Metastudie (Allgemein)

noop, Montag, 07.05.2007, 22:15 (vor 5247 Tagen)

Hallo,

mich würde mal interessieren ob es einen Zusammenhang zwischen Grenzwerten in verschiedenen (europäischen) Ländern und der Aktivität der Mobilfunkkritiker in den jeweiligen Ländern gibt.

Sofern Mobilfunk gesundheitliche Auswirkungen hat, so wäre eine Parallelität zwischen den Grenzwerten und der Anzahl an Mobilfunkkritikern (Anteilig an der Bevölkerung in %) doch sehr wahrscheinlich?

Hat eventuell jemand ein paar Zahlen?

Grüße
noop

Metastudie

Doris @, Montag, 07.05.2007, 22:31 (vor 5247 Tagen) @ noop

mich würde mal interessieren ob es einen Zusammenhang zwischen Grenzwerten in verschiedenen (europäischen) Ländern und der Aktivität der Mobilfunkkritiker in den jeweiligen Ländern gibt.

Also irgendwie habe ich heute das Gefühl, ich höre nur "Grenzwerte". Gab es wieder einen Vortrag irgendwo?

Deute ich Ihre Frage richtig, dass Sie meinen, dass es in den Ländern, wo es hohe Grenzwerte geben soll, vermutlich auch mehr Leute mobilfunkkritisch sind?

Nennen Sie mal andere europäische Länder, wo sich die Grenzwerte von denen in Deutschland unterscheiden.

In der Schweiz soll es niedrigere Grenzwerte geben. Wenn Sie allerdings das Gigaherz-Forum lesen, dann stellen Sie zwei Dinge fest. Die wehren sich dort mit Händen und Füßen, dass sie keine "besseren also niedrigeren" Grenzwerte haben und vor allen Dingen sind die Schweizer doch sehr aktiv und fühlen sich trotz der "angeblich niedrigeren Grenzwerte" sehr stark durch ihre Mobilfunkantennen gesundheitlich bedroht.

In Mallorca soll es momentan sehr viele Mobilfunkkritiker geben, weil die dort die Insel mit Masten zupflastern wollen. Leider ist der ARtikel auf den Herr Wölfle verweist im Mallorca MAgazin nicht mehr zu lesen.

mfg
Doris

Metastudie

noop, Montag, 07.05.2007, 23:21 (vor 5247 Tagen) @ Doris

Also irgendwie habe ich heute das Gefühl, ich höre nur "Grenzwerte". Gab es wieder einen Vortrag irgendwo?

Nicht doch! Der Dr. Waldmann-Selsam Geist spukt zwar zurzeit, aber mich hat er noch nicht erwischt!

Deute ich Ihre Frage richtig, dass Sie meinen, dass es in den Ländern, wo es hohe Grenzwerte geben soll, vermutlich auch mehr Leute mobilfunkkritisch sind?

Ein, wie ich finde nicht ganz unlogische Annahme!

Nennen Sie mal andere europäische Länder, wo sich die Grenzwerte von denen in Deutschland unterscheiden.

Hmm, das war ja in etwa das was ich selber gefragt hatte.
Aber ok, wenn in Europa die Grenzwerte alle in etwa gleich sind wie sieht es dann mit Russland, Amerika etc. aus?

In der Schweiz soll es niedrigere Grenzwerte geben. Wenn Sie allerdings das Gigaherz-Forum lesen, dann stellen Sie zwei Dinge fest. Die wehren sich dort mit Händen und Füßen, dass sie keine "besseren also niedrigeren" Grenzwerte haben und vor allen Dingen sind die Schweizer doch sehr aktiv und fühlen sich trotz der "angeblich niedrigeren Grenzwerte" sehr stark durch ihre Mobilfunkantennen gesundheitlich bedroht.

Sind denn in der Schweiz die Grenzwerte heruntergesetzt worden in den letzten Jahren?

beste Grüße
noop

Metastudie

Doris @, Dienstag, 08.05.2007, 00:09 (vor 5247 Tagen) @ noop

Nicht doch! Der Dr. Waldmann-Selsam Geist spukt zwar zurzeit, aber mich hat er noch nicht erwischt!

;-)

Deute ich Ihre Frage richtig, dass Sie meinen, dass es in den Ländern, wo es hohe Grenzwerte geben soll, vermutlich auch mehr Leute mobilfunkkritisch sind?

Ein, wie ich finde nicht ganz unlogische Annahme!

Ich weiß nicht, ob es da einen Zusammenhang gibt. Wenn sich Leute anfangen für Mobilfunk zu interessieren, dann ist das oft dann wenn eine Mobilfunkantenne erstellt werden soll. Das mit den Grenzwerten wird einem dann auf einschlägigen Veranstaltungen suggeriert, die dann meistens von schnell gegründeten BIs ins Leben gerufen werden. Die Grenzwertgeschichte klebt irgendwie an der einschlägigen Mobilfunkaufklärung.
Immer wieder liest man doch bei MEssungen, dass in den meisten Fällen der Grenzwert nur zu 5 % ausgeschöpft wird, wie weit muss dann dieser herabgesetzt werden, damit die Gefahr gebannt werden soll und trotzdem noch ein funktionierendes Mobilfunknetz besteht? Also ich persönlich fand die Grenzwertdiskussionen, so wie sie geführt werden, schon ziemlich schnell absurd, auch in Zeiten als ich noch "einschlägig" aufgeklärt wurde.

Aber ok, wenn in Europa die Grenzwerte alle in etwa gleich sind wie sieht es dann mit Russland, Amerika etc. aus?

Russland wird ja auch immer wieder erwähnt bei den niedrigeren Grenzwerten.

Sind denn in der Schweiz die Grenzwerte heruntergesetzt worden in den letzten Jahren?

Diese Frage verstehe ich jetzt nicht. Ich weiß nur, dass die Schweiz immer wieder als das (europäische) LAnd erwähnt wird, welches keine so hohen Grenzwerte hat wie Deutschland. Aber dazu - und insgesamt über Grenzwerte -hat Raylauncher ja hier was geschrieben.

mfg
Doris

Grenzwerte weltweit

H. Lamarr @, München, Dienstag, 08.05.2007, 00:49 (vor 5247 Tagen) @ noop

Nennen Sie mal andere europäische Länder, wo sich die Grenzwerte von denen in Deutschland unterscheiden.


Hmm, das war ja in etwa das was ich selber gefragt hatte.

Die Grenzwerte in aller Herren Länder (wichtig ist Zeile 9)

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Grenzwerte weltweit

noop, Dienstag, 08.05.2007, 23:37 (vor 5246 Tagen) @ H. Lamarr

Grenzwerte in aller Herren Länder[/link] (wichtig ist Zeile 9)

Leider scheint hier nur zwischen ICNIRP = Ja oder Nein unterschieden zu werden (sofern ich das richtig verstanden habe). Und bei 'Nein' weiß man nicht ob über oder unterhalb von ICNIRP.

Gibts vielleicht auch eine ähnliche Seite die die BIs oder noch besser deren Mitgliedszahlen verrät (am besten weltweit)? Dann könnte ich mal eine grobe Statistik basteln. Vielleicht würde es sich ja lohnen diese dann mit exakteren Daten zu füttern.

Vielen Dank
noop

Grenzwerte weltweit

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 09.05.2007, 00:04 (vor 5246 Tagen) @ noop

Und bei 'Nein' weiß man nicht ob über oder unterhalb von ICNIRP.

Zumindest manchmal gibt dann das Kleingedruckte Auskunft, wenn Sie sich durch allerlei technisches Kauderwelsch durchgekämpft haben. Lohnt sic eigentlich nur bei gezielte Recherche, z.B. Italien (Toscana)

Gibts vielleicht auch eine ähnliche Seite die die BIs oder noch besser deren Mitgliedszahlen verrät (am besten weltweit)? Dann könnte ich mal eine grobe Statistik basteln. Vielleicht würde es sich ja lohnen diese dann mit exakteren Daten zu füttern.

Wir fragen bei der Anmeldung einer BI für die Liste der BIs gegen Mobilfunk auch (grob) die Mitgliederstärke einer BI ab. Die Angaben sind nicht verifizierbar und vermutlich haben nicht alle, die im Laufe der Jahre aufgegeben haben, sich auch aus der Liste austragen lassen. Hinzu kommt, dass die Liste nicht alle BIs erfasst. Das Datenmaterial wäre also nicht so toll. Und es gibt viele Anzeichen, dass die angeblich aktiven 1500 BIs reines Wunschdenken sind, wenn Sie die in den vergangenen 10 Jahren erloschenen mitzählen, kommen Sie vielleicht auf diesen Wert. Aktiv sind meiner Meinung nach jedoch sehr viel weniger, vielleicht 50 oder 100, wobei ein stetes Gehen und Kommen zu beobachten ist. Von einer europäischen oder gar weltweiten Liste der BIs gegen Mobilfunk ist mir nichts bekannt.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Nachtrag zu Mallorca

Doris @, Dienstag, 08.05.2007, 16:05 (vor 5247 Tagen) @ Doris

In Mallorca soll es momentan sehr viele Mobilfunkkritiker geben, weil die dort die Insel mit Masten zupflastern wollen. Leider ist der ARtikel auf den Herr Wölfle verweist im Mallorca MAgazin nicht mehr zu lesen.


Nur der Vollständigkeithalber hier doch noch der Link zum Mallorca Magazin. Helmut hat diesen im RDW-Forum eingestellt.

Metastudie

Marianne, Dienstag, 08.05.2007, 08:22 (vor 5247 Tagen) @ noop

Dr. Moldan Umweltanalytik
Analysieren - Bewerten - Beraten
Dr. Moldan Umweltanalytik Am Henkelsee 13 97346 Iphofen 0 93 23 / 87 08 10, Fax 87 08 11
Internet: www.drmoldan.de email: info@drmoldan.de

Einige Grenzwerte, Empfehlungen und Effekte für gepulste elektromagnetische
Mobilfunkwellen im Vergleich:
HF-Grenzwerte
Strahlungsstärke in Mikrowatt pro Quadratmeter µW/m² Stand: November 2002
Angaben teilweise leicht auf- oder abgerundet Zusammengestellt von Baubiologie Maes
100.000.000 µW/m² DIN/VDE 0848 für den Arbeitsplatz
20.000.000 µW/m² Niederlande für UMTS 2000 MHz
17.500.000 µW/m² Niederlande für E-Netze 1800 MHz
10.000.000 µW/m² Deutschland 26. BImSchV für UMTS 2000 MHz (1997)
England, Schweden, Finnland, Japan für UMTS 2000 MHz
ICNIRP, WHO, EU-Ratsempfehlung, SSK für UMTS 2000 MHz
USA, Kanada, Österreich für E-Netze 1800 MHz
DIN/VDE 0848 für die Bevölkerung
Thermische Effekte
9.000.000 µW/m² Deutschland 26. BImSchV für E-Netze 1800 MHz (1997)
England, Schweden, Finnland, Japan für E-Netze 1800 MHz
ICNIRP, WHO, EU-Ratsempfehlung, SSK für E-Netze 1800 MHz
6.500.000 µW/m² Niederlande für D-Netze 900 MHz
6.000.000 µW/m² USA, Kanada, Österreich für D-Netze 900 MHz
4.500.000 µW/m² Deutschland 26. BImSchV für D-Netze 900 MHz (1997)
England, Schweden, Finnland, Japan für D-Netze 900 MHz
ICNIRP, WHO, EU-Ratsempfehlung, SSK für D-Netze 900 MHz
Körpererwärmung bei Kleintieren um über 6 °C (Adey, Myers u. a.)
2.000.000 µW/m² Australien, Neuseeland für D-Netze 900 MHz
1.200.000 µW/m² Belgien (2001)
90.000 µW/m² Schweiz, Luxemburg, Liechtenstein für E-Netze 1800 MHz
Italien, Polen, Ungarn, Bulgarien für die Summe aller Anlagen
China, Russland für die Summe aller Anlagen
45.000 µW/m² Schweiz für D-Netze 900 MHz (2000)
24.000 µW/m² Belgien / Wallonien (2001)
20.000 µW/m² Ehemalige Sowjetunion
Direkter Effekt auf Ionenkanäle von Zellen (D´Ínzeo 1988)
13.000 µW/m² Doppelte Zunahme von Leukämien bei erwachsenen (Dolk 1997)
10.000 µW/m² Ecolog Hannover (auch für ungepulste Strahlung, 2001)
DNA-Schäden (Phillips 1998, Verschave 1994, Lai 1996 u. a.)
Störung des Immunsystems bei Mäusen (Fesenko 1999)
Stimulation von T-Zellen und Makrophagen (Novoselova 1999)
5.000 µW/m² Öffnung der Blut-Hirn-Schranke bei Ratten (Salford 1999 u. a.)
1.600 µW/m² Unfruchtbarkeit bei Mäusen nach 5 Generationen (Magras 1997)
Motorik- und Gedächtnisstörung bei Kindern (Kolodynski 1996)
Seite 2 von 2 zu Grenz- und Richtwerten bei hochfrequenten Wellen
Analysieren - Bewerten - Beraten

1.000 µW/m² Im EEG nachweisbare Hirnstromveränderungen (v. Klitzing u. a. )
Störungen des Immunsystems (Bruvere 1998 u. a.)
Stadt Salzburg / Land für die Summe aller Anlagen (1999)
Salzburger Resolution, getragen von 19 Wissenschaftlern (2000)
Bundesärztekammer u. Ärzteorganisationen (Eckel 2000 u. a. )
Qualitätsziel Italien (je Anlage)
BUND für E-Netze 1800 MHz (auch für ungepulste Strahlung)
800 µW/m² Calcium-Ionen-Veränderungen in der Zelle (Schwartz 1990 u. a. )
500 µW/m² BUND für D-Netze 900 MHz (auch für ungepulste Strahlung)
250 µW/m² Stadt Salzburg / Land für Einzelanlagen (1999)
200 µW/m² Störungen an Zellmembranen (Marinelli 1999)
100 µW/m² Europäisches Parlament (Wissenschafts-Direktion STOA, 2001)
Dr. N. Cherry, Lincoln-University Neuseeland (2000)
10 µW/m² Landessanitätsdirektion Salzburg, Summe GSM im Freien (2002)
Dr. L. von Klitzing (Med. Universität Lübeck) für Mobilfunk (2001)
Beeinflussung des Wachstums von Hefezellen (Adey, Claire u. a. )
bis 10 µW/m² Bewertung Öko-Test 4/2001 als niedrige Belastung
10-100 µW/m² mittlere Belastung
über 100 µW/m² hohe Belastung
Absprache mit Maes, Dr. L. v. Klitzing und Prof. Käs (Universität der
Bundeswehr Neubiberg)
1 µW/m² Landessanitätsdirektion Salzburg, Summe GSM im Gebäude (2002)
Dr. L. v. Klitzing (Med. Uni Lübeck) für DECT-Telefone (2001)
Resolution Bürgerforum für Wachbereiche (1999)
0,1 µW/m² Baubiologie für Schlafbereiche (Maes/IBN 2000)
0,1-5 µW/m² schwach, 5-100 µW/m² stark, >100 µW/m² extrem
Veränderte Kalzium-Abgabe menschlicher Hirnzellen (Bahnmeier)
Sonneneinstrahlung auf die Erde, nicht gepulst (Leitgeb u. a.)
0,01 µW/m² Resolution Bürgerforum für Ruhebereiche (1999)
ca. 0,01-1 µW/m² Zivilisatorischer Durchschnitt in Häusern (Maes 1995-2000)
ca. 0,001 µW/m² Optimale Funktion eines D- oder E-Netz-Handys gewährleistet
<0,000001 µW/m² Natürliche Hintergrundstrahlung (Neitzke)

Tags:
Moldan, Metastudie

Optimale Funktion...?

AnKa, Montag, 14.05.2007, 07:31 (vor 5241 Tagen) @ Marianne

ca. 0,001 µW/m² Optimale Funktion eines D- oder E-Netz-Handys gewährleistet

Je ferner und schwächer die Sendestation, desto stärker sendet das Handy am Ohr.

Richtig?

Buchstabensalat ungenießbar

H. Lamarr @, München, Montag, 14.05.2007, 23:46 (vor 5240 Tagen) @ Marianne

Marianne, in der gezeigten Form ist die Tabelle eher ein nichtssagender Buchstaben und Ziffernsalat, den ich gerne löschen möchte: Wenn Sie mir den Link zu der tabelle mit den werten schicken, baue ich den gerne ersatzweise in Ihr Posting ein.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum