Wir wollen mitreden am RTEMF BfS (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 24.06.2023, 21:29 (vor 303 Tagen) @ KlaKla

Einzelne BUND Mitglieder versuchen über die Schiene der Bürgerbeteiligung Platz zu nehmen am RTEMF des BfS.

Wieso sollte nach 19 Jahren RTEMF plötzlich der Vertreter des BUND-Bundesverband die Bürgerbeteiligung nicht mehr ausreichend repräsentieren? Ich kann dafür keinen triftigen Grund sehen, zumal der RTEMF mMn paritätisch mit Interessenvertretern besetzt ist. Eine Stärkung der Bürgerbeteiligung mit uneinsichtigen Mobilfunkkritikern (wie Tlach oder Kühling) würde zu einer falschen Ausgewogenheit führen und der RTEMF Gefahr laufen, zum Debattierklub zu verkommen. Uneinsichtige Mobilfunkkritiker hoffen darauf, mit Extrempositionen andere zu Zugeständnissen zu bewegen. Das mag in der Politik funktionieren, beim RTEMF geht es mMn aber um wissenschaftlich belastbare Fakten, die nicht verhandelbar sind. Die Wahrheit liegt dort eben nicht in der Mitte, sondern dort, wo die besseren Argumente und Qualifikationen sind. Und die liegen definitiv nicht bei uneinsichtigen Mobilfunkgegnern. Wäre es anders, das IZgMF hätte nicht alle Hände voll zu tun, sondern wäre längst arbeitslos geworden :yes:.

Ich könnte mir gut vorstellen, der plötzlich einsetzende Drang nach "Bürgerbeteiligung" ist ein verkleideter Steigbügelhalter für Diagnose-Funk, damit der Stuttgarter Verein allen Widrigkeiten zum Trotz aufgrund des "Drucks der Straße" doch noch einen Sitz im RTEMF zugestanden bekommt. Anlass für diesen Verdacht ist der vermeintliche Prestigegewinn der nunmehr zu Verbandsklagen berechtigten "Umweltorganisation", der die Stuttgarter aus Sicht mitteilsamer Gesinnungsfreunde geradezu zwingend für den RTEMF empfiehlt. Eine entsprechende Petition würde mich nicht wundern, sollten Tlach und Kühling nicht erhört werden. Aber: Der BUND ist schon viel länger klageberechtigt und sein Vertreter Thorsten Kellermann ist mir am RTEMF schon deshalb sympathisch, weil er meiner Kenntnis nach auf populistische Auftritte verzichtet und sich in HF-EMF-Sachfragen nicht als aufgeregter Besserwisser in Szene setzt. Seit dem Ausscheiden von Hubert Weiger und Wilfried Kühling hat sich der BUND-Bundesverband meiner Einschätzung nach beim Thema HF-EMF positiv entwickelt: Grelle, peinliche Dramatik wurde durch leise, vertrauenerweckende Vernunft ersetzt. Organisierten Mobilfunkgegnern und Gewinnlern der Furcht vor Elektrosmog kann dieser Reifeprozess freilich nicht gefallen :lookaround:.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
BUND, BI, Diagnose-Funk, Kinderpost, Instrumentalisierung, Geschäftemacher, Dialog, Hannemann, Weiger, Kühling, Stopfgänse, Konsens, RTEMF


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