Krank durch Mobilfunkantennen (Allgemein)

Gast, Montag, 14.05.2007, 20:32 (vor 4632 Tagen)

Ein aktueller Mahnruf der Bürgerwelle
von Dipl. Ing. Peter Schlegel (PDF)

Immer mehr Menschen müssen am eigenen Körper erleben, dass die Strahlung von Mobilfunkantennen der Gesundheit schaden. Die Erfahrungen haben sich heute derart verdichte, dass man von einer geradezu überwältigenden Evidenz der Gesundheitsschädigung sprechen muss. Auf der anderen Seit betrachten Vertreter der Wissenschaft sowie Behörden und Industrie diese Schädlichkeit als "wissenschaftlich nicht erwiesen". Und die Medien wiederholen es folgsam.

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Profiteur, Brief, Schlegel, Moratorium, Aufgewärmt

Krank durch Mobilfunkantennen

Zulunation, Montag, 14.05.2007, 20:39 (vor 4632 Tagen) @ Gast

Ein aktueller Mahnruf der Bürgerwelle

Schlegel kann seine gesammelten Räuberpistolen an jeder Turnhallenveranstaltung wiederholen, der Wahrheitsgehalt - und vor allem seine Glaubhaftigkeit - steigen trotzdem nicht!

zulu

Krank durch Mobilfunkantennen

H. Lamarr @, München, Montag, 14.05.2007, 23:19 (vor 4632 Tagen) @ Zulunation

Schlegel kann seine gesammelten Räuberpistolen an jeder Turnhallenveranstaltung wiederholen, der Wahrheitsgehalt - und vor allem seine Glaubhaftigkeit - steigen trotzdem nicht!

Mit so einer Pauschalantwort machen Sie - glaub' ich - keine Punkte, zulu. Ihr Standpunkt ist ja bekannt, also ist diese ihre Wertung für den Schlegel-Text alles andere als eine Überraschung, sondern eine erwartete "Standard-Antwort" im Fundi-Sinne: Ein Mobilfunk-Fürsprecher versucht mal wieder einen Mobilfunk-Kritiker auf die übliche Weise fertig zu machen - kannste abhaken, auf zum nächsten Posting.

Wenn Sie den Schlegel der Räuberpistole überführen möchten, dann sollten Sie dies meiner Meinung nach an ein oder zwei (gerne auch mehr) konkreten Textpassagen dingfest machen, damit klar wird, was genau Sie an ihm beanstanden. Ja ich weiß, das ist mühsam und eigentlich haben Sie ja auch überhaupt keinen Bock drauf, aber wenn beide Streitparteien bei den gegenseitigen Vorwürfen in der diffusen unverbindlichen Nebelzone bleiben, dann darf sich keiner wundern, wenn trotz der vielen Schreiberei so wenig bei den Streitbeteiligten hängen bleibt.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Behauptungen, Behauptungen...

AnKa, Montag, 21.05.2007, 08:03 (vor 4625 Tagen) @ Gast

Immer mehr Menschen müssen am eigenen Körper erleben, dass die Strahlung von Mobilfunkantennen der Gesundheit schaden. Die Erfahrungen haben sich heute derart verdichte, dass man von einer geradezu überwältigenden Evidenz der Gesundheitsschädigung sprechen muss. Auf der anderen Seit betrachten Vertreter der Wissenschaft sowie Behörden und Industrie diese Schädlichkeit als "wissenschaftlich nicht erwiesen". Und die Medien wiederholen es folgsam.

Aus dem Text:

Alle Erfahrungen, zusammen mit den heute schon greifbaren Forschungsergebnissen, rufen eindeutig nach drastischen Massnahmen wie zum Beispiel sofortiger GSM-/UMTS-Ausbaustopp und betriebliche Zusammenlegung der parallelen Betreibernetze mit strahlungsmässiger Optimierung/Minimierung; Senkung der Grenzwerte; Verbot des DECT-Standards (Schnurlostelefone); Verzicht auf WLAN-Netze in Städten, an Schulen und Universitäten; keine neuen Funknetze wie Breitbandfunk (BWA/WiMAX) und Handyfernsehen (DVB-H), und mittelfristig die gänzliche Ablösung der heutigen Funktechnologien durch eine neue, noch zu entwickelnde, unschädliche Telekommunikationstechnologie.

An welche "noch zu entwickelnde, unschädliche Telekommunikationstechnologie" denkt der Mann da? Bei Anwendung der Rauchzeichentechnik hätte man wieder die Klimaschützer auf dem Hals.

Aber Spass beiseite. Die radikale Ablehnungshaltung in diesem Text ist typisch für fundamentalistisches Denken. Und insbesondere die Behauptung von den "immer mehr Menschen", die "am eigenen Körper erleben" usw. usf. ist eine reine Erfindung. Es gibt ja noch nicht mal ein übergreifendes Register, in dem etwa die Fälle von Elektrosensibilität gesammelt würden. Dies wahrscheinlich nicht, weil irgendjemand etwas verschweigt und "die Medien" ihr übles Spiel spielen, sondern: mangels Masse.

Behauptungen, Behauptungen...

KlaKla, Montag, 21.05.2007, 12:50 (vor 4625 Tagen) @ AnKa

Es gibt ja noch nicht mal ein übergreifendes Register, in dem etwa die Fälle von Elektrosensibilität gesammelt würden. Dies wahrscheinlich nicht, weil irgendjemand etwas verschweigt und "die Medien" ihr übles Spiel spielen, sondern: mangels Masse.


Ja, es spricht vieles für ihre Aussage, "mangels Masse."

Oberammergau , Betroffene schweigen
Kritische Betrachtung einer Krankengeschichte, Betroffene schweigen.
Meldelstelle für Krankenberichte, Berichterstattung Fehlanzeige.
Öffentliche Meldestelle für ES-Erkrankte, Beteiligung von Betroffenen* mangelhaft.

* nicht nur ES-Erkrankte.

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Meine Meinungsäußerung

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, Schweigen, Boykott

Oberammergauer schweigen

H. Lamarr @, München, Montag, 21.05.2007, 13:01 (vor 4625 Tagen) @ KlaKla

Oberammergau , Betroffene schweigen

Das ist noch nicht ganz raus: Wir haben in Oberammergau Frau Sohmer, Pfarrer Häublein und Dr. Laubert um Stellungnahme dazu gebeten, warum beim LGL keine nach den Empfehlungen des RKI abgefasste Kasuistiken eingetroffen sind. Bislang ist noch keine Antwort eingetroffen, wir haben allerdings auch noch nicht nachgehakt.

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Oberammergauer schweigen

Fee, Montag, 21.05.2007, 13:23 (vor 4625 Tagen) @ H. Lamarr

Das ist noch nicht ganz raus: Wir haben in Oberammergau Frau Sohmer, Pfarrer Häublein und Dr. Laubert um Stellungnahme dazu gebeten, warum beim LGL keine nach den Empfehlungen des RKI abgefasste Kasuistiken eingetroffen sind. Bislang ist noch keine Antwort eingetroffen, wir haben allerdings auch noch nicht nachgehakt.

Zur Anzahl der ES kann ich nichts sagen, Klitzing sprach von 1 %, Leitgeb von 2 %, Umfragen zeigen zwischen 3 und 5 %, wobei es wohl noch Unterscheidungen gibt im Schweregrad und vermutlich latent Elektrosensible oder solche, die noch an rel. guten Orten wohnen und bei höherer Belastung negativ reagieren würden. Die Anzahl sollte jedoch nicht entscheidend sein für die Schutzmöglichkeiten. Für das nicht melden und nicht antworten kann es auch noch andere Gründe geben als die fehlende Masse.

Oberammergauer schweigen

H. Lamarr @, München, Montag, 21.05.2007, 13:38 (vor 4625 Tagen) @ Fee

Das ist noch nicht ganz raus: Wir haben in Oberammergau Frau Sohmer, Pfarrer Häublein und Dr. Laubert um Stellungnahme dazu gebeten, warum beim LGL keine nach den Empfehlungen des RKI abgefasste Kasuistiken eingetroffen sind. Bislang ist noch keine Antwort eingetroffen, wir haben allerdings auch noch nicht nachgehakt.


Zur Anzahl der ES kann ich nichts sagen, Klitzing sprach von 1 %, Leitgeb von 2 %, Umfragen zeigen zwischen 3 und 5 %, wobei es wohl noch Unterscheidungen gibt im Schweregrad und vermutlich latent Elektrosensible oder solche, die noch an rel. guten Orten wohnen und bei höherer Belastung negativ reagieren würden. Die Anzahl sollte jedoch nicht entscheidend sein für die Schutzmöglichkeiten. Für das nicht melden und nicht antworten kann es auch noch andere Gründe geben als die fehlende Masse.

Jetzt sind Sie neben die Spur geraten, Fee. Die Anzahl der ES ist in diesem Zusammenhang irrelevant. Ich wollte von den drei Oberammergauern nur wissen, warum das LGL, das eigenen Angaben zufolge um ordentliche Kasuistiken aus der Region Oberammergau gebeten hat, auch nach sechs Monaten noch keine einzige ordentliche Kasuistik bekommen hat. Da läuft doch offenkundig irgend etwas schief, denn diese Kasuistiken (nicht die selbstgebastelten von Dr. Waldmann) wären der erste Schritt zu einer amtlichen Untersuchung der Gesundheit der Betroffenen. Leider kam bislang keine Antwort, obwohl die älteste Anfrage (Frau Sohmer) schon rd. drei Wochen her ist. Mit ihrem Schweigen verspielen die Oberammergauer meiner Meinung nach ohne Not Kredit, den sie eigentlich bitter nötig hätten. Um nichts unversucht zu lassen, werde ich alle drei nochmal anschreiben, obwohl mein Bauch jetzt schon knurrt, dass das zwecklos sein wird. KlaKla nennt das gerne: das Schweigen der Lämmer.

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Tags:
Kasuistiken, Schweigen, Argumentationsnotstand

Oberammergauer schweigen

AnKa, Dienstag, 22.05.2007, 00:19 (vor 4625 Tagen) @ Fee

Umfragen zeigen zwischen 3 und 5 %

Da sollte man sich jedoch genau betrachten, welcher Natur solche Umfragen sind. Wenn die Fragestellung irgend insinuiert oder ermuntert, sich als "ES" anzusehen, sind sie das Papier nicht wert, und es sind Angaben wie "3%" oder "5%" wertlos.

Oberammergauer schweigen

Fee, Dienstag, 22.05.2007, 06:45 (vor 4624 Tagen) @ AnKa

Umfragen zeigen zwischen 3 und 5 %


Da sollte man sich jedoch genau betrachten, welcher Natur solche Umfragen
sind. Wenn die Fragestellung irgend insinuiert oder ermuntert, sich als
"ES" anzusehen, sind sie das Papier nicht wert, und es sind Angaben wie
"3%" oder "5%" wertlos.

Diese Umfragen sind von offiziellen deutschen und schweizerischen Amtsstellen wie z.B. BAG.

Umfrageergebnisse hermeneutisch betrachten

AnKa, Dienstag, 22.05.2007, 07:59 (vor 4624 Tagen) @ Fee

Umfragen zeigen zwischen 3 und 5 %

Da sollte man sich jedoch genau betrachten, welcher Natur solche Umfragen sind. Wenn die Fragestellung irgend insinuiert oder ermuntert, sich als "ES" anzusehen, sind sie das Papier nicht wert, und es sind Angaben wie "3%" oder "5%" wertlos.


Diese Umfragen sind von offiziellen deutschen und schweizerischen Amtsstellen wie z.B. BAG.

Die Befragten äußerten letztlich nur eine Mutmaßung. Es gibt keine allgemeingültige Definition für "Elektrosensibilität", deswegen sind Ergebnisse solcher Umfragen stark abhängig von dem, was die Fragestellung den Befragten insinuiert bzw. unbewusst nahelegt, oder wie die von außen erzeugte Stimmungslage bzw. der Zeitgeist zum Thema gerade aussieht.

Vereinfacht kann man sagen: Da es immer mehr Elektrogeräte gibt, könnte auch die Anzahl derer zunehmen, die glauben, unter dem Einfluss irgendwelcher unsichtbarer Einflüsse zu leiden, die von diesen Geräten ausgehen.

Aus entsprechenden Umfrageergebnissen kann man somit keinesfalls schließen, daß "zwischen 3 und 5 %" sogenannt "Elektrosensibler" tatsächlich existieren.

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Elektrosensibilität, Elektrosensibler

Messergebnisse nüchtern betrachtet

H. Lamarr @, München, Dienstag, 22.05.2007, 13:05 (vor 4624 Tagen) @ AnKa

Aus entsprechenden Umfrageergebnissen kann man somit keinesfalls schließen, daß "zwischen 3 und 5 %" sogenannt "Elektrosensibler" tatsächlich existieren.

Was Umfragen anbelangt, haben Sie sicher recht. Nur gibt es zusätzlich zu den Umfragen schon noch härtere Fakten. der Wissenschaftler Norbert Leitgeb fragt nicht um, er misst und leitet aus der reproduzierten Tatsache, dass soundsoviele Probanden bei seinem ES-Test früher als andere aufs Knöpchen drücken, seine Hochrechnung auf die Gesamtbevölkerung ab. Allerdings ist es bei Leitgeb bislang so gewesen, dass die Sensibilität auf NF-Wechselstrom getestet wurde. Lange Zeit galt, dass ein Zusammenhang zwischen nachgewiesener NF-ES und behaupteter HF-ES nicht wissenschaftlich untersucht war. Das hat sich letztes Jahr geändert, als bei Leitgebs Schlafstudie EPROS deutlich wurde, dass die mit der NF-AC-Methode gefundenen ES-Versuchsteilnehmer auch diejenigen waren, die stärker auf HF-Immission reagierten als unsensible Personen.

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