Susanne A. fragt, IZgMF antwortet (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 03.01.2009, 23:49 (vor 4716 Tagen)

In regelmäßigen Abständen erhält das IZgMF Anfragen per E-Mail, deren eigentümlicher Stil darauf hindeutet, dass die Anfrage gemäß Gießkannenverfahren an Hinz & Kunz gerichtet oder schlicht nur getürkt ist. Meist bestätigt sich dieser Verdacht insofern, dass wir nach unserer mehr oder weniger umfassenden aber immer individuell verfassten Antwort vom Fragesteller nicht das Geringste mehr hören, und sei es ein kurzer Dank für die geleisteten Auskünfte. Da sich für uns im voraus jedoch nicht mit absoluter Sicherheit schwarze von weißen Schafen unterscheiden lassen, gehen wir auf Nummer Sicher und beantworten treu-doof auch "verdächtige" Anfragen. So die von Susanne A., die ich samt Antwort hier einstelle, um zu zeigen, wie so ein Ping-Pong-Spielchen in aller Regel abläuft. Verbesserungsvorschläge sind willkommen.


Susanne A. schrieb am 30.12.2008:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ca. 100 Meter von unserem Wohnhaus entfernt ist auf einem Kloster eine Mobilfunkantenne angebracht worden. Können Sie uns sagen, wie wir uns am wirkungsvollsten dagegen wehren können?

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Susanne A.


IZgMF antwortete am 31.12.2008:

Hallo Frau A.,

aus unserer Sicht müssen Sie sich nicht unbedingt wehren. Die Antennen einer Mobilfunk-Basisstation sind im Vergleich zu einem Handy, das Sie sich an den Kopf halten, harmlos. Hierzu gibt es eine Modellrechnung, um dies deutlich zu machen: Sie können sich rd. 2 1/2 Jahre lang Tag für Tag in 100 m Abstand zu einer üblichen Mobilfunk-Basisstation aufhalten. Ihr Kopf nimmt in dieser Zeit nicht mehr Energie auf wie bei einem einzigen 45-Minuten-Gespräch mit einem schon ziemlich strahlungsarmen Handy! Zuweilen wird geltend gemacht, dass es die Dauerbefeldung durch Basisstationen ist, die Gefahr bedeutet. Wir haben über Jahre hinweg versucht, für diesen Einwand belastbare Belege zu finden, jedoch erfolglos. Es gibt viele Behauptungen die Dauerbefeldung sei schädlich, einer kritischen Überprüfung halten diese jedoch nicht Stand.

Aus Sicht des IZgMF wird die Angst vor Sendemasten von interessierten Kreisen mit allerlei Schauergeschichten gezielt geschürt, weil sich mit Abhilfemaßnahmen leicht Geld verdienen lässt. Außerdem ist es bemerkenswert, dass viele, die sich öffentlich kritisch zum Mobilfunk äußern, selbst betroffen und davon überzeugt sind, ihre Gesundheitsprobleme würden von Funkfeldern herrühren. Mehrfache Überprüfungen solcher elektrosensiblen Personen haben bislang keinen einzigen Beleg dafür ergeben, dass die Beschwerden im Zusammenhang mit Funk stehen. Da es kein widerspruchsfreies Wirkmodell gibt, das derartige Beschwerden unter Feldeinwirkung erklären könnte, ist es allerdings auch sehr schwierig, mit Studien "die Nadel im Heuhaufen", so es sie gibt, zu finden.

Unser Rat: Wenn Sie wirksame Vorsorge betreiben möchten, halten Sie Dauer und Anzahl Ihrer Handy-Telefonate klein, benutzen Sie Lauthören und Freisprecheinrichtung wann immer es geht und achten Sie auf gute Empfangsbedingungen (z.B. Telefonieren am Fenster und nicht in Raummitte). Von dem Sendemasten haben Sie aller Voraussicht nach nichts zu befürchten. Prüfen Sie, ob Sie auf gleicher Höhe mit den Antennen sind (ungünstig) oder ob die Antennen deutlich höher (15 Meter und mehr) liegen als Ihre Wohnung (günstig). Sollten Sie in ungünstiger Lage wohnen fragen Sie beim Betreiber der Sendeanlage nach, ob er Ihnen eine Messung in Ihrer Wohnung finanziert. Messwerte unter 1 mW/m² gelten auch bei fast allen kritischen Wissenschaftlern als hinnehmbar. Forderungen nach tieferen Werten sind willkürlich von Interessengruppen definiert und lassen sich nicht plausibel begründen. Wenn Sie selber recherchieren wollen: Lassen Sie sich nicht von akademischen Titeln und unbelegten Behauptungen blenden, hinterfragen Sie Informationen kritisch und informieren Sie sich insbesondere nicht einseitig!

Unsere Antwort mag Sie vielleicht überraschen, weil Sie andere Auskünfte erwartet haben. Die Erklärung: Wir beteiligen uns seit nunmehr sechs Jahren intensiv an der Mobilfunkdebatte und haben in dieser Zeit gelernt damit aufzuhören, haltlose Behauptungen über die vermeintliche Schadwirkung schwacher Funkfelder weiter zu verbreiten. Wir haben dies in unseren Anfangsjahren gemacht, heute halten wir dies für verantwortungslose Panikmache, die allein Geschäftemachern dienlich ist.

Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich.

Viele Grüße & ein sorgenfreies neues Jahr!

IZgMF

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Anfrage

Klöster und Kirchen

AnKa, Sonntag, 04.01.2009, 09:01 (vor 4716 Tagen) @ H. Lamarr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ca. 100 Meter von unserem Wohnhaus entfernt ist auf einem Kloster eine Mobilfunkantenne angebracht worden. Können Sie uns sagen, wie wir uns am wirkungsvollsten dagegen wehren können?

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Susanne A.

Kirchen und Klöster als Standorte für Mobilfunkantennen sind in den Augen der extremen Mobilfunkgegner besonders schändlich. Die Kirche hat gefälligst im Mittelalter zu verbleiben.

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Tags:
Kirche

Susanne A. fragt, IZgMF antwortet

koko, Dienstag, 20.01.2009, 18:03 (vor 4699 Tagen) @ H. Lamarr

In regelmäßigen Abständen erhält das IZgMF Anfragen per E-Mail, deren eigentümlicher Stil darauf hindeutet, dass die Anfrage gemäß Gießkannenverfahren an Hinz & Kunz gerichtet oder schlicht nur getürkt ist. Meist bestätigt sich dieser Verdacht insofern, dass wir nach unserer mehr oder weniger umfassenden aber immer individuell verfassten Antwort vom Fragesteller nicht das Geringste mehr hören, und sei es ein kurzer Dank für die geleisteten Auskünfte. Da sich für uns im voraus jedoch nicht mit absoluter Sicherheit schwarze von weißen Schafen unterscheiden lassen, gehen wir auf Nummer Sicher und beantworten treu-doof auch "verdächtige" Anfragen. So die von Susanne A., die ich samt Antwort hier einstelle, um zu zeigen, wie so ein Ping-Pong-Spielchen in aller Regel abläuft. Verbesserungsvorschläge sind willkommen.


Susanne A. schrieb am 30.12.2008:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ca. 100 Meter von unserem Wohnhaus entfernt ist auf einem Kloster eine Mobilfunkantenne angebracht worden. Können Sie uns sagen, wie wir uns am wirkungsvollsten dagegen wehren können?

Seien Sie doch bitte etwas gnädiger mit dieser Frau. Sie befindet sich offenbar oder vielleicht am Beginn einer siebenjahre währenden Entwicklungsphase, wie auch einst Ihre Frau. Und auch Sie muß erst einmal ihre eigenen Erfahrungen mit diesem komplexen Thema machen.

Susanne A. fragt, IZgMF antwortet

H. Lamarr @, München, Dienstag, 20.01.2009, 18:34 (vor 4699 Tagen) @ koko

Seien Sie doch bitte etwas gnädiger mit dieser Frau. Sie befindet sich offenbar oder vielleicht am Beginn einer siebenjahre währenden Entwicklungsphase, wie auch einst Ihre Frau. Und auch Sie muß erst einmal ihre eigenen Erfahrungen mit diesem komplexen Thema machen.

Wo erkennen Sie Ungnädigkeit? Ich sehe keine! Und auch in diesem Fall erhielten wir nicht einmal ein Dankeschön oder ein LmaA, nur gähnende Leere.

Zuzusehen, wie Leute heute noch genauso in die Angstfalle tappen wie uns das 2002 passiert ist - ist allerdings in der Tat strapaziös. Denn wir hätten ja 2004/2005 einfach aufhören können, so wie andere am Ende eines Erkennungsprozesses dies ebenfalls gemacht haben. Wir haben uns dagegen entschieden, weil wir - nennen Sie's Helfersyndrom - das Laub von der Angstfalle fegen wollen. Wenn sich dennoch auch heute noch Leute darin verfangen, sehe ich das als Versagen unserer "Aufklärung", eine wenig schmeichelhafte Erkenntnis, denn Sendemastengegner schießen mMn noch immer wie Pilze nach einem warmen Regen aus dem Boden.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Angstphase

Susanne A. fragt, IZgMF antwortet

koko, Dienstag, 20.01.2009, 19:06 (vor 4699 Tagen) @ H. Lamarr

Seien Sie doch mal ehrlich, Ihre Webseite vor allem die Hauptseite stiftet doch etwas Verwirrung, vor allem die Krankheitsberichte, Kontaktadressen von Frau Dr. Waldmann-Selsam usw. Vielleicht sollten Sie Ihre Webseite etwas umgestalten, und zwar in einer Weise, die Ihrem Auftrag etwas dienlicher ist.

Susanne A. fragt, IZgMF antwortet

H. Lamarr @, München, Dienstag, 20.01.2009, 22:39 (vor 4699 Tagen) @ koko

Seien Sie doch mal ehrlich, Ihre Webseite vor allem die Hauptseite stiftet doch etwas Verwirrung, vor allem die Krankheitsberichte, Kontaktadressen von Frau Dr. Waldmann-Selsam usw. Vielleicht sollten Sie Ihre Webseite etwas umgestalten, und zwar in einer Weise, die Ihrem Auftrag etwas dienlicher ist.

Habe ich mir auch schon überlegt - und verworfen. Wenn jeder Stuss, den Zeitungen drucken rückwirkend gelöscht oder aus dem Netz genommen würde, die weißen Flächen wären enorm. Nein, die Fehler der Vergangenheit sind nur aus heutiger Sicht Fehler, zu ihrer Zeit waren die Meldungen für uns einwandfrei und in der Rückschau spiegeln Sie ein winziges Stückchen Zeitgeschichte und auch den vollzogenen Sinneswandel der Sitebetreiber. Da steckt Information drin, die Sie sonst nirgendwo kriegen. Außerdem: Hetzartikel der hinlänglich bekannten Art finden Sie auf der IZgMF-Seite sowieso nicht, dieses Instrument haben wir nicht gespielt und werden es nicht spielen. Gegenpol der Hauptseite ist das Forum. Beides zusammen ist das IZgMF. Wir haben unseren eigenen Standpunkt, überlassen die Site als Plattform aber auch Andersdenkenden, solange Form, Ton und Niveau der Beiträge unsere redaktionellen Standards erfüllen.

Da die obigen Ausführungen mMn zwar faktisch alle richtig sind, dem nach Munition suchenden vorbeieilenden Sendemastengegner jedoch reichlich wurscht, bastle ich schon seit Jahren nicht an einem Relaunch der IZgMF-Site, sondern an einer völlig anderen neuen Website. Wenn ich dürfte, wie ich wollte, würde ich den lieben langen Tag dran basteln. Ich darf aber nicht. Psst! Sie verstehen - mein Auftraggeber ist es, er deckelt meine Webdesignausflüge gnadenlos. Ja, so ist das leider. Ich sitze hier und poste, und er, nein sie liegt drüben im Bett und träumt von einem frisch gemalerten Wohnzimmer ...

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Andersdenkende

IZgMF Antwortet

KlaKla, Freitag, 20.03.2009, 17:47 (vor 4640 Tagen) @ H. Lamarr

In regelmäßigen Abständen erhält das IZgMF Anfragen per E-Mail, deren eigentümlicher Stil darauf hindeutet, dass die Anfrage gemäß Gießkannenverfahren an Hinz & Kunz gerichtet oder schlicht nur getürkt ist. Meist bestätigt sich dieser Verdacht insofern, dass wir nach unserer mehr oder weniger umfassenden aber immer individuell verfassten Antwort vom Fragesteller nicht das Geringste mehr hören, und sei es ein kurzer Dank für die geleisteten Auskünfte. Da sich für uns im voraus jedoch nicht mit absoluter Sicherheit schwarze von weißen Schafen unterscheiden lassen, gehen wir auf Nummer Sicher und beantworten treu-doof auch "verdächtige" Anfragen. So die von Susanne A., die ich samt Antwort hier einstelle, um zu zeigen, wie so ein Ping-Pong-Spielchen in aller Regel abläuft. Verbesserungsvorschläge sind willkommen.

Eure Antworten scheinen zu gefallen.
http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_warendorf/warendorf/806893_Angst_vor_strahlendem_Dorf.html

--
Meine Meinungsäußerung

RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum