Immer mehr Handys strahlen am Grenzwert ▼ (Allgemein)

Doris @, Dienstag, 24.06.2008, 23:48 (vor 4956 Tagen)

http://www.golem.de/0806/60543.html

Verbraucherzentrale: Immer mehr Handys strahlen am Grenzwert
Hersteller meiden das Umweltzeichen "Blauer Engel"

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kritisiert, dass ein wachsender Anteil von Handys mit sehr hohen SAR-Werten strahlt. Die Spitzenreiter unter den aktuellen Modellen liegen mit SAR-Werten von 1,69 bis 1,80 Watt/kg knapp unter dem geltenden Grenzwert von 2,0 Watt/kg. Die Hersteller sollen jetzt Abhilfe schaffen.
Die Spezifische Absorptionsrate (SAR) beschreibt, wie viel Strahlung (in Watt pro Kilogramm) maximal vom Körper aufgenommen wird. Je niedriger der SAR-Wert ist, desto weniger wird beim Telefonieren vom Kopf absorbiert. Als strahlungsarm gelten Handys, deren SAR-Wert bei höchstens 0,6 Watt pro Kilogramm liegt. Diese Geräte können sich mit dem Umweltzeichen Blauer Engel schmücken. Fast jedes dritte Mobiltelefon hält dieses Strahlungskriterium ein, so die Verbraucherschützer. Allerdings ist nur ein Modell am Markt mit dem Umweltsignet ausgezeichnet. Das haben die Verbraucherschützer im Rahmen des Jahresgutachtens Mobilfunk festgestellt, in dem die Selbstverpflichtung der Mobilfunknetzbetreiber überprüft wird.

Die Verbraucherzentrale fordert die Mobiltelefonhersteller auf, alle Möglichkeiten zu nutzen, um die SAR-Werte ihrer Produkte zu reduzieren und die Auszeichnung mit dem Blauen Engel zu nutzen. Bitkom-Sprecher Christian Spahr sagte Golem.de: "Innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte gibt es nach dem Stand der Wissenschaft keine Belege für Gesundheitsgefahren. Deshalb ist ein Blauer Engel nicht zusätzlich nötig - die Anbieter stellen aber natürlich Informationen über SAR-Werte zur Verfügung." Hotlines und Prospekte der Hersteller seien eine Möglichkeit, sich zu informieren. Zudem gäben auch Handy-Fachzeitschriften bei ihren Tests oft den SAR-Wert an.

Das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) hat auf seiner Abschlusskonferenz vom 17. bis 18. Juni 2008 in Berlin im Wesentlichen Entwarnung im Hinblick auf gesundheitliche Risiken durch Mobilfunkstrahlung gegeben. Allerdings blieben, so die Verbraucherorganisation, weiterhin offene Fragen. So ist etwa ungeklärt, ob bei einer Handynutzung von mehr als zehn Jahren Langzeitschäden auftreten können, und ob Kinder und Jugendliche einem möglicherweise höheren Risiko ausgesetzt sind. "Es sollten daher weiterhin alle technischen Möglichkeiten genutzt werden, die Strahlungsbelastung durch Mobilfunk zu minimieren", so die Forderung der Verbraucherschützer. Dies gelte speziell für Sendemasten, die in der Nähe von Kindergärten und Schulen stehen.

Kommentar:
Die Verbraucherschützer fordern die Strahlenbelastung durch Mobilfunk zu minimieren.
Dies ist sehr gute Forderung und deshalb sollten die Verbraucherschützer die Leute mal korrekt aufklären, wie sie das erreichen.

"Dies gelte speziell für Sendemasten, die in der Nähe von Kindergarten und Schulen stehen" ist auf jeden Fall der falsche Weg.
In einer Schule oder einem Kindergarten halten sich Kinder nicht so lange auf, wie z.B. zuhause. Dort muss angesetzt werden und wenn es schon um Sendemasten geht, dann frage ich mich, warum er neben einer Schule als verwerflicher gilt, als neben dem Eigenheim?

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&id=22267

Tags:
Kinder, SAR-Wert, Blauer Engel

Verbraucherschützer denken nicht weiter

AnKa, Mittwoch, 25.06.2008, 06:50 (vor 4955 Tagen) @ Doris

"Dies gelte speziell für Sendemasten, die in der Nähe von Kindergarten und Schulen stehen" ist auf jeden Fall der falsche Weg. In einer Schule oder einem Kindergarten halten sich Kinder nicht so lange auf, wie z.B. zuhause. Dort muss angesetzt werden und wenn es schon um Sendemasten geht, dann frage ich mich, warum er neben einer Schule als verwerflicher gilt, als neben dem Eigenheim?[/i]

Ich denke nicht, dass die Verbraucherschützer die Sendemasten lieber neben dem Eigenheim sehen wollen als an der Schule. Sie glauben wohl eher, so wie die populären Mobilfunkgegner, dass Sendemasten raus aus der Stadt gehören.

Dass dies andererseits die durch Handys verursachte Strahlenbelastung direkt an der Ohrmuschel erhöht, darüber haben sie sich wohl noch keinen Kopf gemacht.

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Verbraucherschützer sollten umdenken !

Doris @, Mittwoch, 25.06.2008, 10:53 (vor 4955 Tagen) @ AnKa

Ich denke nicht, dass die Verbraucherschützer die Sendemasten lieber neben dem Eigenheim sehen wollen als an der Schule. Sie glauben wohl eher, so wie die populären Mobilfunkgegner, dass Sendemasten raus aus der Stadt gehören.

Die Verbraucherschützer, die im Gegensatz zu Politikern, die auf Stimmenfang sind, scheinen sich einfach nicht umfassend zu informieren. Ich selber habe diese Erfahrung gemacht, wie sich der Blickwinkel verändern muss, wenn man sich intensiv mit der Materie auseinandersetzt. Diese Mühe machen sich nicht alle, sondern beharren nach wie vor auf den teilweise widerlegten Argumenten. Ein Engagement in dieser Form zu führen ist wesentlich einfacher und kostet nicht annähernd diese Zeit, die ich z.B. investiere.

Ob ein Verbraucherschützer grundsätzlich eine Verlagerung der Sendemasten nach außen favorisiert, weiß ich nicht. Diese Möglichkeit ist ja z.B. auch nur in bestimmten Gebieten möglich. In einer Stadt z.B. nicht und das müsste auch den Verbraucherschützer, die ja allgemein fordern, klar sein.
Nein, mich stört hier, dass durch derartige Aussagen, die Bedrohlichkeit und Gefährlichkeit durch eine Mobilfunkbasisstation am Köcheln gehalten wird und das entstandene Feindbild der Netzbetreiber, die diese "Orte", wo Kinder !! sich aufhalten, "bestrahlen" ebenfalls aufrechterhalten wird. So entschärft sich die Mobilfunkdebatte nie.

Wobei ich hiermit nicht ausdrücken will, dass die Sender vor Schulen harmlos sind, sondern Sender sollen insgesamt so platziert werden, so z.B. durch entsprechende Höhe, dass so wenige wie möglich unnötig hoch dauerbelastet werden. Das gilt für Schulen, Kindergärten und sämtliche Orte, wo sich Menschen dauerhaft aufhalten.

So wie seit Jahren gebetsmühlenartig die Gefährlichkeit der Sender runtergeleiert wurde und sich dies mittlerweile in den Köpfen der Leute festgebrannt hat, wäre es wirklich an der Zeit ein vernünftiger Umgang mit dem Handy ebenso gebetsmühlenartig runterzuleiern. Das wäre echter Verbraucherschutz.

Und warum bin ich der Meinung, dass ein Umdenken zwangsläufig stattfinden muss?
Den Mobilfunkbasisstationen wird angelastet, dass diese die Menschen unfreiwillig dauerbelastet rund um die Uhr. Dies trifft auch auf DECt-Telefone und WLAN zu. Während ein sehr hoher Prozentsatz der Bevölkerung diese Dauerbelastung in den eigenen Räumen erfährt, ist der Prozentsatz der Bevölkerung, die diese Werte unverschuldet durch eine nahe Mobilfunkbasisstation erhält, deutlich geringer. In Anbetracht der Verbreitung von DECt-Telefonen seit mindestens 10 Jahren müsste sich eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch schwächere Dauerbestrahlung bereits gezeigt haben. Dies gilt allerdings für die normale Bevölkerung, Elektrosensible sind ausgeschlossen, die sicherlich selber auch keine Funktechnik nutzen. Allerdings steht auch hier hinter den Langzeitwirkungen ein Fragezeichen. Aber die massive gesundheitliche Schädigung der gesamten Bevölkerung durch Basisstationen, wie sie von den Aktiven der Kritikerszene aufgezeigt wird, ist für mich deshalb nicht mehr glaubhaft.
Was ich mittlerweile den Betroffenen wirklich wünsche, sind Gebiete, in denen sie unbeschwert leben können.

Verbraucherschützer müssen umdenken!

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 25.06.2008, 13:14 (vor 4955 Tagen) @ Doris

Die Verbraucherschützer ... scheinen sich einfach nicht umfassend zu informieren.

Wenn dann aber aus Fehleinschätzung der Situation heraus der Verbraucherschutz zur Verbrauchergefährdung wird, dann frage ich mich schon, woher die Schützer eigentlich Ihre Befähigung zu schützen beziehen und ob dies allein dem freien Spiel der Kräfte überlassen ist. Kurzum: Es darf nicht sein, dass der Verbraucherschutz einer Minderheit (ES) voll zu Lasten der Majorität geht (Handy-Nutzer). Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz.

Ich denke, wir müssen da mal mit den "Verbraucherschützern" reden, damit die Verbraucherschützer werden. Reden meine ich in dem Sinne, dass die Leute dort überhaupt die Chance zum umdenken haben. Offensichtlich ist die Dominanz der BW-Parolen noch immer groß - und ich erkenne an diesem Vorfall, dass die Neuorientierung des IZgMF auch auf der Website selbst und nicht nur im Forum deutlicher erkennbar werden muss.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Kinder, Vorsorge, Blauer Engel

Verbraucherschützer müssen umdenken!

Doris @, Mittwoch, 25.06.2008, 13:58 (vor 4955 Tagen) @ H. Lamarr

Ich denke, wir müssen da mal mit den "Verbraucherschützern" reden, damit die Verbraucherschützer werden. Reden meine ich in dem Sinne, dass die Leute dort überhaupt die Chance zum umdenken haben. Offensichtlich ist die Dominanz der BW-Parolen noch immer groß - und ich erkenne an diesem Vorfall, dass die Neuorientierung des IZgMF auch auf der Website selbst und nicht nur im Forum deutlicher erkennbar werden muss.

Aha, doch irgendwann mal so was wie eine Grundsanierung ;-)

Reden ist das eine, zuhören und umsetzen das andere. Ich mache mir die letzten Wochen sehr häufig die Mühe, Personen und Organisationen auf Missstände aufmerksam zu machen und verweise sie auf Beiträge bzw. Forumsdiskussionen hier. So, u.a. auch Frau Krause vom BUND. Resonanz bisher Null. Meine Erfahrung ist die, dass ich eher von einem Wissenschaftler oder einer wirklich seriösen Kritikerorganisation (wie ECOLOG) eine Antwort erhalte, als von einem Mobilfunkkritiker. Eigentlich müssten auch die Verbraucherschützer angeschrieben werden.

Zu Ihrer Aussage über die Dominanz der BW-Parolen möchte ich allerdings anmerken, dass Sigfried Zwerenz gesprächsbereiter (bzw. schreibbereiter)war und ist, wie manche andere und ich selber erkenne auch gewisse - sicherlich noch sehr feine - Veränderungen bei den Bürgerwellen News. So werden immerhin von dort, die Aktivitäten Ihrer Frau nicht ignoriert. Siegfried Zwerenz ist der erste der 1G Kritiker, der die BMW Umstellung über die Newsletter verbreitet.

Keinen Beitrag zu BMW

KlaKla, Mittwoch, 25.06.2008, 19:55 (vor 4955 Tagen) @ Doris
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 25.06.2008, 21:36

Zu Ihrer Aussage über die Dominanz der BW-Parolen möchte ich allerdings anmerken, dass Sigfried Zwerenz gesprächsbereiter (bzw. schreibbereiter)war und ist, wie manche andere und ich selber erkenne auch gewisse - sicherlich noch sehr feine - Veränderungen bei den Bürgerwellen News. So werden immerhin von dort, die Aktivitäten Ihrer Frau nicht ignoriert. Siegfried Zwerenz ist der erste der 1G Kritiker, der die BMW Umstellung über die Newsletter verbreitet.

Die ödp hatte zuvor den Beitrag eingestellt.
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Damit ist der Sigi der 2te 1G Kritiker aber schaut mal

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der Beitrag ist ins Nirwana verschwunden und so was gab es doch schon mal bei der öpd "Richtungsstreit".

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Tags:
BMW, ödp, Vetternwirtschaft, Seilschaft, Zensur, Manipulation, Kontrolle, Marionette

Keinen Beitrag zu BMW

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 26.06.2008, 00:54 (vor 4955 Tagen) @ KlaKla

Die ödp hatte zuvor den Beitrag eingestellt.

Genau: hatte! Denn nach ein paar Tagen wurde der Beitrag auf Weisung von oben entfernt, so dass Links darauf nun ins Leere gehen. Lag inhaltlich offenkundig nicht stromlinienförmig auf Soll-Kurs. Zuweilen ist es außerordentlich nützlich, eine eigene Website zu haben, in deren redaktionelle Ausrichtung sich niemand einmischen kann - auch wenn es immer wieder versucht wird :yes:.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Keinen Beitrag zu BMW

Karl, Donnerstag, 26.06.2008, 04:55 (vor 4955 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Karl, Donnerstag, 26.06.2008, 05:33

Genau: hatte! Denn nach ein paar Tagen wurde der Beitrag auf Weisung von oben entfernt, so dass Links darauf nun ins Leere gehen. Lag inhaltlich offenkundig nicht stromlinienförmig auf Soll-Kurs.

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