Das Geschäft mit der Angst (Allgemein)

KlaKla, Dienstag, 24.06.2008, 07:31 (vor 5843 Tagen)
bearbeitet von KlaKla, Dienstag, 24.06.2008, 08:12

Mit der Angst vor Elektrosmog machen immer mehr zwielichtige Unternehmen fragwürdige Geschäfte. Vor den Strahlen schützen können nur die wenigsten Produkte. Das vermögen dagegen viel banalere Dinge.

Ein kleines Glasgebilde für mehr als 2000 oder ein Baldachin für 600 Euro - das ist viel Geld. Doch manche Menschen zahlen solche Preise bereitwillig, weil sie glauben, dadurch etwas für ihre Gesundheit zu tun. Mehr ...

Verstärkt fallen mir Meldungen dieser Art auf. Da wird ganz klar, die Aussage gemacht, nur der Fachmann soll messen und beurteilen. Und dann ein Kommentar von Bernd Rainer Müller Umweltschutzorganisation BUND. Der letztendlich seine Dienste anbietet. Messen und Beraten.

Hier wirken Seilschaften. Der BUND arbeitet eng zusammen mit Baubiologen und Messtechnikern. Erst vor Kurzen verbreitete der BUND dieses Papier mit teils überholten und Angst schürenden Äußerungen. Davon profitieren Baubiologen und Messtechniker!

Der BUND will die Öffentlichkeit informieren und so ein größeres Druckpotenzial gegenüber dem Staat aufzubauen. Diese Aussage wirkt auf mich scheinheilig denn letzt endlich schürt auch der BUND Angst. Die aufgestellten Forderungen in BUND Papier sind teils unsinnig weil sie sich nur auf Behauptungen stützen und somit nicht belastbar sind. Dies hätte der BUND zuvor abklären können indem er seine Forderungen kritisch betrachtet ohne Rücksicht zu nehmen auf irgendwelche Befindlichkeiten bestimmter Geschäftemacher. Diese Forderungen erzeugen keinen Druck auf politische Entscheidungsgremien und dies müsste B. Rainer Müller wissen. Denn er saß mit am Runden Tisch vom DMF.

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BUND, Angst, Vetternwirtschaft, Seilschaft, Manipulation, Baldachin, Kontrolle, B. Rainer Müller

Das Geschäft mit der Angst

caro, Donnerstag, 26.06.2008, 14:59 (vor 5841 Tagen) @ KlaKla

Der BUND will die Öffentlichkeit informieren und so ein größeres Druckpotenzial gegenüber dem Staat aufzubauen. Diese Aussage wirkt auf mich scheinheilig denn letzt endlich schürt auch der BUND Naturschutz Bayer e.V. Angst. Die aufgestellten Forderungen in BUND Papier sind teils unsinnig weil sie sich nur auf Behauptungen stützen und somit nicht belastbar sind. Dies hätte der BUND zuvor abklären können indem er seine Forderungen kritisch betrachtet ohne Rücksicht zu nehmen auf irgendwelche Befindlichkeiten bestimmter Geschäftemacher. Diese Forderungen erzeugen keinen Druck auf politische Entscheidungsgremien und dies müsste B. Rainer Müller wissen. Denn er saß mit am Runden Tisch vom DMF.[/i]

Jeder, der vor etwas warnt (vor der Grippe, vor dem Klimawandel, vor steigenden Benzinpreisen, vor Ungeziefer......), schürt dabei automatisch auch Ängste. Sind deshalb keine Warnungen erlaubt - Augen zu und durch?
Was "Geschäfte mit der Angst" angeht: Die machen viele. Kommen Ihnen zum Beispiel diese Aussagen bekannt vor? :
- Wer kein Handy hat, kann im Notfall keine Hilfe herbei rufen und stirbt deshalb womöglich.
- Wer der Mobilfunkindustrie schadet, ist Schuld daran, dass massenhaft Arbeitsplätze vernichtet werden.
- wenn kein Mobilfunk-Ausbau erfolgt, hat Deutschland einen Standortnachteil, der die Wirtschaft trifft.
etc.

Das Geschäft mit der Angst

KlaKla, Freitag, 27.06.2008, 09:10 (vor 5840 Tagen) @ caro
bearbeitet von KlaKla, Freitag, 27.06.2008, 09:39

Jeder, der vor etwas warnt (vor der Grippe, vor dem Klimawandel, vor steigenden Benzinpreisen, vor Ungeziefer......), schürt dabei automatisch auch Ängste. Sind deshalb keine Warnungen erlaubt - Augen zu und durch? Was "Geschäfte mit der Angst" angeht: Die machen viele.

Sicher sind Warnungen erlaubt aber es kommt auf den Inhalt an und wer die Warnung ausspricht.

Welche Absichten der Mobilfunker verfolgt ist doch klar.

Aber, welche Absichten alt eingesessene aktive Mobilfunk-Kritiker verfolgen war, lange Zeit nicht so klar.
Sie verbreiteten tendenziöse Meinungen und unterschlagen Fakten.
Das ist keine Behauptung sonder Fakt (Beispiel: BMW-Meldung wurde von der ödp Seite entfernt).

Mir fällt bei ihren Beiträgen auf, dass sie das Fehlverhalten der Mobilfunk-Kritiker mit dem Fehlverhalten der Mobilfunker rechtfertigen. Ich denke aber gerade ihnen ist klar, damit steuern sie die Verhärtung an. Bewegung erzielt man nur, wenn beide Seiten bereit sind, sich auf Kompromisse ein zu lassen und dem steht zuvor der kritische Dialog.

Mobilfunk-Kritik ja aber nicht mehr mit Angst schürenden Behauptungen und Profit orientierten Absichten. Ich habe nichts gegen Geschäfte, die sich durch sachliche Mobilfunk-Kritik ergeben, wenn eine Leistung dahinter steckt. Aber das instrumentalisieren von Laien für "persönlichen" Profit nein Danke. Würde man sich darauf verständigen, kocht das Thema Mobilfunk nur noch auf Sparflamme und die Geschäftemacher müssen neue Strategien entwickeln.

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Das Geschäft mit der Angst

caro, Freitag, 27.06.2008, 09:40 (vor 5840 Tagen) @ KlaKla

Mir fällt bei ihren Beiträgen auf, dass sie das Fehlverhalten der Mobilfunk-Kritiker mit dem Fehlverhalten der Mobilfunker rechtfertigen. Ich denke aber gerade ihnen ist klar, damit steuern sie die Verhärtung an. Bewegung erzielt man nur, wenn beide Seiten bereit sind, sich auf Kompromisse ein zu lassen und dem steht zuvor der kritische Dialog.

Glauben Sie, dass die "Mobilfunker" Interesse an einem kritischen Dialog und an Kompromissen haben?
Vergessen Sie nicht: Es geht hier um ein knallhartes Geschäft.

Brüssel (AP) Nach den Preisen für grenzüberschreitende Mobilfunkgespräche nimmt die EU-Kommission jetzt auch die Kosten von Inlandstelefonaten per Handy unter die Lupe. Die Brüsseler Behörde legte am Donnerstag einen Entwurf für eine Empfehlung an die nationalen Regulierungsbehörden vor, die langfristig zu einer deutlichen Preissenkung führen soll. Die zuständige EU-Kommissarin
Viviane Reding hofft, eine bessere Regulierung werde «die Preise von Handygesprächen um etwa 70 Prozent> reduzieren.

Das am Donnerstag vorgestellte Papier bezieht sich allerdings nicht auf die Endkundenpreise, sondern auf die Gebühren, die Mobilfunkbetreiber einander für die Vermittlung eines Anrufs zwischen zwei verschiedenen Netzen in Rechnung stellen. Bei der Festlegung dieser Großhandelspreise haben die nationalen
Regulierungsbehörden ein Mitspracherecht.

Dennoch gehen die Preise innerhalb Europas weit auseinander: Nach Angaben der Kommission berechnen Mobilfunkbetreiber in Zypern ihren Konkurrenten für die Weiterleitung eines Anrufs durchschnittlich nur zwei Eurocent pro Minute, in Bulgarien dagegen über 18 Eurocent pro Minute. In Deutschland liegen die Großhandelspreise mit acht Cent pro Minute im Mittelfeld. Damit sind sie rund achtmal so hoch wie der Großhandelspreis für ein Ferngespräch im deutschen Festnetz. Diese Unterschiede sind nach Einschätzung der EU-Kommission nicht nachvollziehbar.

Zwtl: Vorwurf der Quersubventionierung

Indirekt würden zudem Mobilfunkbetreiber von Festnetzanbietern subventioniert, weil die Gebühren für die Vermittlung eines Anrufs vom Fest- in ein Handy-Netz so hoch seien, kritisierte die Kommission. Nach einer Untersuchung der deutschen WIK-Consult GmbH hätten auf diese Weise allein die deutschen Mobilfunkbetreiber in den Jahren 1998 bis 2006 Quersubventionen im Umfang von zehn Milliarden Euro erhalten.

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WIK

Das Geschäft mit der Angst

KlaKla, Freitag, 27.06.2008, 09:48 (vor 5840 Tagen) @ caro

Bewegung erzielt man nur, wenn beide Seiten bereit sind, sich auf Kompromisse ein zu lassen und dem steht zuvor der kritische Dialog.

Glauben Sie, dass die "Mobilfunker" zu einem kritischen Dialog und zu Kompromissen bereit sind?

Die Betreiber müssen in den Dialog treten aber nicht mit uns.

Wir müssen erst mal vor der eigenen Tür kehren. Wir sind keine würdigen Gesprächspartner solange wir Fakten ignorieren und unsere Argumentation auf Behauptungen aufbauen.

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