Fragen (Allgemein)

Doris @, Dienstag, 18.03.2008, 21:34 (vor 5938 Tagen)

Oh scusi, das hätte eigentlich zum Thema "Einwände gegen die derzeitigen Grenzwerte" gehört. Aber mir ist vorhin der PC abestürzt und da habe ich wohl nicht gemerkt, dass ich wohl aus dem Thread geflogen bin. Also, wenn die Herren Moderatoren das gerne korrekt geregelt haben möchten, dann bitte ich diese Fragen doch zum passenden Beitrag einzustellen.

Fachvortrag von Dr. Prof. A. und Dr. Lutz

hier....

So, jetzt wurde alles diskutiert, über Effektiv-,/Mittel- und Spitzenwert, bis hin zu der Tatsache, dass Prof. Lutz da irgendwas wohl nicht zusammenbekommen hat, aber über das eigentliche Thema nicht.
Dazu hätte ich jetzt ein paar gezielte Fragen. Bei manchen wiederhole ich mich wohl, was daran liegt, dass ich entweder noch nie richtig kapiert habe, oder aber, dass es noch nie klar beantwortet wurde, bei manchen fehlt mir vielleicht das technische Verständnis und es hört sich dann vielleicht eher lustig an, aber wer nicht fragt, wird nie gescheit ;-)

Prof. Lutz und Dr. Prof. A. verfassen eine Stellungnahme zu den derzeitigen Grenzwerten. Bei Grenzwerten denke ich immer an Basisstationen, was wohl nicht immer so sein muss, aber ich denke, die meisten Kritiker tun das auch.

Gefordert wird ein Grenzwert von 1 mW/m² (IV Empfehlungen unter Punkt 1) )vermutlich im Freien. Dieser WErt wird ja auch von anderen Organisationen gefordert, von manchen BIs wird ein noch deutlich niedrigerer Wert gefordert.
(Der auf Seite 5 im letzten Satz unter Punkt 1 genannte Wert von 1 mW/cm² ist ein SChreibfehler)

Fragen:
Wäre bei dem aktuellen Mobilfunkaufkommen eine Senkung auf diesen WErt ohne größere Nachteile möglich?

Könnten mehr Funklöcher entstehen?
Wäre ein problemloses Telefonieren im Haus mit dem Handy (Home-Zone Tarife) noch möglich? (es muss ja nicht aus jedem Kellerloch sein)

Wären durch derartige Grenzwertsenkungen weitere Funktechniken nicht mehr unbegrenzt möglich?

Die Anzahl der Basisstationen würde enorm ansteigen. Dazu gibt es im Forum eine Aufzeichnung.

Mich wundert es ja etwas, dass sich Dr. Prof. A. auch zu Grenzwertsenkungen äußert, da seine Studien, auf die man sich ja immer wieder bezieht sich ja ausschließlich auf Handyintensitäten beziehen und er dies ja auch in einem Fernsehbeitrag (der leider nicht im Netz verfügbar ist) ausdrücklich gesagt hat. Aber unter Einwand 4, Seite 4 geht es ja auch um Grenzwerte für Mobiltelefone. Das bezieht sich dann auf den SAR-Wert. Ich meine Dr. Prof. A., hat schon Veränderungen bei 0,3 W/kg gefunden. Also bedeutet das für die vorsorgliche Sicherheit, dass strahlungsarme Handys benutzt werden sollen.
Gehe ich richtig in der Annahme, dass strahlungsarme Handys eher mal kein Netz oder ein schlechtes Netz haben, wenn sie zu weit weg von einer Basisstation sind? Oder wo liegen die Nachteile?

Aber so wie ich es sehe, fordern die nur Grenzwertsenkungen für Basisstationen, erwähnen aber schon korrekterweise, dass die REFLEX-ERgebnisse sich auf Handys beziehen. In diesem Zusammenhang plädieren die beiden eher für ein Handyverbot für Kinder unter 16 Jahren.

Die Empfehlungen lauten:

- Grenzwertsenkungen auf 1 mW/m²
- Typische Basisstationen 300m weg von Wohngebieten.
- Antennenhöhe 30 m mindestens (das spricht doch auch wieder für Kirchtürme, was ja manchen Kritikern auch nicht gefällt)

So schlecht hört sich das ja nicht unbedingt an, nur frage ich mich, wie das mit den Antennen hinsichtlich Höhe und Entfernung zu Wohngebieten in Städten geregelt werden soll.

Und die zentrale Frage für mich lautet: sind diese Forderungen, die wohl die Bevölkerung erstrangig vor Basisstationen vorsorglich schützen sollen, vereinbar mit möglichst strahlungsarmem Telefonieren? Denn hier greifen ja die Reflex-Ergebnisse, auf die in dem Artikel auch verwiesen wurden und nach denen sollte man ein möglichst strahlungsarmes Handy benutzen.

70 % der Haushalte weiter weg als 300 m

H. Lamarr @, München, Dienstag, 18.03.2008, 22:12 (vor 5938 Tagen) @ Doris

- Typische Basisstationen 300m weg von Wohngebieten.

Gemäß QUEBEB-Studie ist diese Forderung bei rd. 70 % der Haushalte Wirklichkeit. Im Zuge neuer Netze (Tetra, 4G, WiMax) könnte dieser an und für sich gute Wert freilich zurück gehen.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Quebeb-Studie

Grenzwert von 1 mW/m², möglich?

helmut @, Nürnberg, Donnerstag, 20.03.2008, 10:54 (vor 5937 Tagen) @ Doris

Gefordert wird ein Grenzwert von 1 mW/m² (IV Empfehlungen unter Punkt 1) )vermutlich im Freien.

Kein Problem, dieser Wert wird bei "normalen" Mastbelegungen im Abstand ab ca 500m erreicht, wenn man sozusagen direkt "im Hauptstrahl" misst.

Wenn die Antennen innerhalb vom Ort aufgebaut werden müssen, z.b. in Städten, kann man durch entsprechend hohe Masten dies auch erreichen, da unter dem "Hauptstrahl" der Antennengewinn wesentlich geringer ist und bei entsprechend hohem Mast der "Hauptstrahl" dann erst in ca 500m am Boden ankommt.

Bei einer Masthöhe von ca 50m kann man damit rechnen.

Nur wer will denn einen Betonspargel mit 50 bis 60 m Höhe in einer Ortschaft.
Der größte Bürgerprotest hier im Ort war gegen den Betonmast direkt am Ortsrand, unterer Bereich durch 25m hohe Bäume verdeckt. Dieser Mast hält die 1mW/m² ziemlich ein.
Die Antenne auf meinem Hausdach (16m) dürfte in einigen Nachbargärten wesentlich höhere Werte erzeugen.
Konsequenz wäre ein 50m Mast bei mir oder auf dem Nachbargrundstück, aber wer akzeptiert so was mitten im Ort.

MfG
Helmut

--
In der Mobilfunk-BI und
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Meine Kommentare sind stets als persönliche Meinungsäußerung aufzufassen

Fragen

Doris @, Donnerstag, 20.03.2008, 19:18 (vor 5936 Tagen) @ Doris

Und die zentrale Frage für mich lautet: sind diese Forderungen, die wohl die Bevölkerung erstrangig vor Basisstationen vorsorglich schützen sollen, vereinbar mit möglichst strahlungsarmem Telefonieren? Denn hier greifen ja die Reflex-Ergebnisse, auf die in dem Artikel auch verwiesen wurden und nach denen sollte man ein möglichst strahlungsarmes Handy benutzen.

So nach und nach beantworten sich doch für mich ein paar Fragen. So kann ich aus dem Beitrag von Herrn Hahn

Und was hören wir an Forderungen zur Begrenzung der Exposition durch Handys ? Bezeichnenderweise nichts. Dafür wohlfeile Forderungen zu Mobilfunkmasten. Das "Salzburger Milliwatt" für Basisstationen fordern. Prima.
Empfehle dann, Dr. Bornkessel nochmals zu konsultieren, der kann sicher ausrechnen wie durch solche Mätzchen die kumulative Belastung der Handynutzer sich erhöhen würde.

eine Antwort auf die für mich persönlich wichtigste Frage ableiten. Wenn das so stimmt, was Herr Hahn schreibt, dann verstehe ich nicht, wie ausgerechnet sich Dr. Prof. A. an so einem Beitrag beteiligen kann

Grenzwertsenkung

Doris @, Donnerstag, 03.04.2008, 17:46 (vor 5922 Tagen) @ Doris

Ich stelle meine Frage hier in diesem Strang, denn da habe ich meine Fragen auch angefangen.

> Empfehle dann, Dr. Bornkessel nochmals zu konsultieren, der kann sicher ausrechnen wie durch solche Mätzchen die kumulative Belastung der Handynutzer sich erhöhen würde.

Erklären Sie mir doch bitte erst einmal, warum der Text von Hahn (oben) für Sie so bedeutungsschwer ist und welche konkreten Nachteile für Handynutzer Sie befürchten. Weil dies aber alles nicht in diesen Strang hineingehört, bitte einen neuen aufmachen oder den alten (mit dem Hahn-Zitat) fortsetzen.

Ich weiß nicht, ob der Text von Herrn Hahn für mich "bedeutungsschwer" ist, sondern ich habe hier in diesem Strang die Frage gestellt, wie sich eine Grenzwertsenkung auf 1 mW/m² auf die Leistung des Handys beim Telefonieren auswirken würde. Eine Frage, die mich seit meiner ganzen Kritikerzeit immer wieder verfolgt und die ich nie klar und deutlich beantwortet bekomme. Und durch diesen Text stellte sich diese Frage eben wieder.

Und die zentrale Frage für mich lautet: sind diese Forderungen, die wohl die Bevölkerung erstrangig vor Basisstationen vorsorglich schützen sollen, vereinbar mit möglichst strahlungsarmem Telefonieren? Denn hier greifen ja die Reflex-Ergebnisse, auf die in dem Artikel auch verwiesen wurden und nach denen sollte man ein möglichst strahlungsarmes Handy benutzen.

Diese Frage habe ich ja dann auch (s.o.) gestellt und keine Antwort bekommen

Und was hören wir an Forderungen zur Begrenzung der Exposition durch Handys ? Bezeichnenderweise nichts. Dafür wohlfeile Forderungen zu Mobilfunkmasten. Das "Salzburger Milliwatt" für Basisstationen fordern. Prima. Empfehle dann, Dr. Bornkessel nochmals zu konsultieren, der kann sicher ausrechnen wie durch solche Mätzchen die kumulative Belastung der Handynutzer sich erhöhen würde.

und fasste dann die Antwort von Herrn Hahn so auf, dass eben eine Grenzwertsenkung auf 1 mW/m² eine höhere Belastung am Ohr für den Handytelefonierer bedeuten würde, weil es u.U. zu einer schlechteren Verbindung kommen könnte und somit das Handy mit höherer Leistung arbeiten müsste. Stimmt das so oder habe ich das falsch verstanden?

Ich bin jetzt eigentlich ziemlich verunsichert und das ist kein so arg tolles Gefühl. :-(

1G-Kritiker und Betreiber Hand in Hand

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 03.04.2008, 19:58 (vor 5922 Tagen) @ Doris

und fasste dann die Antwort von Herrn Hahn so auf, dass eben eine Grenzwertsenkung auf 1 mW/m² eine höhere Belastung am Ohr für den Handytelefonierer bedeuten würde, weil es u.U. zu einer schlechteren Verbindung kommen könnte und somit das Handy mit höherer Leistung arbeiten müsste. Stimmt das so oder habe ich das falsch verstanden?

Aus meiner Sicht haben Sie das falsch verstanden, mir ist allerdings auch nicht klar, worauf Hahn hinauswill.

Probieren wir's mal so:

Nehmen wir eine Land-GSM900-Basisstation (BTS) mit sagen wir mal 40 W Sendeleistung. Mit dieser Sendeleistung plus Antennengewinn schafft es diese BTS eine Funkzelle mit sagen wir mal 20 km Radius gerade eben noch auszuleuchten. Da gehen Sie bestimmt noch mit, oder? Aber jetzt kommt's: Stellen Sie sich bitte ein Handy am Rand dieser Funkzelle vor, das mit seinen maximal 2 W Sendeleistung die BTS anfunken will. Was meinen Sie, schafft das Handy trotz seiner kleinen Sendeleistung diese Distanz? Eigentlich ja nicht, denn wenn die BTS schon 40 W braucht, nur um an den Rand der 20-km-Zelle zu kommen ...

Klar, das Handy schafft es dennoch! Aber warum? Weil die HF-Empfangstechnik der BTS (Antennen + Elektronik) eben derart empfindlich ist, dass sie sogar die Signale des mickerigen 2-W-Handysenders empfängt. Und weil auch der HF-Empfänger des Handys im Vergleich zur BTS geradezu schwerhörig ist, muss die BTS mit 40 W brüllen und kann nicht - ebenso wie das Handy - mit 2 W flüstern. Das ganze RX/TX-Zusammenspiel (Empfang/Senden) beruht auf einer ausgeglichenen Linkbilanz, wie das in diesem Diskussionsstrang einmal gut nachvollziehbar dargelegt wurde.

Und was heißt dies nun? Beispielsweise lässt sich daraus ableiten, dass ohne jede Änderung an vorhandenen Netzen schon allein Handys mit besserer Empfangstechnik die Anwohner von BTS'n ein bisschen entlasten, weil die BTS'n dann bei allen Verbindungen mit geringerer Sendeleistung auskommen könnten. Deshalb lautet ja auch eine bekannte Empfehlung: Handyantenne beim Telefonieren nicht mit der Hand abdecken. Denn genau das macht ein Handy schwerhörig. Ohne vorgehaltener Hand "hört" ein Handy die BTS besser und die BTS "hört" auch das Handy besser. Aber das wollten Sie jetzt nicht wissen, Sie fragen sich ja, was bei einer zwangsverordneten Senkung der BTS-Sendeleistung passiert.

Nehmen wir dazu an, dass zur Gewährleistung des Salzburger Milliwatts unsere 40-W-BTS nur noch mit 10 W senden darf. Dann schrumpft der Radius der Funkzelle, die sie maximal ausleuchten kann, von 20 km auf rund 10 km. Die gute "Hörfähigkeit" der BTS bleibt davon völlig unberührt, so dass Handys am Rand der nun kleinen Funkzelle ihre Sendeleistung deutlich reduzieren können, um Kontakt zur BTS aufbauen und halten zu können. Der Haken an der Sache: Wegen der kleineren Funkzellen entstehen Lücken im Netz die mit neuen BTS'n gefüllt werden müssen - und diese zusätzlichen BTS'n werden von den Bürgern (irrtümlich) bekämpft und von den Betreibern aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt. Im Grunde will diese Lösung also keiner haben: Der eine, weil ihm ständig die Angst vor BTS'n eingeredet wird und er schlicht falsch informiert ist, der andere weil er aus seiner Sicht das Netz unnötig dicht bauen muss. 1G-Kritiker und Betreiber arbeiten hier - kaum zu glauben - Hand in Hand.

So. Warum Hahn eine Grenzwertsenkung bei BTS'n zum Nachteil der Handynutzer sieht, ist mir nicht klar geworden. Allerdings wird er diese Bemerkung nicht ohne Grund gemacht haben, so dass ich nicht ausschließen will, dass ich einen Aspekt übersehen habe. Wer es also besser weiß, der möge mich bitte hier (oder anderswo) hemmungslos korrigieren, ergänzen oder was auch immer.

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=20102

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Tags:
Grenzwert, Missverständnis, Salzburger Milliwatt

Grenzwertsenkung

Kuddel, Donnerstag, 03.04.2008, 23:03 (vor 5922 Tagen) @ Doris
bearbeitet von Kuddel, Donnerstag, 03.04.2008, 23:32

Und was hören wir an Forderungen zur Begrenzung der Exposition durch Handys ? Bezeichnenderweise nichts. Dafür wohlfeile Forderungen zu Mobilfunkmasten. Das "Salzburger Milliwatt" für Basisstationen fordern. Prima. Empfehle dann, Dr. Bornkessel nochmals zu konsultieren, der kann sicher ausrechnen wie durch solche Mätzchen die kumulative Belastung der Handynutzer sich erhöhen würde.

und fasste dann die Antwort von Herrn Hahn so auf, dass eben eine Grenzwertsenkung auf 1 mW/m² eine höhere Belastung am Ohr für den Handytelefonierer bedeuten würde, weil es u.U. zu einer schlechteren Verbindung kommen könnte und somit das Handy mit höherer Leistung arbeiten müsste. Stimmt das so oder habe ich das falsch verstanden?

Es kommt darauf an, wie das "Milliwatt" realisiert wird..

Ich wüßte "ad-hoc" auch keinen Grund, warum Handy's mit mehr Leistung senden müßten, wenn die Sendeleistung der Basisstation gedrosselt würde.

Hier ist die Funktion der Leistungsregelung beschrieben. Danach bestimmt die Basisstation anhand der Empfangsqualität, mit welcher Leistung das Mobilgerät senden soll. Wenn die Basis also schwächer sendet, sinkt der Einzugsbereich der Basis, während die Reichweite der Mobilgeräte identisch bleibt.
Im Durchschnitt müssen die Mobilgeräte also eine geringere Entfernung zur Basis überbrücken, und damit im Durchschnitt auch mit geringerer Leistung senden.

Nachteilig sind die höheren Kosten für die dichtere Infrastruktur (mehr teure Standorte, mehr Klagen durch BI'n) ...

Wenn aber das Salzburger Milliwatt nicht durch weniger Sendeleistung je Basis und dichtere Infrastruktur, sondern durch "Auslagern" der Basisstationen in die Außenbereiche der Städte erzielt wird, dann vergrößern sich die Einzugsbereiche der Basisstationen und damit auch die durchschnittliche Sendeleistung der Mobilgeräte....
Letztere Methode würde weniger Standorte erfordern und wäre damit relativ gesehen kostengünstiger, als ein dichtes Netzt mit vielen Basisstationen...
(benötigt aber mehr teure Frequenzen, welche auch knapp sind).

Grenzwertsenkung

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 03.04.2008, 23:37 (vor 5922 Tagen) @ Kuddel

Wenn aber das Salzburger Milliwatt nicht durch weniger Sendeleistung je Basis und dichtere Infrastruktur, sondern durch "Auslagern" der Basisstationen in die Außenbereiche der Städte erzielt wird, dann vergrößern sich die Einzugsbereiche der Basisstationen und damit auch die durchschnittliche Sendeleistung der Mobilgeräte.... Letztere Methode würde weniger Standorte erfordern und wäre damit relativ gesehen kostengünstiger, als ein dichtes Netzt mit vielen Basisstationen... (benötigt aber mehr teure Frequenzen, welche auch knapp sind).

Das ist eine interessante Alternative, Kuddel. Aber sehe ich das richtig, dass eine solche Auslagerung ...

a) keine Senkung der Grenzwerte erfordert.
b) nur bei Dörfern und kleinen Städten funktioniert.
c) auch auf der grünen Wiese ausscheidet, wenn hohe Verkehrskapazitäten erforderlich sind wie etwa in und um die Arroganz-Arena vor den Nordtoren Münchens?

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Grenzwertsenkung

Kuddel, Freitag, 04.04.2008, 00:23 (vor 5922 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Freitag, 04.04.2008, 00:58

Das ist eine interessante Alternative, Kuddel. Aber sehe ich das richtig, dass eine solche Auslagerung ...

a) keine Senkung der Grenzwerte erfordert.
b) nur bei Dörfern und kleinen Städten funktioniert.
c) auch auf der grünen Wiese ausscheidet, wenn hohe Verkehrskapazitäten erforderlich sind wie etwa in und um die Arroganz-Arena vor den Nordtoren Münchens?

Diese Forderung kommt aus dem Prof. A. Dokument (letzte Seite Empfehlungen Punkt 2):

Typische Mobiltelefon-Basisstationen (emittierte Strahlungsleistung 13 W) sollten zu Wohngebieten eine Entfernung von 300 Metern einhalten.
Bei dieser Entfernung sollte ein Expositionswert von <1mW/m bei eine typischen Basisstation eingehalten werden, gemäss den Berechnungen in [15]. Im Fall von höherer Emission sollte der Abstand adäquat vergrößert werden.

Fragen Sie also Prof. A., wie das in größeren Städten realisiert werden soll.

dass eine solche Auslagerung... a) keine Senkung der Grenzwerte erfordert.

Wie jetzt ?? Ich dachte die Senkung der Grenzwerte ist hier die primäre Forderung

Grenzwertsenkung

H. Lamarr @, München, Freitag, 04.04.2008, 00:52 (vor 5922 Tagen) @ Kuddel

dass eine solche Auslagerung... a) keine Senkung der Grenzwerte erfordert.

Wie jetzt ?? Ich dachte die Senkung der Grenzwerte ist hier die primäre Forderung

Vielleicht reden wir hier aneinander vorbei: Mit Sendemasten raus vor die Tore der Stadt - wie etwa in Attendorn möglich, weil es in einem Talkessel liegt - erreichen Sie doch eine Strahlungsminimierung im Stadtgebiet, ohne dass dazu die zulässigen Grenzwerte gesenkt werden müssen. Die Masten stehen einfach so weit vom ersten Haus weg, dass zwar - wie anderswo auch - nach meinetwegen 10 m Sicherheitsabstand der heutige Grenzwert (von oben kommend) erreicht wird, dann aber die nächsten 300 m (bis zum erwünschten Salzburger Milliwatt) eben nur Wald und Heide in der Gegend herumsteht und kein Haus.

Unter einer Grenzwertsenkung würde ich verstehen, dass der Wert X, also in unserem Fall das Salzburger Milliwatt, bereits am Rand des Sicherheitsabstands erreicht wird. In dicht bebautem Gebiet, wo Menschen ja tatsächlich, wenn auch nicht oft, bis an den Rand des Sicherheitsabstands herankommen (z.B. Dachterasse), wäre dies ja durchaus sinnvoll. Bei einem Masten weitab in der Pampa wäre dies belanglos, weil ja weit und breit auch außerhalb der Sicherheitszone nur Fuchs & Hase sind und die zwei sich auch nicht dauerhaft um den Masten herumtreiben dürften.

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Grenzwertsenkung

Kuddel, Freitag, 04.04.2008, 01:16 (vor 5922 Tagen) @ H. Lamarr

Unter einer Grenzwertsenkung würde ich verstehen, dass der Wert X, also in unserem Fall das Salzburger Milliwatt, bereits am Rand des Sicherheitsabstands erreicht wird. In dicht bebautem Gebiet, wo Menschen ja tatsächlich, wenn auch nicht oft, bis an den Rand des Sicherheitsabstands herankommen (z.B. Dachterasse), wäre dies ja durchaus sinnvoll.

Wenn Sie 1mW/m2 in 10 Meter Abstand fordern, dann haben sie nach 100m Luftlinie nur noch 10uW/m² (~1/r²) und unter NLOS -Bedingungen gar nur noch 1uW/m² (~1/r³). In Gebäuden liegen Sie dann schon schnell unter 0,1uW/m² (was die ES freuen würde) aber Sie bräuchten alle 200m eine weitere Basis...(wer soll das bezahlen) ?

Ganz so trivial ist das alles nicht...

Vielleicht mit 100m hohen Masten ;-)

Grenzwertsenkung

H. Lamarr @, München, Freitag, 04.04.2008, 01:31 (vor 5922 Tagen) @ Kuddel

In Gebäuden liegen Sie dann schon schnell unter 0,1uW/m² (was die ES freuen würde) aber Sie bräuchten alle 200m eine weitere Basis...

Ja, so sehe ich das auch

(wer soll das bezahlen) ?

Keine Ahnung. Fragen Sie Lutz und Prof. A., die fordern das doch ;-).

Vielleicht mit 100m hohen Masten ;-)

... oder fliegende Plattformen. Die Schweizer Luftzigarre müsste ja bald so weit sein.

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Grenzwertsenkung

KlaKla, Freitag, 04.04.2008, 11:18 (vor 5922 Tagen) @ Kuddel

Wenn Sie 1mW/m2 in 10 Meter Abstand fordern, dann haben sie nach 100m Luftlinie nur noch 10uW/m² (~1/r²) und unter NLOS -Bedingungen gar nur noch 1uW/m² (~1/r³). In Gebäuden liegen Sie dann schon schnell unter 0,1uW/m² (was die ES freuen würde) aber Sie bräuchten alle 200 m eine weitere Basis...(wer soll das bezahlen) ?

Der Kostenfaktor ist nur ein Problem ein weites ist dem Bürger zu vermitteln, dass auf eine Grenzwert Senkung
(1 mW/m²) folgert, mehr Basisstationen. Auf Grund der Aufklärung-Strategie der Mobilfunk-Kritiker der 1. Generation äußerst schwierig. Den den Aspekt unterschlagen sie einfach wenn sie fordern runter mit dem Grenzwert. Und das der Handynutzer einer höheren Strahlendosis ausgesetzt wird, wird glatt gebügelt mit dem Argument, dass die Handynutzung selbstbestimmt ist.

Da Gebäude dämpfen müssten doch wohl auch verstärkt Repeater (z.B. auf Lichtmasten) in Großstädten eingesetzt werden um Straßenschluchten zu versorgen. Somit rücken ein die Strahlenquelle Repeater dichter auf den Pelz als eine Basisstation auf einem 3. Stöckigem Haus.

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Unterschiedlichen Grenzwerte BTS und Handy

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
, Grenzwertsenkung, Forderung

Kann man das beziffern?

AnKa, Freitag, 04.04.2008, 08:56 (vor 5922 Tagen) @ Kuddel

Wenn aber das Salzburger Milliwatt nicht durch weniger Sendeleistung je Basis und dichtere Infrastruktur, sondern durch "Auslagern" der Basisstationen in die Außenbereiche der Städte erzielt wird, dann vergrößern sich die Einzugsbereiche der Basisstationen und damit auch die durchschnittliche Sendeleistung der Mobilgeräte....

Also ich folgere:

Sender raus aus dem Wohngebiet ergibt beim Telefonierenden mehr Strahlung auf den Kopf.

Kann man das beziffern?

Wenn ein Sender von 150m auf 400m Entfernung verbracht wird, um wie viel (%? W/kg?) regelt das Handy dann nach oben?

--
"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Kann man das beziffern? Aber klar! Kost' fast nix

H. Lamarr @, München, Freitag, 04.04.2008, 15:52 (vor 5921 Tagen) @ AnKa

Sender raus aus dem Wohngebiet ergibt beim Telefonierenden mehr Strahlung auf den Kopf.

Kann man das beziffern?

Wenn ein Sender von 150m auf 400m Entfernung verbracht wird, um wie viel (%? W/kg?) regelt das Handy dann nach oben?

400/150 = 2,66. Wegen der quadratischen Beziehung zwischen zunehmender Leistung und damit erzielter Reichweite (4-fache Leistung nur 2-fache Reichweite) müssen Sie diesen Wert (2,66) quadrieren zu 7,1. D.h. theoretisch muss das Handy die Sendeleistung aufs 7-fache hochschrauben, wenn der Mast von 150 m auf 400 m verschoben wird. In der Praxis dürfte es in Städten sogar mehr sein, weil bei zunehmenden Abstand die Wahrscheinlichkeit größer wird, dass mehr dämpfende Gebäude dazwischen stehen.

Sie müssen mir aber gar nicht glauben, Anka, kaufen Sie sich bei eBay für ein paar Euro ein altes Siemens-S4-Handy - mit dem können Sie das nämlich selber messen. In einen speziellen Betriebsmodus gebracht, zeigt ihnen dieses Handy (geht auch bei ein paar anderen, meist älteren) haargenau an, mit welcher Leistungsstufe es momentan sendet. Anhand einer simplen Tabelle können Sie daraus die momentane Sendeleistung erkennen. Das ganze passiert in Echtzeit, d.h. wenn Sie sich mit dem handy von einer BTS fortbewegen, können sie Meter für Meter nachvollziehen, wie die Sendeleistung nach oben geht. Das ist wirklich anschaulich - auch für Laien!

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Kann man das beziffern? Aber klar! Kost' fast nix

AnKa, Samstag, 05.04.2008, 15:04 (vor 5920 Tagen) @ H. Lamarr

Wenn ein Sender von 150m auf 400m Entfernung verbracht wird, um wie viel (%? W/kg?) regelt das Handy dann nach oben?

400/150 = 2,66. Wegen der quadratischen Beziehung zwischen zunehmender Leistung und damit erzielter Reichweite (4-fache Leistung nur 2-fache Reichweite) müssen Sie diesen Wert (2,66) quadrieren zu 7,1. D.h. theoretisch muss das Handy die Sendeleistung aufs 7-fache hochschrauben, wenn der Mast von 150 m auf 400 m verschoben wird.

Von 150 m auf 400 m ist eine sich aus Forderungen a la "Sender raus aus Wohngebieten" ergebende Annahme meinerseits.

Sie müssen mir aber gar nicht glauben, Anka, kaufen Sie sich bei eBay für ein paar Euro ein altes Siemens-S4-Handy - mit dem können Sie das nämlich selber messen. In einen speziellen Betriebsmodus gebracht, zeigt ihnen dieses Handy (geht auch bei ein paar anderen, meist älteren) haargenau an, mit welcher Leistungsstufe es momentan sendet. Anhand einer simplen Tabelle können Sie daraus die momentane Sendeleistung erkennen. Das ganze passiert in Echtzeit, d.h. wenn Sie sich mit dem handy von einer BTS fortbewegen, können sie Meter für Meter nachvollziehen, wie die Sendeleistung nach oben geht. Das ist wirklich anschaulich - auch für Laien!

Na klar glaube ich Ihnen, spatenpauli. Sie zähle ich zu den Denkenden wie noch nicht mal mich.

Der S4-Tip ist interessant. Geht es da um eine höher aufgelöste graphische Darstellung, die man speziell anwählen kann? Auch als normaler "user"? Und die Umrechungstabelle, würde ich die von Ihnen bekommen können oder haben Sie einen Link?

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Monitormodus

H. Lamarr @, München, Samstag, 05.04.2008, 15:39 (vor 5920 Tagen) @ AnKa

Der S4-Tip ist interessant. Geht es da um eine höher aufgelöste graphische Darstellung, die man speziell anwählen kann? Auch als normaler "user"? Und die Umrechungstabelle, würde ich die von Ihnen bekommen können oder haben Sie einen Link?

Klappt auch mit anderen Handys, mit dem S4 aber am einfachsten und ohne fremde Hilfe. Mit der Grafikauslösung hat dies nichts zu tun, sondern mit einer verborgenen Betriebsart, dem "Monitormodus" (eigentlich für den Service gedacht). Den aktivieren Sie beim S4 wie hier gezeigt. Danach zeigt das Display sehr kompakt an, was das Handy über die momentane Sende-/Empfangssituation "weiß". Nach einem bisschen Einarbeitung (vielleicht 2 Stunden) auf der Nobbi-Seite werden Sie aus dem Staunen nicht mehr rauskommen, denn Sie können selbst die tollsten Experimente machen.

- Zum Beispiel sehen, wann das Handy auf eine andere BTS einbucht.
- Mit welcher Sendeleistung arbeitet das Handy momentan?
- Um wie viel wird die Sendeleistung hochgeregelt, wenn Sie ins Auto einsteigen?
- Wie viel bringt es, mit dem Handy ans Fenster zu gehen, statt in Raummitte zu telefonieren?
- Wie weit weg ist (ungefähr) die BTS, auf der das Handy eingebucht ist?
- Welche BTS'n "sieht" das Handy noch?
- Wie gut ist die Empfangsqualität (genauer als die normale Balkenanzeige)?

... und anderes mehr.

Vielleicht schreibe ich zu den machbaren Experimenten mal einen Beitrag mit konkreten Handlungsanweisungen und Interpretationshilfe bei der Anzeige. Jucken tät's mich mächtig, aber halt die Zeit ... Die Anzeige am Display ist nämlich das einzige Problem, da sehen Sie erst einmal nur einen Zahlenverhau, der entschlüsselt sein will - wobei allerdings die Seite von Nobbi da schon sehr gute Tipps gibt.

Eines ist auf jeden Fall garantiert: der Aha-Effekt bei dem, der mit dem S4 hantiert und bei denen, denen die Ergebnisse präsentiert werden. Außer dem S4 ist lediglich ein SIM erforderlich. Wenns Probleme gibt, rühren Sie sich einfach (... hoffentlich finde ich mein S4 noch).

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Monitormodus

S4 funktioniert nur im D1- und D2-Netz

H. Lamarr @, München, Montag, 07.04.2008, 14:15 (vor 5918 Tagen) @ H. Lamarr

Klappt auch mit anderen Handys, mit dem S4 aber am einfachsten und ohne fremde Hilfe.de ich mein S4 noch).

Schwitz, perl - siedendheiß ist mir eingefallen, das S4 ist ein 900-MHz-Single-Band-Handy, funktioniert also (nur) im D1- und D2-Netz. Zumindest war das früher so, mittlerweile sollen zwar auch die E-Netze Kanäle im 900-MHz-Band haben. Bei einem Test mit einem SIM von Aldi (E-Plus-Netz) fand mein S4 in München-Nord allerdings kein Netz. Also: Mit Sicherheit lässt sich ein S4 nur im D1/D2-Netz nutzen.

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Provider fürs D1- und D2-Netz

H. Lamarr @, München, Samstag, 19.04.2008, 20:16 (vor 5906 Tagen) @ H. Lamarr

Schwitz, perl - siedendheiß ist mir eingefallen, das S4 ist ein 900-MHz-Single-Band-Handy, funktioniert also (nur) im D1- und D2-Netz.

Wer mit einem S4 und einem Prepaid-Tarif ein bisschen herumspielen will, der kann hier nachschauen, welcher der vielen Provider das D1- oder D2-Netz nutzt.

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Kann man das beziffern?

Kuddel, Freitag, 04.04.2008, 20:32 (vor 5921 Tagen) @ AnKa
bearbeitet von Kuddel, Freitag, 04.04.2008, 21:40

Wenn ein Sender von 150m auf 400m Entfernung verbracht wird, um wie viel (%? W/kg?) regelt das Handy dann nach oben?

Das kann man nicht pauschal beantworten, weil i.d.R. eine Bebauung vorhanden ist, welche mehr oder weniger dämpfend wirkt.

Bei Sichtverbindung (quadratischer Dämpfungsanstieg)zur Basis wird ein Handy auch in 400m Abstand noch mit geringster Leistung (ca 1mW) senden. Wenn allerdings der Kopf des Telefonierenden der Sicht im Wege ist, können es auch schon 10 mW sein

Bei dichter Bebauung und innerhalb eines Gebäudes würde ich schätzen, daß es (bei GSM) von von kleinerer Leistung (ca 10mW) bei 150m Abstand bei 400m Abstand auf eine mittlere Leistung (z.B. 100mW) hochregelt.

Allerdings haben die Betreiber auch die Möglichkeit, über Richtdiagramme der Antennen (und den sog. Tilt) über einen bestimmten Entfernungsbereich (z.B. 50..300m) nahezu konstante Pegel zu erzeugen, es hängt allerdings von der Antennenhöhe ab. Bei Antennen knapp über der Dachkante gelingt das weniger gut, als bei höher aufgestellten Antennen.

In diesem PDF (3MB) sind schöne Grafiken dazu.
Z.B. zeigt Abb 6.6 auf Seite 125 sehr schön den expositionsmindernden Einfluß bei zunehmender Antennenhöhe.

Kann man das beziffern?

H. Lamarr @, München, Freitag, 04.04.2008, 22:06 (vor 5921 Tagen) @ Kuddel

In diesem PDF (3MB) sind schöne Grafiken dazu. Z.B. zeigt Abb 6.6 auf Seite 125 sehr schön den expositionsmindernden Einfluß bei zunehmender Antennenhöhe.

Und drei Seiten weiter auf Seite 128 ist endlich einmal das Antennenpanel einer Sektorantenne mit abgenommener Schutzkappe zu sehen, also mit den "Innereien". Da habe ich schon lange danach gesucht. Danke für den Tipp, Kuddel!

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Ein paar Fakten von RDW

Doris @, Samstag, 05.04.2008, 22:25 (vor 5920 Tagen) @ Doris

Die abschließende Andeutung von Herrn Hahn ist zwar nach wie vor nicht geklärt, aber etwas Licht ins Dunkle konnte RDW auf meine Anfrage dort bringen

verfasst von RDW, 05.04.2008, 16:27

Die "ideologiegetriebenen Laien" mag ich noch verstehen, aber die Wirtschaftslobbyisten sind doch nichts anderes als "Interessenträger" von denen wahrscheinlich auch kaum jemand erwartet, dass deren Hauptsorge evtl. unerwünschten Folgen gelten könnte.

Der Mobilfunk ist ein besonderer Fall: "Die Industrie" besteht dabei aus Betreibern und Herstellern, welche in verschiedenen Dingen durchaus andere Ziele haben. Will heissen: So manche Gesetzesänderung wäre des einen Leid, des anderen Freud. Das vergessen die meisten Mobilfunkkritiker.

Sie kennen das Papier von Lutz/Prof. A. zu den Grenzwerten und vermutlich auch die Diskussionen dazu.

Die beiden Herren fordern drei Sachen, hohe Standorte, Auslagerung der Sender und Senkung der Grenzwerte.

Trotz der klingenden Professorentitel traue ich keinem der beiden eine qualifizierte Beurteilung der Gesamthematik zu, bestenfalls weitere Missverständnisse. Folglich sind deren Ansichten irrelevant.

Ist Mobilfunk in der derzeitigen Form überhaupt möglich, bei einer nicht nur von den beiden Herren geforderten Senkung des Grenzwertes auf 1 mW/m²?

Nein. Ich kenne zudem keine qualifizierte Quellen für derartige Grenzwertforderungen.

Wäre eine derart drastische Grenzwertsenkung möglich, ohne die Belastung am Ohr durch das Handy zu erhöhen.

Ja, wenn durchweg Pico- oder Femtozellen eingeführt werden. Die Physik von Funkübertragungen lässt sich nicht durch mobilfunkkritische Gedankenspiele verbiegen. Rechenfreudige schauen z. B. hier.

Ich kann es Ihnen leider nicht belegen, aber wissen Sie, es trägt nicht zum Vertrauen in der Bevölkerung bei, wenn ein Mitarbeiter einer Netzbetreiberfirma bei einer Veranstaltung zu WIMAX hier im Ort die Aussage macht, "ja wenn man ungünstig vor einer Basisstation sitzt, dann kann man schon braten wie ein Schnitzel".

Wenn ich der Vorgesetzte dieses Mitarbeiters wäre, dann würde ich für diesen Quatsch eine Abmahnung für ihn erwirken.

RDW

http://www.ralf-woelfle.de/elektrosmog/forum/index.php?id=9189

Tags:
Ideologie

Schnitzelbraten

Kuddel, Samstag, 05.04.2008, 22:33 (vor 5920 Tagen) @ Doris

Ich kann es Ihnen leider nicht belegen, aber wissen Sie, es trägt nicht zum Vertrauen in der Bevölkerung bei, wenn ein Mitarbeiter einer Netzbetreiberfirma bei einer Veranstaltung zu WIMAX hier im Ort die Aussage macht, "ja wenn man ungünstig vor einer Basisstation sitzt, dann kann man schon braten wie ein Schnitzel".

Das ist physikalisch gesehen absurd.

Sind sie sicher, daß er das nicht so ;-) meinte ?

Oder war es der Mitarbeiter einer "Fest"-Netzbetreiberfirma (z.B. T-Home)?

Ein paar Fakten von RDW

Doris @, Samstag, 05.04.2008, 22:54 (vor 5920 Tagen) @ Kuddel

Ich kann es Ihnen leider nicht belegen, aber wissen Sie, es trägt nicht zum Vertrauen in der Bevölkerung bei, wenn ein Mitarbeiter einer Netzbetreiberfirma bei einer Veranstaltung zu WIMAX hier im Ort die Aussage macht, "ja wenn man ungünstig vor einer Basisstation sitzt, dann kann man schon braten wie ein Schnitzel".

Sind sie sicher, daß er das nicht so ;-) meinte ? Oder war es ein Mitarbeiter einer "Fest"-Netzbetreiberfirma (z.B.von T-Home)?

Ich weiß es nicht, ich habe es nicht selber gehört, es wurde - allerdings aus sehr zuverlässiger Quelle - an mich herangetragen. Dass er es ironisch meinte, glaube ich eher weniger, weil die Aussage im kleinen Kreis in Anwesenheit des Bürgermeisters und eines Bankvertreters gemacht wurde. In welchem Zusammenhang diese Aussage gemacht wurde, weiß ich auch nicht. (Vermutlich ging es um die Situation hier bei uns im Ort, wo der Pfarrer sehr ungünstig wohnt. Er ließ sich jetzt übrigens - nach 20 Jahren Amtszeit hier - im Alter von 60 Jahren noch versetzen). Wenn ich dabei gewesen wäre, hätte ich nachgefragt. Mich stören dann immer solche Aussagen, die die Leute in eine gewisse Aufruhr versetzen, aber ich muss ihnen dann immer sagen, dass solche Aussagen wertlos sind, da sie nur wie eine Drohung - zwar aus offensichtlich kompetenter Quelle- in der Luft hängen, sie hätten da schon genauer nachfragen müssen. Aber es ist nicht die erste derartige Aussage, eine andere Aussage kam von einem Techniker von E-Plus in einer kleineren Gruppe nach einer Gerichtsverhandlung. Der äußerte sich, dass ein 30 W Sender auf Augenhöhe in ca. 50 m Entfernung ein durchaus schlechter Standort wäre, der so nicht sein sollte (auch die Situation in meinem Ort). Aber damals war ich am Anfang meines Engagements und mir fehlte da einfach jegliches Hintergrundwissen.

Das ist physikalisch gesehen absurd.

Mich hat eine derartige Aussage von einem Mitarbeiter einer Netzbetreiberfirma ehrlich gesagt schon auch verblüfft. Allerdings kann sicherlich ausgerechnet werden, wieviel ungefähr in dem Haus ankommt. Das Haus hat sehr viele Fenster und es ist nichts zwischen dem Sender und dem Gebäude. Es sind wahrscheinlich eher weniger als 80 m, gerade mal über die Straße und dann ist das Haus etwas zurückgesetzt.

Schnitzel braten

Kuddel, Sonntag, 06.04.2008, 16:33 (vor 5919 Tagen) @ Doris
bearbeitet von Kuddel, Sonntag, 06.04.2008, 16:59

Dass er es ironisch meinte, glaube ich eher weniger, weil die Aussage im kleinen Kreis in Anwesenheit des Bürgermeisters und eines Bankvertreters gemacht wurde.

In solchen "Kreisen" sind derbe Scherze genauso üblich, wie in jeder Kneipenrunde. Eine kritisch eingestelle Person mag z.B. eine ironische Bemerkung nicht als solche wahrnehmen (wollen).

Aber es ist nicht die erste derartige Aussage, eine andere Aussage kam von einem Techniker von E-Plus in einer kleineren Gruppe nach einer Gerichtsverhandlung. Der äußerte sich, dass ein 30 W Sender auf Augenhöhe in ca. 50 m Entfernung ein durchaus schlechter Standort wäre, der so nicht sein sollte (auch die Situation in meinem Ort).

Ein Sender, der gegen ein Gebäude strahlt ist auch aus technischer Sicht nicht sehr sinnvoll (Reichweite). Möglicherweise bezog sich die Aussage im Kontext nicht auf "Gesundheitsaspekte", sondern eben auf die "technische Seite" und wurde von einer kritisch eingestellten Person anders verstanden, als sie gemeint war.

Ich muß zugeben, daß ich aus einem instinktiven Bauchgefühl heraus auch nicht scharf darauf wäre, direkt auf Augenhöhe (auf sehr kurze Distanz) mit so einer Antenne zu wohnen.

Allerdings kann sicherlich ausgerechnet werden, wieviel ungefähr in dem Haus ankommt. Das Haus hat sehr viele Fenster und es ist nichts zwischen dem Sender und dem Gebäude. Es sind wahrscheinlich eher weniger als 80 m, gerade mal über die Straße und dann ist das Haus etwas zurückgesetzt.

Rechnerisch ergeben sich bei 80 Meter Abstand in einer Hauptkeule ca 15 mW/m², bei 50 Meter bis zu 40mW/m².

Ein Mensch hat eine Oberfläche von 0,7m² und ein Teil der Funkwellen wird zudem reflektiert. Mit 10..20 Milliwatt Leistung kann man kein "Schnitzel braten", es wird sich nicht einmal meßbar erwärmen. (Im Sommer bestrahlt uns die Sonne mit einigen hundert Watt).

Nochmal zum "Schnitzel braten":

Es gibt m.M.n. 2 Möglichkeiten, wie diese Aussage zu werten ist:
1.)
Es handelt sich um eine rhetorische Hyperbel (Übertreibung).

Die Hyperbel soll postulierte athermische Wirkungen in dramatischer Weise hervorheben.

2.)
Die Aussage resultiert aus Unwissenheit bzw. Unverständnis des Begriffs der äquivalenten Strahlungsleistung.
Das mag in seltenen Fällen auch bei Monteuren (z.B. einem gelernten Elektriker mit Abschlußnote 4,0) von Mobilfunkantennen vorkommen.

Viele Kritiker versuchen ihre Laien-Opfer mit dem Begriff der "äquivalenten Strahlungsleistung" (EIRP) zu übertölpen, indem Sie die Zahlenwerte mit den Leistungswerten eines Mikrowellenherdes assoziieren.

Ein Mikrowellenherd wird mit 500..1000 Watt Leistung gespeist und kann -wie jeder weiß- ein Schnitzel kochen ("braten" wäre schon eine Übertreibung). Es funktioniert aber auch nur, weil im Garraum der Mikrowelle die gesamte eingespeiste Mikrowellenleistung in das Schnitzel konzentriert wird.

Ein Mobilfunksender wird mit 10..30 Watt Leistung (pro Antenne) gespeist.

Techniker haben nun zur vereinfachten Berechnung von Strahlungsleistungsdichten eines Funkfeldes die rein fiktive, rechnerische Hilfsgröße der "äquivalenten Strahlungsleistung" EIRP erfunden. Danach hat eine Mobilfunkantenne eine (fiktive) äquivalente Strahlungsleistung bis zu einem Kilowatt.
Diese Angabe hat rein gar nichts mit einer "realen" Leistung zu tun, wird aber trotzdem gerne von unwissenden Laien oder unseriösen Kritikern aufgegriffen und mit der realen Leistung eines Mikrowellenherdes verglichen.

Fakt ist: Ein Mensch könnte sich in 1 Meter Abstand vor die Antenne stellen und würde keinerlei Erwärmung spüren, weil real weniger als 30 Watt abgestrahlt werden und von dieser Leistung bestenfalls 15 Watt in den Körper gelangen, welche diesen wiederum um weniger als ein zehntel Grad erwärmen.
Ich selbst hätte kein Problem damit, dies zu Demonstrationszwecken zu tun (für einige Minuten).
Wie weiter oben beschrieben, ist die vom Menschen absorbierte Mikrowellenleistung in 80 Meter Entfernung kleiner als 0,015 Watt, also mehr als 1000 fach geringer als 1 Meter vor der Antenne.

Dies zu den thermischen Wirkungen. Ob es nun (geringe) athermische Wirkungen gibt oder nicht, kann ich nicht sagen.

K

Tags:
Bauchgefühl

Unpassende Aussage

Doris @, Sonntag, 06.04.2008, 17:59 (vor 5919 Tagen) @ Kuddel

In solchen "Kreisen" sind derbe Scherze genauso üblich, wie in jeder Kneipenrunde. Eine kritisch eingestelle Person mag z.B. eine ironische Bemerkung nicht als solche wahrnehmen (wollen).

Wenn der Hintergrund der ist, den ich vermutete und auch beschrieb, glaube ich dass der sensible Hintergrund bei uns im Ort kein Anlass zu Ironie gab. Die Aussage war derb und unpassend und zwar in jeglicher Hinsicht. Die Konstellation bei uns zwischen Standortvermieter und "Betroffenem" ist eher heikel und die Tatsache, dass ein Pfarrer nach 20 Jahren Amtszeit nun in einem relativ hohen Alter noch geht, löste große Bestürzung aus, da jedem bekannt ist, dass es bei der Nachfolge von katholischen Pfarrern schlecht aussieht.

Ein Sender, der gegen ein Gebäude strahlt ist auch aus technischer Sicht nicht sehr sinnvoll (Reichweite). Möglicherweise bezog sich die Aussage im Kontext nicht auf "Gesundheitsaspekte", sondern eben auf die "technische Seite" und wurde von einer kritisch eingestellten Person anders verstanden,
als sie gemeint war.

Habe ich so nicht verstanden, aber das ist eigentlich auch egal, denn da können wir auch nur spekulieren. Ich gehe da jetzt eher auf den technischen Aspekt ein. In meiner Umgebung sind zwei Sender, die so installiert sind, dass diese in nächster Nähe auf ein Gebäude treffen. Einer "Sendemastgegner BI" kann man hier keinen Vorwurf machen, denn zum Zeitpunkt der Installation gab es noch weit und breit niemand, der sich damit auseinandersetzte. Es sind beides Sender auf dem Land, die weit reichen müssen und auch freies Feld und 'Straßen abdecken müssen. Die wurden beide zu einem Zeitpunkt errichtet, als es noch nicht gesetzlich so geregelt war, dass Masten unter 10 m nicht mehr genehmigt werden müssen. Für mich ist überhaupt nicht nachvollziehbar, warum Sender so installiert werden, dass solche Situationen eintreten. Nur 5 Meter höher hätte in beiden Situationen gereicht.

Ich muß zugeben, daß ich aus einem instinktiven Bauchgefühl heraus auch nicht scharf darauf wäre, direkt auf Augenhöhe (auf sehr kurze Distanz) mit so einer Antenne zu wohnen.
Rechnerisch ergeben sich bei 80 Meter Abstand in einer Hauptkeule ca 15 mW/m², bei 50 Meter bis zu 40mW/m².

Es sind eher 50 m und aus Ihrer obigen Aussage sowie Ihrer Toleranz von 10 mW/m² in einer Wohnung schließe ich daraus, dass es Ihnen aus Ihrem instinktiven Bauchgefühl raus vermutlich auch nicht gerade angenehm wäre diese errechneten mW auf Dauer auszuhalten. Eigene Funktechnik gibt es in diesem Haus nicht mehr und wie gesagt, so was muss m.E. einfach nicht sein.

Nochmal zum "Schnitzel braten":

Es gibt m.M.n. 2 Möglichkeiten, wie diese Aussage zu werten ist:
1.)
Es handelt sich um eine rhetorische Hyperbel (Übertreibung).

Die Hyperbel soll postulierte athermische Wirkungen in dramatischer Weise hervorheben.

Egal wie diese Aussage zu werten ist, z.B. im Gigaherz Forum ist zu beobachten, wie derartige Vergleiche angestellt werden, wie "grillen", "braten", "schmoren" usw. Das stört mich schon sehr, kann es aber bestimmten Mobilfunkkritikern noch nachsehen. Eine derartige Aussage von der Gegenseite halte ich für so was von daneben und ich ärgerte mich darüber. Denn mir wurde das von einer Person erzählt, die normalerweise eine kritische, aber recht sachliche Einstellung zu dem Thema hat. Und erst kürzlich (vor dem "Schnitzel braten" ) hatten wir eine Diskussion über diese besagte Antenne in deren Nähe sie auch wohnt (aber nicht annähernd so belastet ist wie der Pfarrer) und ich musste erkennen, wieviel von der anfänglichen "Aufklärung" von einschlägigen Kritikerkreisen auch bei vernünftigen Menschen noch verankert sein kann. Solche Aussagen aus Mobilfunkkreisen kann man noch nachvollziehen, aber wenn eine derart "angstschürende" Aussage, egal aus welchem Anlass sie gemacht wurde, auch noch von der "Gegenseite" kommt und zwar bei einer Veranstaltung wo dem Ort weitere Funktechnik in Form von WIMAX angeboten wird, dann halte ich das mindestens für genauso verantwortungslos wie das Agieren so mancher Szenenaktiven.

Unpassende Aussage

Kuddel, Sonntag, 06.04.2008, 19:28 (vor 5919 Tagen) @ Doris

In meiner Umgebung sind zwei Sender, die so installiert sind, dass diese in nächster Nähe auf ein Gebäude treffen.

Also ist das Gebäude höher, als die Antenne (daher Augenhöhe) ?

Vermutlich ist es eine Sektor-Antenne. Strahlt eines der Sektorelemente direkt auf das Gebäude , oder befindet sich das Gebäude "zwischen" 2 Sektoren (A oder B) ?

[image]

Unpassende Aussage

Doris @, Sonntag, 06.04.2008, 22:54 (vor 5919 Tagen) @ Kuddel

Ich habe mir das jetzt wirklich sehr genau überlegt und denke, ich kann Ihnen nicht 100 % korrekt antworten.

Also ist das Gebäude höher, als die Antenne (daher Augenhöhe) ?

Ich habe mir jetzt nochmals die Daten bei der Bundesnetzagentur angesehen. Das Pfarrgebäude hier im Ort ist ein sehr hohes (3 Stockwerke + hoher Dachstuhl) und sehr breites Gebäude und steht gegenüber der auf einem Hausdach befindlichen 2 Sektorenantennen (D1 und D2). Die 2. Antenne, die damals Auslöser für unser Engagement war, geht was die Sektoren betrifft sichtlich erkennbar am Pfarrhaus vorbei. Das Pfarrhaus ist nicht eindeutig höher als die Antennen, sondern dadurch, dass es höher als ein normales Haus ist und das Gründstück ansteigt, und ich das jetzt einfach nur grob durchrechnen kann (verglichen mit der STandorthöhe) trifft die Antenne vermutlich eher im oberen Bereich, also zwischen 3. Stockwerk und Dachgeschoss, auf das Gebäude. Die privaten Räume liegen in diesem 3. Stockwerk. Es wurde in diesem Haus vor 5 Jahren offiziell durch einen Baubiologen gemessen. Werte sind mir nicht bekannt, es hieß nur, so hohe Werte hätte der Baubiologe noch niemals gemessen, aber was das bedeutet weiß ich nicht. Diese Aussage "auf Augenhöhe" kam vom Pfarrer und denjenigen, die gemessen haben, ich persönlich kann zwar von unten betrachtet sagen, das stimmt so, aber um wirklich korrekt antworten zu können, müsste ich selber mich im 3. Stockwerk befinden um das genau bewerten zu können. Sie geht allerdings definitiv nicht deutlich erkennbar über das Gebäude hinweg.

Vermutlich ist es eine Sektor-Antenne. Strahlt eines der Sektorelemente direkt auf das Gebäude , oder befindet sich das Gebäude "zwischen" 2 Sektoren (A oder B) ?

Von der schlechter platzierten Antenne von den beiden installierten zeigt eine Sektore auf jeden Fall auf das Haus, wie gesagt bei der anderen ist für mich zu erkennen, dass diese deutlich am Haus vorbeigeht. Allerdings, das Haus ist sehr breit und die Sektore trifft das Haus am äußeren Rand, wo das Zimmer des Pfarrers sein soll. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass kein Netzbetreiber eine Antenne so schlecht platziert, dass sie in nächster Nähe frontal auf ein Gebäude trifft, aber wenn es rein optisch bewertet wird, dann trifft die Sektore auf die äußeren Räume des Gebäudes. Eine korrekte Aussage könnte nur gemacht werden, wenn man messen würde.

Bei der anderen Antenne, die nicht in unserem Ort steht, kann ich selber eigentlich wenig dazu sagen, da mir das nur von denen übermittelt wurde, die dort gemessen haben. Ich habe mir das nur oberflächlich angeschaut. Da handelt es sich um ein normales 2-stöckiges Haus das mit der Giebelseite zur Antenne steht. Die höchsten Werte wurden auch im oberen Stockwerk (im Schlafzimmer) gemessen. Es war der höchste Wert (1500 µW/m² direkt vom Display abgelesen) den wir bisher gemessen haben (bei ca. 50 Messungen) und vor allen Dingen der einzige hohe WErt, der von einer Basisstation kam. Ob das Grundstück ansteigt, kann ich nicht beurteilen, von der laut Netzagentur eingetragenen Höhe würde ich auch eher behaupten, dass die Antenne eher im unteren Bereich der Sektore auf den oberen Teil des GEbäudes trifft. An dieser Antenne sind nur zwei Sektoren installiert, wovon eine in die Richtung dieses Hauses geht.
Ich glaube, dass der Abstand zwischen diesem Haus und der Antenne etwas größer ist, als hier bei uns im Ort. Ich meine auch, dass der Sicherheitsabstand was mit der Senderstärke zu tun hat (oder täusche ich mich da) und der ist in diesem anderen Ort nur halb so groß wie bei uns hier im Ort. Aber wie gesagt, ich musste hier jetzt auch bei manchen Angaben mutmaßen und abschätzen und das behagt mir dann nicht unbedingt. Mir wäre die Beantwortung dieser Fragen lieber gewesen, wenn ich mich aktuell vor Ort hätte vergewissern können.

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