Stärkung der Bildung in Naturwissenschaften und Technik (Allgemein)
Berlin: (hib/ROL) Die Stärkung der MINT-Bildung ist am Mittwoch Thema in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung gewesen. Die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) in der Ausbildung und im Studium zu stärken, ist immer wieder erklärtes Ziel von Politik und Wirtschaft, da der Fachkräftemangel gerade aufgrund zu geringer Absolventenzahlen in MINT-Fächern in Deutschland immer sichtbarer wird.
Jüngst hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Förderrichtlinie zur Intensivierung der MINT-Forschung in Höhe von elf Millionen Euro verabschiedet. Damit soll laut BMBF Forschung über MINT-Bildung ermöglicht werden. Dabei stehen Fragen vom Potenzial für fächerübergreifendes Lernen neben außerschulischem Potenzial im Vordergrund. Über eine E-Plattform einer künftigen MINT-Vernetzungsstelle sollen bereits vorhandene und künftige Forschungserkenntnis aufbereitet werden. So sollen wissenschaftlich fundiert die erforderlichen Rahmenbedingungen zukünftiger MINT-Bildung umgesetzt werden.
Aber nicht nur die wissenschaftliche Begleitung, sondern auch die Erfahrungen aus der Praxis im Bereich der MINT-Bildung sind relevant. Um diesen ein größeres Gehör zu verleihen, hatte der Ausschuss mehrere Experten zu dem Thema eingeladen.
Karsten Nebe, Professor an der Hochschule Rhein-Waal, Direktor des FabLab Kamp-Lintfort,, stellte die sogenannten "Maker Spaces" seiner Hochschule vor. "Maker Spaces" sind demnach Räume zum Experimentieren und Forschen außerhalb von Schulen und außerschulischen Lernorten. Nebe beschrieb sie als High-Tech-Werkstätten, wo Schüler und Schülerinnen nicht nur Sägen und Schneiden lernen, sondern solche traditionellen Fertigungsprozesse mit modernen digitalen Prozessen verknüpft werden. Die "Maker" würden den Umgang mit 3D-Druckern, 3D-Scanner, Laser Cutter & Co. lernen und sich mit diesen digitalen Maschinen auf die nächste industrielle Revolution vorbereiten. Am Ende eines solchen Prozesses stehe immer ein Produkt, wie eine App oder eine Smart-Home-Komponente. Insgesamt soll so schulisches Lernen gestärkt und Mut und Begeisterung gefördert werden. Nebe sagte: "Für Schülerinnen und Schüler werden MINT-Themen durch Machen neu begreifbar." weiter ...