Mini Funkzellen als Todesstoß fürs Festnetz (Allgemein)

Doris @, Sonntag, 25.03.2007, 17:15 (vor 5727 Tagen)

Femtocells sollen der endgültige Todesstoß fürs Festnetz sein. Ein Wunschdenken, das bei den Netzbetreibern schon lange existiert und von der breiten Masse jedoch bisher noch nicht so angenommen wird.

Was mich schon lange wundert, ist, dass die Funktechnik unter dem Kritikpunkt der Energieeinsparung absolut nicht angeprangert wird. So hat "sparco" mal einen interessanten ARtikel über Stromverbrauch durch BTS eingestellt. Bei diesen Zahlen sind die Milliarden ständig zu ladende Handys und auch schnurlose Telefone überhaupt nicht berücksichtigt. Ein Angriff aufs Festnetz bedeutet noch mehr Gesprächsminuten und noch mehr Energieverbrauch. Der Stromverbrauch ist für 40 % der hiesigen CO2-Emmission verantwortlich und jährlich steigt die Nachfrage nach Strom um 0,5 %. Wie diese Femtocells stromverbrauchsmäßig zu Buche schlagen ist mir nicht bekannt, aber sie sollen ja nicht anstatt sondern zusätzlich zu den BTS errichtet werden, da es hier ja nur um den Festnetzersatz geht. Es wundert mich schon etwas, wie massiv unsere Politiker aus Gründen der Energieeinsparung in das Leben eines jeden einzugreifen versuchen, aber hier wird ungehindert ausgebaut und ein massiver Angriff auf ein durchaus funktionierendes Festnetz gestartet, der von niemand Verantwortlichem kritisch beäugt wird.

mfg
Doris

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Mini Funkzellen als Todesstoß fürs Festnetz

H. Lamarr @, München, Montag, 26.03.2007, 00:02 (vor 5726 Tagen) @ Doris

Ein Angriff aufs Festnetz bedeutet noch mehr Gesprächsminuten und noch mehr Energieverbrauch. Der Stromverbrauch ist für 40 % der hiesigen CO2-Emmission verantwortlich und jährlich steigt die Nachfrage nach Strom um 0,5 %. Wie diese Femtocells stromverbrauchsmäßig zu Buche schlagen ist mir nicht bekannt, aber sie sollen ja nicht anstatt sondern zusätzlich zu den BTS errichtet werden, da es hier ja nur um den Festnetzersatz geht.

BFE (Bundesamt für Energie) finanziert Studie "Energieverbrauch der mobilen Kommunikation" der Fachhochschule Nordwestschweiz. Projektleiter: Prof. Dr. M. Hufschmid, FHNW Muttenz

Quelle: FSM Newsletter 09 - März 2007

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Mini Funkzellen als Todesstoß fürs Festnetz

Kuddel, Montag, 26.03.2007, 21:33 (vor 5725 Tagen) @ Doris

Es wundert mich schon etwas, wie massiv unsere Politiker aus Gründen der Energieeinsparung in das Leben eines jeden einzugreifen versuchen, aber hier wird ungehindert ausgebaut und ein massiver Angriff auf ein durchaus funktionierendes Festnetz gestartet, der von niemand Verantwortlichem kritisch beäugt wird.

Sehe ich auch so.
Jeder der sich per DSL im Internet "bewegt" möge jetzt ein schlechtes Gewissen bekommen. So ein DSL-Modem (ca 7 Watt und i.d.R. den ganzen Tag in Betrieb) hat eine mehr als doppelt so hohe Leistungsaufnahme wie ein Schnurlostelefon oder ein Handyladegerät (welches selten mehr als eine Stunde pro Tag "an" ist).

Es kommt noch besser: In den Niederlanden erwägt die KPN, das normale analoge Festnetz abzuschalten. Festnetztelefonie geht dann nur noch über DSL per VoIP.
=> Jeder der jetzt noch kein DSL-Router benötigte wird nun zwangsweise "beglückt".
Die KPN verspricht sich davon enorme Einsparungen (Auf Kosten der Stromrechnung ihrer Kunden).
Wenn das in den anderen Euro-Ländern Schule macht...
Naja, es steigert das Bruttosozialprodukt (ganz im Sinne der EU) und schafft Mehrwerte (für die Aktionäre der Telekom-Firmen)
Zum Ausgleich werden dann eben die Glühbirnen verboten :-(
K

Tags:
VoIP, Festnetz

Aktuelle Zahlen

Doris @, Sonntag, 29.04.2007, 17:46 (vor 5692 Tagen) @ Doris

Hier gibt es aktuelle Zahlen zum angesprochenen Thema.

mfg
Doris

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