deswegen für Außenstehende suspekt und unglaubwürdig. Deshalb bleibt die erhoffte Wirkung ja auch aus - wäre es anders, müsste sie sich in den vergangenen Jahren ja mal irgendwie bemerkbar gemacht haben - tut sie aber nicht.

Du willst doch jetzt hoffentlich nicht gottseidank jeden einzelnen Punkt dieser sogenannten schwerwiegenden Gründe zerlegen, nur um nachzuweisen, dass es in Wahrheit Heliumballons sind? Mach's nicht, es bringt dir nur die in deiner Abwesenheit gestellte Frage ein: Wer bezahlt dich dafür?

--
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Vereinigung aller Inkompetenen Mobilfunk Aktivisten?

KlaKla, Mittwoch, 11.02.2009, 17:56 (vor 3785 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 11.02.2009, 18:21

Du willst doch jetzt hoffentlich nicht gottseidank jeden einzelnen Punkt dieser sogenannten schwerwiegenden Gründe zerlegen, nur um nachzuweisen, dass es in Wahrheit Heliumballons sind? Mach's nicht, es bringt dir nur die in deiner Abwesenheit gestellte Frage ein: Wer bezahlt dich dafür?

Hm, gute Frage.
Ich denke an die unkritischen Leser, die unter anderen in kleinen Gemeinden als Stadtvorsteher politisch aktiv sind und dieses unsägliche Dokument von geblendeten Mitstreitern unter die Nase gerieben bekommen mit der Forderung, den Sendemasten von hier nach da zu verschieben. Den geblendeten Mitstreitern kann man keinen Vorwurf machen, wenn derartige Dokumente frei zugängig jedoch unkommentiert im Internet kursieren. Denn die Lügen, Verdrehungen und Behauptungen der Hetzer sorgen dafür dass Bürger in Angst versetzt werden. Ich behaupte, sie durchlaufen ähnliche Ängste wie ich mit meiner Familie vor Jahren.

Pauschal könnte man sagen, diese Vereine* haben nachweislich keine Ahnung und das attestiert Sie sich selbst mit ihren Dokument.

* Verein zum Schutz der Bevölkerung vor Elektrosmog e.V & Mobilfunk Bürgerforum e.V.

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Vereinigung aller inkompetenten Mobilfunk Aktivisten?

Doris @, Mittwoch, 11.02.2009, 18:58 (vor 3785 Tagen) @ KlaKla

Du willst doch jetzt hoffentlich nicht gottseidank jeden einzelnen Punkt dieser sogenannten schwerwiegenden Gründe zerlegen, nur um nachzuweisen, dass es in Wahrheit Heliumballons sind? Mach's nicht, es bringt dir nur die in deiner Abwesenheit gestellte Frage ein: Wer bezahlt dich dafür?

So was nennt man Demotivation ;-)
Die Frage nach der Bezahlung wird - egal was geschrieben wird - wohl immer gestellt.

Hm, gute Frage.
Ich denke an die unkritischen Leser, die unter anderen in kleinen Gemeinden als Stadtvorsteher politisch aktiv sind und dieses unsägliche Dokument von geblendeten Mitstreitern unter die Nase gerieben bekommen mit der Forderung, den Sendemasten von hier nach da zu verschieben. Den geblendeten Mitstreitern kann man keinen Vorwurf machen, wenn derartige Dokumente frei zugängig jedoch unkommentiert im Internet kursieren. Denn die Lügen, Verdrehungen und Behauptungen der Hetzer sorgen dafür dass Bürger in Angst versetzt werden. Ich behaupte, sie durchlaufen ähnliche Ängste wie ich mit meiner Familie vor Jahren.

Ein Forum lebt nunmal von Beiträgen und mir persönlich sagen derartige Arbeiten, die sich vorrangig mit der Sache statt mit Personen auseinandersetzen mehr zu. Dieses Papier wird bereits verbreitet und daran orientieren sich die Interessierten. Da in diesem Papier extra darauf hingewiesen wird, dass es sich um nachprüfbare Fakten handelt, wird dem Glauben geschenkt. Ihr dürft hier einfach nicht vergessen, dass nur wenige einer Sache auf den Grund gehen, und wenn sie es tun, dann winken sie ab und kehren der Sache stillschweigend den Rücken. Ich muss KlaKla mit dem was er schreibt, Recht geben. Im Gegensatz zu Euch bin ich parallel nach wie vor in einer BI tätig und gerade gestern abend haben wir uns wieder getroffen. Und obwohl wir uns wirklich in unserer Arbeit deutlich von den allgemeinen Kritikern abheben, sind da grundlegende Dinge so derart tief verwurzelt, wie z.B. die baubiologischen Richtwerte für den Schlafbereich.

Ein kleines Beispiel aus dem täglichen Leben einer BI.
Wir diskutieren seit geraumer Zeit, dass wir eine Internetseite fertigen und das nach 5 Jahren Zusammenarbeit. :-( Nach meiner Erfahrung hier bin ich die einzige, die sich dagegen ausspricht, während die anderen begeistert sind und ich mit meinem "Nein" ganz klar unterliege. Gleich heftig sind die Diskussionen über den Inhalt, die eben nach wie vor Gedankengut der 1 G Kritiker enthalten. Der Gedanke, dass ich da mit Adresse und evtl.sogar Foto drauf bin und irgendwo steht, "für den Schlafbereich fordern wir 10 µW", bereitet mir schlaflose Nächte. Nun hat man entschlossen, die Seite ziemlich abzuspecken und nur Aussagen reinzupacken mit denen ich mich identifzieren kann. Dieser Vorschlag wurde geschlossen akzeptiert, da man mich auf keinen Fall in eine Zwickmühle bringen will. Einer schlug dann vor, die Internetseite so zu beginnen

"Die höchste Europäische Union warnt vor Mobilfunk", damit wären wir auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Muss ich mehr erzählen, als dass ich da dann immer beinahe unter den Tisch kippe und mich wirklich alles andere als toll finde, ständig zu kritisieren. :-( .
Deshalb plädiere ich dafür solche Papiere kritisch und sachlich auseinanderzunehmen, damit Fakten im Netz stehen für alle die es besser machen wollen.
Wenn dieses Forum überhaupt einen Sinn machen soll, dann macht so eine Arbeit, wie KlaKla sie vorhatte m.E. wesentlich mehr Sinn als darüber zu diskutieren, ob Ulrich W. nun ein echter oder unechter ES ist

Pauschal könnte man sagen, dieser Verein hat nachweislich keine Ahnung und das attestiert Sie sich selbst mit ihren Dokument.

Ne, so nicht. Fakten bitte, für Ihre Pauschalaussage :wink:

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BI, Verdrehung, Kritik, Europäische Union, Bürgerinitiative, Lügen, Richtwert, Ahnungslosen

Ein Oswald Kolle für Softcore-Kritiker

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 11.02.2009, 20:02 (vor 3785 Tagen) @ Doris

Ne, so nicht. Fakten bitte, für Ihre Pauschalaussage :wink:

Ja, aber ... wie soll das funktionieren? Die Ergüsse ganzer Heerscharen von Kritikern sind doch bereits zu Zeiten von RDWs Forum mehr oder weniger gnadenlos in die Restmülltonne entsorgt worden. Und was hat's gebracht? Die lautesten Hardcore-Kritiker haben ihre Lernresistenz immer wieder neu unter Beweis gestellt und argumentieren von jeglicher Kritik unberührt noch genauso wie anno dazumal. Diese Leute, da sind wir uns sicher einig, erreichen wir nie, niemand erreicht die. Bleiben also die Kritiker auf Zeit übrig, sozusagen die Softcore-Kritiker, die sich wegen eines neuen Sendemasten befristet in die Szene einklinken und von der Hardcore-Fraktion mit dem üblichen Desinformationsmaterial überschüttet werden. Wenn überhaupt, dann lässt sich der Hebel nur bei diesen Softcore-Kritikern ansetzen. Nur, frage ich mich inzwischen, lohnt sich die Mühe überhaupt noch? Geschätzte 98 % der Softcore-Kritiker kehren der Szene doch sowieso über kurz oder lang den Rücken (in Städten eher als auf dem Land) sobald sie merken, dass die angekündigten Horrorszenarien aus der Gruselkiste der Hardcore-Fraktion partout nicht eintreten wollen. Die restlichen 2 % entschwinden ins Lager der Hardcores. Das heißt: Wir haben es ständig mit neuen Leuten zu tun, wie in einer Schule, wo jedes Jahr neue Erstklässler einrücken und der oberste Jahrgang ausscheidet. Mobilfunkkritik ist damit zum guten Teil statischer Lehrstoff in Form von Buchwissen geworden, nur gibt es so ein Buch leider (noch) nicht, das die in schöner Regelmäßigkeit wiederkehrenden Behauptungen der Hardcore-Fraktion systematisch aufgreift und leicht verständlich widerlegt. So ein Buch sollte dann zum Pflichtbestand jeder Leihbücherei werden und an neu gegründete BIs auf Staatskosten verschenkt werden ;-). Also Doris, unter welchem Pseudonym möchten Sie es schreiben?

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Ein Oswald Kolle für Softcore-Kritiker

Doris @, Donnerstag, 12.02.2009, 00:08 (vor 3785 Tagen) @ H. Lamarr

Die lautesten Hardcore-Kritiker haben ihre Lernresistenz immer wieder neu unter Beweis gestellt und argumentieren von jeglicher Kritik unberührt noch genauso wie anno dazumal. Diese Leute, da sind wir uns sicher einig, erreichen wir nie, niemand erreicht die.

Ich sehe es wohl anders. Erstrangig will ich zwar hier im Forum Antwort für mich auf meine Fragen und was die Außenwirkung betrifft. Ich mache meine Arbeit hier nicht um die Hardcore-Kritiker zu bekehren sondern, damit diejenigen die sich informieren wollen nicht von den "Hardcore-Kritikern" eingelullt werden.

Bleiben also die Kritiker auf Zeit übrig, sozusagen die Softcore-Kritiker, die sich wegen eines neuen Sendemasten befristet in die Szene einklinken und von der Hardcore-Fraktion mit dem üblichen Desinformationsmaterial überschüttet werden. Wenn überhaupt, dann lässt sich der Hebel nur bei diesen Softcore-Kritikern ansetzen.

Bei denen kann es u.U. schon zu spät sein. Sie müssen die Besorgten erreichen, bevor sie sich zum "Fackelumzug" aufstellen, damit es zu so manchen Ausschreitungen gar nicht kommt.

Nur, frage ich mich inzwischen, lohnt sich die Mühe überhaupt noch?

Eine gute Frage, die man sich in unserem Fall am besten nie stellen sollte, denn sonst gibt es nur eine Antwort darauf. Nur meine Meinung ist, wenn Sie beabsichtigen Ihre Website mitsamt Forum weiterzubetreiben, dann muss man sich sogar mehr Mühe machen, als dies hier ab und zu der Fall ist, denn sonst artet es doch nur zum Schlagabtausch zwischen ein paar Teilnehmern aus.

Geschätzte 98 % der Softcore-Kritiker kehren der Szene doch sowieso über kurz oder lang den Rücken (in Städten eher als auf dem Land) sobald sie merken, dass die angekündigten Horrorszenarien aus der Gruselkiste der Hardcore-Fraktion partout nicht eintreten wollen.

Das mag sein, aber es verankert sich sicherlich was in den Leuten und sie nehmen trotzdem was für sich mit, das kann bedeuten, a) "die größte Gefahr geht von einem Sender aus" oder b) ich gehe mit meinem Handy bewusster um.

Die restlichen 2 % entschwinden ins Lager der Hardcores. Das heißt: Wir haben es ständig mit neuen Leuten zu tun, wie in einer Schule, wo jedes Jahr neue Erstklässler einrücken und der oberste Jahrgang ausscheidet.

Und was wollen Sie damit sagen? Dann sehen wir den Sinn unserer Mühe darin, jeden Erstklässler gut vorzubereiten.

Ok, mag sich naiv anhören, aber diese Frage "lohnt sich diese Mühe denn überhaupt noch", die stellen wir uns doch auch in regelmäßigen Abständen und bis zum nächsten Mal machen wir es einfach weiterhin nach bestem Wissen und Gewissen.

Mobilfunkkritik ist damit zum guten Teil statischer Lehrstoff in Form von Buchwissen geworden, nur gibt es so ein Buch leider (noch) nicht, das die in schöner Regelmäßigkeit wiederkehrenden Behauptungen der Hardcore-Fraktion systematisch aufgreift und leicht verständlich widerlegt. So ein Buch sollte dann zum Pflichtbestand jeder Leihbücherei werden und an neu gegründete BIs auf Staatskosten verschenkt werden ;-). Also Doris, unter welchem Pseudonym möchten Sie es schreiben?

Wenn ich Ihrer Überschrift folgen muss, dann werde ich mich wohl hierfür entscheiden müssen nur ob ich unter diesem Pseudonym jemand für Mobilfunkaufklärung gewinnen kann, das bezweifle ich sehr ;-)

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Erdrückende Beweislast

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 12.02.2009, 15:22 (vor 3785 Tagen) @ Doris

Wenn ich Ihrer Überschrift folgen muss, dann werde ich mich wohl hierfür entscheiden müssen nur ob ich unter diesem Pseudonym jemand für Mobilfunkaufklärung gewinnen kann, das bezweifle ich sehr ;-)

Zu "Aufklärung" ist mir als erstes der Oswald in den Sinn gekommen. Und Ihr Pseudonym fände ich aus schwerwiegenden Gründen gar nicht mal so übel, wäre es doch - statt vieler Worte - die Fleischwerdung der Bultmann'schen "erdrückenden Beweislast" für die Wirkung von EMF auf den Menschen. Funktioniert allerdings nur befristet.

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Verdrehung BioInitiative Report

KlaKla, Mittwoch, 11.02.2009, 18:42 (vor 3785 Tagen) @ KlaKla

Damit nicht unbedarfte Leser, in peinliche Situationen hineinschlittern weil sie sich auf die Aussagen dieses Dokumentes "Schwerwiegende Gründe für die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes" berufen erlaube ich mir dieses Dokument Absatzweise zu kommentieren.

2.3. Internationale Wissenschaft: Der BioInitiative Report
Der Bio-Initiative Report (13) wird damit von einer hochrangigen Staatsbehörde, dem Europäischen Parlament, anerkannt. Der Report spricht durchgehend von Beweisen der Gesundheitsschädlichkeit der hochfrequenten, gepulsten Mikrowellenstrahlung.

Die Verfasser irren. Nur bestimmte Mobilfunkgegner die nicht ausreichende Informiert sind sehen's wie oben beschrieben.

Entscheidungsträger sehen's so: ACRBR Stellungnahme zum "BioInitiative Report"
Die Stellungnahme des Australischen Forschungszentrums zur Untersuchung biologischer Effekte von Funkfrequenzfeldern wurde am 19. Dezember 2008 veröffentlicht. Die Autoren kommen insgesamt zu dem Ergebnis, dass der Bioinitiative Report die Wissenschaft nicht voran bringt. Sie stimmen der Einschätzung des niederländischen Gesundheitsrates zu, dass der BioInitiative Report “keine objektive und ausgeglichene Betrachtung des derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstands darstellt“.

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Verdrehung BioInitiative Report

Doris @, Samstag, 21.02.2009, 22:10 (vor 3775 Tagen) @ KlaKla

Entscheidungsträger sehen's so: ACRBR Stellungnahme zum "BioInitiative Report"

Nicht nur diese sehen es so...

Die erste Fassung des Kommentars des MMF (Mobile Manufacturers Forum) zum Bericht der Gruppe BioInitiative aus dem Monat September 2007 ist ergänzt worden um eine breitere Sammlung von Positions-Statements von Ausschüssen auf einem nationalen Level, welche den BioInitiative-Bericht genau geprüft haben, ebenso seine Methodologie und Schlussfolgerungen.

http://www.mmfai.org/public/docs/de/090105_MMF_Viewpoint_BioInitiativeReport_final_de.pdf

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BioInitiative, Kritik

Damals, im Dezember 2009

H. Lamarr @, München, Sonntag, 22.02.2009, 11:16 (vor 3775 Tagen) @ Doris

Die erste Fassung des Kommentars des MMF (Mobile Manufacturers Forum) zum Bericht der Gruppe BioInitiative aus dem Monat September 2007 ist ergänzt worden um eine breitere Sammlung von Positions-Statements von Ausschüssen auf einem nationalen Level, welche den BioInitiative-Bericht genau geprüft haben, ebenso seine Methodologie und Schlussfolgerungen.

http://www.mmfai.org/public/docs/de/090105_MMF_Viewpoint_BioInitiativeReport_final_de.pdf

Erstaunlich, was die vom MMF können, die sind offenbar schon irgendwo in der Zukunft: Das Australian Centre for Radiofrequency Bioeffects Research (ACRBR) veröffentlichte am 18. Dezember 2009 ein Positionspapier ...

Vertrauenerweckend in die Sorgfalt einer nicht ganz unbedeutenden Organisation sind solche Schlampereien mMn nicht.

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BUND importiert "Kompetenz"

KlaKla, Mittwoch, 11.02.2009, 19:07 (vor 3785 Tagen) @ KlaKla

Damit nicht unbedarfte Leser, in peinliche Situationen hineinschlittern weil sie sich auf die Aussagen dieses Dokumentes "Schwerwiegende Gründe für die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes" berufen erlaube ich mir dieses Dokument Absatzweise zu kommentieren.

2.1. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Hier sei besonders auf das Positionspapier des BUND „Für zukunftsfähige Funktechnologien. Begründungen und Forderungen zur Begrenzung der Gefahren und Risiken durch hochfrequente elektromagnetische Felder,“ veröffentlicht im Oktober 2008, hingewiesen, das diese Technologie generell als gesundheitsschädigend für Mensch, Tier und Pflanzen ablehnt und einen hervorragenden Forschungsüberblick gibt.

Das BUND Papier hat die Situation verändert: der größte deutsche Naturschutzbund bestätigt nach eingehender Analyse des Standes der Forschung, was viele Bürgerinitiativen vertreten. Der BUND kommt aber noch zu einem radikaleren Schluss als manche Bürgerinitiativen in Großstädten. Sie vertraten bisher, dass der (alte) Salzburger Vorsorgewert von 1000 μWatt/m2 ein Kompromiss sein könnte. Auf Grund der fortschreitenden Erkenntnisse der Forschung fordert der BUND jetzt die Senkung auf 1 μWatt/m2.

Hierzu ist anzumerken, dass der BUND seine "Kompetenz" zum Thema Mobilfunk importierte. Wie hier nachzulesen. Wenn wundert's da noch, dass der BUND bekannte Forderungen radikaler Mobilfunkgegner und geschäftstüchtiger Baubiologen fördert/fordert. Seilschaften verbinden.

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BUND importiert "Kompetenz"

Doris @, Mittwoch, 11.02.2009, 19:32 (vor 3785 Tagen) @ KlaKla

Hierzu ist anzumerken, dass der BUND seine "Kompetenz" zum Thema Mobilfunk importierte. Wie hier nachzulesen. Wenn wundert's da noch, dass der BUND bekannte Forderungen radikaler Mobilfunkgegner und geschäftstüchtiger Baubiologen fördert/fordert. Seilschaften verbinden.

Mich stört an dieser Aussage was anderes und zwar dieser Abschnitt

Das BUND Papier hat die Situation verändert: der größte deutsche Naturschutzbund bestätigt nach eingehender Analyse des Standes der Forschung, was viele Bürgerinitiativen vertreten. Der BUND kommt aber noch zu einem radikaleren Schluss als manche Bürgerinitiativen in Großstädten. Sie vertraten bisher, dass der (alte) Salzburger Vorsorgewert von 1000 μWatt/m2 ein Kompromiss sein könnte. Auf Grund der fortschreitenden Erkenntnisse der Forschung fordert der BUND jetzt die Senkung auf 1 μWatt/m2.

Was bitte hat der BUND denn analysiert um zur Erkenntnis zu kommen den Grenzwert auf 1 µW/m² zu senken. Hier müsste dem BUND auf den Zahn gefühlt werden, welche aktuellen Ergebnisse sie denn diesem radikaleren Schluss zugrunde legen.

Die Verbindung, die Sie herstellen mag richtig sein, aber dies ist nur für jemand nachvollziehbar, der die mobilfunkkritischen Diskussionen regelmäßig und schon lange verfolgt, aber nicht für Entscheidungsträger, Neulinge und Gläubigen :-)

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BUND Berater und Mietminderung

KlaKla, Donnerstag, 12.02.2009, 08:24 (vor 3785 Tagen) @ Doris
bearbeitet von KlaKla, Donnerstag, 12.02.2009, 08:53

Was bitte hat der BUND denn analysiert um zur Erkenntnis zu kommen den Grenzwert auf 1 µW/m² zu senken. Hier müsste dem BUND auf den Zahn gefühlt werden, welche aktuellen Ergebnisse sie denn diesem radikaleren Schluss zugrunde legen.

Man beachte die Fußnoten des Positionspapier.
Dies macht klar auf welche Informanten sich die Aussagen des BUND stützen. Beispiel:
Fußnote 87 Scheiner, H.-Chr. und Scheiner, A.: Mobilfunk – die verkaufte Gesundheit. Peiting 2006.

Fußnote 33 Warnke, U.: Bienen, Vögel und Menschen. Die Zerstörung der Natur
durch ‚Elektrosmog’. Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks. Schriftenreihe der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie. Hecht K. et al. (Hrsg.), Heft 1, Dezember 2007

Der BUND hat nachweislich auf schlechte Berater gesetzt.
Im Positionspapier vom BUND wird auf ein Urteil bzgl. Mietminderung hingewiesen. Der Leser wird in die Irre geleitet weil der BUND nicht klar stellt das es sich hierbei um eine längst überholte Rechtssprechung handelt.

Zitat: Das Amtsgericht München zieht eine Miet-Kürzung als angemessen an, da die Mieter einen Anspruch darauf haben, " das sein Vermieter nicht nachträglich das Anwesen in einer bei Abschluss des Vertrages nicht vorhersehbaren Weise nutzt und dem Mieter die Angst aufbürdet, hierdurch (mindestens langfristig) gesundheitlich geschädigt werden zu können." 432C7381/95 Amtsgericht München

Entgegnung hier

Man könnte entschuldigen und sagen selbst Dr. Kühling ist auf die Blender hereingefallen aber ich sage nein, denn er tritt weiterhin mit dem Stuttgarter-Hetzer auf "Infoveranstaltungen" im Rathaus auf.

Wenn nun auf Grund der Desinformation des BUND jemand einen Prozess führt und diesen verliert, bleibt er auf entstandene Kosten hocken. Mein Tipp: Versuchen sie anschließend den BUND zu verklagen weil sie sich auf seine Desinformation verlassen haben!

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Mobilfunkgegner fordert politisches Handeln

KlaKla, Donnerstag, 12.02.2009, 15:42 (vor 3784 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von KlaKla, Donnerstag, 12.02.2009, 16:06

Damit nicht unbedarfte Leser, in peinliche Situationen hineinschlittern weil sie sich auf die Aussagen dieses Dokumentes "Schwerwiegende Gründe für die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes" berufen erlaube ich mir dieses Dokument Absatzweise zu kommentieren.

2.2. Das Europaparlament
Ein zweites Ereignis, über das geschwiegen wird, müßte eigentlich die Politik zu sofortigem Handeln veranlassen.
Das Europäisches Parlament weist in seiner Entschließung (522:16 Stimmen) vom 4.9.2008

„21…nachdrücklich auf den internationalen Bericht von "Bio-Initiative" über elektromagnetische Felder hin, in dem mehr als 1500 Studien zu diesem Thema zusammengefasst werden, und der im Ergebnis auf die Gesundheitsgefährdung durch die von Mobiltelefonen, UMTS, WiFi, WiMax und Bluetooth und dem Schnurlostelefon mit fester Basisstation "DECT" verursachten Emissionen des Mobiltelefonverkehrs hinweist;

22. stellt fest, dass die Grenzwerte für die Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern nicht mehr aktuell sind, da sie seit der Empfehlung 1999/519/EG des Rates vom 12. Juli 1999 zur Begrenzung der Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern (0 Hz bis 300 GHz) nicht mehr angepasst wurden und dementsprechend weder den Entwicklungen auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien noch den von der Europäischen Umweltagentur ausgesprochenen Empfehlungen noch den strengeren Emissionsnormen, die z. B. von Belgien, Italien oder Österreich festgelegt wurden, Rechnung tragen und dem Problem besonders schutzbedürftiger Gruppen, wie Schwangerer, Neugeborener und Kinder, nicht gerecht werden.“

Die Verfasser (Hensinger/Groschupp) wollen politisches Handeln!
Schade, dass sich nicht bis zu den Verfassern herumgesprochen hat, wie Fach kompetente Entscheidungsträger den Report der BioInitiative bewerten. Mehr dazu hier oder hier.

Und hier noch was zur dem Stimmenverhältnis (522:16 Stimmen) oder das hier.

Die BioInitiative genießt ein hohes Ansehen bei den Verfassern. Sie verweisen gerne auf den Report der BioInitiative, denn er beinhaltet Studien auf die Bürgerinitiativen zurückgreifen um zu belegen, Mobilfunkstrahlung ist schädlich. Hierzu ist noch an zu merken, die Mutter der BioInitiative ist keine anerkannte Wissenschaftlerin sondern eine Baubiologin (Cindy Sage).

Ob die Verfasser jemals den Report der BioInitiative gelesen haben, bezweifel ich denn sie empfiehlt nicht den Baubiologischen Richtwert nach Maes. Nicht zu vergessen, Seilschaften verbinden.

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Mobilfunkgegner fordert politisches Handeln

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 12.02.2009, 19:34 (vor 3784 Tagen) @ KlaKla

2.2. Das Europaparlament
Ein zweites Ereignis, über das geschwiegen wird, müßte eigentlich die Politik zu sofortigem Handeln veranlassen.
Das Europäisches Parlament weist in seiner Entschließung (522:16 Stimmen) vom 4.9.2008 ...

Tja das liest sich bei so viel Europa schon sehr sehr amtlich und wichtich. Da muss was dran sein. Das EU-Parlament interessiert zwar sonst nicht die Bohne, zum Wichtigmachen ist es freilich gut zu gebrauchen.

Aber zurück zur Sache. Hier wird ja auf einer Zwischenbewertung des EU-Aktionsplans "Umwelt und Gesundheit 2004–2010" herumgeritten, vorgenommen vom Europäischen Parlament. Klingt erst mal nach einem kompetenten Gremium. Allerdings habe ich auf der Suche nach Material über das dubiose Haarp-Projekt eine Seite bei Wikipedia gefunden, bei der im Abschnitt Verschwörungstheorien das EU-Parlament gar keine gute Figur macht. Dort heißt es: Am 5. Februar 1998 führte der Unterausschuss für Sicherheit und Abrüstung des Europäischen Parlaments eine Anhörung durch, die auch HAARP behandelte. Einziger Befragter bei dieser Anhörung war der Buchautor und Geschäftsmann Nick Begich jr. Das Ergebnis dieser Anhörung ging in den „Bericht über Umwelt, Sicherheit und Außenpolitik“ (s.u.) vom 14. Januar 1999 ein, in dem Haarp prompt als „ein klimabeeinträchtigendes Waffensystem“ kritisiert wird. Das war vor 10 Jahren. Heute kräht kein EU-Parlametarier mehr danach ... Womit ich sagen will, dass Bekundungen des EU-Parlaments eben nicht mehr sind als Meinungsäußerungen der Parlamentariergemeinde, die bei komplexer Thematik partiell immer am Rand des Verständnisses operiert.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Die Bedeutung von Bekundungen des EU-Parlaments will ich damit keineswegs in Richtung Restmülltonne lenken. Dies wäre ebenso ungerechtfertigt wie krampfhaftes Wichtigmachen von Textpassagen einer Bekundung durch Interessensgruppen.

... 21…nachdrücklich auf den internationalen Bericht von "Bio-Initiative" über elektromagnetische Felder hin, in dem mehr als 1500 Studien ...

Was bitte ist denn ein "internationaler Bericht"? Muss denn jeder Schwulst weiter getragen werden, nur um sein Anliegen scheinbar wichtiger erscheinen zu lassen?

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522:16 - Nein, bitte nicht schon wieder ...

H. Lamarr @, München, Freitag, 13.02.2009, 20:07 (vor 3783 Tagen) @ KlaKla

Das Europäisches Parlament weist in seiner Entschließung (522:16 Stimmen) vom 4.9.2008

Die 522:16-Abstimmung wird hier immerhin schon nicht mehr ganz so verdreht dargestellt wie noch vor kurzem an anderer Stelle. Dieses Abstimmungsergebnis scheint einige Kritiker in Baden-Württemberg so schwer beeindruckt zu haben, dass sie es gerne mal mehr oder weniger dramatisch in die Diskussion einstreuen. Dabei ist es lediglich ein Abstimmungsergebnis über 36 Punkte einer EU-Entschließung, von denen zwei Punkte die EMF-Grenzwerte betreffen. Mehr steckt nicht dahinter, auch wenn der eine oder andere Kritiker die Abstimmung am liebsten zum exklusiven NEIN des EU-Parlaments zu den Mobilfunk-Grenzwerten hochstilisieren möchte.

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Mobilfunkkritiker und ICEMS

KlaKla, Freitag, 13.02.2009, 10:25 (vor 3784 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von KlaKla, Freitag, 13.02.2009, 10:55

Damit nicht unbedarfte Leser, in peinliche Situationen hineinschlittern weil sie sich auf die Aussagen dieses Dokumentes "Schwerwiegende Gründe für die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes" berufen erlaube ich mir dieses Dokument Absatzweise zu kommentieren.

2.4. Die International Commission on Electromagnetic Safety (ICEMS)15 ist eine Vereinigung führender Wissenschaftler aus aller Welt, die sich mit den Auswirkungen der Exposition elektromagnetischer Felder auf die menschliche Gesundheit befassen. In eindringlichen Appellen hat die Expertengruppe bereits 2002 in ihren Resolutionen von Catania (2002) und Benevento (2006) vor den gegebenen Risiken gewarnt.

Die Verfasser (Hensinger/Groschupp) schreiben, im Verein ICEMS sind führende Wissenschaftler aus aller Welt vertreten. Dr. Michael Kundi ist einer davon. Er machte 2006 folgende Aussage über den Zustand des ICEMS

Die ICEMS ist leider in desolatem Zustand. Der Grund für diese Entwicklung liegt darin, dass der Vorsitzende Dr. Giuliani seine eigenen Ziele verfolgt und sich wenig bis gar nicht um die Statuten und die Ziele der Organisation kümmert. Trotzdem bin ich mit den Wissenschaftlern aus Amerika und Skandinavien überein gekommen, dass wir unsere Arbeit fortsetzen und uns nicht um die italienische Leitung kümmern. Wir arbeiten gerade an einer grundlegenden Kritik der Grenzwertphilosophie von ICNIRP und IEEE und werden damit hoffentlich ein positives Lebenszeichen geben.

Zitat: Da es erst 10 Jahre Forschung zur Frage der biologischen und gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunktechnik gibt, können nicht alle Fragen schlüssig beantwortet werden. Manches muss noch offen bleiben. Aus heutiger Sicht ist aber weder allzu große Furcht noch kategorische Ablehnung gesundheitlich bedeutsamer Wirkungen angebracht", so Professor Dr. Michael Kundi vom Institut für Umwelthygiene der Universität Wien, der maßgeblich an der Erstellung der Broschüre mitgewirkt hat. "Es sind zwar noch Lücken in der Erkenntnis, trotzdem können wir ausschließen, dass Mobilfunk verheerende gesundheitliche Auswirkungen hat, wie von manchen behauptet wird", ist Kundi überzeugt.

Die Verfasser suchen sich gezielt dramatisch klingende Textpassagen aus Dokumenten heraus. So wird der Leser Manipuliert und bewusst in die Irre geleitet. Man muss die Aussagen schon im Zusammenhang lesen. Benevento Resolution 2006.

Ob die Aussagen des Vereins ICEMS bei anerkannten Wissenschaftler und Entscheidungsträgern jemals von Bedeutung war, kann uns hier vielleicht Dr. Lerchl beantworten.

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Mobilfunkgegner und ICEMS

Doris @, Freitag, 13.02.2009, 13:02 (vor 3784 Tagen) @ KlaKla


Ob die Aussagen des Vereins ICEMS bei anerkannten Wissenschaftler und Entscheidungsträgern jemals von Bedeutung war, kann uns hier vielleicht Dr. Lerchl beantworten.

Ich glaube nicht, dass die Benevento Resolution bei Entscheidungsträgern von Bedeutung ist. Allerdings scheint der Grund weniger am Inhalt zu liegen als an der Tatsache, an welchen Arbeiten sich ein Wissenschaftler noch so beteiligt

So heißt es hier in der Bundesratsdrucksache 16/10085

Wissenschaftlicher Erkenntnisstand über Gesundheitsschäden durch drahtlose Kommunikationstechnologien

auf die Frage

3. Wie kommt das BfS trotz der Erkenntnisse der Wissenschaftler der Beneveneto-Resolution, trotz der Befunde der BioInitiative und vieler anderer Wissenschaftler zur Behauptung, dass die Notwendigkeit „sofortiger Vorortuntersuchungen wegen Gefahr im Verzug“ nicht gegeben sei, weil das Auftreten schwerer Gesundheitsstörungen nach einhelliger Meinung nationaler und internationaler Fachgremien bei Hochfrequenzexpositionen unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte ausgeschlossen ist?

Der Bioinitiative-Report weist aus Sicht des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) in einigen Kapiteln erhebliche wissenschaftliche Schwächen auf. So werden z. B. Vermischungen der Wirkungen von nieder- und hochfrequenten Feldern vorgenommen, die fachlich nicht zulässig sind. Auch ist die überwiegende Mehrzahl der dem Bericht zugrunde liegenden Studien nicht neu und wurde daher bei der Festlegung der derzeit gültigen Grenzwerte und bei den regelmäßigen Überprüfungen durch nationale Gremien bereits berücksichtigt. In mehreren Themenbereichen ist die vorliegende Auswahl der Studien im Bioinitia- tive-Report einseitig, sodass die Autorin der zusammenfassenden Kapitel zu anderen Schlussfolgerungen gelangt als das BfS und andere nationale und in- ternationale Gremien. Die meisten Autoren des Bioinitiative-Reports sind auch Unterzeichner der Benevento Resolution.
Den Beobachtungen mobilfunkkritischer Ärzteinitiativen wurde im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) in einer Reihe von experimentellen und epidemiologischen Studien nachgegangen, so z. B. in der Querschnittsstudie zur Erfassung und Bewertung möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch die Felder von Mobilfunkbasisstationen oder in Stu- dien zur Untersuchung der Schlafqualität von Anwohnern derartiger Basis- station. Im Gegensatz dazu sind die geforderten Vorortuntersuchungen nicht geeignet, um kausale Zusammenhänge zwischen Feldexposition und möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigung nachzuweisen, da u. a. Verblindung und Kontrollsituation (ohne Exposition) nicht realisierbar sind.

Hübsch bunt, nicht :-)

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Russischer Appell der RCNIRP oder RNCNIRP

KlaKla, Freitag, 13.02.2009, 17:32 (vor 3783 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von KlaKla, Freitag, 13.02.2009, 18:30

Damit nicht unbedarfte Leser, in peinliche Situationen hineinschlittern weil sie sich auf die Aussagen dieses Dokumentes "Schwerwiegende Gründe für die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes" berufen erlaube ich mir dieses Dokument Absatzweise zu kommentieren.

2.7. Der russische Appell: „Kinder und Mobilfunktelefone:
Die Gesundheit der nachfolgenden Generationen ist in Gefahr“

Am 14. April 2008 wurde ein Appell des Russischen Nationalen Komitees zum Schutz vor Nicht-Ionisierender Strahlung (RCNIRP) verabschiedet. Er betont die unverantwortlichen Eingriffe in die Biologie des Lebens und warnt vor der Gefährdung unserer Zukunft, wenn wir mit der Strahlenbelastung der Kinder fortfahren wie bisher: „Das elektromagnetische Feld (EMF) ist ein wichtiger biologischer Faktor, der nicht nur die menschliche Gesundheit im Allgemeinen angreift, sondern auch die Prozesse der höheren Nervenaktivität, einschließlich des Verhaltens und des Denkens. Strahlung beeinflusst direkt das menschliche Gehirn, wenn Menschen mobil telefonieren.

Ob wirklich die RCNIRP jemals eine so oder ähnlich lautende Meldung raus gelassen hat ist anzuzweifeln denn auf der Webseite der RCNIRP findet man die in Umlauf befindende Englische Originalversion nicht. Ich fand eine "Englische Originalversion" bei einem Mobilfunkgegner (Don Maisch). So liegt der Verdacht nahe, der Russische Appell ist nur eine Konstruktion.

Lassen sie sich von der Namensgebung nicht blenden. Die RCNIRP ist nicht zu vergleichen mit der ICNIRP.
Checken Sie z.B. die Inhalte der beiden Website der Organisation. Wer hat wie viele Mitglieder und welche fachliche Kompetenz haben die Mitglieder, wer beschäftigt sich mit welchem Thema, etc.

RCNIRP http://www.tesla.ru/english/membership-03.html
ICNIRP http://www.icnirp.de/

Zur Russian National Committee on Non-Ionizing Radiation Protection gibt es einen Buchstabensalat.
Da die Verfasser in ihrem Dokument RCNIRP schreiben, habe ich hier auch RCNIRP statt RNCNIRP geschrieben.

Mobilfunkgegner stellen die russischen Grenzwerte im Vergleich zu den Deutschen Grenzwerten nach ICNIRP. So wird ua. behaupte die Russischen Grenzwerte seinen niedriger weil die Russen erkannt haben nach den Ergebnissen der Lilienfeld-Studie Mobilfunkstrahlung macht Bürger krank. Und so passt ein Russischer Appell wunderbar ins allgemeine Konzept dieser Mobilfunkgegner.

((Hinweis Moderator: Titel des Diskussionsstrangs nachträglich geändert))

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Mobilfunkmast raus aus Wohngebieten

KlaKla, Dienstag, 17.02.2009, 13:53 (vor 3780 Tagen) @ KlaKla

Damit nicht unbedarfte Leser, in peinliche Situationen hineinschlittern weil sie sich auf die Aussagen dieses Dokumentes "Schwerwiegende Gründe für die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes" berufen erlaube ich mir dieses Dokument Absatzweise zu kommentieren.

Es ist unzumutbar, dass Masten mitten im Wohngebiet und in unmittelbarer Nähe zu Kindergärten aufgestellt werden und kurz – oder langfristig durch die Zwangsbestrahlung zur Gesundheitsschädigung der Bevölkerung führen. Eine Technik, die die Gesundheit gefährdet ist nicht fortschrittlich. Deshalb muss gefordert werden, dass mit Hochdruck und staatlicher Unterstützung neue, vorhandene Techniken der mobilen Kommunikation zur Serienreife entwickelt werden, die unsere Gesundheit nicht gefährden.

Hier geben die Verfasser ihre persönliche Meinung wieder. Sie fühlen sich bedroht und sehen im Mobilfunkmast eine Gefährdung ihrer Gesundheit. Was auf Grund ihres Kenntnisstands den sie im o.a. Dokument wiedergeben nicht verwunderlich ist. Unter anderem scheinen Sie die Technik nicht verstanden zu haben.

Denn je dichter Sendemast und Handy zueinander stehen desto geringer die Belastung. Da nun mal die Mehrzahl der Bürger Handys nutzen und die anerkannte Wissenschaft davon ausgeht, dass wenn überhaupt ein Gesundheitsrisiko vom Handy ausgeht, ist es sinnvoll die Sendemasten dahin zu setzen, wo sich die Nutzer befinden. So betrachte, wären wenn auch dem Bürger nur schwer vermittelbar Mobilfunkantennen direkt auf Schulen/Universitäten oder Kirchtürmen die bessere Alternative zum Stadtrand. Entscheidungsträger dürfen nicht nur das Wohl der streitbaren Sendemast-Gegner im Visier haben sondern müssen auch das Wohl der Handynutzer berücksichtigen (unter ihnen viele Kinder/Jugendliche).

Eine Meinung wie hier die Verfasser, kann man haben jedoch darf man sich nicht wundern, wenn Entscheidungsträger einen förmlich abblitzen lassen, wenn man, wie in diesem Dokument empfohlen argumentiert. Entscheidungsträger haben nun mal einen aktuelleren und kompetenten Überblick zum Thema Mobilfunk, als die Verfasser Hensinger und Groschupp.

Zum Nachlesen: Einfluss von Grenzwertabsenkung auf die Struktur von Mobilfunknetzen und auf die Gesamtimmission durch Mobilfunk-Basisstationen. 2003

((Nachtrag vom Moderator: Sender in Wohngebieten: rein oder raus?))

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Bundesärztkammer wird in den Mund gelegt

KlaKla, Donnerstag, 19.02.2009, 08:59 (vor 3778 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von KlaKla, Donnerstag, 19.02.2009, 10:02

Damit nicht unbedarfte Leser, in peinliche Situationen hineinschlittern weil sie sich auf die Aussagen dieses Dokumentes "Schwerwiegende Gründe für die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes" berufen erlaube ich mir dieses Dokument Absatzweise zu kommentieren.

2.9. Bundesärztekammer widerspricht den DMF-Verharmlosungen
Die bisher zurückhaltende Bundesärztekammer legte in der Fachzeitschrift „Technikfolgenabschätzung -Theorie und Praxis“ offiziell Protest ein, verfasst von Prof. Andreas D. Kappos (stv. Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Umwelt der Bundesärztekammer):

„Die Ergebnisse des DMF können somit nicht als Beleg für die Nichtexistenz athermischer Wirkungen der elektromagnetischen Felder interpretiert werden. Seit der Beobachtung des sogenannten „Radiowellen-Syndroms“ durch Erwin Schliephake 1932…wurde, wie oben angedeutet, eine große Anzahl von Arbeiten publiziert, die funktionelle Gesundheitsstörungen im Zusammenhang mit der Exposition durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung beschreiben. Ebenso existieren plausible pathophysiologische Erklärungsmodelle nicht-thermischer Wirkungen auf die komplexen Regulationsmechanismen des menschlichen Organismus. Diese sind nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. Eine umfangreiche Zusammenstellung aus alternativmedizinischer Sicht findet sich z.B. bei Hecht (2008).

Für die Ärzteschaft ergeben sich für den Umgang mit eventuellen gesundheitlichen Risiken aus der massenhaften Verbreitung des Mobilfunks und der daraus resultierenden exponentiellen Zunahme der Exposition der gesamten Bevölkerung mit elektromagnetischer Strahlung die Aspekte „Prävention“ und „Elektrosensibilität“, die besondere Bedeutung besitzen.“

Die Verfasser filtern und bieten den Leser lediglich Teil Bereiche eines Beitrages an und schmücken diesen mit einer kraftvollen Überschrift. Sinn und Zweck, die dramatisch klingende Überschrift soll sich dem Leser einprägen. Widerspruch von der Bundesärztekammer ist bedeutsamer als ein Widerspruch einer Stuttgarter BI. Wer jedoch im PDF Technikfolgenabschätzung ließt, erkennt die Methode.

Die Verfasser bieten hier kein Argument gegen Sendemasten. Eher den Versuch dem Leser eine wichtig klingende Bestätigung unter zu schieben für ihre Vermutung, "Sendemasten machen krank". Wir haben Recht, sogar die Bundesärztekammer ist unserer Meinung.

An anderen Stelle ist Hensinger deutlicher: Professor Kappos weist in dieser Stellungnahme ausdrücklich auf die Forschungsergebnisse* von Prof. Karl Hecht und Dr. med Cornelia Waldmann-Selsam hin, die bisher bei den Bundesbehörden in den Schubladen landeten, ignoriert, verleumdet und unterdrückt wurden.

Der aufmerksame Mobilfunk-Kritiker erkennt sofort die Lüge. Die Fallschilderungen von Waldmann-Selsam wurden nicht unterdrückt. Es gab dazu 2006 eine Anhörung beim Bundesamt für Strahlenschutz. Hennsinger hat sogar das PDF der Anhörung auf seiner Website, verlink aber nicht darauf im o.a. Zusammenhang. Laut Anhörungsprotokoll vereinbarte man, Hausaufgaben für die Ärzte. Sie sollten die laienhaften Fallschilderungen auf wissenschaftliches Niveau bringen. Ob Waldmann-Selsam & Co sich je an die Hausaufgaben gemacht haben, ist bis heute nicht bekannt.

* Waldmann-Selsams Fallschilderungen sind keine Forschungsergebnisse.

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Salford statt Oberfelds C-Netz Studie Hausmannstätten

KlaKla, Dienstag, 03.03.2009, 13:19 (vor 3766 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von KlaKla, Dienstag, 03.03.2009, 14:01

Damit nicht unbedarfte Leser, in peinliche Situationen hineinschlittern weil sie sich auf die Aussagen dieses Dokumentes "Schwerwiegende Gründe für die Ablehnung des Baus eines Mobilfunkmastes" berufen erlaube ich mir dieses Dokument Absatzweise zu kommentieren.

2.6. Blut-Hirn-Schranke: Neueste Untersuchungsergebnisse
Die Österreichische Ärztekammer zieht aus dem Stand der Forschung folgende Schlüsse in der medizinischen Lehrmeinung: „Auch wenn die Exposition beim Mobiltelefon deutlich höher ist als bei Mobilfunkbasisstationen zeigen sich derzeit die massiveren Auswirkungen bei letzteren. Der Hauptgrund dafür liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit in der längeren Expositionsdauer und der fehlenden Erholungsmöglichkeit für den Organismus... Zum Schutz der individuellen und öffentlichen Gesundheit werden basierend auf dem heutigen Kenntnisstand aus wissenschaftlichen Daten und Empirie folgende Zielwerte vorgeschlagen: GSM Sendeanlagen für die Summe worst-case im Freien 10 μW/m², in Innenräumen 1 μW/m². DECT-Basisstationen, WLANSender, Bluetooth-Sender und UMTS-Basisstationen sollten zumindest um den Faktor 10 (bezogen auf die Leistung) strenger bewertet werden“.

Die neuesten Studienergebnisse von Prof. Salford (Universität Lund, Schweden), einer der weltweit renommiertesten Forschergruppen zur Wirkung der Dauer-Dosis durch Mobilfunkmasten auf das Gehirn, sind alarmierend, Titel der neuen Studie: „Blut-Hirn-Schranken-Permeabilität und Nerven-Zell-Schaden im Gehirn der Ratte nach 14 und 28 Tagen Exposition bei Mikrowellen von GSM-Mobiltelefonen.“ Eberhardt JL, Persson BR, Brun AE, Salford LG, Malmgren LO. Electromagn Biol Med 2008; 27 (3): 215 – 229.

Vorsicht Falltür: Salford Studie befasst sich mit der Exposition durch Mobilfunktelefonen nicht durch Sendemasten.
Nicht die österreichische Ärztekammer warnt wie oben beschrieben sondern Oberfeld warnt. Hensinger und Groschupp zitieren die Einzelmeinung von Dr. Gerd Oberfeld. Wie man der angegebenen Quelle entnehmen kann, benennt er nur Studien die seine Meinung widerspiegeln (Santini, Hutter, Navaro, TNO). Keine Gesamtbetrachtung aller zum Thema zur Verfügung stehenden Studien.

Wen wunderts, Dr. Oberfeld sitzt im wissenschaftlichen Beirat der Baubiologen. Dr. Oberfeld ist kein unabhängigen Wissenschaftler. Er propagiert den Baubiologischen Richtwert. Des Weiteren erinnere ich an die Sagen umwobene Mobilfunkstudie von Dr. Oberfeld (C-Netz), der schlicht und einfach der strahlende Sendemast fehlte.

Wie wird man Baubiologe? Siehe hier.

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