EMF und der Cortisolspiegel ▼ (Allgemein)

Doris @, Samstag, 17.01.2009, 23:24 (vor 5132 Tagen)

Immer wieder wird bei Diskussionen bemängelt, dass keine klinischen und medizinischen Parameter untersucht werden. "Wuff" bringt immer den Cortisolspiegel ins Gespräch.

In der Studie des Klinikum München "Akute Gesundheitseffekte durch Mobilfunk bei Kindern" steht auf Seite 70

Kardiovaskuläres System und Hormone

Von Teilen der Bevölkerung werden Symptome wie Herzrasen und Bluthochdruck auf die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks zurückgeführt. Die vorhandenen epidemiologischen Studien berichten z.T. bei Anwohnern von Mobilfunkbasisstationen ein signifikant häufigeres Auftreten entsprechender Symptome (Navarro 2003, Hutter 2002). Braune et al. (2002) untersuchten daher den Einfluss eines elektromagnetischen Feldes (900 MHz, 2 Watt) auf kardiovaskuläre und hormonelle Parameter des autonomen Nervensystems. Unter anderem wurden während der Exposition alle 10 Minuten Blutdruck, Pulsschlag und der Cortisolspiegel überprüft. Die Ergebnisse unterstützten die Hypothese von athermischen Effekten elektromagnetischer Felder auf das kardiovaskuläre autonome Nervensystem nicht. (Braune, Riedel et al. 2002)

Das EMF Portal bietet zu der Braune et al Studie folgendes:
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Einfluss eines hochfrequenten elektromagnetischen Feldes auf Herzkreislauf- und hormonelle Parameter des autonomen nervösen Systems bei gesunden Individuen.

Ziel der Studie (lt. Autor)
Es sollten die Auswirkungen einer GSM-Befeldung (900 MHz, gepulst mit 217 Hz, 2 W, erzeugt mittels eines Handys) auf kardiovaskuläre und hormonelle Parameter bei Menschen untersucht werden.

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Keiner der kardiovaskulären oder hormonellen Parameter wurde durch die GSM-Befeldung statistisch signifikant verändert.

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Nun können ganz Kritische bemängeln, dass die Studie von
T-NOVA Deutsche Telekom Innovationsgesellschaft mbH, Technologiezentrum, Darmstadt, Germany gefördert wurde.

So ganz von der Hand zu weisen ist diese Kritik auch nicht, Martin Röösli, seines Zeichens nicht Mobilfunkkritiker, hat sich kritisch mit Studienergebnissen und derjenigen, die sie finanziert haben, auseinandergesetzt (von Dr. Neitzke auf der "Wissenswerte" vorgestellt).

Dieses Argument muss in diesem Fall jedoch nicht unbedingt ziehen, denn bei der recht aktuellen Studie von Djeridane et al
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Einfluss elektromagnetischer Felder, ausgesendet durch GSM-900-Mobiltelefone auf zirkadiane Muster der Gonaden-, Nebennieren- und Hypophysen-Hormone beim Mann.

Ziel der Studie (lt. Autor)
In dieser Studie sollte untersucht werden, ob die Exposition bei elektromagnetischen GSM-modulierten Feldern Veränderungen in den Hormon-Spiegeln bei Männern erzeugt.
Hintergrund/weitere Details:
20 gesunde Männer im Alter von 20 bis 32 Jahren nahmen an der Studie teil. Um physiologische, tagesrhythmische Schwankungen zu berücksichtigen wurden die Blutproben stündlich während der Nacht entnommen und alle drei Stunden während des Tages. Als Kontrolle diente von jedem Einzelnen die jeweilige Hormon-Konzentration vor der Exposition.

sah das Ergebnis zumindest ein bisschen anders aus....

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Signifikante Abfälle bei der Konzentration von Somatotropin und Cortisol wurden in der 2-Wochen-Exposition festgestellt und bei Somatotropin zusätzlich in der 4-Wochen-Exposition. Diese Unterschiede überdauerten allerdings nicht in der Zeit nach der Exposition.
Bei den anderen untersuchten Hormonen wurden weder in der Konzentration noch im tagesrhythmischen Muster Veränderungen beobachtet.

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und gefördert wurde diese Studie von: Motorola ;-)

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=28151

Tags:
Cortisol, Hutter, Röösli, Navarro, Somatotropin, Hormone, Herzrasen

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