Wie weiter? (Allgemein)

Finbarr, Montag, 07.05.2007, 10:20 (vor 5326 Tagen)

Wir sind eine IG und haben den Kampf gegen zahlreichen Masten auf benachbartem Silo aufgenommen. Leider wenig Unterstützung bei vielen Anwohnern und kein Interesse auf Seite des Silovermieters an Dialog mit uns bzw. Auskunft.
Wir benötigen inoffizielle Ratschläge betr. Rechtslage, was man tun kann, ohne das Risiko von Verleumdung, etc.einzugehen. Wären sehr glücklich über engagierte Person mit Hintergrundwissen, die bereit ist, uns die Richtung zu weisen. Wir haben bereits einige Kosten auf uns genommen und wollen vorerst keinen bezahlten Rechtsanwalt einschalten. Daher diese Meldung.
Recht herzlichen Dank.

Ratschlag

Raylauncher @, Montag, 07.05.2007, 19:29 (vor 5326 Tagen) @ Finbarr
bearbeitet von Raylauncher, Montag, 07.05.2007, 20:55

Wir sind eine IG und haben den Kampf gegen zahlreichen Masten auf benachbartem Silo aufgenommen. Leider wenig Unterstützung bei vielen Anwohnern und kein Interesse auf Seite des Silovermieters an Dialog mit uns bzw. Auskunft. Wir benötigen inoffizielle Ratschläge betr. Rechtslage, was man tun kann, ohne das Risiko von Verleumdung, etc.einzugehen. Wären sehr glücklich über engagierte Person mit Hintergrundwissen, die bereit ist, uns die Richtung zu weisen. Wir haben bereits einige Kosten auf uns genommen und wollen vorerst keinen bezahlten Rechtsanwalt einschalten. Daher diese Meldung.

Den besten Rat, den ich Ihnen als "Person mit Hintergrundwissen" geben kann: Finden Sie sich mit der Installation auf dem Silo ab und wenden Sie sich erfreulicheren Dingen des Lebens zu.

Begründung:

1. Sie tun damit Ihrer Gesundheit des besten Dienst. Jegliche Aufregung und Ärgernis in Folge eines erfolglosen Engagements gegen den Mast sind der Gesundheit nachweislich abträgig. Für gesundheitlich nachteilige Wirkungen der Mobilfunkstrahlung fehlt hingegen jeglicher Beweis.

2. Ein Engagement gegen Mobilfunkmasten ist immer mit dem Risiko des "sich lächerlich machens" und ggf. Verleumdung verbunden. Die Gefahr ist groß, dass man sich blamiert, wenn man von den physikalischen und technischen Zusammenhängen wenig Ahnung hat und dies offenkundig wird. Besonders die Tatsache, dass wenig Unterstützung durch Anwohner vorhanden ist und der Silobesitzer Ihre Argumente nicht ernst nimmt, macht ja deutlich, das diese Menschen nicht auf Demagogie und Panikmache mobilfunkkritischer Kreise ansprechen. Möglicherweise sind diese Personen auch auf die Nutzung mobiler Kommunikationstechnik angewiesen und somit einverstanden, dass der Sender dort ist wo er ist.

3. Werfen Sie dem Geld, das Sie bisher für diese Angelegenheit verausgabt haben nicht weiteres gutes Geld hinterher. Gehen Sie statt dessen mit Ihren Gesinnungsgenossen in das beste Restaurant am Platze und genießen Sie das Leben.
Einen Rechtsanwalt einzuschalten wäre zwar für den RA erfreulich, für Sie aber die schlechteste aller Möglichkeiten. Bedenken Sie, das Geld wäre dann weg ohne dass Ihnen eine wirkliche Gegenleistung zukäme, ganz zu schweigen von den Folgekosten eines sinnlosen Rechtsstreites. Ein seriöser RA wird Ihnen das klar bei der Beratung sagen. Ein weniger seriöser macht Ihnen womöglich Hoffnungen, dass man den Masten wegbekommen könnte. Was er Ihnen sicher nicht erzählen wird, ist die Tatsache, dass er das wohl noch in keinem Fall wirklich geschafft hat; er nicht und sei er noch so spezialisiert auf Mobilfunkangelegenheiten und auch kein anderer RA. Der Betrieb einer Mobilfunkanlage ist an sich nichts Ungesetzliches und die befürchteten "Nebenwirkungen" wie Wertverlust der eigenen Immobilie oder behauptete Gesundheitsgefahren werden von den Gerichten nicht anerkannt. Auch eine Verschandelung der Landschaft wird Ihnen kaum jemand abnehmen, angesichts des Silos, das ohnehin in der Landschaft steht.

In der Hoffnung, Ihnen weitergeholfen zu haben
Ihr Raylauncher

Wie weiter?

Doris @, Montag, 07.05.2007, 20:52 (vor 5326 Tagen) @ Finbarr

Wir sind eine IG und haben den Kampf gegen zahlreichen Masten auf benachbartem Silo aufgenommen. Leider wenig Unterstützung bei vielen Anwohnern und kein Interesse auf Seite des Silovermieters an Dialog mit uns bzw. Auskunft. Wir benötigen inoffizielle Ratschläge betr. Rechtslage, was man tun kann, ohne das Risiko von Verleumdung, etc.einzugehen. Wären sehr glücklich über engagierte Person mit Hintergrundwissen, die bereit ist, uns die Richtung zu weisen. Wir haben bereits einige Kosten auf uns genommen und wollen vorerst keinen bezahlten Rechtsanwalt einschalten. Daher diese Meldung.

NAch der Antwort von Raylauncher denken Sie wahrscheinlich, Sie sind im falschen Forum.
Auch wenn sein Beitrag teilweise leicht ironisch rüberkommt, hat er in den meisten Punkten recht.
Sie werden nichts erreichen. Und so wie Sie schreiben, sind die Masten auf dem Silo ja bereits installiert und wahrscheinlich in Betrieb. Wer hat Ihnen Hoffnung gemacht, dass Sie eine Chance haben die Masten wegzubekommen?
Betrachten Sie den Standort mal mit kritischen Augen. Normalerweise sind Silos relativ hoch und somit nicht unbedingt die schlechtesten STandorte für Mobilfunkbasisstationen.

Wie weit sind Sie von diesem Silo entfernt?
Haben Sie schon mal gemessen, wie hoch die Belastung durch diese Masten in Ihrem Haus tatsächlich ist.

Stellen Sie an sich Symptome fest, von denen Sie glauben, dass diese in Zusammenhang mit den Masten stehen?

Auch hier in unserer Gegend wurde uns permanent geschildert, wie bedrohlich die Masten für all die Anwohner seien. Mit einem Messgerät mussten wir feststellen, dass dort wo wir gemessen haben fast nichts mehr von den Basisstationen ankommt.

Benutzen Sie ein Handy und telefonieren Sie mit einem Schnurlostelefon?

Die größte Belastung hatten die Leute in ihren eigenen Haushalten, wenn sie ein Schnurlostelefon benutzen.
Wenn Sie skeptisch gegenüber der Funktechnik sind und glauben, dass diese Ihrer Gesundheit abträgig ist, dann meiden Sie konsequent Ihre eigene Funktechnik, denn evtl. Risiken durch Handytelefonate sind noch nicht ganz so geklärt, wie Raylauncher dies in seinem Beitrag schreibt.

mfg
Doris

Wie weiter?

Finbarr, Montag, 07.05.2007, 21:45 (vor 5326 Tagen) @ Doris

Hallo,
vielen Dank für die Kommentare. Ich finde es sehr traurig, denn der Beweis der Schädlichkeit dieser Masten ist meiner Überzeugung nach nur eine Frage der Zeit, und dann ist es für manchen Betroffenen zu spät. Die Unbedenklichkeit wurde auch nicht erwiesen und manch anderes Land praktiziert ganz andere Grenzwerte. Industrie und Politik haben hier anscheinend das Sagen.
Schnurloses Telefon habe ich nicht, Handy habe ich (nicht eingeschaltet) als Notrufsäule meist dabei. Wir von der IG sind ohnehin nicht radikal gegen Handys, nur für ein vernünftiges Nutzen und nicht für Handys als Alleskönner, die vermutlich die Sendekapazität in die Höhe schickt. Ich schalte elektrische Geräte meist richtig aus (Stecke ziehen) und habe weder Mikrowelle noch Tiefkühltrühe. Über die zahlreichen Masten habe ich aber keinen Einfluss und es gibt doch ernstzunehmende Hinweise auf Schädigung sowie mancherorts auffällige Konzentrationen von Krankheiten.
Jedenfalls danke nochmals für die Antworten, mfG Finbarr

Wie weiter?

Doris @, Montag, 07.05.2007, 22:14 (vor 5326 Tagen) @ Finbarr

Ich finde es sehr traurig, denn der Beweis der Schädlichkeit dieser Masten ist meiner Überzeugung nach nur eine Frage der Zeit, und dann ist es für manchen Betroffenen zu spät. Die Unbedenklichkeit wurde auch nicht erwiesen und manch anderes Land praktiziert ganz andere Grenzwerte.

Ihre Sätze machen sehr deutlich, von wem Sie Ihre Informationen haben. Wenn ich so etwas lese, dann fühle ich mich bestätigt in meiner Vorgehensweise alles zu hinterfragen und mich von den Leuten, denen Sie solche Aussagen wie oben zu verdanken haben, zu distanzieren.

Handy habe ich (nicht eingeschaltet) als Notrufsäule meist dabei. Wir von der IG sind ohnehin nicht radikal gegen Handys, nur für ein vernünftiges Nutzen

Man muss nicht radikal sein, wenn man als Mobilfunkkritiker kein Handy hat, man kann es auch als konsequent bezeichnen.
Wobei ich es durchaus auch so sehe, dass es Menschen gibt, die ein Handy beruflich nutzen müssen. Aber so überlebensnotwendig ist es für viele nicht, die dies glauben und gerade ein Mobilfunkkritiker sollte sich mit dieser Frage kritischer auseinandersetzen als jemand anderer.
Und da Sie sich von einem Mobilfunkmasten bedroht fühlen, frage ich Sie, wie soll Ihre "Notrufsäule" denn funktionieren, wenn es keine Masten gibt und einer wohnt immer irgendwie ungeschickt in der Nähe eines MAstens. Und ich gehe doch stark davon aus, dass das was Sie für sich nicht wollen auch anderen nicht zumuten möchten. Und in Anbetracht der unzähligen Handys braucht man eben auch unzählige Masten und die können eben nicht alle ganz weit draußen stehen, denn so viel "weit draußen" haben wir eben gar nicht mehr in Anbetracht der Fülle der Handys.

Über die zahlreichen Masten habe ich aber keinen Einfluss

Sie meinen, weil fremdbestimmt? Für diesen Satz wird KlaKla (ein Forumsteilnehmer) Sie "lieben" :-D

und es gibt doch ernstzunehmende Hinweise auf Schädigung

Aber bis zum Beweis ist das noch ein langer Weg und deshalb wird sich Ihre Hoffnung, die Sie geäußert haben, dass es sich bald zeigen wird, dass Basisstationen gefährlich sind nicht so schnell erfüllen. Außerdem gibt es mehr Hinweise auf evtl. gesundheitliche Risiken durch Mobiltelefone. Bei den gesundheitlichen Auffälligkeiten um die Basisstationen herum, habe ich eher den Eindruck, kümmert sich nicht wirklich jemand darum. Und wenn Sie jetzt Frau Dr. Waldmann-Selsam anbringen, mit ihren Fallsammlungen um die Erkrankten um die Basissationen, dann lesen Sie mal, was gerade hierüber in den letzten Tagen geschrieben wurde. Das was Frau Dr. Waldmann-Selsam macht ist das eine, wie die Behörden - wenn überhaupt - reagieren, das ist das andere. Aber irgendwo scheint die Verbindung zwischen den beiden Dingen zu fehlen.

sowie mancherorts auffällige Konzentrationen von Krankheiten.

Da haben Sie durchaus recht, aber das nützt nichts, wenn die Erkrankten nicht effektiver arbeiten und sich nicht darum kümmern darauf zu drängen, dass der Sache wirklich nachgegangen wird. Mit Klagen und Lamentieren ist nichts getan.

mfg
Doris

Wie weiter?

noop, Montag, 07.05.2007, 22:35 (vor 5326 Tagen) @ Doris

Da haben Sie durchaus recht, aber das nützt nichts, wenn die Erkrankten nicht effektiver arbeiten und sich nicht darum kümmern darauf zu drängen, dass der Sache wirklich nachgegangen wird. Mit Klagen und Lamentieren ist nichts getan.

@Doris
Dann verstehe ich aber Ihren Ratschlag an Finbarr nicht: "Sie werden nichts erreichen."?

Ich finde dann sollte man doch etwas konstruktiver und nicht so desillusionierend helfen um effektiver zu arbeiten.

Grüße noop

Wie weiter?

Doris @, Montag, 07.05.2007, 23:45 (vor 5326 Tagen) @ noop

@Doris
Dann verstehe ich aber Ihren Ratschlag an Finbarr nicht: "Sie werden nichts erreichen."?

Ich finde dann sollte man doch etwas konstruktiver und nicht so desillusionierend helfen um effektiver zu arbeiten.


Finbarr will erreichen, dass bestehende Mobilfunkanlagen abgebaut werden. Das ist nach geltendem Recht nicht möglich.
Mobilfunkkritiker wie er begründen dies damit, dass Mobilfunkbasisstationen gesundheitsschädlich sind. Warum sammelt Frau Dr. Waldmann-Selsam nur Fallbeispiele und kümmert sich nicht mehr darum, dass diese Beispiele auch wirklich ernst genommen werden.
Die Oberammergauer haben erreicht, dass Ihre Geschichte von den Medien aufgenommen wurde und das Thema Elektrosensibilität nach draußen getragen wurde. Die Behörden mussten nun reagieren, da dieser Beitrag öffentlichkeitswirksam war. Sie haben reagiert, wie Sie in dem Beitrag "Antwort des LGL und LfU " lesen konnten. Warum wurde bis heute ein halbes Jahr nach dem versandten Rundbrief an die Ärzte keine einzige Geschichte gemeldet. Wäre es nicht Sache von Frau Dr. Waldmann-Selsam - die dort ja auch mitgewirkt hat - oder aber ihrer unzähligen Anhänger, dieser Sache nachzugehen? Es wäre sinnvoll, Frau Dr. Waldmann-Selsam würde die LEute, die ihr treu zur Seite stehen aktivieren und einen Weg zu Ende verfolgen. Nur wenn es genügend Fallbeispiele gibt, die anerkannt sind, hätte man eine Chance, dass man sich ernsthaft um die angeblich Erkrankten um die Basisstationen kümmert.

Wen meinen Sie, wer konstruktiver statt desillusionierend helfen soll?

Ich habe doch schon ziemlich konstruktiv geholfen, in dem ich nachgefragt habe
und wer es wissen und sich wirklich darüber informieren will, der kann hier in diesem Forum nachlesen, dass die Sache stockt und auch aus welchen Gründen.
Ich habe das getan, obwohl ich weit weg von Oberammergau bin, nicht durch eine Mobilfunkantenne beeinträchtigt bin und auch nicht elektrosensibel bin.
Wie Sie hier lesen können wird versucht, die recht angeschlagene Verbindung unter manchen Mobilfunkkritiker in diesem Fall wieder aufzunehmen.
Ich bin gespannt, ob die Mobilfunkkritiker überhaupt reagieren, wenn ein Vorschlag von den Mobilfunkkritikerkritiker kommt. Wenn es ihnen wirklich um die Sache geht, dann müssten sie den Faden aufnehmen. Sie werden die Sache hier weiterverfolgen können.

mfg
Doris

Tags:
Rundbrief

Wie weiter?

Raylauncher @, Montag, 07.05.2007, 22:50 (vor 5326 Tagen) @ Finbarr

Ich finde es sehr traurig, denn der Beweis der Schädlichkeit dieser Masten ist meiner Überzeugung nach nur eine Frage der Zeit, und dann ist es für manchen Betroffenen zu spät. Die Unbedenklichkeit wurde auch nicht erwiesen und manch anderes Land praktiziert ganz andere Grenzwerte. Industrie und Politik haben hier anscheinend das Sagen. Schnurloses Telefon habe ich nicht, Handy habe ich (nicht eingeschaltet) als Notrufsäule meist dabei. Wir von der IG sind ohnehin nicht radikal gegen Handys, nur für ein vernünftiges Nutzen und nicht für Handys als Alleskönner, die vermutlich die Sendekapazität in die Höhe schickt.

Ob es eine Frage der Zeit ist, bis eine behauptete Schädlichkeit der Masten erwiesen ist, bezweifle ich. Die bislang vorliegenden Forschungsresultate legen vielmehr nahe, dass von den Funkwellen keine Gefährdung ausgeht, soweit die Grenzwerte eingehalten sind. Eine Unschädlichkeit wird man letztlich nie endgültig beweisen können. Nur das Gegenteil wäre möglich. Das Nichtvorhandensein von etwas kann man eben nicht beweisen.

Apropos Grenzwerte: Es ist ein Märchen, dass die Grenzwerte in Deutschland besonders hoch wären. Die gleichen GW gelten in vielen europäischen Ländern, den USA, Australien usw. Lediglich in der Schweiz gibt es für besonders schutzwürdige Bereiche eine strengere Regelung, ansonsten gelten auch in der Schweiz die gleichen Werte wie bei uns. Andererseits gibt es in vielen Ländern keinerlei gesetzliche GW.

Ich wünsche Ihnen nur, dass Sie nie mit Ihrem "Notfallhandy" einen dringenden Anruf absetzen müssen und dann keine Verbindung möglich ist. Ohne Netzinfrastruktur funktionieren die Dinger eben nicht. Mir ist ein Fall bekannt, wo Mobilfunkgegner den Bau eines Sendemastens verzögern konnten. Einer dieser Leute verunglückte daraufhin mit seinem Traktor und wurde eingeklemmt. Wegen des fehlenden Mastes funktionierte sein Handy nicht und er konnte keinen Notruf absetzen. Nur durch Zufall wurde er gefunden und konnte gerettet werden. Dieser Mann hat daraufhin seine Meinung gründlich geändert.

Raylauncher

Tags:
Notfallhandy

Märchenstunde

Karl, Dienstag, 08.05.2007, 08:13 (vor 5325 Tagen) @ Raylauncher

Ich wünsche Ihnen nur, dass Sie nie mit Ihrem "Notfallhandy" einen dringenden Anruf absetzen müssen und dann keine Verbindung möglich ist. Ohne Netzinfrastruktur funktionieren die Dinger eben nicht. Mir ist ein Fall bekannt, wo Mobilfunkgegner den Bau eines Sendemastens verzögern konnten. Einer dieser Leute verunglückte daraufhin mit seinem Traktor und wurde eingeklemmt. Wegen des fehlenden Mastes funktionierte sein Handy nicht und er konnte keinen Notruf absetzen. Nur durch Zufall wurde er gefunden und konnte gerettet werden. Dieser Mann hat daraufhin seine Meinung gründlich geändert.

Das klingt, wie eine Geschichte, aus Bernhards Märchenstunde oder 1000 und eine Nacht mit Waldschrat Selsam.

Wäre an ihrer Geschichte etwas Wahres dran, dann hätten die Medien darüber ausführlich berichtet. Denn so eine Geschichte ist im Sinne der Mobilfunkindustrie. Das Handy dein Freund und Helfer.

Märchenstunde

caro, Dienstag, 08.05.2007, 10:30 (vor 5325 Tagen) @ Karl

Wäre an ihrer Geschichte etwas Wahres dran, dann hätten die Medien darüber ausführlich berichtet. Denn so eine Geschichte ist im Sinne der Mobilfunkindustrie. Das Handy dein Freund und Helfer.

Ich find das ne super Story! Sollte man einen Kinofilm draus machen - bei so vielen "Emo-Punkten" würde das garantiert ein Kassenschlager werden. Wie schon "Emmas Glück" - deftige Geschichten vom flachen Land sind In.

Märchenstunde

Raylauncher @, Dienstag, 08.05.2007, 20:37 (vor 5325 Tagen) @ Karl

Das klingt, wie eine Geschichte, aus Bernhards Märchenstunde oder 1000 und eine Nacht mit Waldschrat Selsam.

Wäre an ihrer Geschichte etwas Wahres dran, dann hätten die Medien darüber ausführlich berichtet. Denn so eine Geschichte ist im Sinne der Mobilfunkindustrie. Das Handy dein Freund und Helfer.

Das mag wirklich wie ein konstruierter Fall klingen; die Sache hat sich jedoch in Ostbayern vor einigen Jahren wirklich zugetragen. Die Geschichte stand damals auch in der Zeitung. Ich weiß, Sie werden mir das so nicht abnehmen. Mal sehen, vielleicht kann ich die Zeitungsnotiz noch finden.

Raylauncher

Märchenstunde

RDW, Dienstag, 08.05.2007, 21:14 (vor 5325 Tagen) @ Karl

Wäre an ihrer Geschichte etwas Wahres dran, dann hätten die Medien darüber ausführlich berichtet. Denn so eine Geschichte ist im Sinne der Mobilfunkindustrie. Das Handy dein Freund und Helfer.

Es gibt auch noch eine Welt jenseits der Internets und der Boulevardmedien! Und vor allem auch jenseits des kleinen Anteils daraus, der die Mobilfunkkritiker über ihre eigenen Kanäle erreicht.

Kennen Sie zum Beispiel diese Meldung von Mitte April: Über 10.000 Handy-Ortungen in Notsituationen

Was glauben Sie, zu wievielen von diesen Vorgängen es die eine oder andere Sache zu berichten gibt, von der nie jemand ausser den direkt daran Beteiligten erfährt. Oder manchmal eben zudem noch andere, die in einer besonderen Beziehung dazu stehen.

RDW

Wie weiter?

H. Lamarr @, München, Dienstag, 08.05.2007, 00:34 (vor 5326 Tagen) @ Finbarr

Industrie und Politik haben hier anscheinend das Sagen.

Ach herrjeh - ein Fundi! Ja dann Servus. Die Fundi-Funktionäre werden Sie mit offenen Armen empfangen und mit Sicherheit so beraten, wie Sie sich das gewünscht haben.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Ab ins wirkliche Leben :-)

wurzeline, Mittwoch, 09.05.2007, 18:25 (vor 5324 Tagen) @ Finbarr

Hi Finbar,

ich schlage vor, sie vergessen die meisten negativen Äußerungen hier und gehen mit den Infos, die ihnen Mut gemacht haben positiv auf die Menschen in ihrem Umfeld zu, dort ist das Problem und dort werden Menschen wie sie gebraucht.

Verpulvern sie nicht gute Energien für unnötige Diskussionen hier im Forum, denn die bringen nichts außer ihnen eben die guten Energien für ihr mobilfunkkritisches Vorhaben zu nehmen.

Sie erkennen mit dem Herzen (und dem Verstand) wo es wirklich langeht und finden im wirklichen Leben besser ihren Weg als hier.

Ich bin neu hier, werde wohl ab und zu mal nach Aufbauendem für meine Arbeit stöbern, da ich denke es gibt hier auch wirklich hilfreiche Infos.

Alles Gute und viel Erfolg

Wurzeline (die gerne das Übel an der Wurzel packt:-D )

Esoterisches Geschwurbel

AnKa, Samstag, 12.05.2007, 16:54 (vor 5321 Tagen) @ wurzeline

Hi Finbar,

ich schlage vor, sie vergessen die meisten negativen Äußerungen hier und gehen mit den Infos, die ihnen Mut gemacht haben positiv auf die Menschen in ihrem Umfeld zu, dort ist das Problem und dort werden Menschen wie sie gebraucht.

Mit einem Negativ-Thema der Sorte "Durch Mobilfunk droht Ihnen Krebs!" kann man nicht "positiv auf die Menschen zugehen", sondern man verbreitet damit unter "den Menschen", für die man angeblich ach so "gute" Absichten hegt, Angst und Schrecken. Man selbst ist somit der Überbringer negativer, schlechter "Energien" (um einmal in der esoterisch verschwurbelten Sprechweise zu bleiben, die man wohl pflegen muss, wenn man sich "wurzeline" nennt).

Verpulvern sie nicht gute Energien für unnötige Diskussionen hier im Forum, denn die bringen nichts außer ihnen eben die guten Energien für ihr mobilfunkkritisches Vorhaben zu nehmen.

Sie erkennen mit dem Herzen (und dem Verstand) wo es wirklich langeht und finden im wirklichen Leben besser ihren Weg als hier.

Diese Aussagen, in Klartext übersetzt, bedeuten eine Aufforderung zum Verzicht auf Denken und Lernen. Das "mobilfunkkritische Vorhaben" wird als "gutes" Prinzip dargestellt, und nicht etwa als das hinterfragbare Phänomen, das es ist, und das natürlich mit Skepsis zu betrachten ist.

Ach ja, und von wegen der angeblich "guten Energien": siehe oben.

Mein kleiner grüner Kaktus...

H. Lamarr @, München, Dienstag, 08.05.2007, 00:08 (vor 5326 Tagen) @ Finbarr

Wir sind eine IG und haben den Kampf gegen zahlreichen Masten auf benachbartem Silo aufgenommen.

Dann sollten Sie zu allererst einmal qualifizierte Messungen an den offenen Fenstern Ihrer BI-Mitglieder machen lassen, bevorzugt bei den Fenstern, die Sichtkontakt zum Silo zulassen. Wenn Sie dort Werte unter 1 mW/qm messen und bei Ihren Schlafplätzen vielleicht 100 µW/qm, brauchen Sie nicht weiter zu kämpfen, denn dann sind Sie auch aus kritisch wissenschaftlicher Sicht ungefährdet. Und sollte sich wider erwarten doch etwas bei Ihren Leuten einstellen, z.B. Schlaflosigkeit, dann können wir immer noch weiter diskutieren.

Leider wenig Unterstützung bei vielen Anwohnern und kein Interesse auf Seite des Silovermieters an Dialog mit uns bzw. Auskunft.

Das ist normal. Versuchen Sie auf dem Teppich zu bleiben und keine Panik zu verbreiten. Machen Sie sich bitte folgendes klar:

Der Sicherheitsabstand um die Sender auf ihrem Silo beträgt horizontal vielleicht 6 Meter. Das heißt, wenn alle Sender auf dem Silo auf allen Kanälen mit höchster Leistung senden, dann wird in 6 Meter Abstand der Grenzwert erreicht. Ich nenne dies mal den Fall A. Schlimmer kann es nicht kommen, denn die mächtigen Sender pumpen in diesem Fall alles in die Luft was sie haben und Sie stehen nur 6 Meter von den Masten entfernt. Okay?

So, und jetzt stellen Sie sich Fall B vor: Sie haben eine Autopanne und rufen mit Ihrem "Notfallhandy" Hilfe. Weil es regnet, führen Sie das Telefonat aus dem Auto heraus, so dass auch das kleine Handy auf volle Leistung regelt.

Und jetzt sagen Sie mir, wo Sie oder genauer gesagt Ihr Kopf schlechter dran ist: Im Fall A oder im Fall B?

Nun, normalerweise tippen die Leute immer auf Fall A und schätzen, dass diese Situation ein paar hundertmal übler ist als das simple Telefonat. Tatsächlich aber ist es umgekehrt! Das Handytelefonat belastet Ihren Kopf 25-mal stärker als die schier am Limit orgelnden Basisstationen. Kaum zu glauben, nicht wahr? Aber es ist so, denn für Handys gilt ein Teilkörpergrenzwert von 2 W/kg, für Basisstationen dagegen ein viel strengerer Ganzkörpergrenzwert von 0,08 W/kg - daher der Faktor 25. Und wann ist schon ein Senderstandort so ausgelastet, dass auf allen Kanälen volle Pulle gefunkt wird? Praktisch nie. Die Schieflage zu Lasten der Handys, die durchaus öfter auf volle Sendeleistung schalten, ist in der Praxis also sogar noch weit größer als nur der Faktor 25.

Das heißt, Sie bekämpfen mit hoher Wahrscheinlichkeit mit den Masten das falsche Ziel. Wenn einer neben Ihnen in ungünstiger Lage mit dem Handy telefoniert, kriegen Sie mehr ab als vom Silo. Ja aber, werden Sie jetzt einwenden, die Handys strahlen ja nicht immer, die Antennen auf dem Silo aber schon! Stimmt. Und wieso sollte aus der schwachen bis schwächsten Dauerbefeldung ein Risiko resultieren? Weil ein paar Kritiker das behaupten? Auf bloßen Verdacht geäußerte Behauptungen wie diese hängen mir mittlerweile zum Hals raus, denn ich wohne mit meiner Familie unbeschadet seit ca. 5 Jahren in unmittelbarer Nähe mehrerer Sendemasten. Und bislang ist uns nichts Auffälliges geschehen. Allerdings: damals, nach Errichtung des nähesten Masten wollten wir ins Zelt auf einem nahen Parkplatz ziehen, weil uns nach Sichtung diverser Webseiten vor Angst die Knie schlotterten. Heute sehen wir vieles klarer und fürchten uns schon lange nicht mehr. Aber das war ein langer und mühsamer Weg, sich aus dem Dickicht der Angstmacher zu befreien und zu einer halbwegs sachlichen Mobilfunkkritik zu kommen.

Vielleicht dies noch: Wer ein Auto hat und sagt, er wolle es nur im Notfall benutzen, der erwartet dann mit Sicherheit Straßen auf denen er fahren kann. Wer ein Handy hat und sagt, er wolle es nur im Notfall benutzen, der darf sich nicht wundern, wenn die Betreiber vorsorglich schon mal Sender aufstellen. Zu Handys ja sagen, zu Sendemasten aber nein, dies führt Sie zwangsläufig in ein Dilemma, aus dem Sie sich so richtig nur durch Einstellen Ihrer Aktivitäten als Mobilfunkgegner (dann dürfen Sie unkritisiert telefonieren) oder mit dem Totalverzicht auf Handys befreien können. Die Grauzone dazwischen wird zwar immer wieder reich bevölkert, freilich mit nur einer Halbwertszeit von sagen wir mal: 3 Monaten.

Lieber desillusioniert Finbarr, als desinformiert!

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Notfallhandy, Sichtkontakt

Vergleich mit Röntgenstrahlung zulässig

Karl, Dienstag, 08.05.2007, 08:54 (vor 5325 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Karl, Dienstag, 08.05.2007, 09:53

Das ist normal. Versuchen Sie auf dem Teppich zu bleiben und keine Panik zu verbreiten.

Ein em. Prof. aus München bringt immer gern folgenden Vergleich:

Eine einmalig hohe Strahlenbelastung beim röntgen schadet dem Menschen nicht, aber eine dauernde niedrige Strahlenbelastung schon.

hohe kurze Strahlenbelastung geht vom Handy aus
niedrige dauernde Strahlenbelastung geht von der Mobilfunkantenne aus

Er sagt, man muss Dosis mal Zeit gleich Wirkung vergleichen.
Die Einwirkung durch einer Mobilfunkantenne ist höher als die Einwirkung eines einzigen Handygesprächs.

Was haben sie an diesem Vergleich zu bemängln?

Vergleich mit Röntgenstrahlung unzulässig

Kuddel, Dienstag, 08.05.2007, 23:12 (vor 5325 Tagen) @ Karl
bearbeitet von Kuddel, Dienstag, 08.05.2007, 23:45

Ein em. Prof. aus München bringt immer gern folgenden Vergleich:

Er sagt, man muss Dosis mal Zeit gleich Wirkung vergleichen. Die Einwirkung durch einer Mobilfunkantenne ist höher als die Einwirkung eines einzigen Handygesprächs.

Was haben sie an diesem Vergleich zu bemängln?

Ganz einfach: rechnen wir mal nach:
5 min Handygespräch am Tag.
Nehmen wir realistische 0,1 Watt Sendeleistung als typischen Mittelwert (Leistungsregelung in gut versorgtem Gebiet)

Kopf wird punktuell einer Leistungsflußdichte von S=P/(4*Pi*d²) > 3 Watt/m² ausgesetzt
(Anmerkung: Habe hier einfach mal einen Abstand von konservativen 5 cm zur Strahlungsquelle angenommen)

=> ergibt 15 Wattminuten/m²

1 Tag einer Mobilfunkbasis mit ca 1 mW/m² ausgesetzt (Höhere Werte sind die Ausnahme)
Der Tag hat 1440 Minuten,
=> ergibt 1,44 Wattminuten/m²

Fazit: Belastung (des Kopfes) durch 5 Minuten Handygespräch ist 10 mal so hoch, wie 1 Tag Basisstation.

Zur Ihrer Überschrift: Vergleich mit Röntgenstrahlung zulässig:

Ja klar, genauso zulässig wie der Vergleich der Wirkung einer Atombombe mit einem Silvesterknaller.

Die Pistolenkugel eines Schützen kann tödlich sein, ein Kugelhagel ist es bestimmt.
Ein Kind, welches "Peng, du bist jetzt tot" ruft, ist ungefährlich.
Selbst wenn das Kind "peng peng peng peng..." ruft, geht es mir bestenfalls auf die Nerven ;-), würde es aber niemals mit einem realen Pistolenschützen vergleichen.

Moleküle werden ab ca 5eV Energiezufuhr ionisiert (zerstört)
Röntgenphotonen haben eine Energie von 100 bis 250000 Elektronenvolt und sind daher ionisierend, wenn sie ein Molekül treffen.

Schon die kleinste Dosis Röntgenstrahlung führt zu Molekülschäden, welche durch den Organismus repariert werden müssen.

Die Energie eines Funkwellenphotons bei 900MHz beträgt
E=h*v= 4,13exp-15 *900exp6 = 0.000004 eV also weit weg von der 5eV Grenze, ab welcher eine ionisierende Wirkung eintritt.
=> Funkwellen sind nicht ionisierend und zerstören keine Moleküle.

Vergleich unzulässig.

Kuddel

Tags:
Röntgenstrahlung

Vergleich mit Röntgenstrahlung unzulässig

H. Lamarr @, München, Dienstag, 08.05.2007, 23:42 (vor 5325 Tagen) @ Kuddel

Vergleich unzulässig.

Kuddel, die plausible Herleitung ihrer Wertung finde ich sehr gelungen :clap:. Jetzt bin ich gespannt, ob eine ebenso plausible Gegenargumentation möglich ist.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Vergleich mit Röntgenstrahlung unzulässig

Doris @, Mittwoch, 09.05.2007, 08:22 (vor 5324 Tagen) @ Kuddel

Vergleich unzulässig.

Dieses Thema wurde hier schon einmal - zugegeben recht umfangreich - diskutiert.

Da waren einige interessante Beiträge dabei, warum es immer wieder zu dem Vergleich mit den Röntgenstrahlen kommt. z.B. der hier.
Aber auch noch weitere interessante Beiträge sind bei dieser Diskussion eingestellt worden.
Da Sie zu dem Thema ja offensichtlich fundierte Kenntnisse haben, würde mich interessieren, wie Sie dann die in der damaligen Diskussion gemachten Äußerungen bewerten?

Sicherlich streng genommen, ist ein Vergleich mit Röntgenstrahlung nicht zulässig, aber es scheint bei nichtionisierenden Strahlen die selben Effekte zu geben, wie bei ionisierenden Strahlen.

mfg
Doris

Tags:
Unseriös, Röntgenstrahlen, Röntgenstrahlung

Wattminuten/m² --> GSM-Handy vs. Basisstation

Sparco, Mittwoch, 09.05.2007, 17:32 (vor 5324 Tagen) @ Kuddel

Hallo,
bei solch einem Vergleich über Minuten/Stunden/Tage muß mit der mittleren Sendeleistung gerechnet werden, und die liegt beim GSM900-Mobilteil im Schnitt bei etwa 0,008W (wegen den 217Hz und dem DTX-Mode). (Siehe auch hier)
Und so kommt man auf 1,27 "Wattminuten/m²" pro Tag.

Wie auch immer,
ich denke, es macht einen Unterschied, ob man 24h permanent "bestrahlt" wird - oder eben in kurzen Abständen am Tage, wo der Körper eher auf "Aktion" eingestellt ist (und nicht auf Regeneration).

Gruß
Sparco

Was denn nun ?

Kuddel, Mittwoch, 09.05.2007, 22:57 (vor 5324 Tagen) @ Sparco
bearbeitet von Kuddel, Mittwoch, 09.05.2007, 23:28

...bei solch einem Vergleich über Minuten/Stunden/Tage muß mit der mittleren Sendeleistung gerechnet werden...

Was den nun ? :confused:

Wenn es um eine DECT-Basis geht zählt der Spitzenwert, beim Vergleich eines Handy's mit einer Mobilfunk-Basis aber nur der Mittelwert, damit das Handy im Vergleich zur Mobilfunkbasis besser dasteht ?

Ja, aus Mobilfunkersicht würde ich das auch so sehen => der thermisch wirksame Mittelwert zählt.

Ich lese aber in der Kritiker-szene immer davon, dass nur der Spitzenwert "relevant" ist.
Auf das Argument: "Rundfunksender mit hoher Leistung gibt es schon über 50Jahre" antworten die Kritiker doch gerne mit "aber die waren nicht so stark gepulst!".
Alle "Strahlenmeßgeräte" wie Spektran und AARONIA bewerten nur Spitzenwerte.
Baubiologen reden nur von Spitzenwerten, z.B. wenn es um DECT-Basisstationen geht.

Reden wir von Mittelwerten, dann gilt der Ansatz nicht mehr, dass eine DECT-Basis im Haus stärker strahlt als ein Mobilfunkmast in der Nachbarschaft !
Dem Mittelwert nach "strahlt" eine DECT-Basis in 1Meter Abstand nur mit 200uW/m², in 3Meter Abstand nur mit 20uW/m² => harmlos !

ich denke, es macht einen Unterschied, ob man 24h permanent "bestrahlt" wird - oder eben in kurzen Abständen am Tage, wo der Körper eher auf "Aktion" eingestellt ist (und nicht auf Regeneration).

Also ist das permanente Ticken der Uhr auf dem Nachttisch (Ruhephase) für die Ohren gefährlicher als ein Diskobesuch (Körper auf Aktion). Man denke auch an das schädliche Plätschern eines Gartenteichs oder das Prasseln von Regen auf dem Dachfenster oder das Radiogedudel, welchem sich viele fast permanent und freiwillig aussetzen !

:no:

K

Was denn nun ?

noop, Donnerstag, 10.05.2007, 12:20 (vor 5323 Tagen) @ Kuddel

Also ist das permanente Ticken der Uhr auf dem Nachttisch (Ruhephase) für die Ohren gefährlicher als ein Diskobesuch (Körper auf Aktion). Man denke auch an das schädliche Plätschern eines Gartenteichs oder das Prasseln von Regen auf dem Dachfenster oder das Radiogedudel, welchem sich viele fast permanent und freiwillig aussetzen !

Ich sage nur chinesische Tropfenfolter

schönen Gruß

noop

Analogien bringen uns nicht weiter

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 10.05.2007, 15:20 (vor 5323 Tagen) @ noop

Ich sage nur chinesische Tropfenfolter

Also gut, es gibt wohl für beide Hypothesen (schwache Dauerbefeldung schadet mehr/schadet nicht mehr als kurze Handytelefonate) jede Menge an plausiblen Beispielen, die aber allesamt nur Analogien sind und sich nicht so ohne weiteres auf den Fall übertragen lassen, der uns hier beschäftigt. Da uns diese Analogien, so anschaulich sie auch seien mögen, nicht weiterbringen, schlage ich vor, wieder zu der konkreten Berechnung zurückzukehren, die Kuddel eingebracht hat.

Dazu folgende Anmerkung: Wir wollen doch wissen, um wievielmal stärker/schwächer ein Mensch (Kopf) befeldet wird, wenn er a) mit dem Handy telefoniert oder b) neben einer BTS schlafen muss. Also suchen wir eine relative Größe, einen Faktor. Und ist es dann denn nicht egal, ob ich mit Spitzen- oder Mittelwert rechne, solange ich für beide Fälle nur denselben Wert betrachte?

An der Spitzenwert-Mittelwert-Problematik war ich vor ein paar Jahren mal dran, bin aber schon damals nicht so recht vom Fleck gekommen.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Mathematik bringt uns nicht weiter

Kuddel, Freitag, 11.05.2007, 00:37 (vor 5323 Tagen) @ H. Lamarr

Dazu folgende Anmerkung: Wir wollen doch wissen, um wievielmal stärker/schwächer ein Mensch (Kopf) befeldet wird, wenn er a) mit dem Handy telefoniert oder b) neben einer BTS schlafen muss. Also suchen wir eine relative Größe, einen Faktor. Und ist es dann denn nicht egal, ob ich mit Spitzen- oder Mittelwert rechne, solange ich für beide Fälle nur denselben Wert betrachte?

In Bezug auf Röntgenstrahlung ist man sich weitgehend einig, dass die Dosis = Strahlungsintensität mal Zeit die Wirkung beschreibt. Die Erklärung ist, dass schon schwache Röntgenstrahlung Molekülbindungen aufbrechen kann ,nur eben in geringerer Anzahl wie bei stärkerer Strahlendosis
(siehe auch hier unter "biologische Wirkung". )

In Bezug auf Funkwellen sagt die Physik, dass diese eigentlich nicht in der Lage sind, Molekülbindungen aufzubrechen, weil sie energetisch zu schwach sind.
Es muß also (wenn die Betroffenen sich die Wirkung nicht einbilden) einen anderen Wirkungsmechanismus geben.
Wer sagt denn, dass bei Funkwellen der Zusammenhang von Feldstärke zu Wirkung linear sein muss, wie bei Röntgenstrahlung ?

Vielleicht ist der Zusammenhang ja auch quadratisch ?
Villeicht ist es auch so, dass es eine Dosis-Schwelle gibt, ab welcher eine Wirkung erst einsetzt.
Schwaches Feld => keine Wirkung, stärkeres Feld => überproportional ansteigende Wirkung ?!?

Dann wäre bei Funkwellen eine Bestimmung von Dosis = "Strahlungsstärke mal Zeit" nicht zielführend.

Ebenso wird von manchen die Meinung vertreten, daß "die Pulsung" verantwortlich für die Probleme sei und "ein Dauersignal weniger schädlich , als ein gepulstes Signal".

Aber Pulsung kann höchst unterschiedlich aussehen.
Kurzer Puls - lange Pause (Handy, DECT)
Langer Puls - kurze Pause (ausgelastete Basis)
100Hz (DECT) 217Hz (GSM) 10Hz (WLAN)

Welche Pulsform ist nun die Schädlichere ?
Es fehlt auch die Theorie, wie die Pulsung vom Organismus überhaupt wahrgenommen werden kann. Es müßte "technisch" gesehen eine Demodulation (an einer nichtlinearen Kennlinie) stattfinden.

Fazit:
Es fehlt ein Wirk-Modell um das mutmaßliche Problem mathematisch zu erfassen.

K

Analogien bringen uns nicht weiter

Kuddel, Samstag, 12.05.2007, 01:26 (vor 5321 Tagen) @ H. Lamarr

An der Spitzenwert-Mittelwert-Problematik war ich vor ein paar Jahren mal dran, bin aber schon damals nicht so recht vom Fleck gekommen.

Ich glaube heute kann man auch nicht mehr dazu sagen.

Ich würde allerdings die Zitate von "Lebrecht von Klitzing" von der Seite nehmen. Seine dort zitierten Aussagen sind meiner Meinung nach "physikalisch wirres Zeug".
Er nimmt z.B. die Durchschnittsenergie (Watt*Sekunde) des Blitzes einer Stroboskoplampe und rechnet diese mit der Blitzdauer auf die Pulsleistung um. Soweit so gut.
In einer Art Analogie nimmt er nun die Spitzenleistung eines DECT (250mW),bildet die Ableitung mit der Auflösung seiner Meßgeräte und bekommt einen Wert von 25kW/s. Was soll das Ergebnis darstellen, ausser dass es eine beeindruckend hohe Zahl ist ?
Was soll das Ergebnis (Leistungs-Anstiegsrate) mit der Stroboskoplampe (Energiegehalt und Spitzenleistung) zu tun haben ?

Und dann der Quatsch mit der "Kohärenz der Strahlung, die sich nicht an den Skineffekt hält".=> Eine sinnlose Zusammenreihung von Fachbegriffen.
Und schliesslich die absurde Behauptung, man "könne deshalb mit einem DECT Telefon auch in einem Farady Käfig telefonieren". Das ist ebenfalls blanker Unsinn.

Würde mich interessieren, ob er als "Medizinphysiker" auch ein Diplom in Physik hat, oder nur in Medizin und auf welchem Gebiet er promoviert hat...

(Zwischen?-)Zusammenfassung - wie weiter?

Kehrmann, Sonntag, 13.05.2007, 07:38 (vor 5320 Tagen) @ Finbarr

Die Diskussion verläuft an einer hintergründigen Linie, die ersichtlich gemacht werden könnte mit der Frage:
"Was ist ein Reiz?"

Dieser Spur wird gruppenpsychologisch in der Forumskommunikation [auf Anfrage ins Forum folgen von Teil-Nehmenden Reaktionen]zur Klärung der Problematik auf naturwissenschaftliche Ebene [physiologische Bedeutung von hochfrequenten EMF] gefolgt.
Wenn nun jemand begründen könnte, weswegen durch die anfangs gestellte Frage die ersichtlichen Inhalte der Antworten zum Vorschein kamen, wäre das Problem
<-> [Reaktion <-> Präaktion] <-> [Reiz <-> Parameter] <->
geslöst.
Aber "natürlich" kann sich bei solchen Reizen alles immer nur im Kreis drehen...
Tut die Erde ja auch. Erlebt wird allerdings eine Bewegung von Sonne und Sternen.
Wodurch ist die Erlebnisfähigkeit eines "Lebewesens" und die Ausschöpfung dieser Fähigkeit im Erleben bestimmt?
Sowohl in Bezug auf die "äussere" Umwelt als auch auf sich und die anderen Menschen und Lebe-/Wesen.

"Wie weiter?"

(Zwischen?-)Zusammenfassung - wie weiter?

H. Lamarr @, München, Dienstag, 15.05.2007, 00:02 (vor 5319 Tagen) @ Kehrmann

Hmmm, Kehrmann, Sie schreiben wie ein Psychotherapeut, ich aber bin Techniker und kann die Modulation Ihrer Trägerfrequenz nicht demodulieren. Oder weniger verspielt formuliert: Könnten Sie Ihre Gedanken freundlicherweise so formatieren, dass auch Normalsterblich mit begrenztem IQ die Quintessenz erfahren können?

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Wie weiter?

Marianne, Sonntag, 13.05.2007, 15:13 (vor 5320 Tagen) @ Finbarr

Wir benötigen inoffizielle Ratschläge betr. Rechtslage, was man tun kann, ohne das Risiko von Verleumdung, etc.einzugehen. Wären sehr glücklich über engagierte Person mit Hintergrundwissen, die bereit ist, uns die Richtung zu weisen.

Hallo "Finbarr",
rufen Sie mich bitte an, ich kann Ihnen sagen was Sie tun könnten und sollten, und auch was zu erreichen ist.
Hier im Forum hat das gar keinen Sinn, da kommen Sie nicht weiter.
Meine Telefonnummer lautet: 089/90199030.
Viele Grüße,
Marianne Buchmann.

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