DMF Newsletter - Abschlussbericht der Mainzer Studie (Allgemein)

Doris @, Samstag, 06.12.2008, 00:28 (vor 3996 Tagen)

Auf folgenden Seiten wurden Aktualisierungen vorgenommen:
http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/biologie/biologie_abges/bio_115.html

Untersuchung elektrosensibler Personen im Hinblick auf Begleitfaktoren bzw. -erkrankungen, wie z.B. Allergien und erhöhte Belastung mit bzw. Empfindlichkeit gegenüber Schwermetallen und Chemikalien

Fazit

Im Rahmen des Vorhabens wurde die bisher umfangreichste bekannte Untersuchung elektrosensibler Personen im Hinblick auf die verschiedensten relevanten medizinischen Parameter durchgeführt. Ziel war nicht die Abklärung des Ursache-Wirkungs-Zusammenhangs, sondern eine möglichst umfassende Beschreibung des Krankheitsbildes und der davon Betroffenen. Insbesondere sollte geklärt werden, ob die von Betroffenen behauptete im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöhte Belastung mit Allergien und Chemikalien bzw. verringerte Entgiftungskapazität der Leber tatsächlich gegeben ist.

Im Gruppenvergleich ergaben sich zwar bei einigen klinisch-chemischen Parametern Unterschiede zwischen den Elektrosensiblen und den Kontrollpersonen, die aber innerhalb der Normbereiche lagen und daher von Ärzten als klinisch nicht bedeutsam bewertet werden. Insbesondere zeigten sich keine Veränderungen, die die Symptomatik der betroffenen Personen erklären könnten. Für eine besondere Belastung mit Allergien und Chemikalien und eine verringerte Entgiftungskapazität der Leber ergaben sich keine Anhaltspunkte.

Im Rahmen eines früheren UFOPLAN- Vorhabens wurde versucht, ein charakteristisches Beschwerdenprofil oder Beschwerdencluster zu definieren, das dem Phänomen „Elektrosensibilität“ zugeordnet werden könnte. Dies ist nicht gelungen. In dem hier vorliegenden Vorhaben konnten keine medizinisch-biologischen Parameter ermittelt werden, anhand derer elektrosensible Personen eindeutig charakterisiert werden könnten. Daraus ergibt sich insgesamt, dass die Elektrosensiblen eine sehr heterogene Gruppe darstellen, die nicht mit einem einfachen Modell beschrieben werden kann.

Es zeigte sich aber, dass signifikant deutlich mehr Elektrosensible als Kontrollpersonen an somatoformen Störungen leiden, d. h. dass für die von ihnen beschriebenen Symptome keine bzw. keine adäquate körperliche Ursache gefunden werden kann.

Da die Elektrosensibilität für einige Betroffene ein ernsthaftes gesundheitliches Problem darstellt und sie unter hohem Leidensdruck stehen, ist die weitere Suche nach auslösenden oder zur Aufrechterhaltung führenden Faktoren für das Krankheitsbild notwendig. Außerdem sollten auch Voraussetzungen für effektive Therapiemaßnahmen erarbeitet werden. Hinweise dafür ergeben sich aus den Ergebnissen des vorliegenden Vorhabens und der weiteren Vorhaben im Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm zu dieser Thematik.

Weiterer Forschungsbedarf besteht hinsichtlich des zeitlichen Verlaufs der Elektrosensibilität über einen längeren Zeitraum hinweg und möglicher Verbindungen zu anderen Krankheitsbildern, für die Umwelteinflüsse als Ursache angegebenen werden (wie z. B. multiple Chemikaliensensibilität).

Diese Fragestellungen sind aber unter dem Aspekt, dass kein ursächlicher Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern besteht, eher in einem breiteren umweltmedizinischen Rahmen als im Rahmen des Strahlenschutzes zu behandeln.
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Der Abschlussbericht kann hier gelesen werden.

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siehe auch:
Mainzer ES-Studie ohne Abschlussbericht

Tags:
Mainz, Entgiftung, Umwelteinflüsse, Somatoforme Störung, EHS-Studie

Das wird Streit geben

H. Lamarr @, München, Samstag, 06.12.2008, 20:03 (vor 3995 Tagen) @ Doris

Dieses PDF bestätigt Vorurteile gegenüber ES und räumt mit einigen Erklärungsversuchen auf. So ist z.B. nachzulesen, dass es bei der Herzratenvariabilität und Quecksilberbelastung zwischen ES und Kontrollen keine nennenswerten Unterschiede gibt, bei der Anzahl somatoformer Störungen dagegen schon.

Über diese Studie wird mit Sicherheit Streit entbrennen.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Das wird Streit geben

charles ⌂ @, Samstag, 06.12.2008, 20:16 (vor 3995 Tagen) @ H. Lamarr

Ja, und wie möchte man dann erklären, dass wenn man die Quecksilberbelastung herunter bringt, das dann gleich auch die Empgfindlichkeit für Elektrosmog abnimmt?

Ausserdem habe ich feststellen können, dass Personen, die ihr Immunsystem verbesern konnten, auch weniger empfindlich wurden.

Eine Studie mit Fragebogen in eine passive Zustand der probanden ist etwas ganz anderes als die über eine Zeit wahrgenommene Verbesserungen.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Das wird Streit geben

H. Lamarr @, München, Samstag, 06.12.2008, 20:26 (vor 3995 Tagen) @ charles

Ja, und wie möchte man dann erklären, dass wenn man die Quecksilberbelastung herunter bringt, das dann gleich auch die Empgfindlichkeit für Elektrosmog abnimmt?

Das muss man nicht erklären, charles, weil es lediglich eine Behauptung ist, für die auch ganz andere Erklärungen infrage kommen. So ist die Ausleitung von Quecksilber eine Prozedur, die sich ohne Mitwirkung des Patienten nicht machen lässt. Und damit ist, päng, wieder einmal das Gebot der Verblindung nicht eingehalten, schon die bloße Erwartungshaltung Ihrer "Geheilten" kann bereits zum Erfolg geführt haben. Oder irgendetwas anderes, denken Sie nur mal ans Essig-Bier. Solange dies nicht wissenschaftlich untersucht wurde, ist Ihre Behauptung um keinen Deut glaubhafter als die meine.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Das wird Streit geben

Doris @, Sonntag, 07.12.2008, 00:52 (vor 3995 Tagen) @ H. Lamarr

Über diese Studie wird mit Sicherheit Streit entbrennen.

...momentan wird sie noch ignoriert, genauso wie die Fragebogenauswertung der niederländischen Stichting EHS

Bei beiden Berichten gibt es ein paar Gemeinsamkeiten.

Das Alter der Betroffenen

Mainzer Studie: 51,8 Jahre
Stichting : Bei den 40 - 60 jährigen gibt es die höchste Zahl der
Betroffenen

In beiden Studien sind 2/3 Frauen, die betroffen sind.

Kuddel schreibt es in einem anderen Beitrag, dass es auch gewöhnliche Alltagsserscheinungen (Alterserscheinungen??) sein können, die man nicht wahrhaben will.

Vielleicht kann man sie auch nicht richtig zuordnen.

Gerade bei Frauen ist das eine Altersspanne, in der starke Veränderungen durch das Klimakterium auftreten. Der Prozess dauert sehr lange und Beschwerden werden häufig lange Zeit nicht richtig zugeordnet.

Etliche Beschwerden, die ich in den beiden Studien als am häufigsten genannten gelesen habe, sind identisch mit den Wechseljahrsbeschwerden (Schlafstörungen, Kopfschmerzen, trockene Haut, Hautirritiationen und Kribbeln, Depressionen und allgemeine Stimmungsschwankungen)

Tags:
Klimakterium

Das wird Streit geben

charles ⌂ @, Sonntag, 07.12.2008, 10:14 (vor 3994 Tagen) @ Doris


Gerade bei Frauen ist das eine Altersspanne, in der starke Veränderungen durch das Klimakterium auftreten. Der Prozess dauert sehr lange und Beschwerden werden häufig lange Zeit nicht richtig zugeordnet.

Etliche Beschwerden, die ich in den beiden Studien als am häufigsten genannten gelesen habe, sind identisch mit den Wechseljahrsbeschwerden (Schlafstörungen, Kopfschmerzen, trockene Haut, Hautirritiationen und Kribbeln, Depressionen und allgemeine Stimmungsschwankungen)

Typisch dabei ist aber, dass wenn man die Störungsquellen entweichen kann, diese *Wechseljahrenbeschwerden* mindern.

Quelle weg, Beschwerden weg.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Das wird Streit geben

Doris @, Sonntag, 07.12.2008, 12:17 (vor 3994 Tagen) @ charles

Typisch dabei ist aber, dass wenn man die Störungsquellen entweichen kann, diese *Wechseljahrenbeschwerden* mindern.

Ich wollte damit auch nicht sagen, dass alle ES-Beschwerden Wechseljahrsbeschwerden sind. Insgesamt kann ich diese absolute schwarz-weiß Haltung nicht teilen, die bei sehr vielen Teilnehmern, egal von welcher Seite, anzutreffen ist. So gibt es ja auch männliche ES, jüngere ES, Kinder, die laut ihren Eltern Symptome zeigen bzw. gezeigt haben und da können die "Wechseljahre" ganz sicher nicht greifen. Aber die Gemeinsamtkeiten sowohl bei der Mainzer Studie als auch bei der Niederländischen Fragebogenauswertung, was Alter und Geschlecht der Betroffenen betrifft, überraschte mich, da die mir bekannten ES entweder männlich oder deutlich älter sind. Und in der Altersklasse, die in den Studien am häufigsten genannt wurden, müssen sich gerade Frauen einfach auch in diese Richtung informieren. Ich bin der Meinung, die Betroffenen müssen skeptisch sein und bleiben und einfach in alle Richtungen recherchieren. Die Beschwerden, die ich selber hatte und die länger andauernden und intensiveren Beschwerden meiner Bekannten, sind für mich ja nach wie vor präsent und fallen ganz sicherlich nicht unter Wechseljahrsbeschwerden, zumal diese sich in ihrer Art ja auch völlig von den typischen wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Hautirritiationen abheben. Für mich waren und bleiben das trotz meiner kritischen Haltung, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat, Symptome, die ich nach wie vor in Zusammenhang mit intensiver DECT-Nutzung bringe.

Weiter fällt mir auf, dass es eigentlich bei beiden Studien/Arbeiten doch recht wenig Probanden waren, zumal uns über diverse Rundmails immer von Hundertaussenden und noch mehr Betroffenen berichtet wird.

Beide Arbeiten kommen zu ähnlichen Schlussfolgerungen, obwohl die Mainzer Studie für die Verschwörungstheoretiker unter "gekauft" abgehakt werden kann, aber die niederländische Auswertung wurde anscheinend von Betroffenen für Betroffene gemacht.

Quelle weg, Beschwerden weg.

Unabhängig davon, dass Sie hier die Macht der Psyche nicht unterschätzen sollten und doch etliche diffuse Beschwerden verschwinden können, wenn man an etwas glaubt, ist es bei Ihrer Arbeit noch etwas anderes. Ihre Blickrichtung umfasst ja nicht ausschließlich die Hochfrequenz und hier insbesondere die Sendemasten oder das DECT-Telefon. Von den beiden Störquellen messen Sie dem DECT ja auch noch die größere Bedeutung bei, da diese Quelle der Person fast immer näher ist als ein Sendemast. Aber Ihre Sanierungsmaßnahmen beinhalten ja auch noch sehr viele andere Störquellen in Häusern, die hier nicht zur Diskussion stehen.

Tags:
Mainz, Wechseljahre, Verschwörungstheoretiker

Das wird Streit geben

charles ⌂ @, Sonntag, 07.12.2008, 15:18 (vor 3994 Tagen) @ Doris

Doris,

Sie sind doch auch nicht von gestern.

Sie kennen doch auch bestimmt die *Männlichkeit*.

Frauen sind eher geneigt zu beschreiben was ihnen quält.

Männer daentgegen halten das vor sich und verhalten sich stur. Nur wenn es nicht mehr geht wollen sie es langsam zugeben.

Ich habe überall die gleiche Erfahrung.
Wenn ich die Frauen erzähle dass man von DECT Telefone Kopfschmerzen bekommen kann, können die sich dabei etwas vorstellen.
Bei Männer aber ist das immer, das die Kopfschmerzen von der Arbeit, oder der Stress kommt, und werden meine Beachtungen nicht seriös genommen.
Wenn ich aber die Impotenz und Sterilität nenne, haben die Männer plötzlich meine volle Aufmerksamkeit.

(Vorerst war es so in die Schweiz, aber jetzt auch offiziell in Belgien und die Niederlande: Jede sechste Paar kann keine Kinder mehr bekommen.
Natürlich kann es da keine Verbindung zur Elektrosmog geben, stell dir vor. Das liegt natürlich an allerhand andere Sachen, nur nicht am Elektrosmog.
Vor Jahren erzählte einen Radioamateur mir, dass es ihn afgefallen war das die meiste seiner Kompanen keine Kinder haben. Ja, werden einige sagen, das kommt davon wenn man sein Radio mehr Zeit gönnt als seine Frau. Aber immerhin!)

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Das wird Streit geben

Doris @, Sonntag, 07.12.2008, 17:37 (vor 3994 Tagen) @ charles

Sie sind doch auch nicht von gestern.

Sagen Sie, meine Jungs finden meine Anspruchshaltung manchmal ziemlich "gestrig".

Sie kennen doch auch bestimmt die *Männlichkeit*.

Ich weiß nicht ob ich die "Männlichkeit" kenne. "Männer" kenne ich, bin im direkten Umfeld exponiert von 3 Stück verschiedener Altersklasse und Schwierigkeitsgrad :-)

Ich habe überall die gleiche Erfahrung.
Wenn ich die Frauen erzähle dass man von DECT Telefone Kopfschmerzen bekommen kann, können die sich dabei etwas vorstellen.
Bei Männer aber ist das immer, das die Kopfschmerzen von der Arbeit, oder der Stress kommt, und werden meine Beachtungen nicht seriös genommen.

Sie meinen, einen echten Mann haut doch so ein blödes DECT-Telefon nicht um. Da haben wir auch mal eine sehr lustige Erfahrung gemacht, da ist schon was dran, was Sie sagen.

Wenn ich aber die Impotenz und Sterilität nenne, haben die Männer plötzlich meine volle Aufmerksamkeit.

Ah ja, Männer identifizieren also "Männlichkeit" vorwiegend darüber.
Was ich jedoch noch nicht ganz begriffen habe, ist Impotenz und Sterilität in einem Atemzug zu nennen. So ist Sterilität ja durchaus eine ernstzunehmende Geschichte und wird auch in Zusammenhang mit Mobilfunk diskutiert. So gab es im EMF Portal vor kurzem mal diese Studie über die ich gerne mehr erfahren hätte, denn das wäre schon interessant. Leider finde ich darüber nichts und Zugang zum kompletten Text habe ich auch nicht und meine Französischkenntnisse aus der Schule würden da dann auch nicht ausreichen.

Aber über Impotenz und Mobilfunk lese ich eigentlich nur auf den typischen kritischen Seiten und ich kann da jetzt auch keinen Zusammenhang herstellen. Vielleicht ist es so, wie Sie schreiben, dass man über die Potenz den "echten" Kerl erreicht. Während Sterilität nur dann von Bedeutung ist, wenn es um Familiengründung geht und in jungen Jahren bzw. im fortgeschrittenen Alter so ziemlich die Bedeutung verliert, da sich kein Mann permanent fortpflanzend durch's Leben bewegen möchte, ist das beim anderen Thema schon eher der Fall. Nun kann ich mir vorstellen, dass ein Mann beim Thema Sterilität vielleicht abwinkt, und vielleicht hat man deshalb in mobilfunkkritischen Kreisen plötzlich die Potenz, bzw. in dem Fall die Impotenz ins Spiel gebracht, denn da denke ich, ist einem die Aufmerksamkeit sicherer.

(Vorerst war es so in die Schweiz, aber jetzt auch offiziell in Belgien und die Niederlande: Jede sechste Paar kann keine Kinder mehr bekommen.
Natürlich kann es da keine Verbindung zur Elektrosmog geben, stell dir vor. Das liegt natürlich an allerhand andere Sachen, nur nicht am Elektrosmog.

Ja, aber Mobilfunk gibt es überall, nicht nur in der Schweiz, in Belgien und in den Niederlanden. Wie schon oben geschrieben, wird Fertilität in Zusammenhang mit Mobiltelefonen diskutiert, aber dass sich immer mehr Impotenz über die Lande ausbreitet, davon habe ich jetzt noch nie was gehört. In Zusammenhang mit Fertilität werden auch andere Umweltgifte diskutiert, da ist man schon ein Stück weiter in der Forschung. Da gab es kürzlich auf ARTE einen sehr interessanten Beitrag. Siehe hier.... (im Moment funktioniert der Link nicht), aber hier steht es auch.

Vor Jahren erzählte einen Radioamateur mir, dass es ihn afgefallen war das die meiste seiner Kompanen keine Kinder haben. Ja, werden einige sagen, das kommt davon wenn man sein Radio mehr Zeit gönnt als seine Frau. Aber immerhin!)

Vielleicht stimmt es ja. Wenn man an seinem Radio montiert, statt..... Sie wissen schon was....., dann kann es nichts werden ;-)

Tags:
Umweltgift, Angstphase, Spermien, Hormonstörung, Impotenz

Ertappt: Ängste schüren als Geschäftsmethode

AnKa, Sonntag, 07.12.2008, 18:10 (vor 3994 Tagen) @ charles

Ich habe überall die gleiche Erfahrung.
Wenn ich die Frauen erzähle dass man von DECT Telefone Kopfschmerzen bekommen kann, können die sich dabei etwas vorstellen.
Bei Männer aber ist das immer, das die Kopfschmerzen von der Arbeit, oder der Stress kommt, und werden meine Beachtungen nicht seriös genommen.
Wenn ich aber die Impotenz und Sterilität nenne, haben die Männer plötzlich meine volle Aufmerksamkeit.

Diese Schilderung gibt uns einen interessanten Einblick in die Arbeit des mobilfunkkritischen "Baubiologen".

Wahrscheinlich waren Sie einen Moment lang ein bisschen zu leichtsinnig, Charles, aber Sie haben es nun einmal selbst dokumentiert:

Völlig ohne Nachweis schüren Sie offensichtlich bei Ihren Kunden unbegründete Ängste und Unsicherheiten.

Es ist mir durchaus nachvollziehbar, dass diese Vorgehensweise den Weg zum Abschluss ebnet. Aber man plaudert seine Marktgeheimnisse nicht einfach so aus. Das nur mal so zwischendurch als Tipp von mir.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Tags:
Marketing

DECT entsorgen

charles ⌂ @, Sonntag, 07.12.2008, 19:37 (vor 3994 Tagen) @ AnKa

Ich habe überall die gleiche Erfahrung.
Wenn ich die Frauen erzähle dass man von DECT Telefone Kopfschmerzen bekommen kann, können die sich dabei etwas vorstellen.
Bei Männer aber ist das immer, das die Kopfschmerzen von der Arbeit, oder der Stress kommt, und werden meine Beachtungen nicht seriös genommen.
Wenn ich aber die Impotenz und Sterilität nenne, haben die Männer plötzlich meine volle Aufmerksamkeit.

Diese Schilderung gibt uns einen interessanten Einblick in die Arbeit des mobilfunkkritischen "Baubiologen".

Wahrscheinlich waren Sie einen Moment lang ein bisschen zu leichtsinnig, Charles, aber Sie haben es nun einmal selbst dokumentiert:

Völlig ohne Nachweis schüren Sie offensichtlich bei Ihren Kunden unbegründete Ängste und Unsicherheiten.

Es ist mir durchaus nachvollziehbar, dass diese Vorgehensweise den Weg zum Abschluss ebnet. Aber man plaudert seine Marktgeheimnisse nicht einfach so aus. Das nur mal so zwischendurch als Tipp von mir.

Hallo Anka,

vielleicht wissen Sie nicht was ein DECT Telefon ist.
(Wir hatten vorher schon festgestellt, dass Sie in diese Materie noch eine Laie sind, oder sich jedenfalls so verhalten.)

Ein DECT Telefon ist ein schnurloses Telefon was zu Hause verwendet wird nach dem DECT/GAP Verfahren.

Ein Sendemast kann man nicht abschalten, aber ein DECT einfach.
Das zeigen wir auch, wenn wir den Netzstecker ziehen, und das typische DECT-Geräusch sofort verstimmt.

Meistens ist es so, dass wenn ein DECT Telefon entsorgt wird, viele Beschwerden auch sofort verschwinden.
(Es ist mir egal auf welche Weise man die Entsorgung macht.)

Wichtig ist, das verschiedene Beschwerden verschwinden.
Da kann doch niemand etwas dagegen haben? Oder?

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Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Das wird Streit geben

Thomas, Montag, 08.12.2008, 04:26 (vor 3993 Tagen) @ Doris

Unabhängig davon, dass Sie hier die Macht der Psyche nicht unterschätzen sollten und doch etliche diffuse Beschwerden verschwinden können, wenn man an etwas glaubt, ...


Hallo Doris,

gilt das auch für "Geldknappheit", das ich die Macht der Psyche nicht unterschätzen soll??

Mein Eindruck: Keinen einzigen Euro habe ich zusätzlich mehr in der Tasche obwohl ich permanent daran denke ...

Oder meinen Sie allen Ernstes, das bei "Parkplatzproblemen" die Vorstellung eines freien Parkplatzes diesen dann auch erzeugt ....

Knifflige "Dinge" ... , deshalb einen schönen und heiteren Wochenstart mit,
natürlich,

freundlichem Gruß,

Thomas

bisschen voreilig

caro, Sonntag, 07.12.2008, 10:17 (vor 3994 Tagen) @ Doris

.. Ziel war nicht die Abklärung des Ursache-Wirkungs-Zusammenhangs, sondern eine möglichst umfassende Beschreibung des Krankheitsbildes und der davon Betroffenen...Es zeigte sich aber, dass signifikant deutlich mehr Elektrosensible als Kontrollpersonen an somatoformen Störungen leiden, d. h. dass für die von ihnen beschriebenen Symptome keine bzw. keine adäquate körperliche Ursache gefunden werden kann.

Tja, was nun? Erst heißt es, man suche nicht nach Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen. Gleichzeitig werden aber Hypothesen in den Raum gestellt wie z.B. eine mangelnde Entgiftungskapazität der Leber als Ursache für die Symptome. Oder Schwermetalle. Und wenn diese sehr punktuellen Vermutungen sich nicht bestätigen, heißt es pauschal: keine körperlichen Ursachen gefunden, also somatoforme Störung. Erscheint ein bisschen voreilig, zumal es ja heißt, die Gruppe der Elektrosensiblen sei sehr heterogen.

bisschen voreilig

Doris @, Sonntag, 07.12.2008, 12:56 (vor 3994 Tagen) @ caro

Tja, was nun? Erst heißt es, man suche nicht nach Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen. Gleichzeitig werden aber Hypothesen in den Raum gestellt wie z.B. eine mangelnde Entgiftungskapazität der Leber als Ursache für die Symptome. Oder Schwermetalle. Und wenn diese sehr punktuellen Vermutungen sich nicht bestätigen, heißt es pauschal: keine körperlichen Ursachen gefunden, also somatoforme Störung. Erscheint ein bisschen voreilig, zumal es ja heißt, die Gruppe der Elektrosensiblen sei sehr heterogen.

Auf Seite 6 heißt es....

Das Ziel der Studie war es also, klinische Informationen über die Personen zu gewinnen, die sich selbst als Elektrosensible erleben. Mit anderen Worten, die Gruppe der Elektrosensiblen soll näher beschrieben werden. "Was sind das für Leute?" war die eigentliche Frage. Die Studie konnte keine Informationen darüber liefern,ob die erlebten Schädigungen tatsächlich durch die elektromagnetischen Felder zustande gekommen sind, auch wurde die Exposition der Personen nicht erfasst. Ebenso wenig kann eine Aussage darüber gemacht werden, ob Elektrosensibilität eine "echte" Erkrankung ist oder nicht.


Es wurde auch kein Unterschied, wie von Anka immer angemerkt, bei der allgemeinen Lebenszufriedenheit zwischen Betroffenen und der Kontrollgruppe festgestellt. Die Betroffenen gelten als Menschen mit gleich hoher Lebenszufriedenheit, allerdings mit weniger Zufriedenheit, was ihren Gesundheitszustand betrifft, auch das ist nicht negativ für mich. Bei den somatoformen Beschwerden gab es einen starken Unterschied, der vieles beinhalten kann. Sind es Menschen, die mehr in sich hineinhorchen, die sich allgemein mehr um eine gesunde Lebensweise kümmern, was für mich nicht negativ behaftet ist. Übrigens, einen weiteren großen Unterschied gab es bei Suchtmitteln. Die Kontrollgruppe war hier deutlich mehr behaftet. Ich weiß nun nicht, was hier alles abgefragt wurde. Aber vermutlich beinhaltet diese Frage auch Medikamente egal welcher Art. Es ist natürlich ein wesentlicher Unterschied, ob Menschen ohne zu hinterfragen Schmerztabletten einwerfen, oder ob jemand versucht die Hintergründe für seine ständigen Schmerzen/Kopfschmerzen zu ergründen. Die letzte Gruppe kann dann einfach auch einen anderen Zusammenhang, wie z.B. irgendwelche Funktechniken, herstellen, als die erste Gruppe.

Mir zeigt diese Studie wieder einmal, dass sie zwar durchaus interessante Ansätze enthält, aber auch hier muss man die ganze Studie lesen um sich ein ganzheitliches Bild zu machen. Es ist sicherlich interessant, dass die Betroffenen viele gemeinsame Züge aufweisen, aber es klärt die Frage nicht, ob es Elektrosensible gibt und ob einen ursächlicher bzw. ausschließlichen Zusammenhang mit Funkquellen, egal welcher Art, gibt. Solange ein Wirkmechanismus fehlt, werden wir dazu weiterhin kontrovers diskutieren und jeder wird einen anderen Hintergrund/Beweggrund haben, warum er es so sieht.
Und mich bestätigt es in meiner Meinung, dass sich die Betroffenen keinen Gefallen tun, wenn sie sich blindlings ihren Anführern anschließen, die fast ausschließlich den Mobilfunk, vorwiegend sogar den Sendemast in den Mittelpunkt stellen. Eine gesunde Portion Skepsis muss ein Betroffener sich erhalten, denn oft folgt er dann dem Tunnelblick dieser Menschen und kommt aus der Angstfalle nicht mehr raus. Auch dazu gibt es eine sehr interessante Aussage in der Studie

Auf Seite 6/7 werden verschiedene Erklärungsmodelle angesprochen.
Eine davon ist das "verhaltenstheoretische Erklärungsmodell"
Dieses beruht auf der Annahme, dass eine ansonsten gesunde Person unangenehme Körperwahrnehmungen erlebt und parallel dazu eine wahre oder angenommene Exposition mit EMF besteht. Die Person nimmt die Exposition dann als Erklärung für die Körperphänomene an und gerät immer stärker in die Rolle des "Kranken", der dann sämtliche Beschwerden über die "EMF-Theorie" erklärt.

Also mich beeindruckte diese Aussage sehr stark, da ich das oft so für mich sehe, wenn ich die ganzen Beschwerden im Netz lese. Das z.B. unterscheidet auch Sie caro, von so manch anderen. Sie hatten Beschwerden, stellten einen Zusammenhang mit der Belastung in ihrer Wohnung her. Sie zogen weg und sagen heute, die Beschwerden sind weg, obwohl auch Sie in der Welt leben, die "alles kaputtstrahlt". Sie sehen sich nicht als krank geworden und krank geblieben. Es gibt einfach sehr viele Schattierungen bei den Betroffenen. Aber ich gehe auch fest davon aus, dass Sie nicht ständig ein Messgerät mit sich führen, um abzuklären, ob es Ihnen wohl schlecht gehen wird.

Tags:
EHS, Mainz, Angstphase, Somatoforme Störung

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