Kasuistiken und Grenzwerte (Allgemein)

Doris @, Donnerstag, 07.06.2007, 22:23 (vor 4427 Tagen)

Auf eine 10-seitige Anfrage an Dr. König vom BfS erhielt Alfred Tittmann von Dr. Weiss, BfS eine Antwort. Besonders der letzte Absatz ist interessant.

Der "HLV" und der Brief von Alfred Tittmann

AnKa, Freitag, 08.06.2007, 16:50 (vor 4426 Tagen) @ Doris
bearbeitet von AnKa, Freitag, 08.06.2007, 18:35

Auf eine 10-seitige Anfrage an Dr. König vom BfS erhielt Alfred Tittmann von Dr. Weiss, BfS eine Antwort. Besonders der letzte Absatz ist interessant.

Zu den Inhalten dieses in der Tat interessanten Briefwechsels möchte ich meine Meinung wie folgt mitteilen:

Die wie ich finde streckenweise inquisitorische Sprache im Schreiben von Alfred Tittmann an das BfS scheint mir nicht dazu angediehen, so etwas fachlich zu beantworten. Dass es Dr. Weiss vom BfS dennoch in sachlicher und überzeugender Art und Weise getan hat, ist ihm positiv anzurechnen. Es könnte aber sein, daß ihm demnächst wieder ein Schreiben ähnlichen Kalibers ins Haus flattert. Da scheint einer am Werk, der seine Mobilfunkkritik als Mission lebt.

Ich habe mir die "10-seitige Anfrage" einmal durchgelesen, und die Antwort aus dem BfS dazu. Das 10-Seiten-Werk ist nach meiner Ansicht ein Dokument des Elends extremistischer Sprache, und dem BfS kann man nur Bewunderung zollen für die erwiesene Geduld.

Zu fragen wäre schon einmal, was denn den Autor für seine Mission qualifiziert.

Ist er, außer der großspurig betonten Funktion "Vorstandsmitglied des HESSISCHEN LANDESVERBANDES MOBILFUNKSENDERFREIE WOHNGEBIETE e.V. (HLV), dem über 120 Bürgerinitiativen angeschlossen sind" denn auch ein Fachmann wie z.B. ein einschlägig mit der Thematik befasster Wissenschaftler oder Elektronikexperte? Keine Information wird dazu geliefert. Und es ist kein Geheimnis, daß die "über 120 Bürgerinitiativen" nicht viel mehr als über die Jahre hinweg angesammelte Karteileichen darstellen dürften, wie in anderen Bundesländern eben auch.

Besucht man darüber hinaus die Internetseite des "HLV", wird der Hintergrund vollends fragwürdig.

Dort sind mit Stand zum heutigen Tag rtf-Dokumente hinterlegt, die wohl das angehäufte Sammelsurium eifrig versendeter Rundbriefe zur Bürgerinformation darstellen. Leider jedoch kann man diese anscheinend gar nicht öffnen, und die Möglichkeit zum Download scheint überhaupt gesperrt worden zu sein. Seit August 2006 werden anscheinend auch keine Dokumente mehr zum Download eingestellt. Über die Gründe dafür kann man spekulieren wie etwa so: Solche gesammelten Rundbriefe bestehen aus Zitaten, die aus Quellen wie Zeitungen, Zeitschriften, Internetseiten usw. stammen. Deren nicht autorisierte Weiterverbreitung könnte also eine Verletzung des Urheberrechts darstellen. Auf der Webseite heisst es nun lapidar: "Die HLV-Infos sind vorübergehend nicht abrufbar. Die Seiten werden überarbeitet." Na da hoffen wir mal, daß diese Überarbeitung so nebenbei nicht auch eine nachträgliche Veränderung zuvor verbreiteter Inhalte bedeutet. So viel schon einmal zur Verlässlichkeit verbreiteter "Informationen" aus dubiosen Quellen.

Zur Qualifikation des "HESSISCHEN LANDESVERBANDES MOBILFUNKSENDERFREIE WOHNGEBIETE e.V. (HLV)" heisst es außerdem, dieser befasse sich "seit über sechs Jahren mit dem Monitoring der Mobilfunkthematik".

Das Wort "Monitoring" dient womöglich der Verschleierung. Als seien da ausgewiesene Kommunikationsexperten und Fachleute am Werk. Vielmehr dürfte sich der HLV seit über sechs Jahren mit dem Selektieren ihm genehmer Daten und Informationen befassen, aus denen sich in gewohnter Manier eine Verschwörungstheorie zusammenbasteln lässt. Wohin solches Selektiv-Denken führt, lässt sich meiner Ansicht nach im Schreiben des Alfred Tittmann exemplarisch nachlesen. Die wie ich finde extremistische Sprache (diese ist u.a. dadurch gekennzeichnet, daß sie einen möglichen Dialog von vornherein unterbindet, indem dem Gesprächpartner Schuldzuweisungen und Unterstellungen untergeschoben werden), beispielhaft hierfür:
- einige wirr verschachtelte Behauptungen über beteiligte Personen bei der Interphone Studie,
- die altbekannte Behauptung vom "Freilandversuch am Menschen",
- die Fantasie von der angeblichen "EMF-Verseuchung", und
- die aus der Luft gegriffenen Zusammenstellungen von den "vielen Erkrankungen und Krebsfällen (z.T. mit Todesfolgen)",
verbunden mit dem Vorwurf, dem Gegenüber fehle es am Willen des Einsatzes für "konkrete Prävention", zeigen dies exemplarisch. Besonders die zuletzt genannte, ohne irgendeinen Beweis hingeschriebene Auflistung von Orten mit "Krebsfällen (z.T. mit Todesfolgen)" könnte man, würde sie in der Bevölkerung akzeptiert und geglaubt werden, als eine ansehen, die auf die Störung des inneren Friedens des Gemeinwesens zielt. So etwas ohne Nachweis (!) in die Gegend zu posaunen stellt nach meiner Meinung eine Grenzüberschreitung dar.

Das BfS geht übrigens auf diese Dramatisierungen in bemerkenswert sachlicher Weise ein:

"Vielfach wird unterschätzt, wie häufig Krebsneuerkrankungen oder Sterbefälle in der Bevölkerung auftreten. Etwa jede vierte Todesursache ist Krebs. (...) Berücksichtigt man die Vielzahl der möglichen regionalen Bezüge, ist aufgrund der kleinen Fallzahl ein zufälliges Zusammentreffen von einigen Fällen in irgendeiner Region sicher, selbst wenn dies für jede einzelne, a priori definierte kleinräumige Region höchst unwahrscheinlich ist."

Ein klares Wort auch wird dem HLV-Mann aus dem Strahlenschutzamt zuteil, was die berühmten "Kasuistiken" aus einer ganz bestimmten Quelle betrifft:

"In diesem Zusammenhang erwähnen Sie auch den 'Ordner mit über 702 Seiten', der u.a. meinem Haus von Frau Dr. Waldmann-Selsam vorgelegt wurde. Gut dokumentierte Fallbeispiele können eine wichtige Erkenntnisquelle in der Medizin sein, aber -wie Sie selbst zitieren- entscheidendes Kriterium muss auch hier die Qualität und die Belastbarkeit der Datenbasis sein. Symptomlisten, nicht objektivierte Selbstbeschreibungen von Betroffenen oder bestimmte Erklärungsmuster vorgebende 'Elektrosmog-Fragebögen' sind nicht geeignet, ursächliche Zusammenhänge zu belegen. Sie helfen auch nicht der im Interesse der betroffenen Personen notwendigen Ursachenfindung im Einzelfall."

Mit diesen deutlichen und unaufgeregten Worten sollte man es von Seite des BfS gegenüber dem "Experten" des obskuren "HLV" belassen. Dies nur als Empfehlung.

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Extremismus, Kasuistiken, Selbstüberschätzung, Tittmann, Wutbürger, Rundbrief, Amateur, Brief, Inquisitor, HLV, Kollektiv, Weiss

Kasuistiken und Grenzwerte

Karl, Freitag, 08.06.2007, 20:15 (vor 4426 Tagen) @ Doris

Auf eine 10-seitige Anfrage an Dr. König vom BfS erhielt Alfred Tittmann von Dr. Weiss, BfS eine Antwort. Besonders der letzte Absatz ist interessant.

Was ist am letzten Absatz so interessant?

Kasuistiken und Grenzwerte

Doris @, Samstag, 09.06.2007, 09:31 (vor 4425 Tagen) @ Karl

Auf eine 10-seitige Anfrage an Dr. König vom BfS erhielt Alfred Tittmann von Dr. Weiss, BfS eine Antwort. Besonders der letzte Absatz ist interessant.

Was ist am letzten Absatz so interessant?

Das BfS schreibt im Schlusssatz

"Im Falle der hochfrequenten Felder des Mobilfunks kennen wir bei Einhaltung der Grenzwerte bis dato keine gesundheitlichen Wirkungen, so dass ein Abwiegen nicht notwendig ist".

Herr Tittmann gehört zu den sog. Fundis, d.h. die Mobilfunkkritiker, die sich vorwiegend mit Menschen beschäftigen, die sich durch Basisstationen beeinträchtigt fühlen. Frau Dr. Waldmann-Selsam kämpft ebenfalls seit Jahren dafür, dass man sich um die Leute, die um die Basisstationen wohnen, kümmern soll.
Der Satz des BfS stimmt m.E. so nicht, weil eben dies bis heute noch nicht geschehen ist. Die Studien werden vorwiegend mit Handy-Feldstärken gemacht und die Ergebnisse werden dann auf die Basisstationen übertragen.
Ich habe hier was gefunden, was mir sehr interessant erscheint. Dieses Papier ist mittlerweile 7 Jahre alt. Ich habe diese umfangreiche Arbeit nicht komplett durchgelesen. D.h. meine Deutungen könnten hier auch widerlegt werden, wenn jemand mehr oder andere Sachen daraus intensiver liest.

Auf Seite 75 beschreibt Prof. DDr. Joachim Röschke von der Uni Mainz, warum es keine Untersuchungen um die Basisstationen gibt. Daran hat sich in den folgenden 7 Jahren nichts geändert, obwohl das Problem nach wie vor aktuell ist.
Ich bin der Meinung, man kann ein Anliegen einer Frau Dr. Waldmann-Selsam erst widerlegen, wenn man diese Untersuchungen gemacht hat. Was gibt es für einen Grund, dass dies bis heute noch nicht geschehen ist?
Ich habe den Beitrag von Dr. Kundi gelesen und finde darin ebenfalls diese Aussagen zu Untersuchungen um Basisstationen und auch sonst noch ein paar ernst zunehmende Kritiken. Der Beitrag von Dr. Röschke ist auch sehr interessant und meine darin was rauszulesen, vielleicht täusche ich mich (hier wären die Folien interessant gewesen). Aus seiner Zusammenfassung am Schluss (S.9) geht m.E. hervor, dass umso höher die Feldstärke umso weniger Auffälligkeiten gab es. Bedeutet das nicht, dass es bei deutlich niedrigeren Feldstärken, wie diese von Basisstationen typisch sind, wiederum zu anderen Ergebnissen kommen könnte.
Alles in allem meine ich, dass sowohl vor 7 Jahren diese Problematik der notwendigen Untersuchungen um die Basisstationen angesprochen wurde, was sich bis zum heutigen Tag nicht geändert hat, deshalb ist die oben gemachte Aussage vom BfS so nicht korrekt.

Tags:
Mainz, Tittmann, Röschke, Basisstationen

Kasuistiken und Grenzwerte

AnKa, Samstag, 09.06.2007, 18:35 (vor 4425 Tagen) @ Doris

Ich bin der Meinung, man kann ein Anliegen einer Frau Dr. Waldmann-Selsam erst widerlegen, wenn man diese Untersuchungen gemacht hat. Was gibt es für einen Grund, dass dies bis heute noch nicht geschehen ist?

Der Grund könnte meiner Ansicht nach darin liegen, daß die Sammlung von "Kasuistiken" der Frau Dr. W-S in keinerlei rational nachvollziehbarer Methodik begründet ist.

Ebenso könnte nämlich auch ein Esoteriker namens Dr. Seltsam-Wichtigmann mit einer "Fallsammlung" irgendwelcher Unverträglichkeiten ankommen, die er sich in der Bevölkerung zusammensucht und allesamt auf das schädliche Wirken wahlweise der Erdstrahlen, der Mondphasen oder der Negation des Wassermannzeitalters zurückführt. Auch hierbei würden sich seine Anhänger beklagen, man könne schliesslich "ein Anliegen eines Herrn Dr. Seltsam-Wichtigmann erst widerlegen, wenn man diese Untersuchungen gemacht hat. Was gibt es für einen Grund, dass dies bis heute noch nicht geschehen ist?"

Kasuistiken und Grenzwerte

Fee, Samstag, 09.06.2007, 22:09 (vor 4425 Tagen) @ AnKa

Ich bin der Meinung, man kann ein Anliegen einer Frau Dr. Waldmann-Selsam erst widerlegen, wenn man diese Untersuchungen gemacht hat. Was gibt es für einen Grund, dass dies bis heute noch nicht geschehen ist?

Der Grund könnte meiner Ansicht nach darin liegen, daß die Sammlung von "Kasuistiken" der Frau Dr. W-S in keinerlei rational nachvollziehbarer Methodik begründet ist.

Ebenso könnte nämlich auch ein Esoteriker namens Dr. Seltsam-Wichtigmann mit einer "Fallsammlung" irgendwelcher Unverträglichkeiten ankommen, die er sich in der Bevölkerung zusammensucht und allesamt auf das schädliche Wirken wahlweise der Erdstrahlen, der Mondphasen oder der Negation des Wassermannzeitalters zurückführt. Auch hierbei würden sich seine Anhänger beklagen, man könne schliesslich "ein Anliegen eines Herrn Dr. Seltsam-Wichtigmann erst widerlegen, wenn man diese Untersuchungen gemacht hat. Was gibt es für einen Grund, dass dies bis heute noch nicht geschehen ist?"

Ihr Vergleich ist Quatsch. Sowohl Fallberichte wie Studien um Basisstationen an verschiedensten Orten zeigen bei Betroffenen ähnliche Symptome, die seit Erstellen dieser Basisstationen aufgetreten sind und bei Wegzug aus dem belasteten Gebiet wieder verschwinden oder sich reduzieren. Mancher der gross gegen die sogennannten "ES" herumtönt, könnte sich noch wundern, wie es ihm ergehen würde beispielsweise im ehemaligen Haus der Familie Kind. Es sind deshalb nicht nur Untersuchungen der Betroffenen angesagt, sondern das masslose regelrechte Zumüllen mit immer mehr Drahtloszeug sollte gestoppt werden. Es geht nicht an, dass die Verantwortlichen die Betroffenen und Besorgten in diesem Ausmass missachten.

Kasuistiken und Grenzwerte

AnKa, Sonntag, 10.06.2007, 13:26 (vor 4424 Tagen) @ Fee

Ihr Vergleich ist Quatsch. Sowohl Fallberichte wie Studien um Basisstationen an verschiedensten Orten zeigen bei Betroffenen ähnliche Symptome, die seit Erstellen dieser Basisstationen aufgetreten sind und bei Wegzug aus dem belasteten Gebiet wieder verschwinden oder sich reduzieren. Mancher der gross gegen die sogennannten "ES" herumtönt, könnte sich noch wundern, wie es ihm ergehen würde beispielsweise im ehemaligen Haus der Familie Kind. Es sind deshalb nicht nur Untersuchungen der Betroffenen angesagt, sondern das masslose regelrechte Zumüllen mit immer mehr Drahtloszeug sollte gestoppt werden. Es geht nicht an, dass die Verantwortlichen die Betroffenen und Besorgten in diesem Ausmass missachten.

Ich denke, dazu kann man das Bundesamt für Strahlenschutz zu Wort kommen lassen, aus dessen Haus vor kurzem u.a. das Folgende mitgeteilt worden ist:

"Zahlreiche Messaktionen rund um Basisstationen konnten (...) zeigen, dass Reflexionen und Beugungserscheinungen dazu führen, dass die tatsächlichen Immissionen in der unmittelbaren Nähe von Basisstationen wenig bis keine Korrelation mit der Abstand aufweisen und daher der gemessene oder auch geschätzte Abstand kein geeignetes Maß für die tatsächliche Exposition darstellt. Im Nachgang zur Naila-Studie wurde übrigens vom Krebsregister Bayern in 48 Gemeinden die Krebsinzidenz im Umkreis von Mobilfunkbasisstationen analysiert und weder bei der Inzidenz aller bösartigen Neubildungen noch bei der Inzidenz von strahlenempfindlichen Tumoren (Schilddrüse und Gehirn/Nervensystem) ein Zusammenhang mit der Senderdichte in einer Gemeinde festgestellt"

Kasuistiken und Grenzwerte

Fee, Sonntag, 10.06.2007, 15:37 (vor 4424 Tagen) @ AnKa

Ich beziehe mich mit meiner Aussage beispielweise auf die ägyptische Studie von Abdel Rassoul et al, wonach Anwohner von Mobilfunkanlagen signifikante mehr unter Kopfschmerzen
Gedächtnisschwäche
Schwindel
Zittern
Depressive Symptome
Schlafstörungen
leiden.
Wobei ich den Unterschieden hinsichtlich Strahlenbelastung, ob man sich beispielsweise in Senderichtung befindet oder die Strahlung durch andere Gebäude abgehalten wird, zustimmen kann.

Kasuistiken und Grenzwerte

KlaKla, Montag, 11.06.2007, 08:49 (vor 4423 Tagen) @ Doris

Frau Dr. Waldmann-Selsam kämpft ebenfalls seit Jahren dafür, dass man sich um die Leute, die um die Basisstationen wohnen, kümmern soll.

Dr. W.-S. sammelt Krankengeschichten. Ausgesuchte Geschichten werden Deutschland weit verteilt per Internet oder Kopien. Sie schreibt Behörden an und fordert diese auf in ihrem Interesse zu handeln.
Wenn es dann aber soweit ist, dass Betroffene mitwirken sollen, dann kneifen diese. Vielleicht weil ihnen von den Frontleuten so geraten wurde?

Beispiel: Oberammergau oder,

> Dr. Axel Böttger, der Referatsleiter für medizinisch-biologische Angelegenheiten des Strahlenschutzes im Bundesumweltministerium, kritisierte, dass es für zwei vereinbarte Untersuchungen keine Ansprechpartner aus der Ärzteschaft gebe ... oder,

Elektrosensiblenstudie Uni Mainz: Stopp/Go

und bis heute haben die Betroffenen es nicht geschafft, nachprüfbare Fakten zu schaffen (Meldestelle).

Ich bin der Meinung, man kann ein Anliegen einer Frau Dr. Waldmann-Selsam erst widerlegen, wenn man diese Untersuchungen gemacht hat.

Es wundert mich schon, dass ausgereicht Sie so was schreiben.
(Oberammergau und LGL)


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Meine Meinungsäußerung

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Kneifen, Oberammergau

Kasuistiken und Grenzwerte

Doris @, Montag, 11.06.2007, 17:58 (vor 4423 Tagen) @ KlaKla

Ich bin der Meinung, man kann ein Anliegen einer Frau Dr. Waldmann-Selsam erst widerlegen, wenn man diese Untersuchungen gemacht hat.

Es wundert mich schon, dass ausgereicht Sie so was schreiben.

(Oberammergau und LGL)

Gut, dann erkläre ich es Ihnen, denn ich möchte ja nicht, dass Sie sich über mich wundern müssen :-)

Sie beziehen sich auf mein eingestelltes Antwortschreiben des LGL im Fall OBerammergau.
Das ist ein Beispiel - zumindest sind mir keine weiteren bekannt - wo die ES in Oberammergau bzw. Frau Waldmann-Selsam im Moment die "A....karte" haben, weil sie anscheinend die Chance nicht nutzen. Warum dies noch besonders heikel ist, wird außerdem noch dadurch erschwert, dass die ganzen Oberammergauer ES einschließlich Frau Dr. Waldmann-Selsam nicht mal reagieren, warum sie diese Chance nicht nutzen.
Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die Behörden in der Oberammergauer Geschichte nur deshalb reagiert haben, weil sie unter Mediendruck standen. Wo gibt es eine Reaktion seitens der Behörden bei all den anderen Aufzeichnungen von angeblichen Erkrankungen, vor allen Dingen gibt es außer ihr ja noch andere, die auch um Untersuchung vor Ort bitten. Und man kann ihr ja auch nicht vorwerfen, dass sie außer Krankengeschichten sammeln gar nichts tut. Sie schreibt immer wieder Briefe an Behörden, sie hatte mit ihren Gesandten ein Gespräch beim BfS. Aus ihrer Sicht tut sie ja was, sie tut nur nicht das, was die Kritiker-Kritiker ( und dazu zähle ich mich nach wie vor) unter seriöser und ordentlicher Arbeit verstehen. Die, die ihr vertrauen - und das sind sicherlich einige - die bewundern sie für ihr Tun.
Ich denke einfach, sobald so eine Geschichte das Bild der Waldmann-Selsam trägt, können viele (und eben auch die Kritiker-Kritiker) gar nicht mehr objektiv urteilen. Wie schrieb Spatenpauli, wenn Dr. Hässig sagt, dass Kälber in der Nähe von Basisstationen Grauer Star bekommen, dann hat das Hand und Fuß, bei Frau Dr. Waldmann-Selsam würde man sich an den Kopf fassen.
Ich selber merke ja auch, das meine Beiträge, die nach Verteidigung von ihr nur ansatzweise riechen, selbst mir nicht gerade angenehm sind. Ich bin ihr und ihrer Arbeit gegenüber ja auch skeptisch, vor allen Dingen seit der Einstellung von Spatenpaulis "Eskalation im Fall Semmelweiss" wieder etwas mehr. Sie war mal in unserer Gegend und ich weiß, was sie manchen Leuten erzählt. Und sie lässt diese Leute zurück und meldet sich nicht mehr (zumindest hier bei uns nicht mehr, obwohl sie es versprochen hat) und wenn da mal eine Person à la Semmelweiss dabei wäre, dann könnte durchaus so eine Geschichte passieren und das ist wirklich sehr verantwortungslos.

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Kasuistiken und Grenzwerte

Fee, Montag, 11.06.2007, 18:53 (vor 4423 Tagen) @ Doris

Meiner Meinung nach kann Frau Dr. Waldmann-Selsam nicht vorgeworfen werden, dass sie sich nicht mehr bei den Leuten meldet, sie hat gar nicht die zeitlichen Möglichkeiten dazu, man hat jedoch die Möglichkeit sich bei ihr zu melden und sie geht auf die Anliegen ein. Den Fall Semmelweiss halte ich für einen Ausnahmefall und nicht repräsentativ für die "ES", ich hoffe nicht, dass es mit der Schilderung darum gegangen ist, die "ES" dadurch verallgemeindern in ein schiefes Licht zu stellen Die Frau war vorgehend bereits schizophren, sie habe sich aber in ihrer Wohnung wohlgefühlt, was mir dann aber nicht klar ist, weshalb sie überhaupt Herrn Dr. Ahus hat kommen lassen.

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, Semmelweis, Wohnung, Ahus

Kasuistiken und Grenzwerte

Doris @, Montag, 11.06.2007, 21:21 (vor 4423 Tagen) @ Fee

Meiner Meinung nach kann Frau Dr. Waldmann-Selsam nicht vorgeworfen werden, dass sie sich nicht mehr bei den Leuten meldet, sie hat gar nicht die zeitlichen Möglichkeiten dazu, man hat jedoch die Möglichkeit sich bei ihr zu melden und sie geht auf die Anliegen ein.

Ich kann da auch nur für unsere Gegend sprechen, wo sie vor 2 Jahren einen Vortrag gehalten hat und etliche Messungen durchgeführt hat. Sie versprach wieder zu kommen und in in der Sache der Erkrankungen an unserer Realschule beim Gesundheitsamt vorstellig zu werden. Sie versprach den Leuten auch, dass sie wegen den Messergebnissen wieder kommt. Ich war damals krank und habe den Vortrag und ihre anschließenden Aktivitäten nicht miterlebt. Ich habe mich auch erst nach dem Vortrag von ihr mit der anderen BI zusammengeschlossen. Dass sie Kontakt zu den ES hält, die sich durch sie gut vertreten fühlen, das glaube ich.

Den Fall Semmelweiss halte ich für einen Ausnahmefall und nicht repräsentativ für die "ES", ich hoffe nicht, dass es mit der Schilderung darum gegangen ist, die "ES" dadurch verallgemeinern in ein schiefes Licht zu stellen

Das ist eh so eine Sache. Wann ist jemand elektrosensibel. Die Frau Semmelweiss war es nicht und ist es auch heute m.M.n. nicht. Ich fasse die Geschichte übrigens eher so auf, was passieren kann, wenn ein psychisch labiler Mensch mit Ängsten, die er nicht einordnen kann, zurückgelassen wird.Ich habe mir deshalb bewusst nochmals den Fall Semmelweiss durchgelesen. Sie schien völlig unbedarft zu dem Thema an einer Mobilfunkveranstaltung teilgenommen haben und durch das Gespräch mit diesem Dr. Ahus anschließend gemeint zu haben, dass sie nun urplötzlich in ihrer Wohnung "verstrahlt" wird. So was passiert sicherlich nicht regelmäßig, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass es bei psychisch labilen Menschen so sein kann und wer hilft denen dann. Ich ziehe aus den Beiträgen "Semmelweiss" eher die Lehre, wie wichtig es ist, sachlich und korrekt aufzuklären und keine Ängste zu schüren. Denn dieser Fall zeigt, was man durch Ängste schüren lostreten kann.Wer betreut die Leute, wenn sie sich in da was reinlassen. Und das mit den "verstrahlten Lebensmitteln" ist mir z.B. nicht unbekannt, da habe ich schon die irresten Geschichten gehört.

Die Frau war vorgehend bereits schizophren, sie habe sich aber in ihrer Wohnung wohlgefühlt, was mir dann aber nicht klar ist, weshalb sie überhaupt Herrn Dr. Ahus hat kommen lassen.

Eigentlich hat sie ja nicht Dr. Ahus kommen lassen, sondern Frau Schall. Die hat ja bei ihr gemessen. Und nachdem Frau Schall die Werte als unbedenklich eingestuft hat hat sich Frau Semmelweiss wieder bei Dr. Ahus beschwert.
Ich kann das Antwortschreiben von Frau Schall an Dr. Ahus auch als absolut korrekt bewerten. Und nun nachdem die ganze Geschichte weitere Ausmaße annimmt, muss Dr. Ahus reagieren, wenn er nicht als komplett verantwortungslos dastehen möchte, was ein schlechtes Bild auf die Kritikerszene werfen würde. Denn hinter Dr. Ahus steckt ja eine Person, die vermutlich in der Szene nicht unbekannt ist. Und diese Person würde ja dann weiterhin so vorgehen. Ich bin sehr gespannt, wie er reagieren wird.

Kasuistiken und Grenzwerte

Fee, Montag, 11.06.2007, 22:08 (vor 4423 Tagen) @ Doris

Ich kann da auch nur für unsere Gegend sprechen, wo sie vor 2 Jahren einen Vortrag gehalten hat und etliche Messungen durchgeführt hat. Sie versprach wieder zu kommen und in in der Sache der Erkrankungen an unserer Realschule beim Gesundheitsamt vorstellig zu werden. Sie versprach den Leuten auch, dass sie wegen den Messergebnissen wieder kommt. Ich war damals krank und habe den Vortrag und ihre anschließenden Aktivitäten nicht miterlebt. Ich habe mich auch erst nach dem Vortrag von ihr mit der anderen BI zusammengeschlossen. Dass sie Kontakt zu den ES hält, die sich durch sie gut vertreten fühlen, das glaube ich.

Ich habe den Eindruck einer Kampagne der Befürworterseite gegen Frau Dr. Waldmann-Selsam, die nicht einmal vor gemeinen Anspielungen auf ihr Auesseres zurückschreckt. Wenn Ihre Aktivitäten wirkungslos wären, würde die Befürworterseite kaum in einem solchen Ausmass gegen sie vorgehen. Ich habe sie an einem Vortrag kennengelernt und vorgängig in einem Gespräch mit einer mir bekannten schwer mobilfunkgeschädigten Frau, auf die sie einfühlsam eingegangen ist. Es kann durchaus sein, dass sie sich manchmal mehr vornimmt, als sie dann durchführen kann. Bezüglich der Fallgeschichten frage ich mich schon manchmal, ob wirklich all diese Erkrankungen vom Mobilfunk kommen. Doch scheint es ihr vor allem darum zu gehen, dass die Behörden und Entscheider sich mit den Betroffenen befassen, unabhängige Untersuchungen durchführen lassen, nicht bedenkenlos dauernd neue Technologien zulassen und bewusst elektrosmogarme Orte anbieten, denn Betroffene fühlen sich von den Entscheidern und Behörden im Stich gelassen und missachtet, Antworten wie diejenige von Herrn Weiss gefallen höchstens Anka und Dougie und machen Betroffenen weiteren Überdruss gegenüber solchen Ämtern.

Kasuistiken und Grenzwerte

Doris @, Montag, 11.06.2007, 22:30 (vor 4423 Tagen) @ Fee

Ich habe den Eindruck einer Kampagne der Befürworterseite gegen Frau Dr. Waldmann-Selsam, die nicht einmal vor gemeinen Anspielungen auf ihr Auesseres zurückschreckt.

Was die Bewertung des Aussehens bei Frauen betrifft konnten wir ja auch bei Angela Merkel erleben. Sie musste erst durch sämtliche Stadien der "optischen Veränderungen" gehen, bis man sie an ihrem Tun gemessen hat. OB das ein vorwiegendes Denken von Männern ist, oder ob Frauen auch so werten, kann ich jetzt nicht sagen. Tatsache ist, dass sich deutlich weniger Menschen an der Optik von männlichen Politikern so aufhalten und da könnten auch ein paar weniger hübsche Exemplare genannt werden.
Über das Aussehen von Frau Dr. Waldmann-Selsam wird ja auch sehr häufig im Nachbarforum gelästert. Können wir dann davon ausgehen, wenn sie eine scharfe Blondine wäre, würde so mancher der dortigen Herren urplötzlich elektrosensibel sein wollen? :-)

Doch scheint es ihr vor allem darum zu gehen, dass die Behörden und Entscheider sich mit den Betroffenen befassen,

Ja, aber dann ist es eben überhaupt nicht zu verstehen, dass sie die Chance in Oberammergau nicht nutzt. Und nachdem die dort Betroffenen und Frau Dr. Waldmann-Selsam sowohl von Spatenpauli als auch von mir angeschrieben wurden, wäre es doch sehr interessant zu erfahren, wie sie sich dazu stellen. Da sie eben nicht reagieren, wissen wir nun auch nicht, ob sie dem LGL mittlerweile Fallbeispiele genannt haben.

gefallen höchstens Anka und Dougie und machen Betroffenen weiteren Überdruss gegenüber solchen Ämtern.

gut, bei Dougie weiß man ja auch aus welcher Ecke er kommt. Der findet auch nicht die Kritiker-Kritiker gut. Für den ist alles klar und bewiesen.
Da gibt es nur eines "Ein guter Kritiker ist kein Kritiker"

Frau Dr. Waldmann-Semmelweis

AnKa, Montag, 11.06.2007, 22:33 (vor 4423 Tagen) @ Fee

Ich habe den Eindruck einer Kampagne der Befürworterseite gegen Frau Dr. Waldmann-Selsam, die nicht einmal vor gemeinen Anspielungen auf ihr Auesseres zurückschreckt.

Dieser hier beschriebene Kunstfehler hätte nach meiner Ansicht der Frau Dr. W-S durchaus ebenfalls unterlaufen können.

Glaubwürdigkeit und Lügen

KlaKla, Dienstag, 12.06.2007, 12:31 (vor 4422 Tagen) @ Doris
bearbeitet von KlaKla, Dienstag, 12.06.2007, 12:47

Nicht nur Oberammergau hüllt sich in Schweigen.
Es kann eine Art Hilflosigkeit sein.

Beispiel: Das Gerücht "Ärzte aus Krebsklinik warnen" wird versucht auch übers IZgMF-Forum zu verbreiten. Der Eintrag wirft Fragen auf. Es wird nachgehackt und was kommt heraus? Es war eine Lüge. Oder wohlwollend ausgedrückt, ein Missverständnis. Die Glaubwürdigkeit des Posters Wahrnehmer ist dahin. Egal, war ja nur ein anonymer Poster. Aber es gibt andere, denen ähnliches passiert sein könnte. Und nun ziehen sie es vor, nicht mehr auf Fragen zu antworten.
Sie verbreiten ihre Botschaft und ein Austausch mit Andersdenkenden ist nicht gewünscht.
Auch auf Kosten einer Frau Semmelweis.

Wer nichts zu verbergen hat, kann sich den Fragen stellen.
Merkwürdig finde ich, das Leute wie Dr. Schüz oder Dr. N. Leitgeb auf Anfragen vom IZgMF antworten aber bekennende Mobilfunkgegner wie Dr. W.-S., Dr. Ahus , oder der Pfarrer aus Oberammergau, schweigen.

Sogar hierzu wird geschwiegen ... http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=11922

So stelle ich die Frage, was wollen die selbst ernannten Frontleute bezwecken?

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Und, das Beispiel Semmelweis bringt mich dazu, die Forderung "Unentgeltliche Bereitstellung von HF-Detektoren" neu zu überdenken. Die Gefahr der Fanatiker habe ich bis jetzt unterbewertet.

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
Strategie, Korrektur, Schweigen, Totalitär, Andersdenkende, Lüge, HF-Detektor, Krebsklinik, Retikulozyten, Disskussionskultur

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