Dr. Oberfeld ignoriert Fakten (Allgemein)

Doris @, Montag, 23.06.2008, 16:22 (vor 4503 Tagen)

so zumindest lautet die Aussage im FMK Newsletter


Oberfeld-Klage: Umweltmediziner ignoriert Fakten
Oberfeld-Studie ist unverantwortlicher Umgang mit dem Schicksal von Menschen

Im Klagsverfahren gegen Dr. Gerd Oberfeld auf Widerruf der Krebsstudie zu einer nicht-existenten C-Netz-Anlage in Hausmannstätten erfolgte heute am 1. Verhandlungstag die Beweisaufnahme am Salzburger Landesgericht. Aus Sicht des Geschäftsführers des Forum Mobilkommunikation (FMK), Maximilian Maier, ist aber nur ein Ergebnis denkbar: Alle Beweise und Aufzeichnungen zeigen, dass am Standort Hausmannstätten nie eine C-Netz-Station bestanden hat.Insofern kann auch kein Zusammenhang mit etwaig vermehrten Krebsfällen vorliegen. Der Widerruf und die Unterlassung der weiteren Verbreitung der falschen Krebsstudie und ihrer Ergebnisse, die Fakten ignoriert, sind somit die einzig mögliche Konsequenz dieser unverantwortlichen Mobilfunk-Panikmache zu begegnen. Seitens der Mobilfunkbetreiber wird eine seriöse, verantwortungsvolle Mobilfunkforschung, mit nachvollziehbaren, wissenschaftlichen Qualitätskriterien gefordert.

Auch Luftbild vom Wählamt aus dem Jahr 1989 beweist: Keine Anlage

Mit genaueren und sorgfältigeren Recherchen hätte Dr. Oberfeld rasch herausfinden müssen, dass es in Hausmannstätten nie eine C-Netz-Station gab, sagt Maier. Hörensagen und Vermutungen reichen für wissenschaftliche Arbeiten nicht aus, betont er und verweist auf die vorgelegten massiven Beweise der mobilkom austria, wie die detaillierten historischen Aufzeichnungen der Post- und Telegraphendirektion, die eidesstattlichen Erklärungen von sachverständigen Zeitzeugen sowie die amtliche Chronologie dieses Standortes (Wählamtsmappe). Diese Faktenlage wurde auch bereits vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie offiziell bestätigt. Mit dem nunmehr vorgelegten, beglaubigten Luftbild, dass das Dach des Wählamtes Hausmannstätten ohne C-Netz-Station im Jahr 1989 zeigt, können aber hoffentlich die letzten Skeptiker überzeugt werden, erklärt Maier den schlagenden Beweis.

Krebs auf nichtexistente Anlage zurückzuführen ist ein unverantwortlicher Umgang mit dem Schicksal von Menschen

Der FMK-Geschäftsführer kritisiert: Krebs auf eine nicht-existente Mobilfunkanlage zurückzuführen lässt jegliche objektive und sorgfältige Herangehensweise vermissen und hat
leider auch negative Auswirkungen auf die Mobilfunk-Diskussion. Die vorliegende Krebsuntersuchung ist ja nur die jüngste von mehreren fragwürdigen Arbeiten, Aussagen und Herangehensweisen, die allesamt unter der Vorausverurteilung der Technologie stehen und rein auf die Abschaffung des Mobilfunks abzielen. Trotz der erbrachten Belege für das Fehlen einer C-Netz-Anlage am Standort Hausmannstätten ignoriert Dr. Oberfeld weiterhin die Fakten beharrlich und hört nicht auf, seine an Anschuldigungen grenzenden Aussagen beständig zu verbreiten. Das rechtsanwaltliche Einschreiten ist somit unausweichlich gewesen. Letztendlich geht es aber darum, die Diskussion wieder zu versachlichen. Wissenschaft muss jegliche Freiheit haben, aber sie darf nicht frei von Fakten sein, erklärt Maier die Klage gegen den Salzburger Umweltmediziner und Referenten der österreichischen Ärztekammer.

Offensichtlich sind ihm die Tragweite seiner voreingenommen Arbeiten und seine Verantwortung sowie seine erhöhte Sorgfaltspflicht nicht bewusst, so Maier. Die für die öffentliche Gesundheit Verantwortlichen dürfen diesen weiteren Supergau der österreichischen Forschung nicht länger negieren und dazu schweigen. Eine Studie im Auftrag des Landes Steiermark, mit Steuermitteln finanziert, müsste zumindest grundlegende Qualitätskriterien erfüllen und jedenfalls einer wissenschaftlichen Prüfung standhalten können. Es kann nicht sein, dass einzelne Akteure die österreichische Gesundheitsdiskussion derart beeinflussen und dies immer folgenlos bleibt, ist Maier über die wiederholte unsachliche Vorgangsweise bestürzt. Den Menschen aus Hausmannstätten und Vasoldsberg wurde vorgemacht, die Ursache für die Krebsfälle und deren Leid ausgeforscht zu haben. Das stellt einen unverantwortlichen Umgang mit dem Schicksal von Menschen dar, begründet der Branchenvertreter seine Aufregung.

Oberfeld-Studie ist Beleg dafür, dass diese Herangehensweise zu falschen Ergebnissen führt

Die Herangehensweise Dr. Oberfelds war und ist nicht unvoreingenommen und keineswegs unabhängig kritisiert das FMK. Mit dieser sehr freien Auffassung von Recherche und der eingesetzten Methode kann alles für Krebs verantwortlich gemacht werden, so Maier weiters. Es ist auch höchste Zeit, mit dem Mythos des Salzburger Milli- oder gar Mikrowatts aufzuräumen. Denn zum einen zeigt etwa ein aktuelles Gutachten von ARC Seibersdorf, dass das von Dr. Oberfeld für seine Funknetzplanung in Gemeinden eingesetzte Simulationstool für elektromagnetischer Felder, Nirview, nur sehr begrenzte Aussagekraft hat. So reicht die Schwankungsbreite für Nirview Simulationen innerhalb von Gebäuden - verglichen mit einer normgerechten Immissionsmessung - bis zum Faktor 1000. Zum anderen weisen aber auch die
Ergebnisse des Berichts des Schweizer Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) zur Überprüfung eines Milliwatt-Netzes aus 2002 und neuere Untersuchungen aus Deutschland. nach, dass diese willkürlichen Forderungen nach Milli- oder Mikrowatt (das wäre ca. ein Tausendstel bis ca. ein Millionstel der national und international empfohlenen Grenzwerte) gleichsam die Abschaltung der Mobilfunknetze und somit auch des einzigen flächendeckenden Notrufsystems für die Allgemeinheit bedeuten würde.

UMTS neue Technologie mit weniger Sendeleistung

Wie unseriös diese Forderungen nach einer Grenzwertsenkung aus Salzburg sind, zeigen auch die technischen Ausführungen Dr. Oberfelds, wo er der UMTS- Technologie höhere Sendeleistungen als GSM zuschreibt (während nämlich ein GSM-Handy bis zu 2 Watt Sendeleistung hat, ist die maximale Sendeleistung eines UMTS- Handys 0,25 Watt). In diesem Bereich lassen sich die technischen Falschaussagen sogar messtechnisch nachprüfen, ist Maier überrascht über die unwidersprochenen Aussagen Dr. Oberfelds in einigen Medien. Dr. Oberfeld vertritt in diversen Gremien das österreichische Gesundheitswesen, seine Forderungen finden oft politische Zustimmung, er fungiert als Referent und Ausbilder im medizinischen Bereich und ist mit seinen Arbeiten im Sinne von Amtshilfeverfahren weit über Salzburg hinaus tätig ist. Daher darf und muss - im Interesse der Bürgerinnen und Bürger - in einem solch emotionalen und verunsicherten Umfeld ein besonders verantwortungsvoller und sorgfaltsbewusster Umgang mit einer derart sensiblen und wichtigen Materie eingefordert werden, mahnt Maier ein. So zu tun, als ob nur ein simpler Fehler passiert wäre und alle gehen wieder zur Tagesordnung über, wäre das falsche Zeichen für die wissenschaftliche Reputation Österreichs und die Seriosität der Diskussion, so Maier abschließend.


Der nächste Verhandlungstermin ist der 04.11.2008 !

Tags:
Oberfeld, Umweltmediziner, Befangen, Ignorieren, Qualitätskriterien, Sorgfaltspflicht, NIRView

Dr. Oberfeld ignoriert Fakten

caro, Montag, 23.06.2008, 17:25 (vor 4503 Tagen) @ Doris

Da wäre es jetzt der Ausgewogenheit halber sehr interessant, auch "die andere Seite" sprich Oberfeld dazu zu hören / lesen!

Dr. Oberfeld ignoriert Fakten

AnKa, Montag, 23.06.2008, 18:19 (vor 4503 Tagen) @ caro

Da wäre es jetzt der Ausgewogenheit halber sehr interessant, auch "die andere Seite" sprich Oberfeld dazu zu hören / lesen!

Genau, auch mich würde, schon der Ausgewogenheit halber, interessieren, wie hierzu....

"Auch Luftbild vom Wählamt aus dem Jahr 1989 beweist: Keine Anlage"

...eine "ausgewogene" Erwiderung aussehen könnte.

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Bild und Chronlogie des Streits

Gast, Dienstag, 24.06.2008, 10:38 (vor 4502 Tagen) @ AnKa

Selbst ist die Frau

KlaKla, Montag, 23.06.2008, 20:28 (vor 4503 Tagen) @ caro

Da wäre es jetzt der Ausgewogenheit halber sehr interessant, auch "die andere Seite" sprich Oberfeld dazu zu hören / lesen!

Caro, was hindert sie daran, ein Interview mit Dr. Oberfeld zu machen und dieses hier einzustellen?

--
Meine Meinungsäußerung

Sehr geehrter Herr Dr. Oberfeld

H. Lamarr @, München, Montag, 23.06.2008, 22:59 (vor 4503 Tagen) @ KlaKla

Da wäre es jetzt der Ausgewogenheit halber sehr interessant, auch "die andere Seite" sprich Oberfeld dazu zu hören / lesen!


Caro, was hindert sie daran, ein Interview mit Dr. Oberfeld zu machen und dieses hier einzustellen?

Nicht delegieren, Klaus, selber handeln! Folgende E-Mail ging soeben an Gerd Oberfeld raus.

Sehr geehrter Herr Dr. Oberfeld,

das FMK hat über den Verlauf des ersten Verhandlungstages, wie Sie sicher wissen, eine Presse-Information herausgegeben, die auch im Forum des IZgMF eingestellt ist (http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=22153). Ich würde es nun sehr begrüßen, wenn Sie auch Ihre Sicht der aktuellen Sachlage schildern könnten, damit wie die Besucher unserer Website ausgewogen informieren können. Interessant wäre vor allem Ihre Einschätzung über die Beweiskraft des Luftbildes, das den Standort ohne C-Netz-Antenne zeigen soll. Beim FMK habe ich nachgefragt, ob wir eine Kopie dieses Luftbildes zur Veröffentlichung bekommen.

Viele Grüße
IZgMF

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Sehr geehrter Herr Dr. Oberfeld

Doris @, Dienstag, 24.06.2008, 00:02 (vor 4502 Tagen) @ H. Lamarr

informieren können. Interessant wäre vor allem Ihre Einschätzung über die Beweiskraft des Luftbildes, das den Standort ohne C-Netz-Antenne zeigen soll. Beim FMK habe ich nachgefragt, ob wir eine Kopie dieses Luftbildes zur Veröffentlichung bekommen.


Ein bisserl mehr steht in diesem Zeitungsbericht.

....Lettowsky entgegnete, dass auf dem Foto nicht einmal Fernsehantennen ersichtlich seien, "die Distanz ist zu groß". Es gebe aber Luftbildaufnahmen, worauf eine C-Netz-Sendeanlage zu sehen sei, "wir müssen noch recherchieren. Faktum ist, dass ein Testbetrieb stattgefunden hat, der aber nicht bewilligungspflichtig war". Laut Oberfeld würden auch Gespräche mit einem ehemaligen Mitarbeiter der früheren Post- und Telegrafenverwaltung die Existenz der Sendeanlage belegen. "Wichtig für die Entscheidungsfindung ist auch, ob wir einer Fehlinformation aufgesessen sind oder auf dem Dach doch etwas war", so Lettowsky. Festzustellen sei auch, ob der Testbetrieb irgendwo vermerkt worden ist.....

Tags:
C-Netz

Sehr geehrter Herr Dr. Oberfeld

AnKa, Dienstag, 24.06.2008, 08:35 (vor 4502 Tagen) @ Doris

"Wichtig für die Entscheidungsfindung ist auch, ob wir einer Fehlinformation aufgesessen sind oder auf dem Dach doch etwas war", so Lettowsky.

Es ist immer wieder erfrischend, wenn neue Erkenntnisse Einzug halten.

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Stellungnahme Dr. Oberfeld

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 25.06.2008, 00:34 (vor 4501 Tagen) @ H. Lamarr

Sehr geehrter Herr Schall,

anbei meine OTS Aussendung von heute.
Danke!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gerd Oberfeld

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Di, 24.Jun 2008
Umweltmediziner Dr. Oberfeld zum laufenden Verfahren der Krebsstudie Hausmannstätten
Luftbild ungeeignet, C-Netz-Sender war Testsender

Wien (OTS) - Zu den am 23. Juni 2008 eingelangten Pressemeldungen der FMK (Forum Mobilkommunikation), mobilkom austria AG, T-Mobile Austria GmbH, ONE GmbH sowie Hutchison 3G Austria GmbH nimmt der Umweltmediziner des Landes Salzburg Dr. Gerd Oberfeld wie folgt Stellung:

Anlässlich der Verhandlung vor dem Landesgericht Salzburg am 23. Juni 2008 erfolgte keine - fälschlicherweise so gemeldete - Beweisaufnahme! Sowohl Dr. Gerd Oberfeld als auch mobilkom austria AG haben (lediglich) ihre Standpunkte dargelegt und auf weitere mögliche Beweise verwiesen.

Das von mobilkom austria AG im Rahmen der Streitverhandlung vom 23.6.2008 vorgelegte Luftbild stellt keinen tauglichen Beweis der Nichtexistenz eines C-Netz-Senders dar. Sowohl die Aufnahmehöhe (1,9 km) als auch die Auflösung sind nicht geeignet kleinere Strukturen zu erkennen. Beweise der mobilkom austria AG gehen somit ins Leere.

mobilkom austria AG hat selbst zugestanden, intensiven Kontakt zum "Hauptzeugen" in diesem Verfahren unterhalten zu haben und weigert sich nach wie vor, die Adresse dieses Zeugen bekannt zu geben, damit dieser Mann auch entsprechend bei Gericht auftreten kann.

Dr. Gerd Oberfeld war es, der ein überraschendes Beweisanbot machen konnte und dadurch für erhebliche Verunsicherung bei mobilkom austria AG gesorgt hat: Wie Dr. Gerd Oberfeld erst kürzlich bekannt wurde, handelte es sich bei dem in Hausmannstätten befindlichen C-Netz-Sender um eine so genannte "Testanlage". Soweit bekannt, sind solche Testanlagen in die "Wählamtsmappe" nicht einzutragen und können daher dort auch nicht ersichtlich sein. Ein Zeitzeuge wird eine entsprechende Aussage bei Gericht machen! Dieser Zeitzeuge war sogar selbst "Testkunde"! Formulierungen wie "fragwürdige Studie", unverantwortliche Panikmache", "ungenügende Rechercheleistung" sowie generell den Vorwurf, die Leitlinien für eine neutrale und seriöse Forschung verlassen zu haben, werden von Dr. Gerd Oberfeld entschieden zurückgewiesen. Der Versuch einer medialen Vorverurteilung muss und wird misslingen.

Man muss sich auch noch einmal in Erinnerung rufen, so Dr. Gerd Oberfeld, dass die Aussage der öffentlichen Stellen auf Anfrage Dr. Oberfelds zunächst die war, dass sämtliche Daten gelöscht wurden, also keine Daten mehr verfügbar sind. Plötzlich, nach Klagseinbringung, verfügt das BMVIT über Informationen, dass - angeblich - in Hausmannstätten kein C-Netz-Sender vorhanden gewesen sei. Ein Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung ist bislang schuldig geblieben, mobilkom austria AG war auch nicht in der Lage darzutun, woher diese Informationen nun plötzlich stammen.

Rückfragehinweis:
Dr. med. univ. Gerd Oberfeld Tel.: 0662/8042-2969

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Tags:
Oberfeld, Krebs, Anfrage, C-Netz, Hausmannstätten

Dr. O.'s Erklärungsnöte

AnKa, Mittwoch, 25.06.2008, 06:26 (vor 4501 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von AnKa, Mittwoch, 25.06.2008, 08:34

Plötzlich, nach Klagseinbringung, verfügt das BMVIT über Informationen, dass - angeblich - in Hausmannstätten kein C-Netz-Sender vorhanden gewesen sei. Ein Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung ist bislang schuldig geblieben

Dr. O. baut auf der behaupteten vormaligen Existenz einer (jetzt nur noch "Test"-Anlage) eine ganze Wissenschaftsstudie auf, aus der die krebsverursachende Wirkung des angeblich existent gewesenen Senders hervorgehen soll.

Mobilcom Austria soll dem dadurch evident gewordenen schweren Vorwurf, ein Verursacher von Krebs zu sein, gefälligst dadurch begegnen, indem man die vormalige Nichtexistenz des Senders beweist.

Aus der kruden Logik des Dr. O. lässt sich folgern, dass Mobilcom Austria der eigentlich Beklagte ist und also ein Alibi beizubringen habe. Mobilcom Austria müsse ihm die Unwahrheit seiner Behauptung beweisen. Widrigenfalls müsse seine Behauptung eben als wahr angesehen werden.

Umgekehrt aber wird ein Schuh daraus:

Natürlich hätte zum Studienwerk des Dr. O. gehört, dass er seinen behaupteten Sender detailliert charakterisiert hätte, zum Beispiel den genauen Standort, Hauptstrahlrichtungen, Downtilts usw. usf. beschrieben hätte. Das konnte er zwar nicht, mangels Auskunftbereitschaft des gemutmaßten Betreibers. Aber vom Nicht-Wissen zum Behaupten ist es dann immer noch ein langer Weg.

;-)

Dr. O.'s Argumentation in dem Sinne, der Angeklagte müsse die Nicht-Existenz "seiner" Anlage beweisen, erinnert an das Urforderungsmuster der extremen Mobilfunkgegnerfraktion:

Erst müsse man ihnen die Unschädlichkeit einer Technik beweisen, bevor diese überhaupt eingesetzt werden darf.

Diese Logik würde es überhaupt unnötig machen, die Schädlichkeit irgendeiner Sache zu beweisen. Die Behauptung, es sei Schädlichkeit gegeben, genügt. Dieser Logik folgend, hätte zwar noch nie auch nur ein Liter Milch in den öffentlichen Handel gebracht werden dürfen. Aber die Extremen ficht nicht an, dass der Kern ihrer Argumentationsmuster wissenschaftsfeindlich, erpresserisch und somit totalitärem Denken geschuldet ist.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Dr. Oberfelds Standortplanung

AnKa, Dienstag, 24.06.2008, 08:40 (vor 4502 Tagen) @ Doris

Es ist auch höchste Zeit, mit dem Mythos des Salzburger Milli- oder gar Mikrowatts aufzuräumen. Denn zum einen zeigt etwa ein aktuelles Gutachten von ARC Seibersdorf, dass das von Dr. Oberfeld für seine Funknetzplanung in Gemeinden eingesetzte Simulationstool für elektromagnetischer Felder, Nirview, nur sehr begrenzte Aussagekraft hat. So reicht die Schwankungsbreite für Nirview Simulationen innerhalb von Gebäuden - verglichen mit einer normgerechten Immissionsmessung - bis zum Faktor 1000.

Die vielgerühmte "Unabhängige Standortplanung" scheint mir sich mehr und mehr zu einem Mythos der Kritikergemeinde zu entwickeln. Überall, wo sie stattfindet, findet anschließend dann doch nichts statt.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

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