Konsens: geheime Macht im Hintergrund (Allgemein)

H. Lamarr, München, (vor 5 Tagen)

Wer sich mit Politik, Behörden oder internationalen Gremien beschäftigt, stößt früher oder später auf einen Begriff, der selten Schlagzeilen macht und doch weitreichende Folgen haben kann: den Konsensbeschluss. Er kommt oft ohne förmliche Abstimmung aus, hinterlässt kaum sichtbare Gewinner oder Verlierer – und entfaltet dennoch erhebliche Wirkung. Auch wenn es um Mobilfunk geht. Anlässlich des IEC Jahrestreffens werfen wir einen Blick auf die deutsche Haltung zum Thema Konsens.

Rund 3000 Expertinnen und Experten aus aller Welt werden sich im November in Hamburg zum IEC General Meeting treffen, über 1000 Sitzungen sind veranschlagt. Florian Spiteller, Mitglied der DKE Geschäftsleitung, erklärt im Interview, weshalb die deutsche Herangehensweise manchmal etwas zu direkt ist, warum Normung schon beim Frühstück beginnt und inwiefern Druck auch Chancen hervorbringen kann.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Konsens: nicht alle dafür aber keiner dagegen

H. Lamarr, München, (vor 16 Stunden, 8 Minuten) @ H. Lamarr

Rund 3000 Expertinnen und Experten aus aller Welt werden sich im November in Hamburg zum IEC General Meeting treffen, über 1000 Sitzungen sind veranschlagt. Florian Spiteller, Mitglied der DKE Geschäftsleitung, erklärt im Interview, weshalb die deutsche Herangehensweise manchmal etwas zu direkt ist, warum Normung schon beim Frühstück beginnt und inwiefern Druck auch Chancen hervorbringen kann.

Wir lernen: Wenn in Österreich der Wissenschaftliche Beirat Funk mit einem Konsensbeschluss Mobilfunkexposition für gesundheitlich unbedenklich erklärt, müssen nicht alle Beiräte dem Beschluss zugestimmt haben. Denn ein Konsens erlaubt auch Enthaltungen, nicht jedoch Gegenstimmen. Gibt es Gegenstimmen, müssen diese für den Konsens in zuweilen langwierigen Verhandlungen (über die Formulierungen im Konsenspapier) in Enthaltungen oder Zustimmung umgepolt werden.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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