"Ein Gestank, der einen kaum noch atmen ließ"
Es ist eine Oase im zersiedelten Mailänder Hinterland: Schatten spendende Eichen- und Buchenbäume, dazwischen gepflegter Rasen und der Duft wildwachsender Rosen. Die Mitarbeiterin einer Umweltorganisation führt eine Schulklasse, in Zweierreihen halten sich die acht- bis neunjährigen Kinder brav an den Händen. Die Ruhe und Beschaulichkeit im Park "Bosco delle Querce" am Stadtrand von Seveso täuschen. Genau hier hat sich vor 30 Jahren eine der schlimmsten Umweltkatastrophen Europas ereignet. Mehr ...
Quelle: Tagesschau.de Beitrag von Jörg Seisselberg
veröffentlicht am 10.07.2006
Seveso war überall
Auszug S. 4/4, am Ende des Beitrages:
Noch sind Prozesse anhängig. Die rechtlichen Folgen der Katastrophe sind enorm. Allein die EU hat zwei >Seveso-Direktiven« erlassen, sie schlugen sich in Deutschland in der Störfall-Verordnung nieder.
In Italien wurde das Recht auf Schadensersatz umgekrempelt.
Die Frage, ob auch nach 30 Jahren noch Ansprüche bestehen, ist noch ungeklärt.
Quelle: DIE ZEIT, WISSEN
veröffentlicht am 06.07.2006
Buchtipp
Vergiftet und allein gelassen
Die Opfer von Giftstoffen in den Mühlen von Wissenschaft und Justiz