EHS-Provokationstest: Belastungscocktail spart viel Zeit ein (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 14.01.2026, 20:29 (vor 81 Tagen) @ H. Lamarr

Beschrieben ist der Test in dem nur vier Seiten umfassenden Dokument Elektromagnetische Felder, Blindprovokationstest.

Bekanntlich gleicht kaum ein EHS dem anderen. Einer reagiert auf elektrische Weidezäune und Powerline, ein anderer auf UMTS aber nicht auf GSM und wieder andere reagieren stark auf GPRS und LTE. Das macht Tests auf "Elektrosensibilität" scheinbar zu einer schier endlosen Angelegenheit. Das PDF von MedNis plädiert deshalb nicht darauf, verdächtige Funkquellen schön der Reihe nach zu testen bis sich ein Treffer einstellt, sondern sich während des Blindtests am besten einem bunten Cocktail von allen möglichen Funksignalen auszusetzen. Bleibt dann die Quote bei 30 An-Aus-Versuchen im Bereich von 15 richtigen Treffern hängen, kann der Proband sicher sein, nicht zu den EHS zu zählen. Denn 15 Treffer sind statistisch auch durch Raten der Exposition erzielbar. Dies und mehr lässt sich aus dem Originaltext von MedNis ableiten:

[...] Es ist möglich, einen Cocktail von EMF-Emissionsquellen (Bluetooth, mobile Daten, WLAN usw.) gleichzeitig zu testen (entweder alle an oder alle aus). Wenn das Ergebnis nicht signifikant ist, d. h. wenn sich herausstellt, dass der Belastungscocktail nicht mit Ihren Symptomen in Verbindung steht, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Einzelbelastungen damit in Verbindung stehen, da es keinen Grund gibt, anzunehmen, dass eine der Quellen schützend wirkt und die von den anderen induzierte Wirkung aufhebt. [...]

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Exposition, Provokationstest


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