Verschrottung: Selbstzerstörendes Handy (Allgemein)

Gast, (vor 7375 Tagen)

Handyrecycling einmal anders

So genannte Memory-Metalle gehören zu den Materialien, für die man noch immer nach Massenanwendungen sucht. Demonstriert wird der Effekt gerne mit einer Büroklammer, die man verbiegen kann und die unter Hitzeeinwirkung sprunghaft ihre ursprüngliche Form wieder einnimmt. An der Universität von Helsinki hat nun eine Gruppe von Studenten gemeinsam mit Nokia den Prototyp eines Mobiltelefons entwickelt, in dessen Gehäuse Springfedern aus Memory-Metall eingebaut sind. Unter Hitzeeinwirkung strecken sich diese Federn und sprengen das Gehäuse auseinander. Gleichzeitig fällt die elektronische Schaltung heraus, da diese mit Polymerschrauben im Gehäuse befestigt ist. Derartige Schrauben aber verlieren unter Hitzeeinwirkung ihren Halt. Die eingebauten Memory-Metallfedern funktionieren natürlich auch in der umgekehrten Richtung: Das könnte bedeuten, dass sich Handys damit schneller zusammenbauen lassen. Nokia will nach eigenen Angaben diese Idee weiter verfolgen. Nachteilig ist, dass man das Telefon nicht versehentlich auf eine Heizung legen darf - denn dann zerlegt es sich ungewollt in seine Bestandteile.

Mehr Informationen im IEEE Newsletter "What´s News in Wireless", Vol. 7, No. 4
und unter http://www.worldchanging.com/archives/004276.html

Nachricht: Schwarz & Knapp

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