Frankreich: Handyverbot für Kinder ? (Allgemein)

KlaKla, Sonntag, 18.01.2009, 11:51 (vor 4095 Tagen)

Frankreich zeigt sich kritisch zur Handynutzung durch Kinder Unter Berufung auf einen Artikel in der britischen Tageszeitung „The Independent“ vom 11.01.2009 berichteten deutsche Medien, dass der französische Umweltminister Jean-Louis Borloo den Verkauf von Handys verbietet will, die speziell für Kinder unter sechs Jahren entwickelt wurden. Frankreich reagiere damit auf eine schwedische Studie, der zufolge Kinder und Jugendliche, die ein Mobiltelefon benutzen, einem fünfmal höheren Risiko ausgesetzt sind, an einem Gehirntumor zu erkranken. Bereits in der vergangenen Woche habe der Minister ein Gesetz präsentiert, welches Handy-Werbung für die Zielgruppe von Kindern unter 12 Jahren unterbinden soll. In naher Zukunft wolle Frankreich auch die gesetzlichen Grenzwerte für die Handy-Strahlung senken. Zudem sollen die Hersteller verpflichtet werden, Mobiltelefone nur noch mit Kopfhörern zu verkaufen. Quelle: FGF Newsletter 02/2009

Kommentar: Kinder/Jugendliche missbrauchen die Funktechnik und schaden damit unserer Gesellschaft. Dem Gesundheitlichen Aspekt will ich nicht herunterspielen aber es gibt noch andere Angriffspunkte. Mobbing unter zu Hilfenahme Moderner Funktechnik. Still und Heimlich, hinterrücks aufgenommen und bloß gestellt.
Mobbing 2.0, Schulfrieden und Schulkonflikte

Forderung: Altersbeschränkung auf Preparid-Karten

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Meine Meinungsäußerung

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Kinder, Mobbing, Frankreich, Kinderhandy, Schule

Zwei Länder, eine Sau

H. Lamarr @, München, Sonntag, 18.01.2009, 14:09 (vor 4095 Tagen) @ KlaKla

... dass der französische Umweltminister Jean-Louis Borloo den Verkauf von Handys verbietet will, die speziell für Kinder unter sechs Jahren entwickelt wurden.

Und täglich grüßt das Murmeltier. Erst im November 2008 wurde exakt dieselbe Sau durch belgische Dörfer getrieben.

[charles, was ist aus der Novemberrevolution eigentlich geworden, redet man in Belgien noch darüber?]

Nix gegen ein Handyverbot für kleine Kinder, das halte ich für sinnvolle Vorsorge, nur die genannten Begründungen sind aus meiner Sicht lediglich politisches Kettenrasseln. Da will offensichtlich jemand "irgendwie" dem Druck der öffentlichen Meinung ein Opfer darbieten und auf der Bürgerwelle mit zu neuen Ufern surfen. Zu diesem Zweck wird etwas versprochen, was dem Wählervolk zwar voll einleuchtet, was sich objektiv jedoch nicht glaubhaft begründen lässt. Und weil das so ist, bleiben mMn nur zwei Varianten übrig:

a) Der Minister meint es ernst, das Verbot kommt und stützt sich - klare Ansage - auf den berechtigten Wunsch nach Vorsorge und nicht auf Angstmache mit einäugig selektierten Studien.

b) Der Minister meint es nicht ernst, das Verbot kommt nicht und der Minister gibt nach außen hin bedauernd zu verstehen, er habe sich leider nicht durchsetzen können.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Zwei Länder, eine Sau

Doris @, Sonntag, 18.01.2009, 14:36 (vor 4095 Tagen) @ H. Lamarr

... dass der französische Umweltminister Jean-Louis Borloo den Verkauf von Handys verbietet will, die speziell für Kinder unter sechs Jahren entwickelt wurden.

Nix gegen ein Handyverbot für kleine Kinder, das halte ich für sinnvolle Vorsorge,


Ist ein Verbot von speziell für Kinder hergestellte Handys gleichzusetzen mit einem "Handyverbot für kleine Kinder"?
Bei uns hier spricht sich das BfS doch auch eindeutig gegen diese Kinderhandys aus, nur wird das eben nicht so aufgebauscht durch die Presse gejagt. Und außerdem wird das BfS von den Kritikern eher als "Feindbild" betrachtet, so dass noch nie einer auf die Idee kam, diese Seite, auf der sich das BfS gegen das Kinderhandy ausspricht durch das Netz zu jagen. Nein, wir blicken mit glitzernden Augen ins Ausland und finden die nun ganz toll, weil die jetzt endlich erkannt haben, wie höllisch gefährlich diese Technik ist und die Grenzwerte, die wollen die auch senken. So wie es ausschaut, machen sich die Franzosen Gedanken um die Grenzwerte, die für Handys gelten und nicht um diese, welche für die Basisstationen gelten.

Das einzig positive an der Meldung, die nun durch sämtliche Zeitungen gejagt wird, ist dass sich den meisten Leser dann doch diese Überschrift einprägt und sich vielleicht der eine oder andere doch Gedanken zu Handynutzung durch Kinder macht. Und da ist es dann völlig unwichtig, wie die Praxis in Frankreich aussehen wird.

Tags:
Kinderhandy, Handyverbot, BfS

Zwei Länder, eine Sau

H. Lamarr @, München, Sonntag, 18.01.2009, 15:06 (vor 4095 Tagen) @ Doris

Ist ein Verbot von speziell für Kinder hergestellte Handys gleichzusetzen mit einem "Handyverbot für kleine Kinder"?

Treffer, Doris, Sie haben recht, selbstverständlich lässt sich dies nicht gleichsetzen. Und damit schrumpft dieser Vorstoß auf Zwergengröße, denn wenn es keine Kinderhandys mehr gibt, dann wird eben mit normalen Handys telefoniert. Stopp, stimmt nicht so ganz: Zumindest das Kinderhandy MyMo (Hi-Phone) aber auch das Modell von Kandy sind nur vom Gebrauch her für Kinder optimierte Mobiltelefone, vom SAR-Wert aus betrachtet sind diese Modelle schlecht oder nur Mittelmaß, es gibt wesentlich strahlungsärmere Geräte.

Es wäre mMn soooo einfach: Statt dem dusseligen Verbietungsvorstoß könnten Hersteller von Handys doch viel leichter und vor allem wirkungsvoller dazu verdonnert werden, dass allein Modelle mit SAR-Werten kleiner 0,1 W/kg das Verkaufsprädikat "Kinderhandy" tragen dürfen, mit dem dann auch geworben werden darf.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Kinderhandy

"Kinderhandy"

ES, Sonntag, 18.01.2009, 15:45 (vor 4095 Tagen) @ H. Lamarr

Es wäre mMn soooo einfach: Statt dem dusseligen Verbietungsvorstoß könnten Hersteller von Handys doch viel leichter und vor allem wirkungsvoller dazu verdonnert werden, dass allein Modelle mit SAR-Werten kleiner 0,1 W/kg das Verkaufsprädikat "Kinderhandy" tragen dürfen, mit dem dann auch geworben werden darf.

Worin sehen Sie die Vorteile bzw. Notwendigkeit, außer für die Wirtschaft und die frühestmögliche Heranführung an das Produkt "Handy", dass Kinder bis sechs ein Handy haben müssen/sollen?

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"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."

Wie ein Wunschtraum

AnKa, Sonntag, 18.01.2009, 16:33 (vor 4095 Tagen) @ ES

Übrigens, Ihr Motto...

"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."

...klingt ein bißchen, als sei's Ihr Wunschtraum.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

"Kinderhandys"

ES, Sonntag, 18.01.2009, 17:41 (vor 4095 Tagen) @ AnKa

Übrigens, Ihr Motto...

"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."

...klingt ein bißchen, als sei's Ihr Wunschtraum.

Deswegen bin ich auch gegen "Kinderhandys" und nicht dafür...

Mir Ihrer "Logik" möchte ich nicht gestraft sein!
Oder ist es etwa garnicht Ihre?

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"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."

"Kinderhandy"

H. Lamarr @, München, Sonntag, 18.01.2009, 16:57 (vor 4095 Tagen) @ ES

Es wäre mMn soooo einfach: Statt dem dusseligen Verbietungsvorstoß könnten Hersteller von Handys doch viel leichter und vor allem wirkungsvoller dazu verdonnert werden, dass allein Modelle mit SAR-Werten kleiner 0,1 W/kg das Verkaufsprädikat "Kinderhandy" tragen dürfen, mit dem dann auch geworben werden darf.

Worin sehen Sie die Vorteile bzw. Notwendigkeit, außer für die Wirtschaft und die frühestmögliche Heranführung an das Produkt "Handy", dass Kinder bis sechs ein Handy haben müssen/sollen?

Was Sie so alles aus meinem Posting herauslesen?! Nein, ES, das ist nur Kaffeesatzleserei. Also hier zur Klarstellung: Meiner Meinung nach sollten Kinder bis etwa 12 Jahren (verhandelbar) generell vom Handy ferngehalten werden. Nicht allein wegen Vorsorge in Sachen EMF, sondern gleichwertig auch wegen der aus meiner Sicht unterschätzten negativen Einflüsse auf die sozialen Entwicklung von Kindern (Pornos herumzeigen, heimliche Videos machen, Erziehung zur Unverbindlichkeit, Stammeldeutsch per SMS usw. usf.).

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

"Kinderhandy"

ES, Sonntag, 18.01.2009, 17:58 (vor 4095 Tagen) @ H. Lamarr

dazu verdonnert werden, dass allein Modelle mit SAR-Werten kleiner 0,1 W/kg das Verkaufsprädikat "Kinderhandy" tragen dürfen, mit dem dann auch geworben werden darf.

Sie sprechen (für mich) mal wieder in Rätseln!
Warum schlagen Sie ein (äußerst fragwürdiges) Verkaufsprädikat für Kinderhandys vor...

Wenn Sie der Meinung sind:

Meiner Meinung nach sollten Kinder bis etwa 12 Jahren (verhandelbar) generell vom Handy ferngehalten werden. Nicht allein wegen Vorsorge in Sachen EMF, sondern gleichwertig auch wegen der aus meiner Sicht unterschätzten negativen Einflüsse auf die sozialen Entwicklung von Kindern (Pornos herumzeigen, heimliche Videos machen, Erziehung zur Unverbindlichkeit, Stammeldeutsch per SMS usw. usf.).

Ist das in Ihren Augen nicht widersprüchlich bzw. könnte es so aufgefasst werden? Ohne an dieser Stelle nachzuhaken, würde es hier nicht ersichtlich, auch wenn Sie es schon mal geäußert haben sollten...

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"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."

"Kinderhandy" II

H. Lamarr @, München, Sonntag, 18.01.2009, 18:57 (vor 4095 Tagen) @ ES

dazu verdonnert werden, dass allein Modelle mit SAR-Werten kleiner 0,1 W/kg das Verkaufsprädikat "Kinderhandy" tragen dürfen, mit dem dann auch geworben werden darf.

Sie sprechen (für mich) mal wieder in Rätseln!
Warum schlagen Sie ein (äußerst fragwürdiges) Verkaufsprädikat für Kinderhandys vor...

Ein Pauschalverbot von Kinderhandys halte ich aus dem erwähnten Grund für Unfug. Wenn die Politik wirklich etwas für Kinder machen möchte, dann halte ich den o.g. Vorschlag für eine pragmatische Zwischenlösung bis genauere Information übers tatsächliche EMF-Risikopotenzial von Handys an Kindsköpfen vorliegen. Alle würden mit der Zwischenlösung gewinnen: Kinder (weniger Funkbelastung), Politik (die machen was ...), Industrie (baut sinnvolle Kinderhandys). Wenn Sie wollen und dies politisch durchsetzen können, haben Sie auch meine Stimme, wenn Sie zusätzlich regeln, dass Kinder erst ab 12 Jahren die speziellen Kinderhandys gebrauchen dürfen. Die Chancen für eine wirksame Realisierung dieser Zusatzforderung ist für mich allerdings ebenso hoch wie bei einem Kaugummikauverbot, das erst mit dem 12. Lebensjahr fällt.

Im Gegensatz zu Ihnen halte ich einen sehr niedrigen SAR-Wert für ein sehr sinnvolles und nicht für ein äußerst fragwürdiges Verkaufsprädikat von Kinderhandys. Leider kümmern sich die Entwickler von Kinderhandys (bislang) eher weniger darum, sondern vorwiegend um simple Bedienung und schnuckeliges Gehäuse.

Wenn Sie der Meinung sind:

Meiner Meinung nach sollten Kinder bis etwa 12 Jahren (verhandelbar) generell vom Handy ferngehalten werden. Nicht allein wegen Vorsorge in Sachen EMF, sondern gleichwertig auch wegen der aus meiner Sicht unterschätzten negativen Einflüsse auf die sozialen Entwicklung von Kindern (Pornos herumzeigen, heimliche Videos machen, Erziehung zur Unverbindlichkeit, Stammeldeutsch per SMS usw. usf.).

Ist das in Ihren Augen nicht widersprüchlich ...

Für mich ist das widerspruchsfrei aber vielleicht nicht ausreichend von mir kommentiert worden. Oben spreche ich als ungefragter Berater eines Politikers, was in Sachen Handy & Kinder ohne allzugroßes Risiko, sich lächerlich zu machen, durchsetzbar wäre.

Unten gebe ich meine persönliche Meinung zum besten, die keinen Anspruch auf flächendeckende Umsetzung in Deutschland erhebt - eben weil es nur eine Meinung ist. Wüsste ich mehr über die von mir vermuteten sozialen Defizite, die Handys möglicherweise im Kopf von Kindern anrichten, würde ich mich da schon weiter aus dem Fenster lehnen. So aber müssen nur meine Kinder unter meiner Meinung "leiden", die beiden Jungs (14 und 15) haben kein Handy (wollen auch noch keines) und unsere Tochter griff erst ab 18 zum eigenen Handy.

Sich stur auf eine einzige Problemlösung zu versteifen ist nicht mein Ding, wir leben in einer dynamischen Welt, da bedeutet Stagnation nicht selten Rückschritt. Sympathischer sind mir pragmatische Lösungswege, besonders auch solche, die schrittweise zum Ziel führen, anstatt - kompromissloser Maximalforderungen wegen - dann (vielleicht) einen großen Satz machen, wenn das Kind längst in den Brunnen gefallen ist. Beispiel: Ein paar Tage vor der Versteigerung der WiMax-Lizenzen öffentlich einen Totalverzicht auf WiMax zu fordern und zu diesem Zweck noch flugs eine Online-Petition zu starten sowie Frau Bundeskanzler im dramatischen Appell "von Physiker zu Physikerin" anzuschreiben, halte ich für sowas von daneben, das können Sie sich gar nicht vorstellen. Obwohl unbeteiligt war mir das damals - peinlich. Kontrollieren Sie mal, wenn Sie mögen: Kümmern sich die Schreihälse von damals heute noch um WiMax?

[Randnotiz: Auf der Website der unglücklichen WiMax-Petition vom Dezember 2006 habe ich soeben als Mitzeichner Joachim Mutter entdeckt, das ist der Arzt, der später Uli Weiner angeblich seine Elektrosensibilität ärztlich bescheinigte. Lesen Sie bitte den Petitionstext, mehr möchte ich dazu nicht sagen.]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Kein Kinderhandy

KlaKla, Sonntag, 18.01.2009, 18:57 (vor 4095 Tagen) @ H. Lamarr

Also hier zur Klarstellung: Meiner Meinung nach sollten Kinder bis etwa 12 Jahren (verhandelbar) generell vom Handy ferngehalten werden. Nicht allein wegen Vorsorge in Sachen EMF, sondern gleichwertig auch wegen der aus meiner Sicht unterschätzten negativen Einflüsse auf die sozialen Entwicklung von Kindern (Pornos herumzeigen, heimliche Videos machen, Erziehung zur Unverbindlichkeit, Stammeldeutsch per SMS usw. usf.).

Ich würde das Alter auf 16 Jahre hochsetzen.
Mit dem Handy kann man mehr als nur telefonieren. Statt Kindern den Umgang mit der Technik (Physikunterricht 8. Klasse) bei zu bringen sollte man Eltern aufklären. Weniger über die evtl. Strahlengefahr, mehr die Mobbing Gefahr durch den missbräuchlichen Einsatz vom Handy.

In der Schule wird das Handy u.a. genutzt um das Unterrichtsgeschehen aufzunehmen mit/ohne Bild. Kinder sehen darin kein schlimmes Vergehen. Sie machen sich nur einen Spaß. Wer aber die heimliche Aufzeichnung ins Internet stellt und für die Verbreitung sorgt, macht sich strafbar. Lehrer sind dem Treiben der Schüler teils machtlos ausgeliefert trotz Handyverbot an Schulen. Handy kommen lautlos zum Einsatz. Eine Kontrolle durch Eltern oder Lehrer ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich.

Eltern bestücken Kinder. Handyhersteller werben gezielt Kinder an, in einschlägigen Magazinen und Kindersendungen. Angeregt durch die Werbung, üben Kinder Druck auf die Eltern aus. "Ich will auch ein eigenes Handy." Die meisten Eltern können dem Druck nicht stand halten und geben nach. Es liegt in der Verantwortung der Eltern weil Wirtschaft und Politik nicht zum Wohl der Kinder handelt. Psychische Schäden werden noch nicht so ernst genommen wie ein Krebsgeschwür.

Wenn per Gesetzt geregelt wird, dass Jugendliche erst ab 16 ein eigenes Handy mit sich führen dürfen, kann der Lehrer seine Rechte und die der Schüler besser schützten. Das Handy mit all seinen missbrauchs Attacken sind so aus dem Schulalltag verband. Auch Eltern müssen sich an Gesetzte halten. Pubertierenden nicht immer leicht zu vermitteln aber das Handy gibt's dann erst ab 16. Der Mobbing Missbrauch durchs Handy von Kinder könnte somit eingedämmt werden. Mobbing breitet sich aus wie eine Seuche und hinterlässt tiefe Spuren auf der Seele. Mobbing generiert Patienten für Psychotherapeuten.

Allerdings glaube ich nicht, dass wir entsprechende Politiker haben die ein Handyverbot für Kinder unter 16 Jahre umsetzten. So ein Vorgehen wäre äußerst unpopulär. Daher bleibt's bei der sachlichen Aufklärung u.a. durch die Polizei. Nicht durch Bürgerinitiativen oder Lobby-Vereine.

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
, Mobbing, Lehrer, Forderung

Zwei Länder, eine Sau

ES, Sonntag, 18.01.2009, 19:32 (vor 4095 Tagen) @ Doris

Bei uns hier spricht sich das BfS doch auch eindeutig gegen diese Kinderhandys aus, nur wird das eben nicht so aufgebauscht durch die Presse gejagt.

Es wird weder (berechtigte) Mobilfunkkritik aufgebauscht, noch werden eindeutig fragwürdige Aussagen durch die Presse gejagt, die deutsche Presse scheint "Linientreuer" zu sein als die französische...

Und außerdem wird das BfS von den Kritikern eher als "Feindbild" betrachtet, so dass noch nie einer auf die Idee kam, diese Seite, auf der sich das BfS gegen das Kinderhandy ausspricht durch das Netz zu jagen.

Auf die kritischen Aussagen des BfS beziehe ich mich durchaus.
Eigentlich sollte man da viel mehr öffentliche Druck aufbauen, doch so ist es halt mit den deutschen Medien.

Wäre ich "Journalist" oder Medienmogul, wäre mir dieser Widerspruch "inkognito", ein gefundenes Fressen...
Die unbequeme Verknüpfung mit den Werbeeinahmen, zieht bei mir nicht, da wurden die Grenzen schon lange überschritten, den "öffentlich rechtlichen" laste ihr Verhalten allerdings stärker an.

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"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht

H. Lamarr @, München, Sonntag, 18.01.2009, 14:50 (vor 4095 Tagen) @ KlaKla

Quelle: FGF Newsletter 02/2009

In der FGF-Meldung ist noch dieser Link mit dabei.

Und dort liest dann der verblüffte spatenpauli:

Das EU-Parlament hat im September die Minister der Mitgliedsstaaten aufgefordert, strengere Grenzwerte für Handystrahlung einzuführen.

"Die Minister der Mitgliedsstaaten" ist zwar eine ziemlich schräge Formulierung, die wegen ihrer Schräge vermutlich aus einer allzu wörtlich genommenen Übersetzung aus dem englischen resultiert, aber immerhin: Die Botschaft ist klar und deutlich. Und schlicht: falsch!

Machen wir einen kleinen Exkurs zur Quelle, zur Original-Pressemeldung des Europaparlaments (EP) vom September 2008:

Tatsächlich steht dort klar und deutlich: Das EP fordert die Mitgliedstaaten und die EU-Kommission zudem auf, angemessen auf die neuen, durch den Klimawandel verursachten Bedrohungen, wie das zunehmende Auftreten neuer Viren und bisher unbekannter Krankheitserreger, zu reagieren.

Toll, was? Gut gemacht, Jungs - aber was hat das mit Handystrahlung zu tun? Nix!

Zur Handystrahlung findet sich in der Pressemeldung keine Forderung an die Minister der Mitgliedsstaaten. Vielmehr stellt das EP lediglich fest, dass aus seiner Sicht die Grenzwerte für die Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern (0 Hz bis 300 GHz) "nicht mehr aktuell" sind, da sie seit 1999 nicht mehr angepasst wurden.

Toll, was? Nee, eigentlich nicht. Warum nicht? Darum!

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Verdrehung, EU, Europaparlament, Falschmeldung

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